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11. March 2010

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Ronald Gläser: Unsere Politik ist gekauft

Die großen Konzerne sind meistens die Freunde linker Regierungen. Wir haben das nicht zuletzt bei Gerhard Schröder gesehen, der sich nicht nur als „Genosse der Bosse“ präsentiert hat, sondern nach seinem Ausscheiden aus der Politik auch noch flugs Versorgungsjobs bei Großkonzernen übernahm – ebenso wie sein Vize Joschka Fischer und andere ehemalige Mitglieder seiner Regierung.

Ist doch klar: Die großen Konzerne haben anders als der vielbeschworene Mittelstand das Geld und die Macht, Einfluß auf die Politik auszuüben. Sie bezahlen eine Armee von Lobbyisten in Berlin, deren Aufgabe es ist, Gesetze zu schreiben, die in ihrem wirtschaftlichen Interesse liegen. Es gibt Leute, die nennen „Unter den Linden“ deswegen jetzt nur noch „Unter den Lobbyisten“.

Würde es sonst Gesetze wie die Abwrackprämie geben, mit der die Regierung gleichzeitig Wähler glücklich macht und indirekt die Autokonzerne stützt? Würde es sonst Bankenrettungspläne geben, bei denen wir kleine Steuerzahler die Löcher der dummen und maßlosen Bankmanager stopfen müssen? Würde es sonst Kinderkrippen oder das Elterngeld geben, die dazu dienen soll, „der Wirtschaft“ neue Arbeitskräfte (junge Frauen mit Kindern) zuzuführen, die unter normalen Umständen dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stünden? Die Antwort ist immer: nein.

Alles voll von Heuchelei

Die Politiker machen Gesetze für die großen Konzerne. Sie bekommen dafür Parteispenden als Sofortgegenleistung, und ihre Frontmänner können sich nach ihrer Karriere über einen Aufsichtsratsposten freuen. Das alles läuft nicht im Verborgenen ab. Jeder kann es sehen. Er muß nur einmal auf einen CDU- oder SPD-Bundesparteitag gehen. Da ist eine Halle, in der die Delegierten tagen und eine zweite, in der die Sponsoren ihre Stände aufgebaut haben. Von A wie Airberlin bis mindestens V wie Volkswagen präsentieren sich dort stolz alle möglichen deutschen Firmen als Geldgeber und Gönner. Beide Seiten schämen sich nicht einmal, das öffentlich zu zeigen. Ich bin jedesmal sprachlos, wenn ich das sehe, denn auch die Medien von rechts bis links stoßen sich nicht an dieser offensichtlichen, freiwilligen Vereinnahmung der deutschen Volksparteien durch irgendwelche Konzerninteressen.

Diese Sachen fielen mir ein, als vor einer Woche eine Einzelspende eines Hoteliers an die FDP zum Skandal hochstilisiert wurde. Ich finde das natürlich auch verwerflich, weil jetzt der Eindruck entsteht, die Liberalen hätten Steuersenkungen für Hotels wegen solcher Spenden durchgesetzt. Hinterher wurde auch noch kritisiert, daß die Partei einen Rahmenvertrag mit einer privaten Krankenversicherung abgeschlossen hat. So what?

Die öffentliche Empörung war nicht zu überhören. Aber sie war voll von Heuchelei. Wenn die Zeitgeistmedien wirklich den Einfluß von Unternehmern auf die Politik ins Visier nehmen wollen, dann reicht es nicht, auf die FDP einzuhämmern. Gerade die beiden Volksparteien sind nichts weiter als Handlanger großer Konzerne, jedenfalls präsentieren sie sich so ohne jede Scham auf ihren Parteitagen.

Ronald Gläser

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Kommentare

6 Kommentare zu “Ronald Gläser: Unsere Politik ist gekauft”

  1. Hans Henning sagt:

    “…bei denen wir kleine Steuerzahler die Löcher der dummen und maßlosen Bankmanager stopfen müssen?”

    Die Banker sind gewiss maßlos, jedoch sind sie nicht dumm. Diese Herrschaften wissen genau was sie tun. Das war das planmäßig organisierte Abkassieren von Steuergeldern. Und da unser Parteienkartell am Tropf der jüdisch-demokratischen Volkszerstörer hängt, waren sie nicht in der Lage eine andere Entscheidung zu treffen, als rund 450 Milliarden “in die Zukunft der BRD” zu investieren. Bitte nicht darüber nachdenken, was man mit diesen Milliarden alles hätte machen können!

    Auch die Schweinegrippe war nichts anderes als das planmäßige Abkassieren der Sozialkassen, mit staatlicher Garantie natürlich. Irgendwie schon eine clevere Art und Weise. Hat nur mit Moral nicht viel zu tun…

    Der Krieg in Afghanistan ist scheinbar auch sehr lukrativ. Man will hier gar keine Entscheidung herbeiführen, sondern hier und da mal ein Bömbchen oder Granatchen explodieren lassen, Hauptsache ist, es wird kontinuierlich nachproduziert.

    Und das Ganze natürlich unter dem Deckmantel der Demokratie. Es sind seit Jahrzehnten immer die gleichen Kräfte, die die “friedliche Demokratie” notfalls mit Krieg den anderen Völkern aufzwingen müssen.

    Welch schlechter Mensch mag da an Gier und Egoismus denken…

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  2. F. Heusinger sagt:

    Der Austausch Heimat gegen “Wirtschaftsstandort” hat sich die Rennschuhe angezogen. Jeder 5. “Deutsche” jetzt mit auslaendischen Wurzeln (“Tagesschau.de”).

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  3. Theodor sagt:

    Politiker sind käuflich, sind bestechlich, lassen sich schmieren, sie gieren auch und versuchen zu legitimieren, wofür sie Normalos einknasten lassen. Sie legen sich mit dem Teufel ins Bett, wenn sich ein Vorteil daraus ergibt und lassen sich dann bereitwillig vor den Karren jedweder Interessengruppe spannen. Selbst wenn sie ihr Volk an die Genderzüchter verkaufen, haben sie nur das Gute (mit höllischen Folgen) im Sinn, wie sie selber sagen. Eine solch ehrenwerte Gesellschaft, würde selbst der Teufel auf dem schnellsten Weg aus seiner Hölle katapultieren – denn er muss befürchten, dass jemand versucht, in den Höllenfeuern Migrationspolitik zu betreiben.

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  4. Beobachter aus BaWü sagt:

    Der Artikel spricht für sich! Unglaubliche Zustände!

    Hier ist ein ebenfalls sehr lesenswerter Artikel zur aktuellen Kriegstreiberei von Angela Merkel gegen den Iran und die devote Haltung gegenüber Israel:

    http://nidinfo.wordpress.com/2010/01/28/merkel-bereitet-deutschland-auf-krieg-mit-dem-iran-vor/

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  5. soistdas sagt:

    Man kann nur hoffen, dass sich nicht soviele Dummköpfe finden, die sich für viel Geld als Söldner dahin schicken lassen. Man kann ihnen nur raten: “Was ihr sät, werdet ihr ernten.” Wer den Tod sät, wird den Tod ernten oder wer das Schwert zieht, kommt durch das Schwert um. Das sollten sich alle diese “Kriegsbefürworter” hinter ihre Löffel schreiben.

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  6. DresdenMD sagt:

    Den Beruf Politiker, führen nur wenige bis gar keiner mehr in diesem Staat aus.
    Die Politik ist nur ein Sprungbrett, hin zum Geldverdienen.
    Denn jeder Politiker hat in seiner “Amts”zeit noch mehrere andere Arbeiten die er ehrenamtlich, um eine Firma in einem besseren Licht darzustellen, bzw. um sich zu bereichern.
    Schröder hatte doch auch einen knapp 40 h Tag. Denn wenn der bei jeder Arbeit 8 h hätte arbeiten müsen,…. .Das einzige Positive war bei ihm, das er die Verbindung Berlin-Moskau zu pflegen wusste. Denn die werden in naher Zukunft immer wichtiger für uns. Alleine was die Bevölkerungszahlen anbetrifft.e.t.c.

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