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30. July 2010

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Der kleine Unterschied: Nicht amtlich vs. Nicht für die Öffentlichkeit bestimmt

“Ich traue keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe.” (Winston Churchill)

Vorgestern berichteten wir über eine Statistik des Bundeskriminalamtes (BKA) nach der die Zahl der sogenannten rechten Gewalttaten in den ersten elf Monaten des Jahres gegenüber dem Vorjahr gesunken sei. Diese Meldung veranlaßte uns zu der Schlagzeile, daß die Zahlen wohl gleichzeitig steigen und fallen müssen, weil der BKA-Chef Jörg Ziercke erst kurz zuvor von einem Anstieg rechter Gewalt sprach. Wie der Focus nunmehr berichtet, waren die veröffentlichten Zahlen jedoch gar nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, sondern stammen von einer undichten Stelle: “Eine Meldung über zurückgehende Zahlen bei rechtsextremer Gewalt hat für Wirbel gesorgt. Die Zahlen waren nicht amtlich, das BKA sucht nach der undichten Stelle. Eine angebliche Spur führt in den Bundestag.”

Die Tatsache, daß das BKA nach der Veröffentlichung dieser Zahl nunmehr nach einer undichten Stelle sucht, zeugt davon, daß die Zahlen auf jeden Fall amtlich, aber nicht für die Öffentlichkeit bestimmt waren, was eigentlich nur heißt, daß die Zahlen vor der eigentlich Veröffentlichung erst noch frisiert werden müssen. Die “amtliche” Statistik wird erst im Frühjahr veröffentlicht, damit das BKA genügend Zeit hat die Statistik wunschgemäß anzupassen.

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Kommentare

6 Kommentare zu “Der kleine Unterschied: Nicht amtlich vs. Nicht für die Öffentlichkeit bestimmt”

  1. Theodor sagt:

    Frisieren, zensieren und konstruieren, das sind die typischen Instrumente einer sich entwickelnden totalitären Politik. Mittels der Macht der Medien wird den Bürgern dieses Landes eine politisch geformte Realität in den Kopf getrichtert. Eine gezielte Informationsaufbereitung schafft uns steuert die Gedankenwelt unserer heutigen Gesellschaft. Eine Konstruktion innerhalb der jede gegenläufige Meinungsbildung, auch gegen Mehrheiten mit allen Mitteln unterbunden werden muss. George Orwell beschreibt in seinem Buch: Big brother is watching you! eine derartige Situation, für mich intuitiv aus einer pro-kommunistischen Einfärbung heraus. Doch offenkundig hat haben die Überwachungsaugen des Staates blinde Flecken und das Gutmenschentum, wird als doch nicht so gut empfunden.

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  2. Dr_nat_Fake sagt:

    Die Lügenmärchen der etablierten Politik von den “ach so gewaltbereiten Nazi’s” und von steigenden Fallzahlen “rechter” Gewalt stossen halt auch immer mehr bei Mitarbeitern der Sicherheitsbehörden auf Widerwillen – schließlich sieht der “einfache” Polizeibeamte vor Ort wer was macht und welche Gruppierung ihn bei Demonstrationen mit Brandsätzen und Steinen bewirft und die Staatswächter wissen selber, das derzeit – so ja auch der (geheime) Stand der letzten Innenministerkonferenz – die Gewalt von “links” massiv angestiegen ist.

    Verständlich, dass da dann auch mal – illegal – Informationen und Hinweise – wo was zu finden sei – an die Medien fließen. Die gleichen Medien der “Meinungsbesitzer” allerdings, die in ihrer “Berichterstattung” eher zur Hetze gegen “Rechts” tendieren.

    Auch der neuerliche Versuch jede “Hakenkreuzschmiererei” – unabhängig von der beweisbaren Zuordnung (Auch “Links” schmiert Hakenkreuze – warum wohl?) – gleich als rechte “Straftat” zu erfassen um zusammen mit den §86 und §130 StGB “Meinungsverbrechen” für Fallzahlen zu sorgen, wird nicht funktionieren.

    Selbst den Dümmsten dütfte mittlerweile klar werden, dass hier lange Zeit Märchen aufgetischt wurden – und – wer mehrfach lügt, dem glaubt mensch eben irgendwann auch nicht mehr.

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  3. GenGin sagt:

    So gut die Geschichte in die tägliche politkorrekte Medienmanipulation auch passt – sie ist leider falsch:

    http://www.stefan-niggemeier.de/blog/malen-nach-zahlen/

    Eine hitzige Debatte. Was denken Sie? Thumb up 1 Thumb down 10

  4. Eisenblau sagt:

    Hier sieht man sehr schön wie die freie demokratische Presse in ihren Berichten die Ereignisse auswählt, und durch diesen Auswahlprozeß bereits einen Kommentar abgibt. Die Systempresse kann daher überhaupt nicht so unabhängig und nüchtern berichten wie sie vorgibt.

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  5. F. Heusinger sagt:

    Dem Bundesdeutschen kann man vor seinen Augen in die Suppe pissen – er trinkt sie.

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  6. Theodor sagt:

    @ F. Heusinger – ich kann ihren Satz nur unterstreichen und viele genießen diese Suppe noch in ihrer Opferhaltung.

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