Manuel Heine: Entlastendes Alibi durch Polizei erst nach über einer Woche bekannt geworden

19. Januar 2009 in Deutschland

Auch diese Woche gab es wieder eine Menge an Neuigkeiten im Fall des Fürstenzeller Lebkuchenattentats auf den Polizeidirektor der Stadt Passau, Alois Mannichl. Es folgt nun eine kleine Zusammenfassung der letzten Meldungen:

So wurde laut eines Berichtes des Internet-Magazins „Stern.de“, angeblich eben jene Zeugin bedroht, welche sowohl mich als auch meine Frau zum Tatzeitpunkt in Passau gesehen haben will. Maria D. behauptete, daß sie am 20. Dezember 2008 von einem glatzköpfigen Mann bedroht wurde, welcher sie damit zu der Rücknahme ihrer belastenden Aussage zwingen wollte. Er hätte sie an Kinn und Hals gepackt und ihr klar gemacht, daß „etwas passieren würde“, wenn sie ihre Angaben nicht zurückziehe. Weiter wurde berichtet, daß ihr Name auf unseren Haftbefehlen stand und so die „gewaltbereite rechte Szene“ ihren kompletten Namen erfuhr, um sie – wie oben geschildert – zu bedrohen bzw. einzuschüchtern.

So, Frau D. aus Fürstenzell, dann frage ich Sie, wie meine Frau oder ich aus der ungemütlichen Zelle der JVA heraus diese Information weitergeben hätten können? Denn am 20. Dezember 2008 (und natürlich auch die Tage zuvor) waren wir Untersuchungsgefangene der BRD und somit gänzlich von der Außenwelt isoliert. Ferner bleibt – wenn man von den Ermittlungsbehörden absieht – nur noch mein Anwalt über, welcher Einsicht in den Haftbefehl hatte. Unterstellen Sie ihm eine Weitergabe sensibler Daten zu kriminellen Zwecken? Wenn ja, dann würde das selbstverständlich juristische Konsequenzen für Sie haben, da können Sie sich sicher sein! Wenn Sie also, Frau Maria D., zu wenig Aufmerksamkeit in ihrem Leben haben, dann schließen Sie sich einem örtlichen Karnevalsverein an oder leisten Sie etwas Sinnvolles für unser Heimatland – aber bringen Sie keine unschuldigen Menschen durch falsche Aussagen oder Beschuldigungen hinter Gittern!

Aber es gibt noch eine weitere, wesentlich interessantere, Meldung in Sachen Lebkuchen-Alois’ Märchenstunde:

So berichtet der Focus am heutigen 17. Januar 2009 auf seiner Netzpräsenz, daß wir – d.h. meine Frau und ich – am Tattag und auch zur Tatzeit von Beamten des Verfassungsschutzes bzw. der Kriminalpolizei, aufgrund unseres Engagements für ein nationales Deutschland, observiert wurden. Wir wären „lückenlos bis zum späten Abend gesehen“ worden, so der Bericht der Staatsschützer nach Informationen des Focus. Als er dies erfahren hatte, so der leitende Oberstaatsanwalt Helmut Walch, hätte er sofort für unsere Freilassung aus der Untersuchungshaft gesorgt. Jetzt stellt sich mir die hoffentlich berechtigte Frage, warum dies erst nach acht Tagen Haft geschehen ist? Warum mussten meine Frau und ich über eine Woche in Untersuchungshaft verbringen, obwohl dieses Alibi noch vor unserer Festnahme bekannt gewesen sein dürfte?

Am Tattag, dem 13. Dezember 2008, stürmten – wie bereits berichtet – Beamte des Staatsschutzes der Polizei eine nationale Veranstaltung in Erding, bei welcher sowohl meine Frau als auch ich teilnahmen. Dort wurde mir sogar persönlich mitgeteilt, daß wir von Beamten der Kripo beobachtet wurden. Dies gab ich auch bei der Befragung durch die Mordkommission Passau an – nur dort bzw. aus meinem Munde wollte es keiner wissen/wahrhaben. Somit muss ich feststellen, daß meine Frau und ich acht Tage unseres Lebens unschuldig hinter Gittern saßen und unsere Wohnung mehrmals durchwühlt und verwüstet wurde, nur weil das – uns eindeutig entlastende – Alibi der BRD-Überwachungsorgane über eine Woche wissentlich zurückgehalten oder zumindest fahrlässig übersehen wurde.

Herr Mannichl, Ihnen glaubt niemand mehr und selbst Ihr Vorgesetzter, der bayrische Innenminister Joachim Herrmann, befürchtet, daß Sie sich immer wieder in neue Ungereimtheiten verstricken – deshalb verpaßte er Ihnen wohl auch diese Woche einen Maulkorb in Form eines Sprechverbots.

Manuel Heine

Post to Twitter

3 responses to Manuel Heine: Entlastendes Alibi durch Polizei erst nach über einer Woche bekannt geworden

  1. Mensch is dütte nen jeiler Mischling,dafür würde ich jede Dätsche Frau eintauschen –>http://de.youtube.com/watch?v=eJnA1y2S010&feature=related

    Zustimmung oder Ablehnung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

  2. Sehr geehrter Herr Heine, was mich primär interessiert:

    Haben Sie Tättowierungen am Hals oder im Gesicht ? Vielleicht eine Schlange, einen Rasenmäher oder einen Gugelhupf ?

    Ich vermute nicht.

    Ihnen und ihrer Gattin wünsche ich weiterhin alle Freiheit der Welt.

    Zustimmung oder Ablehnung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

  3. So ein perfektes Alibi braucht es in solch einer Situation! Staatsschutz und Polizei arbeiten eben nicht immer zusammen. Ich bleibe bei meiner Meinung das Verurteilungen durch ein Gericht erfolgen müssen und nicht durch die Presse.

    Ich habe langsam das Gefühl das hier Handlungsfolien für Nachahmer erst erzeugt werden sollen?

    So bauen Terroristen die dümmsten Bomben der Welt, als ob die Leute kein Chemieuntericht gehabt hätten. Dann gibt es immer eine “rechte” Gewalt die sich dann in Luft auf zu lösen scheint. Das ist doch schon eine ganze Serie von solchen Fällen?

    Sollte man dann in den Texten auch per Verlinkung ofensichtlich werden lassen, wenn dies so ist?

    Zustimmung oder Ablehnung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Leave a reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

{"error":["No key","No appid","No secret"]}

Der Besuch dieser Seite und aller Unterseiten ist allen Bürgern der Bundesrepublik Deutschland ausdrücklich verboten.

Wir übernehmen keine Haftung für auf dieser Seite und allen Unterseiten veröffentlichten Beiträge und Kommentare.

Sollten Sie diesen Bedingungen nicht zustimmen, verlassen Sie diese Seite umgehend.

Post to Twitter

AWSOM Powered