Wer Wind sät… – Kommentar zum 11. September 2001
13. September 2001 in Geschichte, Nordamerika
Rechte Hand auf das Herz,
und die Augen himmelwärts
Wort und Bibel, Halleluja
Du kannst mich mal USA.
- Frank Rennicke
Der Durchschnitts-Ami weiß nun, daß es keine Sicherheit mehr gibt, auch eine militärische Supermacht wie die USA, kann sich dagegen nicht schützen. Ein empfindlicher Schlag für eine Macht, die zwar selber gerne militärische Schläge gegen ihr alles missliebige in aller Welt austeilt, aber im eigenen Land wiegte man sich in Sicherheit.
Der erste Kriegstheoretiker vor 2.000 Jahren Sun Tze wusste schon, daß man einen Gegner nie soweit in die Enge treiben darf, daß ihm nur noch Selbstmord-Attentate bleiben, gegen die es keinerlei Verteidigung gibt. Der “Tod von Oben” ist für die USA keineswegs ein Unbekannter; bislang jedoch kannte ihn die selbsternannte Weltpolizei nur aus der Vogelperspektive, wenn wieder einmal amerikanische Bomberkommandos in fremden Ländern freie Völker mit Bombenterror für „Freiheit und Demokratie” zu begeistern versuchten. Die USA haben seit 1804 schon 228 militärische Interventionen vorzuweisen. Sie haben den Kontinent von den wohl auch „unzivilisierten“ Ureinwohnern „gesäubert“, sie haben Millionen Zivilisten im 1. und 2. Weltkrieg ermordet, diese Liste ist endlos fortzuführen, nur zu einem Zeitpunkt, wo der Krieg an seinen Ausgangspunkt zurückkehrt, ist plötzlich großes Gejammer. Die ganze „freie“ Welt kotzt mich so dermaßen an; nur weil der Angriff wunderbar propagandistisch ausgeschlachtet wird, ist plötzlich große Trauermiene. Ist ja auch verständlich, wenn man sieht wie amerikanische Kampfbomber, aus sicherer Entfernung Mietshäuser zerstören, da klopft man sich auf die Schenkel, und leert noch eine Tüte Kartoffelchips, wie im Kino, sieht man jedoch das menschliche Elend, wird man direkt mitgerissen. Wenn ich in die ganzen bekümmerten Gesichter hier auf der Straße schaue, wird mir schlecht. Was denkt Ihr denn wie Krieg aussieht?
Es ist verständlich, wenn man Trauer für die Opfer empfindet, man darf allerdings nicht darin verharren, will man sich einen objektiven politischen Standpunkt bilden. Gerade aus Respekt gegenüber den Opfern, muß man erkennen, wenn nur ausgewähltes Leid vermittelt, und damit die Opfer letztendlich für Propagandazwecke instrumentalisiert werden.
Krieg ist nicht immer nur aus der Cockpitperspektive amerikanischer F 16 Bomber zu sehen, der Krieg hat auch ein Gesicht, und dieses ist grausam. Was meint ihr wie viel schlimmer die Qualen der Opfer von Z. B. Dresden und Hiroshima waren? Die Zivilisten in Dresden sind nicht mit Hitlergruß und einem Lächeln auf dem Gesicht gestorben, NEIN, sie sind jämmerlich und qualvoll unter dem amerikanischen Bombenhagel gestorben. Wie siehts mit Hiroshima aus? Die Zivilisten die in näherer Umgebung des Einschlagpunktes waren, werden wohl durch die Druckwelle relativ schnell gestorben sein, die anderen jedoch, haben noch Jahre unter qualvollen Schmerzen leben müssen, bis sie der Tod von ihren Leiden erlöst hat. Denkt auch mal über die Ursachen der Angriffe nach. Im 2. Weltkrieg war es die „freie“ Neuordnung, in Hiroshima war es der Betatest der Atombombe, In Neu York und Washington waren es Racheakte für zig-tausender toter Muslime.
Dauernd hört man in den Medien der Feigheit der Angriffet. Da frage ich mich welche Feigheit? Was ist daran feiger als wenn die USA erst einmal über Monate hinweg eine relativ unverwundbare Luftstreitmacht an einem Brennpunkt aufbauen, danach irgendwelchen armen Schweine wochenlang mit modernsten Waffen aus sicherer Entfernung ausradieren um die jämmerlichen Überreste dann mit glorreichen Bodenstreitkräften auszuschalten. Gefahr besteht für die Bodentruppen so gut wie keine mehr, weil vorher die Bomber schon alles eliminiert haben. Sehr heldenhaft und mutig. Die arabische Welt würde wohl auch lieber einen offenen militärischen Konflikt gegen die USA, Israel und sämtliche angeschlossene Staaten führen, jedoch ist da der große Unterschied, die Qualität der Waffen. In Palästina wehren sich kinder mit Steinen, während die israelische Armee amerikanische M60 Panzer besitzt.
Diese Angriffe haben die USA inmitten ihr imperialistisches Herz getroffen. Sicherlich ist jedes zivile Opfer zu bedauern, allerdings schert sich die amerikanische Union recht wenig um zivile Opfer. Auch muß angemerkt werden, daß das Pentagon die Weltangriffskriegzentrale ist, und daß im World Trade Center kräftig an jedem Krieg verdient wird.
Die USA sollten jetzt auf jeden Fall gewarnt sein, daß sie sich nicht immer als Weltherrscher aufzuspielen haben. Auch sollten diejenigen Amerikaner, die nicht zu 100% degeneriert sind, mit dafür Sorge tragen, daß nicht eine bestimmte Macht, die derzeit Palästina besetzt hält, die amerikanische Union steuert.
Das brennende Pentagon und die einstürzenden Türme des WTC in New York stehen für die Überlebtheit und die ganze Fäulnis des kapitalistisch-imperialistischen Weltsystems. Die Gewalt, die von diesem ausging, tarnt sich als Sachzwang, als unabwendbarer Lauf der Geschichte. So wirken die anderen als die Aggressoren. Das ist das beabsichtigte Bild, das die anderen wehrlos machen soll.
Pikant ist auch, daß die USA ihre jetzigen Feinde selber aufgebaut haben. Sie haben die arabischen Staaten ausgebildet und mit Waffen beliefert, damit die USA Unterstützung gegen Russland haben, jetzt, wo sich die arabischen Staaten nicht mehr länger unter dem Schwert stehen wollen, ergeben sich natürlicherweise Konflikte.
Auch sollte man mal darüber nachdenken, wie vielen unschuldigen das Leben gerettet werden könnte, wenn man den Kriegstreibern das Handwerk legen würden.
Mir stellt sich jetzt allerdings die Frage, was Uncle Sam als nächstes tun wird, und wie es dazu kam, daß keine Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet wurden, den Anschlag zu verhindern, obwohl schon 3 Wochen zuvor davor gewarnt wurde. Wie kann es da gelingen 4 Flugzeuge gleichzeitig zu entführen, mit einem enormen Personal- und Planungsaufwand seitens der Terroristen. Normalerweise entgeht den westlichen Geheimdiensten rein gar nichts, weil sie mit unendlichen Geldressourcen überall Spitzel haben, und normalerweise jeden Rülpser eines Fernsehzuschauers in Bangladesh mitkriegen. Auch Bush schien, als er die Nachricht in einer Schule erhielt, nicht wirklich entsetzt zu sein. Lag dies evtl. daran, daß die Attentäter den vorher bekannten Zeitpunkt eingehalten haben? Vor 9 Uhr sind ja schließlich im WTC keine wichtigen Banker, sondern fast ausschließlich Zivilisten, auf die man ja verzichten kann. In Pearl Harbor war es das gleiche Bild. Die USA wussten schon 3 Wochen zuvor von einem Angriff, ließen diese jedoch „heimtückisch“ angreifen, um dann den Betatest für die Atombombe zu starten, die übrigens für den Ausgang des Krieges völlig unbedeutend war. Vorstellbar sind jetzt Betatests mit biologischen Waffen, die sich übrigens in den USA und Israel im Endstadium der Entwicklung befinden, auf einige unbequeme Länder.
Auch erstaunlich ist es, daß die bundesdeutsche Polizei innerhalb weniger Stunden direkt Personen mit Kontakt zu Bin laden ausfindig gemacht hat, während man gegen Schwerstkriminalität und Terrorismus im eigenen Land scheinbar keinen Fuß auf den Boden kriegt.
Zum Abschluß ist zuagen, daß die sich so frei dünkende westliche Wertegemeinschaft gelernt hat, daß ihr Herr und Meister auch nicht unverwundbar ist und daß das, was in Neu York möglich ist, auch anderswo passieren kann. Die Folgen sind unabsehbar. Repressalien gegen die arabische Welt sind wahrscheinlich, aber auch neue Unterdrückungsmechanismen zur Bekämpfung außerparlamentarischer Oppositionen, denn künftig dürfte der Öffentlichkeit unter dem Vorwand der Terrorismusbekämpfung so ziemlich alles abgerungen werden, was zur endgültigen Verwirklichung von Orwells Big-Brother-Visionen beiträgt.
…wird Sturm ernten.
Folgender Beitrag stammt vom Radio Neues Germanien
Friedenserhaltende Maßnahme …
Drehen wir den Spieß der Propaganda doch mal um:
“Die Friedensmission der Arabischen Union wurde am 11.09.2001 erfolgreich zu Ende geführt. Die zivilisierte Welt hat dem Aggressor USA gezeigt, daß sie nicht willens ist, weitere Drohungen und Sabotageakte gegen die Arabische Union und die übrige Welt freier Völker hinzunehmen. Getroffen wurde neben dem Verteidigungsministerium auch das Symbol der Tyrannei, das WTC. Diktator G. Bush konnte flüchten und hält sich derzeit versteckt. Taliban-Milizen kontrollieren seit 20 Stunden den nordamerikanischen Luftraum. Die antiplutokratische Allianz aus Europäischen Vaterländern, China und der Südamerikanischen Gemeinschaft unterstützt diese friedenserhaltende Maßnahme und spricht von einer besonderen Stunde für die Menschlichkeit und einer Wende in der Auseinandersetzung mit dem Welttyrannen USA.
Unterdessen haben plutokratische Fundamentalisten Racheakte angekündigt. Der nordamerikanische Diktator G. Bush sprach von fürchterlicher Vergeltung, die nun über die freie Welt hereinbrechen würde.”
Folgender Beitrag stammt von der dänischen Zeitung „Politiken“. Sie verglich die Darstellung zwischen „Guten“ und „Bösen“.
Die Allierten haben: Die Iraker haben:
-Armee,Marine,Luftwaffe -eine Kriegsmaschine
-Regelung für Journalisten – Zensur
-Pressebesprechungen – Propaganda
Die Allierten: Die Iraker:
-neutralisieren -töten
-halten durch -vergraben sich in Löchern
-führen Präzisions Bombardierungen aus – feuern auf alleswie wild
Allierte Soldaten: Irakische Soldaten:
-professionell -gehirngewaschen
-vorsichtig -feige
-voller Mut -Kanonenfutter
-loyal -blind gehorsam
-tapfer -fanatisch
Allierte Raketen: Irakische Raketen:
-erzielen extensive Schäden – verursachen zivile Opfer
-technisches Wunder -Terrorwaffen
George Bush: Saddam Hussein:
-entschlossen -wiederspenstig
-ausgeglichen -verrückt

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