Geheimgefängnisse zum Rice-Besuch geräumt
6. Dezember 2005 in Ausland, Deutschland, Europa, Nordamerika
Pünktlich zum Deutschland-Besuch von US-Außenministerin Condoleeza Rice haben die USA nach Berichten vom amerikanischen Fernsehesender ABC die Geheimgefängnisse in Osteuropa geräumt und die Inhaftierten nach Nordafrika verschleppt. ABC berichtet von elf Gefangenen in einem Transport, von denen zehn den “härtesten Verhörmethoden” unterzogen wurden.
In den bundesdeutschen Medien mehren sich indes Berichte, nach denen der in der Bundesrepublik lebende Libanese Khaled Al Masri, der in den Lizenzmedien als Deutscher bezeichnet wird, die USA mit Hilfe der ACLU (American Civil Liberties Union) verklagt. Hierbei soll für ihn eine beträchtliche Schadensersatzzahlung rausspringen. Es läßt sich nur hoffen, dass es genug sein wird, damit er und seine Landsleute endlich wieder in ihre Heimat zurückkehren, natürlich abzüglich der hier entstandenen Kosten. Al Masri war seinerzeit von den USA in ein Geheimgefängnis verschleppt und dort gefoltert wurden. Leider entließen die USA ihn allerdings nach Deutschland, anstatt in den Libanon, wo er hingehört.
Das Verfahren könnte insofern interessant werden, da der ehemalige Innenminister Otto Schily auf der Anklagebank Platz nehmen kann. Schließlich waren ihm ja einige brisante Details bezüglich amerikanischer Geheimgefängnisse und Geheimflügen bekannt. Dazu wurde ohnehin schon Anklage gegen ihn wegen “unterlassener Hilfeleistung” eingereicht.
Rice’s Besuch in Deutschland war insofern interessant da sie sagte: “die europäischen Länder haben, freiwillig oder unter Zwang, mitgespielt und sollen jetzt nicht so tun, als hätten sie von den Flügen, Verschleppungen und Verhören nichts gewusst”.
Indes hat sich Rumänien bereiterklärt, den USA mehrere Militärbasen zur Verfügung zu stellen. Dies ist insofern interessant, da Rumänien als der Hauptverdächtige nebst Polen gilt, Geheimgefängnisse der USA zu unterhalten. Dieser Vorwurf wurde vom rumänischen Präsidenten Traian Basescu jedoch zurückgewiesen, ebenso wies er die Berichte über die Geheimflüge der USA als haltlos zurück. Dies ist schon erstaunlich, wenn man bedenkt, daß die USA diese selbst zugegeben haben. Basescu sollte sich mit Rice und Schily zu dem berühmten Affengemälde zusammensetzen. Sieht nichts, hört nichts, sagt nichts.

nordmann said on 7. Dezember 2005
Mit dem “Deutschen” stimme ich dir fast zu, ausgenommen der Tatsache, dass man ihm einen deutschen Pass gab, wer auch immer und warum auch immer, steht trotzdem fest, dass demzufolge keinerlei Eingeständnisse in geltendes Völkerrecht gemacht werden. Es wird geschaltet und gewaltet wie es diesem Weltbeherrschungspack gerade passt. Wie dieses Land dort überm Großen Teich zu dem wurde, was es ist und warum und durch wen spielt heute keine Rolle mehr. Sie sind was sie sind-Feinde der Freiheit und Selbstbestimmung der Völker, mit Marionetten-Regimen über die ganze restliche Welt verteilt.Selbstverständlich wollen diese Osteuropäer auch ein Stück des Kuchens abhaben, zumal diese mit den Begriffen Freiheit und Menschenrechten schon immer nichts anfangen konnten.Paradebeispiel Polen im letzten Irak-Krieg (letzten?den immer noch währenden)- die betteln ja förmlich diesem US-Staat dienen zu dürfen, in der Hoffnung dass dieses sich für sie finanziell auszahlt. Von Moral im Handeln brauchen wir doch beim Thema der Jetzt-Welt-und überhaupt- Politik gar nicht erst anfangen.
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