Neue Variante des Rechtsextremismus erspäht

28. Oktober 2005 in Deutschland

Gestern erreichte den Nonkonformist ein e-Brief mit der Bitte um Veröffentlichung. Da der Artikel keine Quellenangabe enthält, ist nicht klar, ob der Artikel vom Versender selbst stammt. Als Autor ist ein gewisser A. genannt.

Im VS Bericht wird eine neue, natürlich gefährliche, natürlich immer “rechtsextreme” Variante erkannt: der sog. diskursorientierte Rechtsextremismus (“Neue Rechte”). Das sind die Leute, die gerne mal schreiben und diskutieren und das Klischee des “Gewaltnazi” nicht bedienen, das von niemandem so geliebt wird wie gerade vom System selber. Es könnte die Brücke von Nationalkonservativismus und Rechtsextremismus schliessen, und das ist gefährlich, denn nationalkonservativ dürfte man ev. ja sein, selbst vor dem Heiligen Richtstuhl des VS.

Auf Seite 35 des ja allseits beliebten VS Berichtes LSA für 2004 findet sich ein Punkt, der den unentbehrlichen Schützern unser aller Seligkeit Kopfzerbrechen bereitet: Man verzeichne eine “Ideologievariante des Rechtsextremismus”, deren Gefahr darin bestehe, die Grenzen zwischen Nationalkonservativismus und Rechtsextremismus aufzulösen. Diese sog. “diskursorientierte Neue Rechte” versuche sich in die aktuelle politische Diskussion von Tagesthemen einzubringen; ihr gelinge das teilweise auch durch Internet und Publikationen.

Na sowas. Wir können nachvollziehen, dass der VS von Gottes Gnaden hier eine Gefahr wittert – erstmal ist ja alles “rechtsextrem”, die an sich politisch so wertfreie Ausrichtung “rechts” wie “links” wird mit geballter Zuarbeit der Presse und der Regierungspropaganda schon sprachlich inkriminiert; es gibt nur das “Rechtsextreme”. Links ist alles möglich, da haben wir den breiten Bogen von der SPD, PDS zur Neuen Linken, und auch letztere habe ich noch nie mit dem Zusatz “linksextrem” präsentiert bekommen, nicht in der Presse noch im TV. Es ist in dem (linken) Spektrum eben alles möglich, man kann hauptamtlich der Stasi gedient und Menschen denunziert haben, ganz egal, es waren andere Zeiten (dieses Argument gilt bekanntlich auch nur mit extremster Einseitigkeit). Extrem ist da im linken Lager keiner. Auch sonst ist das Verhalten völlig in Ordnung, die “Sitten” gewahrt; man kann als bekennender Systemjournalist (mir fällt gerade keine andere zitierfähige Berufsbezeichnung ein) Kokain konsumieren und sich mit Schamfrist einiger Monate als Erzieher des deutschen Fernsehpublikums wieder präsentieren, auch egal. Moral holen wir aus der Schublade, wenn sie gegen rechts verwendbar sein könnte, da sind wir ja alle dann so unerträglich “anständig”.

Man muss zugeben, dass manche Vertreter unserer Bewegung dem öffentlichen Bild zuarbeiten. Das schadet in unnützer Weise den Einzelpersonen, die nach der Gesinnungsgesetzgebung der BRD abgestraft werden, wie auch der Bewegung selbst. Es bedient das Klischee, dass “rechts” nur in Nähe von Kriminalität zu denken ist.

Der VS sieht eine Gefahr, die uns eine Möglichkeit ist, eine unter vielen. Es muss möglich sein, nationale Positionen in die Diskussion einzubringen, ohne sich immer gleich in die Linie Revisionismus und andere bekannte Themen zu begeben – ein halbwegs kluges Reden über Nation ohne die systemseitig beliebte historische Verortung, die es dem System dann immer erlaubt, überall sog. Nazis zu sehen. So kann man eventuell den Kreis von Symphatisanten erweitern; es gibt Nationalkonservative im Lande, die von der CDU längst nichts mehr halten (wann wurde Globalisierung je so intensiv betrieben wie unter Kohl ?) und neue Orientierungen suchen. Erst vor ein paar Tagen sind uns solche Leute begegnet. Wir verraten hier natürlich nicht, wo.

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3 responses to Neue Variante des Rechtsextremismus erspäht

  1. Lach, dass ist schon bemerkenswert, wie allein schon durch gewisse Wortwahl sinnbeladene Diskussionen und verständliche Argumente national Denkender wieder mal als groß angelegte Intrige und ja doch nur als trickreiche Versuche verunglimpft werden Stimmen zu fangen. Tja, man lässt dem Michel keine Chance, sich eine evtl. wertfreie Meinung zu bilden, nein, er soll gelenkt und politisch korrekt beeinflusst werden, damit er auch immer wieder aufs Neue begreift ” Das Böse” ist rechts. Es scheint ja wenigstens die jahrelange Hetze, Nationalisten seien alles Säufer und Schläger, achso dumm hab ich vergessen, nicht gefruchtet zu haben, so dass nun auf eine neue Variante gesetzt werden muss. Nun sind es eben Trickbetrüger und sogar teuflische Schmierfinken, die den armen Michel umgarnen und ins Verderben ziehen wollen.Lach, was sagte meine Mutter schon immer: “Was ich selber gerne tu’ das trau ich jedem ander’n zu”. Aber da derlei “Propaganda! ja legal, sogar dem System dienlich ist und auch mit Unsummen gefördert wird, werden sie auch diesmal viele Schäfchen für die nächsten Jahre an sich binden können, bis auch diese “Leier” gegen Argumente nichts mehr nützt. Die Uhr tickt, unaufhörlich….Meinungen zu verbieten hilft da auch nichts mehr.

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  2. Der Grund f�r diesen Wechseln in der staatlichen Propaganda ist doch, dass sich die nationale Bewegung zu einem Gro�teil selbst von gewaltt�tigen Irrl�ufern gereinigt hat. Die nationale Bewegung hat sich vom Skinheadtum der 80er Jahre emanzipiert und selbst ehemalige Skinheads sind erwachsen geworden, und haben gemerkt, dass der Kampf nicht durch die oberfl�chliche, sondern durch die intelektuelle Konfrontation stattfindet.

    Mit der Emanzipierung des neuen deutschen Nationalismus mu�te sich nat�rlich auch die Propaganda gegen diesen �ndern. Die alten Parolen der Medien waren abgestumpft, und selbst der Durchschnitts-Michel bemerkte, dass die Berichterstattung der Medien kontr�r zu seinen eigenen Erfahrungen stand. Da dies zu einem Umdenken f�hren kann, war zwangsl�ufig eine andere Ausrichtung der Propaganda erforderlich, um die nationale Bewegung weiterhin zu verteufeln. Die Medien haben dem Durchschnitts-Michel also eine logische Schlu�folgerung abgenommen und ihm stattdessen eine irrationale L�sung angeboten. Wie man sieht mit Erfolg. Die BRD kann sich immerhin noch auf die Faulheit der Bev�lkerung verlassen, die lieber eine L�sung vorgesetzt bekommt, als eigenst�ndig zu denken.

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  3. Da hofft man halt nur noch auf die im vorherigen Artikel angenomme Abstoßreaktion=Brechreiz von all der “Staats”Väterlichen Fürsorge.

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