Randale in der Regionalliga
29. August 2008 in Deutschland
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Es war ein turbulentes Spiel. Altona 93 schlug den Chemnitzer FC am vergangenen Wochenende 4:3. Zwei Elfmeter wurden verschossen, einer verwandelt, 1400 Zuschauer fühlten sich bestens unterhalten. Doch die Bilanz außerhalb des Spielfeldes stellt das bei weitem in den Schatten: Die Polizei war mit 240 Beamten vor Ort. Sie konnte dennoch nicht verhindern, dass zahlreiche Gästefans verletzt wurden – allerdings nicht von Anhängern des Gegners.
Während die meisten Fans der Heimmannschaft Altona 93 nach dem Schlusspfiff im Stadion blieben, griffen draußen 250 Antifa-Aktivisten Fans aus Chemnitz an, die sie dem rechtsradikalen Spektrum zuordneten. Auch später konnten die etwa 240 eingesetzten Polizeibeamten streckenweise nicht verhindern, dass es rund um das Stadion sowie auf zwei Hamburger Bahnhöfen zu Auseinandersetzungen kam.
{Schnitt}
So hat das auch Kay Herrmann empfunden, der als diplomierter Sozialarbeiter das Chemnitzer Fanprojekt leitet. Nach dem Spiel wurde er übel beschimpft, das mit “Awo” und “Fanprojekt Chemnitz” gekennzeichnete Auto wurde bespuckt und mit unzähligen Aufklebern versehen. “Dabei ist die Awo ja nun wirklich nicht als rechtsradikale Organisation bekannt”, sagt Herrmann.
Die CFC-Fans, die mit Bussen aus der Gefahrenzone gebracht wurden, habe es allerdings schlimmer erwischt. Mit Steinen und Flaschen seien die beworfen worden, eine Scheibe zersplitterte. “Alle, die mit dem Zug angereist waren, waren da drin – vom Ultra bis zum Familienvater.” Überhaupt meint Herrmann, dass die CFC-Fans keinen Anlass für politisch motivierte Aktionen geboten hätten: “Es gab während des Spiels keinerlei Provokationen, keine Parolen, Spruchbänder oder Gesänge.”
Das deckt sich mit der Einschätzung der Polizei, nach deren Angaben unter den etwa 200 Chemnitzer Fans genau die Leute fehlten, denen der Angriff nach dem Spiel eigentlich galt: “Die waren gar nicht mit ihren echten Problemfans da. Die sind wohl zu Hause geblieben”, sagte Polizeisprecher Ralf Meyer SPIEGEL ONLINE. Tatsächlich beschränkte sich das Gros der Gästefans während des Spiels auf die Unterstützung ihrer Mannschaft, weite Teile des Chemnitzer Fanblocks bestanden aus traditionellem Fußballpublikum, das weder auf Gewalt noch auf politische Provokationen aus war.
Quelle: Spiegel Online


Deutsch said on 31. August 2008
Das werden diese “Projekte” bestimmt wieder als erfolgreichen Kampf gegen Rechts werten. Einfach sinnlos drauflosprügeln, im Namen der Demokratie und des Antifaschismus. So und nicht anders kennt man Musterdemokraten.
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