Eine kritische Betrachtung der Osthoff-Entführung

4. Dezember 2005 in Ausland, Deutschland, Nachrichten

Derzeit versuchen die bundesdeutschen Medien dem sich mündig dünkenden Bürger eine veröffentlichte Erklärung für die Entführung von Susanne Osthoff einzureden. Da wird von Deutschland als Ziel des Terrorismus über Warnungen an Deutschland im Falle eines Beistandes zu den USA fabuliert, etc.

Tatsache ist, wenn man Mossul nicht zu Deutschland zählt, war nicht Deutschland Ziel des Terrorismus, sondern ein deutscher Bürger, der sich trotz mehrerer Warnungen unnötig in Gefahr begeben hat. Es sei an das deutsche Sprichwort “Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um” erinnert. Frau Osthoff hatte die Lage falsch eingeschätzt und die Warnungen ignoriert. Nun muss sie alleine, und nicht Deutschland die Konsequenzen tragen. Dies tut mir natürlich für sie selbst, ihre Familie und Freunde leid, dennoch ist eine objektive Betrachtung unabdingbar.

Die vielmals aufkommende Argumentation, dass die Entführung eine Warnung gewesen sei, damit sich Deutschland nicht an die Seite der USA im Irak stellt ist ebenso fadenscheinig. Die BRD ist zwar nicht mit militärischen Truppen im Irak, nichtsdestotrotz mit anderen Truppen und unterstützt die USA wo es nur kann in dessen Davidsternzug gegen den Irak. Die BRD hilft maßgeblich bei der Ausbildung von Polizisten und Soldaten der irakischen Besatzungsregierung. Also bei der Ausbildung von Personen, die das Besatzungsregime im Irak stabilisieren sollen. Dies kann ein Freiheitskämpfer nur als kriegerischen Akt ansehen, da es sein Bestreben ist, die Besatzung zu stürzen, und alles was dieser Besatzung hilft als feindlicher Akt anzusehen ist. Desweiteren unterhält die Bundesregierung Beziehungen zur Besatzungsregierung im Irak, legitimiert dieses Regime also folglich, stellt den USA Fuchs-Panzer und AWACS-Aufklärungsflugzeuge zur Verfügung, und läßt die USA in aller Seelenruhe mit Ihrer Soldaten- und Materiallast von deutschem Boden starten. Nicht vergessen werden sollte auch die Beteiligung deutscher Truppen in Afghanistan.

Die BRD ist in diesem Krieg alles andere als neutral, und wenn Frau Osthoff sich dessen nicht bewußt war, so ist dies ihre eignene Schuld, aber auch die Schuld der BRD, die dem ehemaligen deutschen Volk eine Scheinwirklichkeit vorlügt. Die Entführer haben in einer für sie logischen Weise gehandelt und waren immerhin noch so zuvorkommend Frau Osthoff mehrfach zu warnen. Wer dann immer noch nicht anfängt für sich selbst zu denken, ist selber Schuld.

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1 response to Eine kritische Betrachtung der Osthoff-Entführung

  1. Hallo,
    ich seh das ebenso.Fragte mich die ganzen Tage schon, was diese “Arch�ologin” in dieser Region �berhaupt zu schaffen hat.Selbst ihre Mutter erw�hnte ja, dass sie dieses Risiko bewusst gew�hlt hat. Sicherlich bedauerlich f�r die Familie, aber schon fast selbst Schuld. Aber dies kann man ja wieder sehr gut ausschlachten, um die angebliche Bedrohung f�r die BRD zu sugerieren und wer sich vor dem b�sen Terrorist f�rchtet,dem kann man ja bekanntlich vieles abverlangen, zum eigenen “Schutze”.

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