Ich habe einen besorgten Anruf erhalten und möchte diesen hier besprechen, weil ich mir vorstellen kann, daß noch mehr Leser sich die gleiche Frage stellen: Wenn 1,6 Billionen Euro Staatsschulden auf 80 Millionen Staatsbürger entfallen, ergibt das 20.000 Euro pro Person. Und nun geht der Staat bankrott, was natürlich bedeutet, daß die Staatsschulden an die Bürger übergehen. Sie können sich damit zu 20.000 Miesen gratulieren – und wenn Sie schon mal dabei sind, Ihrer Großmutter, Ihrem neugebornen Sohn, Ihrer Erbtante und dem Neffen, der hin und wieder ein Buch bei Ihnen leiht. Jeder bekommt 20.000 Euro Schulden aufgebrummt, im Namen der allseits beliebten Bundeskanzlerin.
Bevor Sie jetzt überlegen, ob Sie einen stabilen Strick im Haus haben, möchte ich Sie beruhigen, das ist nicht so schlimm, wie es sich anhört. Der Staat ist nämlich nicht bei einer ominösen Raub-Kredit-Bank verschuldet, die hochgewachsene Debitoren-Manager losschickt, die zwar nicht sehr gut Deutsch, dafür hervorragend Karate können, sondern bei Ihnen. Zumindest, wenn Sie noch ein kleines Vermögen haben, also 200 Euro auf dem Sparbuch.
Das heißt, unsere Bundeskanzlerin schickt aus einem sicheren Drittland eine Videobotschaft, in der sie erklärt, daß sie zurücktrete und dem Land alles Gute wünsche. Im Begleitbrief nennt sie eine internationale Bank, auf die künftig ihre Pension überwiesen werden soll. Steinbrück erklärt mit ernstem Gesicht, daß der Staat zahlungsunfähig sei. Schauen Sie ihn sich gut an, dann behalten Sie in Erinnerung, wie der Mann ausgesehen hat, als er noch am Leben war.
Bei einer Insolvenz haben die Gläubiger das Recht, sich an der Konkursmasse zu bedienen. In diesem Fall sind Sie einer der Gläubiger, denn der Staat hat sich an Ihrem Geld bedient. Natürlich nicht “der Staat”, denn der ist keine Person, sondern jene Leute, die sich “Staatsmänner” nennen – und vielleicht auch Staatsmänninnen, denn der weibliche Teil dieses “Führungs”-Personals glänzte durch adäquate Unfähigkeit. Ja, es sind diese Herrschaften, die in den letzten 60 Jahren gut auf Ihre Kosten gelebt haben, mit Ministergehältern und Dienstwagen, die als Ehrengäste immer die besten Plätze eingenommen haben, die auf Ihre Kosten durch die Welt geflogen sind und die ganze Scharen von Leibwächtern brauchten, um sich vor dem gewöhnlichen Volk beschützen zu lassen.
Folglich können Sie leider nicht in die nächste Behörde rennen und sich dort ein paar Möbel aussuchen, denn diese braucht der neue Staat, der sofort an die Stelle des gerade abgewickelten tritt. Die neue Regierung besitzt wieder hoheitliche Rechte und kann deshalb solches Raubgut beschlagnahmen. Das ist immer so bei Staaten und die neue Regierung besteht immer aus ehrenwerten Leuten, die ihre verbrecherischen Vorgänger ablösen.
Jede Revolutionsregierung hat sich schnellstens die Privilegien und Pfründen gesichert, die sie ihren Vorgängern vorgeworfen hatte. Ob der Dachdecker Honecker dem einstmals adligen Vorrecht der Jagd frönte, ob sich der Berufsversager “Joschka” einen besonders reichhaltig ausgestatteten Dienstwagen gönnte oder ob die FDJ-Sekretärin Merkel sich der Bundeswehr-Flugbereitschaft als Ersatz für die königliche Luxusyacht bedient – jeder erhebt sich über das gewöhnliche Volk, als selbsternannter Adel. Wenn wir nicht scharf aufpassen, ersetzen wir unfähige Parteifunktionäre durch neue, gleich unfähige Funktionäre einer anderen Partei.
Aber es sollte um Schulden gehen, nicht um die Kontrolle der neuen Regierung. Meine Staatskonzepte stehen im Buch Das deutsche Jahrhundert, die brauche ich hier nicht zu wiederholen. Ich möchte jetzt nur Ihre 20.000 Euro Schulden betrachten, denn jemand sollte ja für diese Schulden geradestehen. Sie sind schließlich Staatsbürger, also Anteilseigner der bankrotten Firma, auch wenn Sie für Ihren Anteil niemals ein echtes Mitspracherecht erhalten haben.
Die wichtigste Frage ist, bei wem sich unser bankrotter Staat verschuldet hat. Hier sind wir in einer recht glücklichen Lage, denn abgesehen von der gottgewollten unerträglichen Schuld gegenüber Israel, die wir lange verstorbenen Personen verdanken und deren Ursache nicht diskutiert werden darf, sind wir im Ausland nirgendwo verschuldet. Wobei das natürlich eine Summe über alles darstellt, denn irgendwelche Araber haben deutsche Staatsanleihen gezeichnet und sind damit Gläubiger des deutschen Staates, während Bundesbürger ihrerseits Schuldentitel dritter Staaten halten. Soweit es in einer globalisierten Welt überhaupt gesagt werden kann, ist Deutschland jedoch bei den Deutschen selbst verschuldet.
Ja, ich weiß, daß ich hier mal wieder die besondere Situation außer Acht lasse, daß unser Land noch immer besetzt ist und unter Kriegsrecht steht, die Siegermächte des zweiten Weltkriegs und davon insbesondere die USA das Recht hat, alles zu plündern und zu beschlagnahmen, was sie für wertvoll und raubenswert erachten. Das Thema ist jedoch der Staatsbankrott, daß heißt, der Staat selbst ist bereits gründlich ausgeplündert, von den eigenen Parteifunktionären.
Um die Situation zu beschreiben, sollten wir die Rechtsform einer Kommandit-Gesellschaft betrachten. Eine KG besitzt eine Anzahl Kommanditisten, die eine Einlage geleistet haben und ausschließlich mit dieser Einlage haften, und einen Komplementär, der mit seinem gesamten Vermögen haftet. Sie als Staatsbürger sind zunächst in der beruhigenden Position eines Kommanditisten, Sie müssen als nur das Geld abliefern, das Sie dem Staat geliehen haben, also Ihre Einlage, die Sie in Form von Bundesschatzbriefen, Finanzierungsschätzen, Kommunalobligationen usw. geleistet haben. Der Komplementär, der den Rest begleicht, ist die Regierung. Damit wird unsere Gesellschaft zu einer GmbH & Co KG, bei der als Komplementär nicht etwa ein ehrenwerter Geschäftsmann haftet, sondern eine GmbH, die ihrerseits mit recht wenig Kapital ausgestattet ist. Diese Konstruktion bietet sich für zweifelhafte Geschäfte geradezu an.
Die unangenehme Nachricht ist, daß der Komplementär, die Regierung, in Ihrem Auftrag gehandelt hat. Selbst wenn Sie seit Jahrzehnten die Partei Bibeltreuer Christen wählen, die es noch nie in ein Parlament geschafft hat, handelt die Regierung in Ihrem Auftrag und mit Ihrer Vollmacht. Warum? Die Gesetze sind so gestaltet. Die Parteien stellen ihre Funktionäre auf, ohne daß Sie eine Chance haben, diese Aufstellung zu beeinflussen. Sie bekommen diese Leute vorgesetzt und dürfen diese wählen, oder es eben lassen. Egal, was Sie tun, diese Funktionäre maßen sich an, von Ihnen beauftragt zu sein und für Sie zu entscheiden. Das steht so im Grundgesetz und Sie müssen sich fügen. Punkt.
Diese arroganten Schnösel, die über Ihren Kopf hinweg die Abschaffung der D-Mark und die Einführung der EU-Verfassung beschließen, die Sie mit ausgefeilter Überwachungstechnik ausspionieren, Ihnen Trojaner auf den Rechner schicken, unablässig Ihr hart erarbeitetes Steuergeld verschleudern und sich dicke Pensionen zubilligen, erklären sich dann zu einfachen Angestellten, die ausschließlich auf Ihre Anweisung gehandelt haben. Deshalb sind Sie plötzlich in der Schuld. Und jetzt wird es interessant.
Stellen wir uns einfach mal einen Herrn Salomon Raffzahn vor, der sein Vermögen von fünf Milliarden Euro rechtmäßig als Wiedergutmachung erworben hatte, weil er jemand kannte, der schöne Geschichten über Gaskammern erzählt hat. Die Person ist natürlich frei erfunden. Salomon Raffzahn hat sein Geld in Bundesanleihen investiert, also schuldet ihm der Staat eben diese fünf Milliarden. Rein formal ist er damit Kommanditist einer Pleite-Firma und seine Einlage ist weg. Aber da natürlich nirgendwo alles so einfach ist, hat er einen Anspruch gegen den Komplementär, also gegen die Regierung, die wiederum in Ihrem Auftrag gehandelt hat, was dazu führt, daß der Anspruch des Herrn Raffzahn gegen Sie als Staatsbürger wirkt. Das heißt, er bekäme von jedem der 80 Millionen Staatsbürger 62,50 Euro.
Wenn wir nun viele Raffzähne haben, addieren sich deren Ansprüche jetzt doch noch zu diesen 20.000 Euro. Wenn Sie 20.000 Euro in Bundesschatzbriefen angelegt haben, geht das null auf null auf, weil Ihre Raffzahn-Ansprüche sich mit dem decken, was die Gemeinschaft der Raffzähne von Ihnen haben möchte.
Nein, nein, den Strick brauchen Sie immer noch nicht. Diese 20.000 Euro sind nämlich eine lächerliche Summe, ehrlich. Gut, heute bekommen Sie dafür ein Auto, vielleicht sogar eine Immobilie in einer Zwangsversteigerung, aber der Staat ist noch nicht bankrott. Das Geld, in dem diese Forderung ausgedrückt ist, besteht aus bedrucktem Papier. Und dieses Papier besitzt den Wert, den die Regierung ihm zumißt. 20.000 Simbabwe-Dollar waren auch mal eine beträchtliche Summe, für die man Jahre arbeiten mußte. Inzwischen brauchen Sie eine Billion Simbabwe-Dollar für einen Busfahrschein und für 20.000 dieser Dollars bekommen Sie noch nicht einmal ein Streichholz. Sollten Sie noch alte Scheine besitzen, übersteigt deren Heizwert ihre Kaufkraft um ein Vielfaches.
Damit fallen Guthaben unter das Inkasso, die Sie dem Staat ursprünglich gar nicht überlassen haben. Ob das nun Ihre Lebensversicherung war oder das Bargeld, das unter Ihrer Matratze lagert – es ist wertlos geworden und Ihre Schulden sind bezahlt. Äh, nein – nicht IHRE Schulden, sondern jene Schulden, für die Sie als haftender Staatsbürger geradestehen müssen. Also, packen Sie den Strick wieder weg.
In Italien gab es die Telephonmünzen, die ihren Wert behalten haben, egal, wie sehr die Lire verfallen ist. Würden unser Briefmarken nicht auf Euro lauten, sondern auf “Briefporto”, wären auch sie ein bleibender Wertmaßstab. Es gibt aber sogar in Deutschland so einen bleibenden Wert: die alten Fünf-Mark-Stücke aus der Adenauer-Zeit, die noch richtiges Silber enthalten haben. Der offizielle Wert beträgt 2,56 Euro, die Ihnen jede Filiale der Bundesbank auszahlt, auch wenn diese Münze längst außer Kurs gesetzt worden ist. Sie enthält 7,00 Gramm Silber, und dann, wenn der Euro im Staatsbankrott auf seinen Heizwert reduziert worden ist, enthält diese Münze immer noch 7,00 Gramm Silber. Nach heutigen Kursen beträgt der reine Silberwert fast genau 2,00 Euro.
Wir haben in Deutschland schon einmal so eine Geldentwertung durchexerziert: 1923. Die 1948er Inflation war dem gegenüber eine läßliche Sünde. Die alte Goldmark war deutlich wertvoller als der heutige Euro, ich bleibe deshalb in der heutigen Zeit der vertrauten Preise. Angenommen, Sie kaufen sich heute ein Haus, mit einer Hypothek von 300.000 Euro. Zum Einzug schenkt Ihnen der Makler ein Fünf-Mark-Stück aus Ihrem Geburtsjahr, das, sofern Sie vor 1974 geboren worden sind, eben diese sieben Gramm Silber enthält, also eine Zugabe im Netto-Wert von zwei Euro. 1923 wurde eins zu einer Billion abgewertet, wenn die heutige Inflation schneller zu Abwertung führt, sind es vielleicht eins zu einer Million. Das heißt, Ihr Fünf-Mark-Stück steigt auf einen Silberwert von zwei Millionen Inflationseuro. Sie könnten damit problemlos die Hypothek ablösen… Und nach der Währungsreform ist diese Münze wieder zwei der neuen Taler wert, weil irgendein Parteipolitiker überzeugt war, daß die neue Währung nicht mehr Mark heißen darf.
Das Geldstück wird auf jeden Fall ausreichen, um alle Ansprüche der Raffzähne zu befriedigen, also Ihren Anteil an den Staatsschulden zu tilgen. Sollten Sie keines haben, reicht Ihr Ehering oder einer Ihrer Goldzähne. Ihre Hypothek allerdings können Sie damit unter Umständen nicht tilgen. Dazu möchte ich Ihnen einen Auszug aus dem Paragraphen 129 unseres Strafgesetzbuches zitieren:
(1) Wer eine Vereinigung gründet, deren Zwecke oder deren Tätigkeit darauf gerichtet sind, Straftaten zu begehen, oder wer sich an einer solchen Vereinigung als Mitglied beteiligt, für sie um Mitglieder oder Unterstützer wirbt oder sie unterstützt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Absatz 1 ist nicht anzuwenden,
1. wenn die Vereinigung eine politische Partei ist, die das Bundesverfassungsgericht nicht für verfassungswidrig erklärt hat
Eine politische Partei, die nicht für verfassungswidrig erklärt worden ist, darf also mit der Absicht gegründet werden, Straftaten zu begehen. Und Sie dürfen einer solchen Verbrecherorganisation straffrei beitreten. Eine Partei ist also eindeutig im Vorteil gegenüber der Mafia. Nur hat bislang niemand eine Partei als “ehrenwerte Gesellschaft” bezeichnet.
Und damit komme ich zum unangenehmen Teil des Staatsbankrotts. Das Geld des Kaiserreiches war eine Goldwährung, das heißt, die Mark war eine Bezeichnung für eine bestimmte Menge Gold. Diese Bindung wurde im Zuge des ersten Weltkriegs aufgehoben, das Zahlungsmittel wurde jedoch aus Gewohnheit beibehalten. Nach der Währungsreform gab es die Rentenmark, die nicht durch Gold gedeckt war, sondern durch den Besitz des Staates. Im Prinzip war eine Rentenmark ein umlaufendes Inhaberpapier auf das Staatsvermögen, eine Art Volksaktie. Als Erwachsener waren Sie sogar stimmberechtigt, denn mit jeder politischen Wahl haben Sie den Aufsichtsrat dieser “Deutsches Reich AG” gewählt.
Das Reichsvermögen setzte sich damals zusammen aus Reichsbahn und Reichspost, aus diversen reichseigenen Firmen, sowie aus allen Liegenschaften und Immobilien des Reiches. Das heißt, aus dem, was unsere Regierungen in den letzten Jahren großzügig an die ungemein beliebten Heuschrecken verscherbelt hat, oft genug für ein Butterbrot oder gar zum Schaden des deutschen Volkes. Eine Telekom, die Moses Raffzahn gehört, dem Bruder von Salomon, der zu Tiefstpreisen eingestiegen ist, kann die neue Regierung leider nicht als Deckung für ihre neuen Taler hernehmen.
Natürlich gibt es auch dafür eine Lösung. Die DDR hat sie erfolgreich vorgeführt: Eine Währung ist eine Währung, wenn die Regierung sagt, daß diese als Währung benutzt werden muß. Eine Deckung jedweder Art ist nicht nötig. Bei der D-Mark hing man am Anfang noch dem altmodischen Denken an, über den festen Wechselkurs zum Dollar war diese Währung bis 1971 ans Gold gebunden. Nach dem Ende von Bretton Woods war auch die hochgelobte Westmark nicht mehr als buntes Papier mit eingeprägtem Polizeiknüppel, der dem Papier Zahlungskraft verlieh und dazu diente, das alleinige Copyright der Deutschen Bundesbank durchzusetzen.
Es gibt dafür den schönen Ausdruck “Fiat Money”, also Geld, das aus dem Nichts geschaffen wurde. Leider hat der Geldschöpfungsprozeß westlicher Art einen Nachteil: Mit dem geschaffenen Geld ist unweigerlich eine Gegenbuchung verbunden. Während dieser Akt noch von salomonischer Weisheit zeugt, wird aus der Gegenbuchung das Werkzeug Satans, denn diese Gegenbuchung, die Forderung auf den Geldbetrag, nennt sich umgangssprachlich Schulden. Und diese Schulden kosten Schuldzinsen, das heißt, zum Zeitpunkt Null (der Gelderzeugung) gibt es soviel Geld wie Schulden, doch schon zum Zeitpunkt 1 (sobald der allererste Cent / Pfennig / Heller an Zinsen angefallen ist) übersteigen die Schulden die Menge des verfügbaren Geldes. Die Schulden sind kurz nach ihrem Entstehen bereits nicht mehr zurückzuzahlen. Deshalb hat sich Salomon Raffzahn den größten aller verfügbaren Schuldner ausgesucht, den Staat. Der Staat hat den Vorzug, daß er über Generationen hinweg zuverlässig Zinsen zahlen kann, weil die gewählten Politiker ihr Volk dafür gnadenlos ausbeuten, ohne jemals die Schulden zu reduzieren.
Und damit wäre ich bei Ihrer Hypothek angekommen. Ihre ursprünglichen 300.000 Euro haben sich dank der Inflation zu 0,3 Euro reduziert. Sie müssen das alte Fünf-Mark-Stück zersägen, um an das eine Gramm Silber zu kommen, das jetzt ausreicht, um diese Hypothek zu bezahlen. Schön, nicht wahr? Ihr Haus ist bezahlt, Sie sind schuldenfrei und Parteien kriminelle Vereinigungen, die nicht bestraft werden. Sie haben vom Staatsbankrott profitiert, bei dem die arme Familie Raffzahn so viel Geld verloren hat. Um Lasten und Profite auszugleichen, haben die Kriminellen… die Parteipolitiker schon 1948 einen Lastenausgleich eingeführt.
Bitte, Sie müssen verstehen, der Staat braucht Geld, nach den salomonischen Regeln der doppelten Buchführung. Da der Staat nach all den kostenträchtigen Privatisierungen nichts mehr hat, worauf er sich verschulden könnte, müssen Sie als Anteilseigner leider diese Schulden übernehmen. Sie stehen sich ja nicht wirklich schlechter, denn der Staat hat ihnen durch die Währungsreform ermöglicht, die alte Hypothek abzutragen. Deshalb bekommen Sie jetzt eine neue zugeteilt, in Höhe von 150.000 Talern. Nicht nur Sie, sondern alle Immobilienbesitzer, denn das sind schließlich die starken Schultern, die in der Inflation nichts verloren haben und deshalb ein paar Lasten tragen können.
Keine Sorge, der Staat ist gerecht, die Hypothek bekommen nicht nur Sie eingetragen, als Staatsbankrotts-Gewinnler, sondern auch Ihre Schwiegermutter, für das Haus, das seit drei Generationen schuldenfrei der Familie gehört. Sie sind schließlich immer noch Kommanditist der Betrüger Republik Deutschland, da müssen Sie eine Einlage erbringen – und Ihre Schwiegermutter natürlich auch. So bekommt der Staat wieder Geld in die Tasche und kann seine Aufgaben erfüllen, also Soldaten nach Afghanistan schicken, Pensionen für ehemalige Politiker bezahlen und Wahlgeschenke verteilen, um minder befähigten Politikern eine Aura der Macht zu verleihen.
Eventuell kommen die Politiker noch auf den Gedanken, besonders gerecht vorzugehen. Das heißt, das abbezahlte Haus Ihrer Schwiegermutter wird mit nur 50% des Verkehrswertes belastet, Ihr neugekauftes Haus jedoch mit vollen 100%. Das heißt, Sie kriegen Ihre alten Schulden wieder. Und wer sein Haus zur Hälfte bezahlt hat, bekommt 75% aufgeladen. Zum Wohl des Staates, natürlich. Immobilienbesitzer sind sehr leicht greifbar, da gibt es kein Entrinnen. Und weil der Staat schon mal dabei ist, werden Leistungen des Staates gekürzt, also Renten und Pensionen (außer bei Politikern). Rechnen Sie mit jeder Gemeinheit. Ich halte mich bewußt zurück, sonst bekomme ich am Ende noch zu hören, daß ich die bösartigen Ideen geliefert hätte.
Gehen Sie bitte nicht davon aus, daß die Zeiten danach besser werden. Gut, eventuell bekommen ein paar Politiker und Bankster den Dankesorden des Deutschen Volkes und baumeln an einer Laterne, aber die Überlebenden fangen genau da an, wo die alte Regierung aufgehört hat. Nicht einmal Hitler hat die Banken wirklich geschoren, deren Vorstände haben ihre Bonuszahlungen eingeschoben wie zuvor in Weimarer Zeiten. Die in der Weltwirtschaftskrise verstaatlichten Geldhäuser wurden in alle Stille reprivatisiert, ohne ihnen dafür ordentlich Zinsen abzunehmen. Und Schulden aus der Weimarer Zeit werden sogar heute noch eingetrieben, selbst wenn die Immobilie inzwischen in Polen liegt.
Um die eingangs gestellte Frage zu beantworten: Wenn der deutsche Staat bankrott geht, bekommen Sie keinen Schuldenanteil zugewiesen. Ihre Guthaben beim Staat, vom Bundesschatzbrief bis zur Staatsanleihe sind jedoch weg, weil derjenige, der Ihnen das Geld schuldet, zahlungsunfähig ist und Sie nicht vollstrecken können. Da ausschließlich das Wort des Staates den Wert des Euro-Geldes garantiert, reißt ein zahlungsunfähiger Staat den Euro mit in den Abgrund. Alle Geldanlagen, Guthaben wie Forderungen, verlieren dadurch ihren Wert, Ihre Guthaben ebenso wie Ihre Schulden. In der dritten Stufe wird der Staat wieder aufgesetzt. Theoretisch könnte er ein zinsfreies, goldgedecktes Geld einführen, doch das widerspricht den salomonischen Weisheiten der leistungslosen Zinseinkommen. Deshalb wird von den überlebenden Parteipolitikern ein neues schuldenbasiertes Geld eingeführt. Und diese Schulden, die als Gegenbuchung für das neue Geld dienen, werden Ihnen aufgebürdet. Das System funktioniert dann wieder 40, 60 oder 80 Jahre, bis es erneut zusammenbricht.
Gibt es ein Entrinnen? Ja. Aber nicht, indem die eine Partei durch die andere Partei ersetzt wird, das eine Papiergeld das andere ablöst. Solange wie dieses System beibehalten, rennen wir im Kreis, bis uns schwindelig wird. Wir – und alle Generationen nach uns.
Also an Hessen sieht man ja, dass wir schon bemerkt haben, dass wir eine Änderung brauchen, aber ich glaube, dass die Leute noch nicht verstanden haben in welche Richtung diese gehen soll. Denn ich glaube nicht, dass es so gut ist, wie es gerade in Hessen passiert ist. Allerdings stellt sich schon die Frage wo setzt man an und was ändert man zuerst. Wo sollte man wichtige Punkte grundlegend überdenken und was ist gut. Ich glaube, dass man so ein System nicht so leicht umschmeißen kann. Es ist festgefahren und der Mensch ist nun mal ein Gewohnheitstier.
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Jeder Schuld steht ein Guthaben gegenüber – wer besitzt denn die 1,6 Billionen als Guthaben?
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Winfried, diese Frage wird doch ausführlich behandelt!
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Ich glaube nicht, das wir diese Schulden zurückzahlen werden.
Ich glaube auch nicht das die USA, die Rest-UDSSR, oder Andere ihre Schulden zurückzahlen werden.
Das geht auch gar nicht.
Insolvens wird da allerdings auch nicht angewendet werden.
Das läuft nicht einfach so wie bei einem “Überzogenem Konto”.
Die Folgen bekommen wir bereits langsam zu spüren.
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###Jeder Schuld steht ein Guthaben gegenüber – wer besitzt denn die 1,6 Billionen als Guthaben?###
Eine ketzerische Frage, für so manchen Bundesbürger eine bösartige Frage, eine Frage die niemand wirklich beantworten möchte, aber warum nur nicht?
Vielleicht weil sie in Richtung Salomo Raffzahn geht?
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