Karl Diefenbach: Folgenreiche Unmenschlichkeit

10. Dezember 2009 in Ausland, Deutschland, Geschichte

Georg Klein

Georg Klein

Die Idee des Guten entspringt nach hergebrachter Auffassung der göttlichen Vernunft. Moderne Evolutionsbiologen sehen die Sache pragmatischer. Ein „moralisches Gehirn“ sei schlicht von Vorteil im Überlebenskampf, weil man dann auch eher auf Entgegenkommen der anderen rechnen kann. Also habe sich das moralische Gehirn im Laufe der Evolution durchgesetzt.

Leider nicht bei allen. So soll Bundeswehroberst Georg Klein es vor dem Massaker bei Kundus abgelehnt haben, dass die US-Piloten die Tanklaster zunächst überfliegen, und die sofortige Bombardierung angeordnet haben. Laut Abschlussbericht der Nato hat er zudem sogar sechs Bomben verlangt, obgleich die Besatzung der Jagdbomber zwei für ausreichend hielt.

Wie sehr mancher Bombenbefehl auf die eigene Seite zurückschlägt, zeigt das Drama um die „Laconia“, das ARD und BBC derzeit in Südafrika verfilmen. Am 12. September 1942 entdeckte das deutsche U-Boot U 156 vor der westafrikanischen Küste das britische Passagierschiff „Laconia“. Es war mit Geschützen ausgestattet, so dass U-Boot-Kommandant Werner Hartenstein angriff. Als Hartenstein sein Boot auftauchen ließ, gewärtigte er im Wasser mehr als zweitausend Schiffbrüchige: Besatzung, Soldaten, Kriegsgefangene.

Hartenstein begann sofort mit Rettungsmaßnahmen, nahm 193 Menschen an Bord. Karl Dönitz, damals Befehlshaber der U-Boote, beorderte umgehend zwei andere Unterseeboote zur Untergangsstelle.

Hartenstein forderte nun auch auf Englisch Hilfe an und gab seine Position durch. Sein Boot blieb zweieinhalb Tage vor Ort an der Wasseroberfläche. Am 15. September stießen zwei weitere deutsche und ein italienisches U-Boot hinzu.

Am Morgen des 16. September wurden die vier U-Boote – mit Rettungsbooten im Schlepp, hunderten Überlebenden an Bord und Rot-Kreuz-Flaggen an Deck – von einem amerikanischen Liberator-Bomber entdeckt. Hartenstein signalisierte dem Piloten, dass er Hilfe benötige. Dessen vorgesetzter Offizier, Captain Robert C. Richardson III, jedoch reagierte mit dem Befehl, die U-Boote zu versenken.

Hunderte Laconia-Überlebende ertranken. Vor allem aber schlug der Befehl, die U-Boote anzugreifen, auf weitere schiffbrüchige alliierte Besatzungen zurück. Als Konsequenz nämlich erließ Dönitz am 17. September 1942 – in Übereinstimmung mit der US-Praxis – den sogenannten Laconia-Befehl: „Alle Bemühungen, Mannschaften versenkter Schiffe zu retten, werden hiermit eingestellt.”

Karl Diefenbach

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7 responses to Karl Diefenbach: Folgenreiche Unmenschlichkeit

  1. Ein schönes Beispiel daß wieder mal das Märchen widerlegt daß die “Kriegsverbrecher” auf der deutschen Seite saßen.

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  2. Deutsche Menschlichkeit und Edelmut sowie die Groesse, mit denen wir Deutschen einem geschlagenen Feind und Gegner gegenuebertraten hat uns nicht nur in Duenkirchen und auf dem Balkan, sondern auch, und das am deutlichsten und nachhaltigsten, bei der schonenden Behandlung der erbittertsten Feinde unserer Freiheit, dem (europaeischen) Judentum, ganz fuerchterlich in den Arsch gebissen.

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  3. Also Sympathisch sieht dieser Wurzelgonom nicht gerade aus.Dem steht doch seine ganze brd Niedertracht schon ins Gesicht geschrieben.Macht auch ein leicht schwachsinnigen Eindruck der Vorzeige brd Soldat
    Was ist nur aus dem kernigen deutschen Soldatentum geworden?
    Naja, im Arsch…. wie alles andere auch vollkommen ruiniert wurde, durch die gründlichen Besatzer, nach 1945.
    Daher fragt der brd Knecht auch nach 6 Bomben wenn der Meister sagt es würden auch zwei.
    Der Deutsche kennt leider kein Maß, in guten wie in schlechten Tagen.

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  4. Warum den Oberst kritisieren?

    Er hat das Richtige getan, gehandelt anstatt zu labern.

    Um die “Zivilisten” die da mit draufgingen ist es nicht schade, das dürften ausnahmslos Taliban-Symphatisanten gewesen sein.

    Daß jetzt natürlich den Angehörigen “Entschädigung” gezahlt werden soll ist ein Witz.

    Sollen wir mal die Rechnung aufmachen wieviel Entschädigung uns die Allierten aufgrund des Bombenterrors im Krieg schulden?

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  5. Der Fall “Laconia” ist nur ein, vielleicht der berühmteste, Vorfall, in Wirklichkeit war u. a. die deutsche Kriegsmarine dauernden Sticheleien ausgesetzt. Großadmiral Dönitz seine Mannschaft, also die U-Boot Flotte, war Mißmutig und Entsetzt über die Zurückhaltung gegenüber Allierter Provokationen!
    Da die BRD-Wehr heute gezwungen ist, auf gegnerischer Allierter Feindesseite Usraelische Befehle auszuführen, liegt es sehr nahe, einen Großteil seiner Handlungen als unvernünftig zu bezeichnen.

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  6. Hier sieht man ein Video vom herrlichen und tapferen Afghanenvolk im Kriegseinsatz wider das Boese Seite an Seite mit den US Marines…..

    http://johndenugent.com/jdn/2009/12/12/pothead-afghan-army-that-us-marines-cannot-train/

    Es wundert mich, dass die Europäer und Amerikaner nicht noch viel oefter ausrasten.

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  7. zu 6

    Was haben Europäer und Amerikaner in Afghanistan verloren?
    Lass die Typen doch in ihrem Land Haschisch rauchen, so viel sie wollen, den Krieg haben die Weißen trotzdem schon verloren. Sie könnten ja mal bei den Russen nachfragen, die mit doppelt soviel Soldaten im Kampf standen, wie viel Zeit ihnen noch bleibt.

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