Kein Bundesverdienstkreuz für Andersdenkende

27. Juli 2007 in Deutschland

Als der damalige Bundespräsident Theodor Heuss im September 1951 den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland, kurz Bundesverdienstkreuz, initiierte, tat er dies mit den Worten: “Er wird verliehen für Leistungen, die im Bereich der politischen, der wirtschaftlich-sozialen und der geistigen Arbeit dem Wiederaufbau des Vaterlandes dienten, und soll eine Auszeichnung all derer bedeuten, deren Wirken zum friedlichen Aufstieg der Bundesrepublik Deutschland beiträgt.” Dies war seinerzeit, heutzutage erhält praktisch jeder diese Blechauszeichnung, der sich nur systemopportun genug verhält und zumindest ansatzweise in der Öffentlichkeit steht. So bekamen allein im vergangenen Jahr 2.312 Personen das Bundesverdienstkreuz verliehen, so auch die Bundesverfassungsrichterin Evelyn Haas, die seinerzeit entschied, daß die Parole “Soldaten sind Mörder” keine Beleidigung darstelle (Az. 1 BvR 1476/91).

Zuweilen kommt es allerdings vor, daß jemand diese Auszeichnung für sein Lebenswerk erhält, ohne daß man dabei zusehr auf seine politische Einstellung achtet. Dies kann jedoch im Nachhinein zu einigen Kontroversen führen, wie derzeit im Fall des ehemaligen Generalmusikdirektors der Komischen Oper, Rolf Reuter.

Am 20. Oktober 2000 erhielt Reuter das Bundesverdienstkreuz erster Klasse, das ihm allerdings nunmehr aberkannt werden soll, da er im Verdacht steht, “wiederholt in rechtsextremen Kreisen agiert zu haben”, so die Welt. Reuter, der in diesem Jahr seinen 81. Geburtstag feierte beging nicht etwa ein “rechtsextremes” Verbrechen, das Veranlassung für die Aberkennung sein könnte, es mißfällt gewissen Kreisen ganz einfach, daß er enge Kontakte zum “Freundeskreis Ulrich von Hutten” und zur “Deutschen Kulturgemeinschaft” pflegte und pflegt, die beide vom Verfassungsschutz als “rechtsextrem” eingestuft werden. Im Mai 2006 referierte Reuter beim einem Treffen des Freundeskreis zum Thema “Das Volkslied als Mutterboden der musikalischen Hochkultur”.

Der Freundeskreis hat sich dem Ziel verschrieben, das Andenken an Ulrich von Hutten hochzuhalten, der zu seiner Zeit im 16. Jahrhundert als Humanist galt, jedoch heutzutage aufgrund seiner Schrift “Arminius”, in der er selbigen aufgrund seiner Verdienste in der Schlacht am Teutoborger Wald (9 n. Chr.) als “ersten unter den Vaterlandsbefreiern” bezeichnete, der “das römische Joch” abgeworfen, und Germanien von Fremdherrschaft befreit habe. Wahrlich eine Koryphäe, von der man in dieser Republik nicht allzu viel wissen oder hören möchte.

Neben der Aberkennung des Bundesverdienstkreuzes, droht Reuter nun auch noch die Aberkennung seiner Ehrenmitgliedschaft bei der Komischen Oper, die er seit 1993 innehat. So erhielt Reuter von deren Intendant mittlerweile einen Brief, in dem er aufgefordert wird, sich bis zum 31. August dieses Jahres zu äußern. Sollte es ihm bis zu diesem Zeitpunkt nicht gelingen, die Vorwürfe zu entkräften, werde ihm die Ehrenmitgliedschaft aberkannt – Schuldig bis die Unschuld bewiesen ist.

Überdies wird Reuter angelastet, im Jahre 1998 Briefe an diverse Menschenrechtsorganisationen geschrieben zu haben, in denen er unter anderem Meinungsfreiheit auch für Deutsche einforderte und nannte dabei explizit die bundesdeutschen Volksverhetzungsparagraphen und die Verurteilung von Udo Walendy zu 15 Monaten Haft wegen unerwünschter Meinungsäußerungen. Reuter schrieb wörtlich: “Ich schäme mich als Deutscher für dieses „im Namen des Volkes” begangene Unrecht.”

Konsequent wäre es seinerzeit gewesen, hätte er zwei Jahre die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes schlichtweg abgelehnt, aber immerhin hat er derzeit noch die Möglichkeit diese “Auszeichnung” mit den passenden Worten zurückzugeben, könnte eine derartige Auszeichnung doch zu anderen Zeiten Rückschlüße auf die politische Gesinnung Empfängers liefern.

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7 responses to Kein Bundesverdienstkreuz für Andersdenkende

  1. Das nun zur Meinungsfreiheit in der BRD!

    Wen die Leute von der SPD nichts anderes in ihren Amtstuben zu tun hätten, als national gesonnenen zur Schlachtbank von antideutschen Zionisten zu führen und das dann noch als ihr persönliches Meinungsbild ausgeben.

    Die zur Unmoral erklärte DDR war völkisch gerechter als die schein- demokratische Moral der BRD.

    BRD der Staat ohne Volk (Nation)!

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  2. Nicht verwunderlich in diesem angeblichen “Rechtsstaat”, wenn man es mit
    dem Fall des ehem. Richters am LG Hamburg, Dr. Wilhelm Stäglich, ver=
    gleicht, dem nach 2 “Verurteilungen” wg. § 130 nachträglich von der jur.
    Faltutät der Göttinger Universität der jur. Doktortitel von 1956 aberkannt
    wurde, so wie man unter Hitler Juden wg. angeblocher “Unwürdigkeit” den
    Doktortitel auch aberkannt hatte! Stäglich hatte nichts weiter getan, als ein
    Buch über seine2 Jahre als KompChef einer Flakbatterie in Auschwitz zu
    schreiben, was er dort erlebt oder gesehen hatte. Er erhielt f. d. Buch
    14 Monate Haft ohne Bewährung – als nicht Vorbestrafter – und seine Ver=
    fassungsklage wurde vom BVG nicht angenommen! Daraufhin schrieb er
    - als Jurist völlig verständlich – ein zweites Buch über seinen Prozeß, in dem er vorab das Urteil aus dem ersten Prozeß voran abdruckte. Für die
    Veröffentlichung des Urteilstextes (im Namen des Volkes) erhilelt er wieder
    14 Monate Haft o. B., weil in diesem urteilstext wieder gegen § 130 angeblich verstoßen wurde. Danach – nach voller Verbüßung d. Haft -
    mußte er sich anonym verhalten, durfte mit niemandem Kontakt aufnehmen, verstarb letztes jahr völlig vereinsamt im Alter v. 86 Jahren!
    (Natürlich wurde seine Pension stark gekürzt) Ist das nicht ein viel
    schlimmerer Fall? Warum erfährt man nichts darüber? Warum verschweigt
    Amnesty International diesen haarsträubenden Fall?
    Wo leben wir eigentlich?

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  3. Auf die Frage : Wo leben wir eigentlich? Kann man politisch korrekt nur antworten : Im freiheitlichsten Staat der deutschen Geschichte ! Oder ?

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  4. Hi,

    ist das hier so ne Art Neo-Nazi-Seite oder was ist das?
    Klärt mich mal einer auf??
    Das ließt sich hier alles so hinterdrückt…

    -newbie

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  5. @newbie: ich glaube du schliefst schon um 3 Uhr 30 morgens, als du diese
    dumme Frage stelltest! Nein, das ist keine Seite, auf der die Wiederrichtung
    des NS-Regimes verlangt wird, sondern eine Seite, in der die Meinungsfrei
    heit und das Recht auf politische Selbstbestimmung postuliert wird, zwei
    Dinge, die in diesem “freiheitlichsten Staat, den es jemals in Deutschland
    gab”, nicht praktiziert werden dürfen, weil sie gegen das Strafgesetzbuch
    (§ 130) verstoßen! (das höherwertige, über dem Strafrecht stehende sog.
    “Grundgesetz” garantiert nur angeblich in den Artikeln 1, 3 u. 5 auch die
    Rechte von Patrioten, die Wirklichkeit sieht leider anders aus: es gibt rund
    8000 politische Strafgefangene, von den 7950 wegen sog. “rechter” Äußer
    ungen eingekerkert sind! Lieber “newbie”, lies eifrig weiter diese Seiten,
    damit du etwas aufgeklärt wirst!

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  6. @Nonkonform. Publizist:

    Hi,

    erstens war das keine dumme Frage, sondern eine berechtigte Frage.
    Zweitens frage ich dich: Seit wann gibt es denn hier in Deutschland nicht das Recht auf politische Selbstbestimmung und Meinungsfreiheit? Ich glaube, du schliefst nicht nur heute um 03:30 Uhr, sondern schon dein ganzes Leben lang. Allein die Tatsache, dass Schlappschwänze wie du in Deutschland wohnen dürfen, zeigt doch, wie freiheitlich und meinungsoffen unser Land ist.
    Du würdest dich wundern, wie schnell solche Prolopenner wie du und deine Kumpels hier in anderen Staaten weg vom Fenster währen.
    Außerdem: Mach deine Augen auf, sofern vorhanden. Ich hab die Nachricht heute Morgen nicht um 03:30, sondern um 03:33 eingestellt. Wenn du schon solche exakten Anspielungen machst, dann achte doch bitte wenigstens auf die Details.

    -newbie

    P.S. Gegen das StGB verstößt nur, was zum Beispiel durch Verherrlichung rechtsradikaler Denkweisen volksverhetzend wirkt und damit die Volkseinheit zu teilen droht. Und dies, mein lieber Freund, wurde schon zu Adis Zeiten schwer geahndet.

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  7. Werte Kameraden, Rolf Reuter ist nun das nächste Opfer der Zionisten!

    Unser Berliner Dirigent Rolf Reuter ist gestorben

    Der Dirigent und langjährige Generalmusikdirektor der Komischen Oper in Berlin, Rolf Reuter, ist tot. Er starb in der Nacht zum Dienstag in Berlin kurz vor seinem 81. Geburtstag.

    Die Reihe des deutschen Widerstandskampfes Möllemann, Hohmann, Güntzel, Herman……..

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