Schäubles Fingerabdruck für jederman erhältlich
30. März 2008 in Deutschland
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Als die Bundespolitik seinerzeit die biometrische Datenerfassung ihrer Bürger einführte, entegegnete man Kritikern, daß Bilder des Gesichts und der Finger in ihrer Bedeutung für die Privatsphäre im wesentlichen identisch seien. Die Probe auf dieses Exempel machte unlängst der Choas Computer Club (CCC), indem er schlichtweg den Fingerabdruck von Wolfgang Schäuble aufnahm und verbreitete, was ja laut der Argumentation der Bundespolitik nichts anderes ist, als ein Foto von jemandem zu machen. So hatte ein Zuträger des CCC ein Glas entwendet von dem Schäuble getrunken hatte um nach bekannter Anleitung den Fingerabdruck herzustellen. Öffentlich gibt sich Schäuble indes gelassen und gibt an, daß er nicht zu verbergen habe, die Standardfloskel, wenn es um die Einschränkung von Bürgerrechten geht. Weit weniger öffentlich prüft das Innenministerium allerdings rechtliche Schritte um gegen die Verbreitung des Fingerabdrucks von Schäuble vorzugehen, aber auch um zu verhindern, daß andere Politiker Opfer einer solchen Aktion werden könnten. Ein Strafverfahren gegen den CCC bewiese im Endeffekt nur, daß die Erfassung biometrischer Daten nicht so unproblematisch ist, wie dies immer dargestellt wird. Die Bundesrepublik kann also nur verlieren.
Wer sich selber den Fingerabdruck von Schäuble nachdrucken möchte, der findet in der derzeiten Ausgabe der CCC-Zeitschrift “Datenschleuder” eine Vorlage. Wer nicht zum Leserkreis gehört, kann sich hier die benötigte Bilddatei herunterladen.


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