Christian Bärthel: Warum versucht wird Andreas Molau zum Vorsitzenden der NPD zu mache

29. Januar 2009 in Deutschland

Taktisch klug angesetzt, von langer Hand vorbereitet und nun gleich zu Beginn des Wahljahres präsentiert, so verkauft, daß auch alle Medien drauf anspringen, startet der intellektuell ausgefeilte Kampf um die Spitze der NPD. Man fragt sich: warum?

Wem könnte es nützen, daß gerade zu diesem Zeitpunkt ein solch in der Öffentlichkeit breitgetretener Kampf um die Spitze der Partei ausgelöst wurde und wem will man hier schaden?

Blicken wir zurück: Die Finanzaffäre um Erwin Kemna bringt die Partei in die Schlagzeilen. Satzungsgemäß ist der gesamte Parteivorstand Kontrollorgan des Schatzmeisters. Zwei Möglichkeiten hätte es gegeben: Der gesamte Vorstand übernimmt die Verantwortung und tritt zurück oder man gibt zu, hintergangen worden zu sein, hält aber um der deutschen Sache wegen zusammen und verbessert die Kontrollmechanismen, damit sich ein solcher Betrug (obwohl Kemna eigentlich sogar das Geld vor dem Zugriff des Systems in Sicherheit brachte – die forderten ja auch so etwa über eine Dreiviertelmillion zurück – deshalb deren Interesse an der Aufklärung des Falles) nicht wiederholt.

Statt nun zusammenzuhalten, um die Krise gemeinsam zu überwinden, nutzten einige Vorstandsmitglieder die Möglichkeit, am Stuhl des Vorsitzenden zu sägen, indem sie forderten, daß er nun (neben dem verstoßenen Kemna) die Verantwortung übernehmen müsse und abtreten solle. Da es ihnen aber dämmerte, daß sie ja auch in ihrer Kontrollfunktion versagt haben, konnten sie nur auf einen Mann als Alternative zurückgreifen, der zuvor den Bundesvorstand der Partei verließ: Molau.
Soweit die eine Seite. Nun aber zu ganz anderen Hintergrundaktivitäten, die erklären, warum man gerade Andreas Molau an die Spitze hieven will.

Den Akteuren für Molau (Pastörs, Apfel…) mußte ja jemand schmackhaft machen, daß der bisherige Vorsitzende unbedingt abgewählt werden müsse und dies auch noch vor den anstehenden Wahlkämpfen. Wer tat dies? Peter Marx und Patrick Brinkmann. Letzterer ein Großunternehmer aus Schweden, der besagten Herren 20 Millionen Euro anbot (wie der Bundesgeschäftsführer der NPD, Eckart Bräuniger berichtet), so sie sich für Andreas Molau als Parteivorsitzenden aussprechen.

Ich kann verstehen, daß die NPD auf Gelder für die anstehenden Wahlen angewiesen ist, aber man sollte sich fragen, was für Ziele dieser Geschäftsmann mit seiner Finanzzusage verbindet oder vielmehr, worin die NPD eine programmatische Schwerpunktverlagerung vornehmen soll. Betrachtet man die von Molau selbst als seine Ideengeber benannten Vorbilder, dämmert einem schon, warum er auserwählt wurde und wo der „Laden“ hinlaufen soll.

Drei Haupttendenzen sind für mich in dem „gemäßigten“ Kurs, den Molau durchblicken läßt, erkennbar: – ein eher marktherrschaftlich, liberalistisches Wirtschaftsmodel
- die Verschärfung eines antiislamischen Kurses
- die zentrale Steuerung der europäischen Rechten
Über diese Entwicklung (sollte sie denn von Erfolg gekrönt sein), würde sich sicher ein kleines vorderasiatisches Völkchen – mit einer recht großen Küste zum Mittelmeer – freuen. Auch bräche die NPD in Krisenzeiten als wirkliche Systemalternative weg.

Wie ich schon der Presse erklärte (sofort höre ich hier wieder Holger Szymanski aufschreien), sollte sich eine Partei nicht kaufen lassen, sondern aus Idealismus handeln – aber selbst dies wird, liest man mal zwischen den Zeilen, in der neuesten Erklärung von Andreas Molau abgelehnt. Pragmatismus ohne Bezug zu einer festen Weltanschauung führt aber in die Beliebigkeit. Als käuflich müssen sich einige Herren jetzt schon bezeichnen lassen – worunter ich auch die Auftragstäter des VS zähle.

Molau nimmt zudem eine Spaltung der Partei in Kauf, indem er erklärt: „Ich bin nicht bereit, die unterschiedlichen Flügel und Lager der Partei um jeden Preis zusammenzuhalten.“ Manchmal sei es besser, sich von einigen Personen zu trennen, wenn ein gemeinsamer Weg nicht möglich sei… Wer würde sich wohl über ein solches Auseinanderlaufen am meisten freuen? Das System!

Unsere Analyse aufgrund der Sitzung vom 24./25.01.2009 zum Thesenpapier Molaus, einschließlich einer einmütigen darüber hinausgehenden programmatischen Empfehlung, geht demnächst zur Beratung an den Vorstand der NPD. Vorab gibt es gern telefonische Auskunft.

Erreichbar bin ich im NPD-Bürgerbüro Zwickau unter 0375-2737880 und zuhause unter 036602-34954 – dort kann auch gern auf dem Anrufbeantworter eine Nachricht hinterlassen werden. Zur Betrachtung der Situation siehe auch die Beiträge über de.altermedia.info.

Zwickau, den 27.01.2009

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3 responses to Christian Bärthel: Warum versucht wird Andreas Molau zum Vorsitzenden der NPD zu mache

  1. Jedenfalls wird derzeit in Deutschland eine “künstliche” Rechte aufgebaut die der Freundschaft zu Amerika ebenso verplichtet ist wie die nach Israel. Pro Köln (Städtenamen sind dann austauschbar) nennt sich dieser Cirkus aber es gibt auch viele Ableger im Internet. Anderseits blockiert der plumpe Ausländerhass jegliche Zusammenarbeit mit Leuten, die gar nicht so weit weg stehen! Deshalb sollte der Begriff “Kultur” der wichtige Begriff sein, dann kommt man auch ohne weiße Rasse weiter! Gerade in der kräftigen Türkei überschlagen sich die Entwicklungen und viele Nationale könnten vom praktischen Familenleben dieser Leute mehr lernen als den Staub aus den alten Büchern, durch die nase zu ziehen. Ich lehne jede art von Zentralräte ab – egal welche!

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  2. man siehe bildberichte,und man sieht wie ein türke sich überschlägt oder halt den saal verlässt danke,gut gemeint

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  3. Das glaube ich nicht, man muss mal sehen das der NPD Konten gekündigt wurden,ja wo sollten sie damit hin?daraus ist die Sache entstanden ,natürlich gegen das Parteien -gesetz .Aber untreue stand nie von vornherein fest!Und Herr Voigt ist ein Mensch der Ideale und hat zuviel durchgemacht um so ein Mist zu begehen!

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