Frankreich: Politische Konsequenzen nach Pfeifkonzert bei Fußballspiel
16. Oktober 2008 in Europa, Multikultur
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Gestern kam es im Pariser Stade de France zu einer Begebenheit, die eigentlich niemanden wirklich überraschte. Bei der Begegnung zwischen Frankreich und Tunesien, offiziell ein Freundschaftsspiel, übertönten die Pfiffe der tunesischen Fans die Marseillaise, die französische Nationalhymne. Eine Neuerung ist es wirklich nicht, daß insbesondere Nordafrikaner keinen Respekt gegenüber ihren europäischen Wirtsvölkern haben. Neu ist allerdings das Verhalten der Politik, die auf einmal erkennt, daß dieses Verhalten ja nun ganz und gar nicht in das multikulturelle Traumgebilde paßt. So brachte der französische Premierminister François Fillon heute morgen eine Lawine ins Rollen, indem er feststellte, daß diese Pfiffe beleidigend für Frankreich seien und dies nicht toleriert werde. Als Konsequenz forderte Fillion die Unterbrechung der jeweiligen Nationalhymne, bis Ruhe einkehre, was freilich nicht sehr erfolgversprechend sein dürfte. Was so manchem Pfeifenheini nämlich an Intelligenz fehlt, macht er zweifelsohne durch Ausdauer wett.
Einen Schritt weiter als Fillon ging der Fraktionsvorsitzende der Regierungspartei UMP, Jean-François Copé, der forderte, daß künftig einfach alle Pfeifer aus dem Stadion entfernt werden sollten, was bei besagtem Spiel mehrere Tausend “ausländische Mitbürger” gewesen sein dürften. Als Alternative bot er an, das Spiel gleich ganz abzubrechen, was auf wenig Zustimmung auch bei den französischen Zuschauern stoßen dürfte.
Keine Spiele mehr gegen solche Mannschaften
Den besten Vorschlag jedoch machte der Staatssekretär “aux Sports”, Bernard Laporte, der ein Ende der Heuchelei forderte und sagte, daß man Spiele gegen Mannschaften wie Tunesien, Algerien oder Marokko einfach gar nicht mehr abhalten solle. Es müsse damit Schluß sein, “den anderen den Stock hinzuhalten, um sich damit schlagen zu lassen.” Eine Erkenntnis, die wir durchaus teilen und die auch andernorts durchaus Nachahmer finden sollte.
Um die Lage dann doch ein wenig zu beruhigen, bestellte Ministerpräsident Sarkozy den Vorsitzen des französischen Fußballverbandes, Jean-Pierre Escalettes, und die Sportministerin Roselyne Bachelot in den Präsidialpalast um das weitere Vorgehen zu beraten. Das Resultat war nichts halbes und nichts ganzes. So sollen bei weiteren Vorkommnissen dieser Art schlichtweg alle französischen Regierungsmitglieder das Stadion verlassen, was wohl einzig dazu führen dürfte, daß demnächst selbst Franzosen mitpfeifen. Im Gespräch war aber auch, das Spiel schlichtweg zu vertagen.
Abschließend “versicherte” Escalettes, dass “dass die Spieler traumatisiert waren”. Dies wagen wir zu bezweifeln, besteht die französische Nationalmannschaft doch kaum noch aus Franzosen, sondern vielmehr aus einem afrikanisch-arabischen Völkerbrei, der sich genausowenig mit der französischen identifiziert wie die Pfeifen auf den Rängen. Ein Blick, wieviele Spieler die Marseillaise mitsingen genügt da völlig.
La Marseillaise
Allons enfants de la Patrie,
Le jour de gloire est arrivé!
Contre nous de la tyrannie,
L’étendard sanglant est levé.(2x)
Entendez-vous dans les campagnes
Mugir ces féroces soldats?
Ils viennent jusque dans vos bras
Egorger vos fils, vos compagnes.
Refrain:
Aux armes, citoyens,
Formez vos bataillons,
Marchons, marchons!
Qu’un sang impur
Abreuve nos sillons!
Que veut cette horde d’esclaves,
De traîtres, de rois conjurés?
Pour qui ces ignobles entraves,
Ces fers dès longtemps préparés? (bis)
Français, pour nous, ah! quel outrage
Quels transports il doit exciter!
C’est nous qu’on ose méditer
De rendre à l’antique esclavage!
Refrain
Quoi ! des cohortes étrangères
Feraient la loi dans nos foyers !
Quoi ! ces phalanges mercenaires
Terrasseraient nos fiers guerriers ! (bis)
Grand Dieu ! par des mains enchaînées
Nos fronts sous le joug se ploieraient
De vils despotes deviendraient
Les maîtres de nos destinées !
Refrain
Tremblez, tyrans et vous perfides
L’opprobre de tous les partis,
Tremblez ! vos projets parricides
Vont enfin recevoir leurs prix ! (bis)
Tout est soldat pour vous combattre,
S’ils tombent, nos jeunes héros,
La terre en produit de nouveaux,
Contre vous tout prêts à se battre !
Refrain
Français, en guerriers magnanimes,
Portez ou retenez vos coups !
Épargnez ces tristes victimes,
À regret s’armant contre nous. (bis)
Mais ces despotes sanguinaires,
Mais ces complices de Bouillé,
Tous ces tigres qui, sans pitié,
Déchirent le sein de leur mère !
Refrain
Amour sacré de la Patrie,
Conduis, soutiens nos bras vengeurs
Liberté, Liberté chérie,
Combats avec tes défenseurs ! (bis)
Sous nos drapeaux que la victoire
Accoure à tes mâles accents,
Que tes ennemis expirants
Voient ton triomphe et notre gloire !
Refrain
Nous entrerons dans la carrière
Quand nos aînés n’y seront plus,
Nous y trouverons leur poussière
Et la trace de leurs vertus (bis)
Bien moins jaloux de leur survivre
Que de partager leur cercueil,
Nous aurons le sublime orgueil
De les venger ou de les suivre
Refrain
Deutsche Übersetzung
Auf, Kinder des Vaterlands!
Der Tag des Ruhms ist da.
Gegen uns wurde der Tyrannei
Blutiges Banner erhoben. (2x)
Hört Ihr auf den Feldern
die grausamen Krieger brüllen?
Sie kommen bis vor eure Arme,
Eure Söhne, Eure Ehefrauen zu köpfen!
Refrain:
Zu den Waffen, Bürger!
Formiert eure Bataillone,
Vorwärts, marschieren wir!
Damit unreines Blut
unserer Äcker Furchen tränke!
Was will diese Horde von Sklaven,
Von Verrätern, von verschwörerischen Königen?
Für wen diese gemeinen Fesseln,
Diese seit langem vorbereiteten Eisen? (2 x)
Franzosen, für uns, ach! welche Schmach,
Welchen Zorn muss dies hervorrufen!
Man wagt es, daran zu denken,
Uns in die alte Knechtschaft zu führen!
Refrain
Was! Ausländische Kohorten
Würden über unsere Heime gebieten!
Was! Diese Söldnerscharen würden
Unsere stolzen Krieger niedermachen! (2 x)
Großer Gott! Mit Ketten an den Händen
Würden sich unsere Häupter dem Joch beugen.
Niederträchtige Despoten würden
Über unser Schicksal bestimmen!
Refrain
Zittert, Tyrannen und Ihr Niederträchtigen
Schande aller Parteien,
Zittert! Eure verruchten Pläne
Werden Euch endlich heimgezahlt! (2 x)
Jeder ist Soldat, um Euch zu bekämpfen,
Wenn sie fallen, unsere jungen Helden,
Zeugt die Erde neue,
Die bereit sind, gegen Euch zu kämpfen
Refrain
Franzosen, Ihr edlen Krieger,
Versetzt Eure Schläge oder haltet sie zurück!
Verschont diese traurigen Opfer,
Die sich widerwillig gegen uns bewaffnen. (2 x)
Aber diese blutrünstigen Despoten,
Aber diese Komplizen von Bouillé,
Alle diese Tiger, die erbarmungslos
Die Brust ihrer Mutter zerfleischen!
Refrain
Heilige Liebe zum Vaterland,
Führe, stütze unsere rächenden Arme.
Freiheit, geliebte Freiheit,
Kämpfe mit Deinen Verteidigern! (2 x)
Unter unseren Flaggen, damit der Sieg
Den Klängen der kräftigen Männer zu Hilfe eilt,
Damit Deine sterbenden Feinde
Deinen Sieg und unseren Ruhm sehen!
Refrain
Wir werden des Lebens Weg weiter beschreiten,
Wenn die Älteren nicht mehr da sein werden,
Wir werden dort ihren Staub
Und ihrer Tugenden Spur finden. (2 x)
Eher ihren Sarg teilen
Als sie überleben wollend,
Werden wir mit erhabenem Stolz
Sie rächen oder ihnen folgen.
Refrain


UdoL said on 16. Oktober 2008
“Den besten Vorschlag jedoch machte der Staatssekretär (…) Laporte, der (…) sagte, daß man Spiele gegen Mannschaften wie Tunesien, Algerien oder Marokko einfach gar nicht mehr abhalten solle.”
Bin im Gegensatz zum Verfasser des Artikels nicht der Meinung, daß das der beste Vorschlag war. Der Sport als vielleicht einzige Möglichkeit des fairen weltweiten Vergleichs sollte nicht angetastet werden. Das Problem liegt doch sowieso mehr im grundsätzlichen Bereich. Meine Hoffnung ist die, daß sich Frankreich ungeachtet seiner im Vergleich zu Deutschland noch viel übleren Einwandererproblematik zu einem beispielhaften Alleingang entschließt. Vielleicht wird die Marseillaise dann bei irgendeinem Rückspiel in Tunis ausgebuht, aber der Anfang wäre gemacht – auch und gerade für Deutschland. Vive la France.
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Nonkonformer Publizist said on 17. Oktober 2008
Unsere feigen Politiker würden eine Teufel tun, und auf so einen Affront unser
er eingewandterten “Mitbürger” eingehen, sie würden, so schlecht es geht, einfach diesen Vorfall ignorieren! Selbstverständlich würde – wen überhaupt -
nur hinter verschlossenen Türen über Gegenmaßnahmen getuschelt.
Viel interessanter am Beitrag fand ich die Übersetzung der Marseillase, das
ist doch herrlich blutrünstig: “reines Blut soll die Ackerfurche …” Also, da
kann man doch wieder einmal sehen, wie blöde unsere Polititiker u. auch
Nichtpolitiker sind, die sich schon wegen der 1. Strophe Deutlandlied in die
Hosen machen! Die zweitens die blutrünstige polnische “Rota”, in der das
Deutschenblut vom Säbel spritzt, ebenso ignorieren.
na ja, da hätten wirs wieder, die Umerzogenen triumphieren, wir müssen
ruhig sein, sonst werden wir in die “Nazi”-Ecke gestellt!
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Odin said on 17. Oktober 2008
Fügt doch den ganzen Text des “Lied der Deutschen” für den Vergleich hinzu. (Besonders junge Leute sollten mal beide Texte vergleichen können; das (ganze)Deutsche Lied kennen die doch garnicht mehr).
Eigentlich sind die überhaupt nicht vergleichbar – total entgegengesetzte Werte!
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