Atomstreit: Der Iran beugt sich nicht
10. August 2005 in Ausland, Iran
Teheran, Iran: Am 08. August 2005 hat die iranische Regierung unter Staatspräsident Ahmadinedschad die Kernaufbereitungsanlage in Isfahan wieder in Betrieb genommen, was jedoch nicht ohne Stürme der Entbrüstung in den westlichen Scheindemokratien blieb. So schrieb Gero von Randow in „Die Zeit“, dass der Iran ein despotisches Regime wäre, das Israel mit Atomwaffen angreifen wolle, da der Iran in Israel weiterhin einen Besatzungsstaat auf palästinensischem Gebiet sieht. Die Medien vergessen allerdings zu berichten, dass es sich bei Israel tatsächlich um eben diesen Besatzungsstaat handelt, und dass der Iran laut UN-Experten frühestens ab dem Jahre 2015 mit der Produktion von Kernwaffen beginnen könne, was ihn zu einem ebenbürtigen Gegner der USA und Israel’s machen würde, die ohnehin derzeit dabei sind, den Nahen und Mittleren Osten geographisch im Sinne Israel’s neu zu kartographieren.

Die Khadjoo-Brücke über den Fluß Zayandeh Rood in Isfahan
Iran ist derzeit auf dem richtigen Weg diesem Treiben Einhalt zu gebieten, sah man doch schon am Beispiel von Nordkorea, dass die nukleare Abschreckung der einzige Weg ist einen Angriffkrieg durch USrael zu verhindern. Natürlich brüskierte und brüskiert sich die sogenannte „freie Weltgemeinschaft“ über die Atomprogramme von Nordkorea und des Iran, aber wo war diese Weltgemeinschaft als die USA unter fadenscheinigen Argumenten ihre Angriffkriege gegen Afghanistan und den Irak begannen? Wo ist diese Weltgemeinschaft, wenn vor den Augen der Medien ein Genozid an der palästinensischen Bevölkerung in ihrem eigenen Land begangen wird?
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US-Präsident George Bush drohte dem Iran indes damit, den UN-Sicherheitsrat einzuschalten. Sicherlich eine gute Idee, besonders auch, da sich dieser gleich um die Kriegsverbrechen der USA kümmern könnte. Der Iran machte indes deutlich, dass sollte „der Westen“ versuchen seine Atomanlagen anzugreifen, mit einen Gegenangriff zu rechnen sei. In diesem Falle spricht Gero von Randow natürlich abermals von „fanatischen Mullahs“, die die Menschrechte missachten. Worin genau diese Missachtung allerdings besteht, erwähnt von Randow nicht, vermutlich auch deswegen nicht, weil diese mutmaßliche Missachtung doch eher eine in der BRD unbekannte Form von Nationalstolz ist, sich nicht grundlos erobern und in Ketten legen zu lassen. Im Übrigen sind nicht vermeintliche Fanatiker für die zahlreichen Menschheitsverbrechen dieses Jahrhunderts verantwortlich, sondern die selbsterkorenen Musterdemokraten der USA und ihrer Verbündeten, die im Übrigen zwei zivile Städte in Japan mit Atombomben völlig ausradierten.
Siehe auch:
Der Nonkonformist 07. August 2005 – Cheney plant Atomkrieg gegen den Iran
Der Nonkonformist 06. August 2005 – Hiroshima: 60 Jahr danach
Gero von Randow – Weltgefahr Iran (Die Zeit 11. August 2005)


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