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30. July 2010

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Michael Winkler: Phase 2,99

Ich werde in den letzten Wochen immer wieder aufgefordert, doch endlich die Phase 3 zu setzen. Ja, es gibt Anzeichen für Versorgungsmängel, doch diese sind partiell, sie reichen noch nicht aus, um die allgemeine Phase 3 auszurufen. Ja, es ist eine Ausnahmesituation, daß 52 Kilometer Autobahn mehrere Tage gesperrt werden müssen, weil die Mittel fehlen, sie zu räumen. Es ist eine Ausnahmesituation, wenn Städten und Landkreisen das Streusalz ausgeht. Ein bißchen gravierender ist die fehlende Tiefkühlkost, die nicht mehr in jedem Dorfladen regelmäßig angeliefert wird. Und ja, es ist ärgerlich, wenn das gewohnte Katzenfutter nicht mehr im Regal steht. Das sind aber noch keine echten Versorgungsmängel, sondern nur zeitweilige Störungen in der Versorgungskette. Die Autobahn ist wieder offen und die Kommunen haben jetzt gute neun Monate Zeit, um die blödsinnigen Studien über den Klimawandel zu entsorgen und dafür genügend Streusalz einzulagern.

Ich gebe zu, daß ich mich letztes Jahr verschätzt habe. Ich hatte damals erwartet, daß die Bundesregierung nach den Wahlen handelt, war es doch jene Koalition geworden, auf die Merkel und Westerwelle schon seit Jahren hingearbeitet hatten. Mit der spätrömischen Dekadenz, auf die Schnelle ein Reichtums-Beschleunigungsgesetz für Erben, Hoteliers und gutverdienende Eltern zu verabschieden und ansonsten mit dem Regieren bis zu den Wahlen in Nordrhein-Westfalen am 9. Mai zu warten, habe ich wirklich nicht gerechnet. Sicher, es gab Anzeichen, die fortgesetzte Arbeitsverweigerung der Kanzlerin ist als “präsidialer Führungsstil” längst sprichwörtlich geworden. Die Begründung dafür, Rücksicht auf eine große Koalition aus zwei gleichstarken Partnern, war dank der umfassend hilfsbereiten SPD schon damals fadenscheinig, heute ist sie gänzlich weggefallen.

Was passiert, wenn eine Regierung im ewigen “weiter so” die Zügel schleifen läßt, sehen wir gerade an Griechenland. Für diesen 24. Februar ist dort schon wieder ein Generalstreik angekündigt. Nichthandeln zögert eine Krise hinaus, zugleich verschlimmert es eine Krise beträchtlich. Griechenland hatte nicht von heute auf morgen 12,7% Haushaltsdefizit, dieses ist in den vergangenen Jahren weiter und weiter angewachsen. Vor fünf Jahren hätten sanfte Maßnahmen wie Nullwachstum bei den Beamtengehältern und Einstellungsstop im öffentlichen Dienst ausgereicht, vor drei Jahren noch gelinde Gehaltskürzungen, begrenzte Entlassungen und eine Erhöhung des Pensionsalters um zwei Jahre. Heute sind massive Gehaltskürzungen, umfassende Entlassungen und eine Erhöhung des Pensionsalters von 57 auf mindestens 63 Jahre nötig. Kein Wunder, daß die Griechen auf die Straße gehen, denn das sind gravierende Einschnitte, die das Land lähmen.

Die Merkel-Regierung folgt derzeit dem griechischen Vorbild. Was im Oktober 2009 zu Einschränkungen geführt hätte, die den Betroffenen noch zu vermitteln gewesen wären, wächst im Mai 2010 zu rabiaten Kürzungen aus. Die Regierung hofft auf die Fußball-Weltmeisterschaft, um das Volk von den Grausamkeiten abzulenken, und sie hofft auf die anschließende Urlaubszeit, damit sich das Volk an die neuen Härten gewöhnt. Zu diesem Zeitpunkt hat die Regierung bereits neue Rekordschulden aufgenommen und wir stehen vor einer Währungsreform.

Ein paar Leute haben mir den wohlmeinenden Ratschlag gegeben, meinen Phasenzähler jetzt in Hundertstel-Schritten zu erhöhen; auch wenn die Überschrift dieses Artikels das suggeriert, habe ich das nicht vor. Der Phasenzähler wird im Tageskommentar hochgesetzt, er steht seit dem 15. August auf 2,9 – und er wird bald auf 3,0 gesetzt, selbst wenn “bald” noch Monate dauern sollte. Die Planungen der arbeitsscheuen Kanzlerin sind jedoch gefährdet, es gibt drei Minen, die unterirdisch ticken. Keiner weiß, wann und ob diese explodieren.

Problem Iran

Der Iran ist schon seit Jahren ein Problem, das immer wieder verschlimmert und wieder verharmlost worden ist. Zeitweise war die halbe US-Marine in Angriffsreichweite zum Iran aufmarschiert, die Gerüchteküche wollte, daß dieser Krieg unbedingt noch von George W. Bush begonnen werden sollte. Ich habe 2007 erwartet, daß dieser Krieg ausbricht, doch bis jetzt ist nichts geschehen. In den letzten Wochen hat sich die martialische Rhetorik jedoch fortwährend verschärft.

Worum geht es angeblich? Die hochgerüstete Atommacht Israel, die nie den Atomwaffensperrvertrag unterzeichnet hat, aber spätestens seit 1967 die Atombombe besitzt, die sich fortwährend Trägersysteme schenken läßt, die einen Angriffskrieg nach dem anderen führt, fühlt sich von einer iranischen Atombombe bedroht, die selbst nach offiziellen Verlautbarungen der Iran-Gegner noch nicht existiert. Die Volksrepublik China mit 1,3 Milliarden Einwohnern besitzt 160 nukleare Sprengköpfe. Das 200mal kleinere Israel verfügt nach Schätzungen über bis zu 400 Sprengköpfe.

Ja, der Iran ist ein Staat, der in unseren Augen fremdartig wirkt. Ein Staat, bei dem die Religion eine große Rolle spielt und in dem religiöse Vorschriften die Gesetze vorgeben. Ein Staat, der Israel sehr ähnlich ist, von ein paar Abweichungen abgesehen: Im Iran gibt es anders als in Israel keine rechtlose Minderheit. Die Bevölkerung im Iran ist dort seit Jahrtausenden ansässig, die herrschende Gruppe ist nicht erst im 20. Jahrhundert dort eingewandert. Der Iran hat im 20. Jahrhundert nur einen Krieg geführt, dieser wurde ihm vom US-Vasallen Irak aufgezwungen, der Iran darf also als friedlicher Staat gelten.

Der Iran unterstützt palästinensische Organisationen, wie die Hisbollah-Milizen. Die Unterstützung für die Vertriebenen umfaßt auch Waffenlieferungen. Die BRD unterstützt Israel, den Staat der Vertreiber, der seit seiner Gründung 1948 für Dauerkrisen in der Region Nah-Ost sorgt. Die Unterstützung für das letzte real existierende Apartheid-Regime geht über Waffenlieferungen hinaus, die Bundeswehr beteiligt sich aktiv an der Seeblockade des Libanon.

Der Iran reichert Uran für Reaktoren und für medizinische Zwecke an. Er besitzt damit eine Technologie, die es ermöglicht, noch weiter anzureichern, auch wenn der Sprung von 20% auf 90% beträchtlich ist. Allerdings sind Uran-Bomben eher primitive Apparate, “richtige” Atommächte verwenden Plutonium, das in Reaktoren “erbrütet” wurde und durch Wiederaufbereitungsanlagen aus verbrauchten Brennstäben für den Bombenbau abgetrennt wird. Nicht die Anreicherung, sondern die Wiederaufbereitung schließt den Atomkreislauf. Das wird von den qualitätsfreien Hetzmedien jedoch verschwiegen.

Ich persönlich habe vor einer iranischen Atombombe keine Angst. Was mir Sorgen bereitet, sind junge türkische Mitbürger, ohne Schul- und Berufsabschluß, dafür mit griffbereiten Messern in den Taschen. Diese real existierende Gefahr kostet in Deutschland immer wieder Menschenleben, im Gegensatz zu einer Bombe, die gar nicht existiert.

Worum geht es im Iran tatsächlich? Die USA führen sich als Weltmacht mit paranoidem Kontrollzwang auf. Jedes Land, das ein kleines Zipfelchen von regionaler Macht ergreift, muß unter dem Supremat der USA stehen oder es gilt als gefährlich. Der Iran ist durch sein Erdöl und sein Erdgas ein reiches Land, das sich durch den Sturz des Schahs von US-Kontrolle befreit hat. Öl-Arabien, die gesamte Region um den Persischen Golf, steht unter US-Kontrolle. Eindrucksvoll wird das in Saudi-Arabien demonstriert, wo ein im Volk verhaßtes Königshaus von den Amerikanern an der Macht gehalten wird. Der Irak wurde mit Waffengewalt unterworfen, als Saddam Hussein sein Öl gegen Euro statt gegen Dollar verkaufen wollte. Die Regionalmacht Ägypten wurde immer wieder von Israel überfallen, mit dem Ergebnis, daß statt der nationalistischen Nasser-Regierung jetzt der US-Vasall (und Israel-Freund) Mubarak herrscht.

Das Imperium würde den Iran gerne unterwerfen, doch dem Imperium gehen die Kräfte aus. Barack Obama hat zwar den Friedensnobelpreis bekommen, er führt trotzdem die Bush-Kriege weiter, ohne Hoffnung auf Sieg oder anderweitige Erfolge. Ein Schlag gegen den Iran gefährdet den Bestand des Imperiums, selbst wenn kein einziger Schuß auf amerikanischem Boden fällt. Das Imperium hat seine Vasallen bereits ausgesaugt, die willfährigen europäischen Untertanen haben keine Armeen mehr, die für Amerika verbluten könnten.

Wie bedroht ist Israel? Objektiv gar nicht, subjektiv natürlich wie immer unendlich. Wenn Israel die USA und die Weltgemeinschaft in einen Krieg treiben sollte, bricht die Weltwirtschaft binnen Stunden zusammen. Sobald die erste Bombe fällt, setze ich Phase 3.

Problem Griechenland

Griechenland steht dabei stellvertretend für eine ganze Gruppe von Ländern, deren Problem die Währung Euro ist. Griechenland ist der erste Domino-Stein, ein kleines Land mit großer Geschichte und armseliger Gegenwart. Hinter Griechenland stehen Portugal, Spanien, Irland und Italien, die finanziell ähnlich gefährdet sind. Besonders Italien wird als gefährdet eingestuft, mit 1,8 Billionen Euro gilt es als das am höchsten verschuldete Land der EU. Die BRD ist mit 1,7 Billionen Euro nicht weit entfernt davon und die Merkel-Regierung arbeitet daran, Italien diese Spitzenstellung abzujagen.

Vor dem Euro hatten Italien-Urlauber das interessante Erlebnis, daß die Pizza Vongole und der Chianti von Jahr zu Jahr unverschämt teurer wurden, zumindest solange, bis die Urlauber auf das nützliche Kärtchen schauten, das sie beim Geldumtausch von ihrer Bank erhalten hatten: In harter deutscher Mark war der Preis in etwa gleich geblieben. Ob Italiens Lira, Spaniens Pesete, Griechenlands Drachme oder Portugals Escudo: die Währungen waren über Jahrzehnte von der Schwindsucht befallen.

Nach dem Anschluß der DDR hoffte Frankreich auf ein zweites Versailles, einen Vertrag zur Ausplünderung Deutschlands ohne einen weiteren Weltkrieg. Der Euro erfüllte weitgehend diese Erwartungen, er trug zur beschleunigten Entreicherung der vergrößerten BRD bei. Neben der Wiederaufbauleistung Ost, den Wiedergutmachungsleistungen für Israel und den Zahlungen zum Fortbestand der EU trat der erleichterte Export von Arbeitsplätzen, die unbegrenzte Zuwanderung in die Sozialsysteme und die fortwährende Reallohndrückung zur Ankurbelung des Exports. Die deutsche Wirtschaftskraft, also der Schweiß deutscher Arbeiter, sorgte für niedrige Zinsen im Euro-Raum, sorgte für Geld in den Kassen der Euroländer und ermöglichte billige Importe. Eine Gegenleistung an Deutschland gab es nicht, im Gegenteil, es wurde nur weiterhin die Hand aufgehalten.

Frankreich hatte damals nicht bedacht, daß eine solide Währung nicht die Ursache, sondern die Folge einer leistungsfähigen Wirtschaft ist. In Spanien brach ein unglaublicher Bauboom aus, denn die durch Deutschland niedrigen Zinsen erlaubten es, sich umfassend zu verschulden. Griechenland bekam Geld zu Spottkonditionen geliehen und verhielt sich wie ein Drogensüchtiger, der sein Heroin plötzlich zum Großhandelspreis bekommt: Es nahm immer mehr Kredit auf. Die labile, an Inflation gewöhnte Wirtschaft von Italien arbeitete, als gäbe es noch immer die verfallende Lira, die alle Kosten abfing, bevor sie die Exporte verteuerten.

Für die Touristen wurde Italien teuer, denn jetzt gab es keine Umrechnungstabelle mehr, die den Schock linderte. Jetzt half kein Währungsverfall mehr gegen wachsende Staatsschulden. Zinsen auf europäischem Niveau sorgten für Inflation auf europäischem Niveau – und dafür, daß die gewohnten Lohnsteigerungen ausblieben. Genschers historische Fehlleistung, Kohls idiotisches Zugeständnis für den Anschluß der DDR, der Euro, unterminierte weitere Volkswirtschaften. Belgien leidet ebenfalls an Überschuldung und sogar Frankreich, das sich als großer Profiteur gesehen hatte, ist durch den Euro gefährdet.

Der Euro hatte nur einen Zweck, und den erfüllt er vorzüglich: die Entreicherung Europas und insbesondere Deutschlands. Der Anschluß der DDR kostete sehr viel Geld, das in die Taschen der Geldmächtigen, insbesondere der Banken geflossen ist. Ich will Theo Waigel nicht freisprechen, er trägt ein gerütteltes Maß an Schuld an den überzogenen Staatsausgaben. Seine Nachfolger, die beleidigte Leberwurst Lafontaine, der Mann ohne Blindenhund Eichel, der Fettnäpfchen-Hüpfer Steinbrück und der angehende Bankrotteur Schäuble, haben nichts, aber auch gar nichts besser gemacht. Die Gewinne der Banken aus der Abwicklung der DDR wurden bei den zufällig jüdischen Großbanken der USA gegen uneinbringbare Schuldverschreibungen eingetauscht und damit abgeliefert. Da keine zweite DDR zur Verfügung stand, haben die Banken sich direkt an die Regierung gewandt und Steuergelder ohne Ende eingefordert. Diese Banken haben über 500 Milliarden Euro in den Problemländern der Eurozone stehen, die bald als uneinbringlich abgeschrieben werden müssen – dann ist wieder der deutsche Steuerzahler gefragt, denn dann werden Merkels leichtfertig zugesagte Staatsgarantieren abgerufen.

Europa hängt am deutschen Geld und es bricht zusammen, wenn der letzte Euro aus den deutschen Kassen geplündert ist. Um aus dem Euro vor diesem Untergang auszutreten, bräuchte es eines Giganten wie Otto von Bismarck, keiner Zwergmaus wie Angela Dorothea Merkel. Geld an Griechenland wirkt wie eine Aspirin-Tablette bei einer Pfeilschuß-Wunde: sie lindert etwas die Schmerzen, das Opfer verblutet trotzdem. Geld aus europäischen Kassen ist wie eine Blutspende bei hochgradiger Anämie: der Körper wird bis an den Zusammenbruch geschwächt. Wird das Geld von der Europäischen Zentralbank gedruckt, wirkt das wie eine Infusion mit Kochsalzlösung: das Blut wird immer weiter verdünnt.

Griechenland ist zu klein, um zur Phase 3 zu führen, doch jede den Eurokraten mögliche Reaktion auf die Griechenland-Krise wird diese Mine zünden. Selbst die vernünftigste aller Möglichkeiten, die BRD aus dem Euro zu lösen und zur Mark zurückzukehren, wird zu einer Anfangsverschlimmerung der Situation führen.

Problem Staatsschulden

Dieses Problem steht für ein ganzes Bündel von Tretminen, gewissermaßen eine Streubombe von “Blindgängern”. Es kennzeichnet das Ende der “Staatskunst” der BRD, wie sie seit Herbert Frahm (Kampfname Willy Brandt) betrieben wird. Dank der Staatsschulden ist es immer schwerer, auf jegliche Schwierigkeit solange Geldsäcke zu werfen, bis die im Geld versenkt worden ist. Frahm warf das Geld mit vollen Händen aus dem Fenster, Schmidt verteilte Schecks wie ein verrückter Midas, Kohl gebärdete sich als der großzügige Nikolaus, bis ihm das Geld ausging. Nach 1990 wurde aus dem “ewigen Kanzler” eine bleierne Ente, die nicht mehr handeln konnte, weil ihr alle Mittel fehlten. Schröder beging Verzweiflungstaten, die völlig mißglückten Privatisierungen und das ständige Abkassieren der Bürger waren der mißglückte Versuch, ein wenig Handlungsspielraum zu erlangen. Merkel hat gleich zu Beginn die Steuern unverschämt erhöht, um sich Ansehen in Europa und in Israel zu erkaufen. Sie hoffte, von Schröders Reformen zu profitieren und dank sprudelnder Steuereinnahmen das alte Spiel fortsetzen zu können. Statt dessen kam die Wirtschaftskrise.

Die schwarz-gelbe Koalition ist nicht mehr fähig, Politik zu treiben, weil keiner mehr fähig ist, sparsam mit beschränkten Mitteln zu arbeiten. Die Schönwetter-Veranstaltung EUdSSR taugt nichts in Zeiten der zusammenbrechenden Haushalte, in einer Zeit, in der das ausgeplünderte Vierzonesien nicht mehr das Geld hat, das Festgelage zu bezahlen. Im Internet wird vom dritten Versailles gesprochen, von einer letzten, endgültigen Ausplünderung Deutschlands, um der sterbenden EU noch ein wenig Leben einzuhauchen. Wahrscheinlich wäre Merkel bereit dazu, schließlich hat schon ihr Lehrmeister Kohl nichts von Politik verstanden. Die zweite Quelle ihrer Erkenntnis, die sozialistische Bruderhilfe, hat letztlich ihre geliebte DDR auch nicht retten können.

Ohne Geld kann die beste Freundin Israels nicht für das ewige Existenzrecht des Judenstaates einstehen. Ohne Geld kann die treueste Vasallin Amerikas keine Kolonialtruppen nach Afghanistan oder in den Iran schicken. Ohne Geld kann die Kanzlerin der ungebrochenen Einwanderung die Migranten in diesem Land nicht mehr versorgen.

Die Kanzlerin ist zu schwach, um Mißerfolge einzugestehen. Deshalb schickt sie Westerwelle vor, der jetzt das mißliebige Thema der Hartz-IV-Bezieher anspricht. Das Bundesverfassungsgericht hat die Berechnung der Hartz-IV-Sätze bemängelt, jetzt muß das aufgearbeitet werden, was Schröder mit heißer Nadel gestrickt hat. Was Westerwelle sagt, ist nicht von vornherein unvernünftig, die Hartz-IV-Sätze sind, relativ gesehen, zu hoch. Rechnen wir in absoluten Zahlen, ergibt sich ein anderes Bild: Abgesehen von türkischen Großfamilien mit sieben Kindern und vierzehn weiteren Verwandten in der Heimat, die auf Kosten deutscher Krankenkassen versorgt werden, ist Hartz IV tatsächlich ein Existenzminimum. Was nicht ins Bild paßt, sind die viel zu niedrigen Arbeitslöhne.

Was ein Guido Westerwelle, als hochbezahlter Politiker, nicht versteht: Wenn sich Arbeit lohnen soll, muß sie anständig bezahlt werden. FDP-Wähler und FDP-Sponsoren haben natürlich kein Einkommensproblem, auch eine Kanzlerin spricht lieber mit überbezahlten Managern als mit dem schlecht entlohnten Volk. Dank des Euro und dank der EU wurde das einstige Hochlohnland BRD auf ein Armutsniveau herabgezogen. Tariflöhne stehen auf dem Papier, doch dank Schröders Zeitarbeit schrumpft der Kreis der dadurch Privilegierten immer weiter zusammen.

Früher galten zwanzig bis dreißig Prozent Belastung durch Steuern und Abgaben als vertretbar. Im Mittelalter gab es den Zehnten plus, was gerne verschwiegen wird, 60 Tage Frondienst für den Grundherrn pro Jahr, also etwa diese dreißig Prozent. Im Falle eines Krieges oder anderer Katastrophen stieg die Belastung an, auf vielleicht fünfzig Prozent. Heute beträgt die Belastung der Bürger durch Steuern und Sozialabgaben bis zu SIEBZIG Prozent. Das heißt, Merkel-Deutschland hat keine Belastungsreserven mehr, ist nicht in der Lage, einen Gang höher zu schalten.

Es ist das Problem des antiken Kaisers Nero: Ein Mann, der bei seinem Regierungsantritt das Beste wollte, ein erleuchtetes Reich der Kunst schaffen, dem dafür jedoch das Geld ausging. Neros geschichtliche Würdigung beruht darauf, daß er sich an den Reichen seines Volkes verging, um seine Staatskasse aufzufüllen. Wie Merkel hat es Nero nicht geschafft, die Ausgaben zu begrenzen. Und wie Nero ist die Regierung Merkel hinter “Steuerhinterziehern” her, sucht sie mit kriminellen Methoden Geld beizutreiben. Und wie Nero baut sie einen Sündenbock auf: die Deutschen, das eigene Volk, das mit “Null Toleranz” einem “Kampf gegen Rechts” unterzogen wird.

Die Sparsamkeit und Geldbeitreibung betrifft alles, nur nicht den eigenen Laden. Nero ließ sich einen Palast bauen, das “goldene Haus”. Die BRD-Kanzler haben sich ein weitaus pompöseres Kanzleramt hingestellt. Steuerhinterziehung soll als Verbrechen geahndet werden, Steuerverschwendung bleibt straflos. Lustreisen mit Dienstwagen, Flugbereitschaft oder Kanzler-Airbus werden ebenfalls nicht gestrichen.

Wo aber nun sparen? Nach wie vor ist es leichter, bei der anonymen Masse zu sparen, als bei jenen finanzkräftigen Leuten, mit denen die Regierung ständigen Umgang hat. Die Diskussion über Einsparungen bei Hartz IV hat bereits begonnen. Damit sich Arbeit trotz aller Verschlechterungen “lohnt”, wird bei den Bedürftigen gespart. Es gibt eine weitere Gruppe, bei der gespart werden kann: die Rentenbezieher. Rentner neigen eher weniger zu Volksaufständen, deshalb sind sie ideale Opfer, wenn man die bitteren Pillen mit ein bißchen Zuckerguß garniert.

Anders als Nero haben wir heute eine Technologie namens Druckerpresse. Nero konnte die Münzen verschlechtern, also den Edelmetallgehalt reduzieren. Heute läßt sich Geld in beliebigen Mengen drucken, was zwar den Wert des Geldes stetig verringert, aber in den ersten Jahren nicht auffällt. Ein Euro-Schein von 2002 sieht genauso aus, wie ein Euro-Schein von 2010, auch wenn letzterer nur die Hälfte wert ist. Der fortwährende Verfall der Währung ist ein gutes Mittel, dem Volk das Geld abzunehmen und die Staatsschulden zu reduzieren.

Selbst das frischgedruckte Geld wird zu neuen Staatsschulden. Genau das ist das Prinzip des Fiat money, des “es werde Geld”. Jeder Euro entsteht als Schulden, und das Geld, um die Zinsen dafür zu bezahlen, kann nur durch neue Schulden geschaffen werden. Das System funktioniert wunderbar über Jahrzehnte. Es ist kein Zufall, daß unter Kanzler Frahm nicht nur das schamlose Schuldenmachen begonnen hat, sondern auch die Goldbindung der Währungen aufgegeben wurde. Seit 1971 haben wir ein reines Fiat money.

Damit das Schuldgeldsystem noch eine Weile weitergeht, kommt der Staat nicht um Einschnitte herum. Diese Einschränkungen führen zu Mängeln, weil Teile der Bevölkerung sich nicht mehr das leisten können, was sie gewohnt sind. Und diese Mängel sind Phase 3.

Phase 4 und Phase 5

Phase 4 sind soziale Unruhen und Phase 5 sind staatliche Zwangsmaßnahmen. Die Versorgungsmängel der Phase 3 führen bei der Gemengelage der Bevölkerung in Merkel-Deutschland schnell zu den befürchteten sozialen Unruhen. “Migranten” sind gewohnt, daß ihnen hier alle Ansprüche erfüllt werden. Sollte das nicht mehr der Fall sein, gehen die Ausländer auf die Straße. Bekommen die Zugewanderten die volle Unterstützung, während bei den Deutschen gespart wird, gehen die Deutschen auf die Straße. Das ist kein Hungeraufstand und erst recht keine Revolution, es sind nur soziale Unruhen.

Die Ruhe im Land wird schließlich wiederhergestellt. Wir werden das Land nicht mehr wiedererkennen, wir werden einen Polizeistaat orwellscher Prägung erleben. Die Phase 5 der starken Staatsgewalt kann sehr lange andauern. In diesem Polizeistaat werden wir keine Kanzlerin Merkel mehr haben, dann kommt ein “starker Mann”, also ein skrupelloser Politiker. Roland Koch könnte den Eiskalten spielen, meiner Einschätzung nach wird er allerdings nur Königinmörder. Nicht Brutus wurde Cäsars Nachfolger, auch nicht der Verbalheld Cicero, sondern Octavian, der erst im Putsch nach oben gespült wurde, am Rockzipfel von Mark Anton, den er später ausgebootet hat. Christian Wulff wäre ein guter Octavian…

Michael Winkler

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Kommentare

12 Kommentare zu “Michael Winkler: Phase 2,99”

  1. Friedrich Wilhelm sagt:

    Die Deutschen auf der Straße? Der gute Winkler kennt seine unpolitischen Deutschen nicht. Lenin hingegen ein wenig besser, Revolution, Bahnsteigkarte usw.
    In Deutschland ging noch nie eine Revolution vom Volke aus, das ist die geschichtliche Wahrheit, wenn wir unvoreingenommen hinter die Kulissen der Logen und Auserwählten schauen.

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  2. Carlos Schneider sagt:

    Aus der Zeit vor der Einführung des Euro, als die Bundesbürger mit parteipolitischen Hurra-Diskussionen überschwemmt und für dumm verkauft wurden, ist mir aus der Tagespresse ein Interview in Erinnerung geblieben. Ich erinnere mich nicht mehr an das Medium und auch nicht mehr an die beteiligten Personen, aber noch sehr genau an die gestellte Frage und von einem Fachmann gegebene Antwort. Diese gebe ich sinngemäß wieder.

    —–
    Frage des Redakteurs:
    Wenn ich den sehr großen Abstand in der Wirtschaftskraft zwischen Portugal und der Bundesrepublik betrachte, analog dazu den Wert der jeweiligen Staatswährungen (Am 1. Januar 1999 wurde der Wechselkurs zum Euro mit 200,482 Escudos festgelegt (Quelle Wikipedia)) wie soll der gemeinsame Euro dieses Wirtschaftsgefälle ausgleichen?

    Antwort des Fachmanns:
    Stellen Sie sich eine Ehe zwischen einem Professor und einer Putzfrau vor, also zwischen zwei völlig verschiedene Bildungsstandards und Arbeitsfeldern. Beide werden anfangs sicherlich Verständigungsprobleme haben und sehr unterschiedliche Sichtweisen vertreten. Es wird aber zur Verständigung zwingend erforderlich sein, daß der Professor in der Kommunikation seine intellektuelle Ebene verläßt und seiner Partnerin im Dialog möglichst viele Dinge vermittelt, umgekehrt aber auch die Sichtweise einer anderen Bevölkerungsschicht zu akzeptieren lernt. Letztendlich werden sich beide irgendwo in der Mitte treffen.
    —–

    Ach….und von da an lebten sie in Glück und Freuden und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute???

    Als ich damals diese Zeilen las, schoß mir ein Gedanke durch den Kopf. Der Befragte hatte seine Ausführung nicht zu Ende gedacht. Übertragen hieß das also, Deutschland, einer der größten Motoren der EU und damit auch größter Zahler, begibt sich auf das halbe Niveau Richtung Portugal, pumpt in den EU-Topf soviel Knete rein, daß Portugal auf demselben neuen (aus portug. Sicht verdoppelten) Niveau anlangt…….und dann? Dann kommen noch diverse andere Länder dazu und wollen sich ebenfalls Speck anfressen (was ja auch prompt danach mit Polen, Rumänien, Bulgarien usw. geschah), und dann? Die Auswirkungen der Globalisierung mit ihren fernöstlichen Wirtschaftstransfers war da auch schon für alle Beteiligten erkennbar und spürbar, wurde aber immer brav von den Dummschwätzmedien schöngeredet, und dann? Dann ist doch aus die Maus, nothing, njente, nada, Flasche leer, dann haben wir brav umverteilt, wahrscheinlich eine Staatsverschuldung wie nie zuvor, leere Kassen, bis zum Erbrechen abgemolkene Bürger, es wird zum Wertverlust des Euro führen und wir stellen uns neuen, damals noch ungeahnten Problemen…..
    tja, und die haben wir jetzt unwiderruflich an der Backe.

    Es dürfte doch sonnenklar sein, auch wenn wir wissen, daß die politische Landschaft mit Dilettanten übersät ist, daß so viel kollektive Dummheit in der Politik einfach unmöglich ist. Die Erschaffer der EU und des Euro haben da ganz gezielt auf etwas hingearbeitet, was in jedem Falle nicht dem Wohlstand eines breiten Bürgertums zugute kommt. Da fallen mir so ganz spontan Stichworte wie “Atlantik-Brücke e.V.” ein, googelt mal.

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  3. soistdas sagt:

    Ein wirklich gebildetes Volk, wie es die sehr gut ausgebildeten DDR-Bürger waren, hatte sofort, nachdem die Chance dazu bestand in friedlicher, aber konsequenter Weise ihr Joch abgeschüttelt. Die bundesdeutschen Bürger waren trotz dieser großartigen Chance 1990bis heute dazu nicht in der Lage, im Gegenteil, sie haben ihre Unfähigkeit auch den DDR-Bürgern übergestülpt.

    Eine hitzige Debatte. Was denken Sie? Thumb up 5 Thumb down 4

  4. Friedrich Wilhelm sagt:

    Soistdas

    Völlig richtig, die Mitteldeutschen waren sehr gebildet, hoch spezialisiert ,diszipliniert,offen und ehrlich im Vergleich zum Bundesdödel, aber großer Irrtum, sie hätten sich ihr Joch von selbst abgestreift.
    Das haben sie dem KGB zu verdanken, der mit der Operation Strahl Osteuropa aufgab, um sich auf sein Kernrussisches Gebiet zurückzuziehen.
    Die Jidden in Wirtschaft, Geheimdienst,Politik wollten endlich das große Geld machen.
    Einen Stalin, der sie daran gehindert hätte, gab es im Russland der 80ziger schon lang nicht mehr.

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  5. Kara Ben Nemsi sagt:

    @ soistdas:

    Da kann ich nicht folgen! Die Probleme der alten BRD, somit aber auch des gesamten Landes, fingen doch nach 89/90 erst an! Ein finanzieller Kraftakt ohnegleichen zur Integration der neuen Bundesländer, der schwachsinnige Akt, die Sparguthaben 1:1 in DM umzuwandeln und dann der internationale Preis für die Einheit: Die EU und der Euro. Identitätsraub, Assimilation und Ausbeutung der leistungsfähigsten europ. Volkswirtschaft. Das Werk des 2. Weltkriegs war endlich vollendet. Mitterand formulierte es damals so: Das ist wie Versailles, nur ohne Krieg.

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  6. soistdas sagt:

    Kara Ben Nemsi sagt…
    “Ein finanzieller Kraftakt ohnegleichen zur Integration der neuen Bundesländer, der schwachsinnige Akt, die Sparguthaben 1:1 in DM umzuwandeln.”

    Das war kein Kraftakt, sondern ein Schurkenstreich. Sich kostenlos ein Volk von 17 Millionen Arbeitssklaven und deren geschaffene Güter einzuverleiben, gleicht etwa demjenigen, der sich ein Haus, das ihm nicht gehört aneignet, dieses als sein Eigentum erklärt und es dann mit den finanziellen Mitteln von Banken und Steuerzahlern ausbaut. Anschließend vermietet er den ehemaligen Hausbesitzern zu überteuerten Preisen das Haus und zahlt von den Mieteinnahmen die Kredite zurück und den Gewinnanteil steckt er sich in die eigene Tasche.

    Eine hitzige Debatte. Was denken Sie? Thumb up 8 Thumb down 4

  7. Kara Ben Nemsi sagt:

    @ soistdas:

    “Sich kostenlos ein Volk von 17 Millionen Arbeitssklaven und deren geschaffene Güter einzuverleiben”

    Vielleicht leben wir ja nicht im selben Universum. Ich jedenfalls war da, in der Zone, die für Devisen ihre Menschen verkaufte, über schlaglochübersäte Interzonenstrecken, in der 70ern, in den 80ern und habe sie gesehen, die “geschaffenen Güter”. Hier erübrigt sich jegliche Diskussion … schade um die Zeit. “den Sozialismus in seinem Lauf, hält weder Ochs noch Esel auf” – danke, auf diesem Niveau, nicht mit mir!

    Beliebt. Zustimmung oder Ablehnung: Thumb up 7 Thumb down 1

  8. Friedrich Wilhelm sagt:

    Kara Ben Nemsi sagte::

    @ soistdas:
    “Sich kostenlos ein Volk von 17 Millionen Arbeitssklaven und deren geschaffene Güter einzuverleiben”
    Vielleicht leben wir ja nicht im selben Universum. Ich jedenfalls war da, in der Zone, die für Devisen ihre Menschen verkaufte, über schlaglochübersäte Interzonenstrecken, in der 70ern, in den 80ern und habe sie gesehen, die “geschaffenen Güter”. Hier erübrigt sich jegliche Diskussion … schade um die Zeit. “den Sozialismus in seinem Lauf, hält weder Ochs noch Esel auf” – danke, auf diesem Niveau, nicht mit mir!

    Und ich habe die realexistierende brd (warum soll ich was kleines Groß schreiben ) nach dem Fall der Mauer gesehen.Überall devot auf den Boden blickende Bundesdödel, vor lauter Angst vor dem “Was Guckst DU Kartoffel isch mach Messa” der allgengenwärtigen Kanakenpest, Seelenlosigkeit- versteckt hinter einem Schein von glitzernder Eloquenz, Frauen die für die selbe Arbeit bis zu einem drittel weniger verdienen wie ihre männlichen Kollegen und das im 20 Jahrhundert, ein Egoismus unvorstellbaren Ausmaßes schon bei Kindern, die keine sein wollen.Überall Verkommenheit, Selbsthass, geisteskranke Fremdenliebe,entkernte unechte Menschen.
    Die Schlaglöcher mein Lieber, sind im Westen mittlerweile genauso groß und werden immer größer, weil dieses plutokratische System das Wohl seiner Menschen genauso wenig am Herzen liegt, wie das der DDR Führung.
    Aber wir in Mitteldeutschland wussten das fast alle und ihr seid so unpolitisch, dass ihr Bismark für einen guten Korn haltet, aber mehr auch nicht, mit diesem Namen verbindet .Die Allgemeinbildung im Westen erschreckend gering. Aber von allem schlimmen was mir begegnete, war das Ich-Menschentum, der ekelhafte Narzißmus, die völlige Blindheit für die Belange des Gegenübers.

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  9. Ärmelkanal sagt:

    Es wird viel von den riesigen Staatsverschuldungen in Europa und der übrigen Welt gesprochen und gewarnt..
    Diese Schulden sind aber nur ein Bruchteil der tatsächlichen Gesammtverschuldung !! Die deutsche Staatsschuld liegt beispielsweise gegenwärtig bei 1,7 Billionen Euro..Die Gesammtverschuldung der Deutschen,(Staat+Pensionen,Wirtschaft,Privathaushalte)beträgt jedoch offiziell 8,9 Billionen Euro..Inoffiziell von
    Finazexperten sogar auf tatsächliche 11 Billionen geschätzt..In anderen Staaten,wie Italien,Japan oder USA
    sieht es noch wesentlich schlimmer aus..Die USA hat eine Gesammtverschuldung von ca. 72 Billionen Dollar..Diesen
    Zusammenhang sollte Jeder genau beachten..Solche Beträge können niemals getilgt werden.. Sie verfallen zu Inflation oder im finanziellen Kollaps……………

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  10. soistdas sagt:

    @ Ärmelkanal:

    Die Schulden sind doch nur “künstliche Zahlen”, da die Natur alles unentgeltlich für die Menschen bereitstellt. Man brauchte die Zahlen nur weltweit auf Null setzen und die Sache wäre erledigt.

    Zustimmung oder Ablehnung: Thumb up 1 Thumb down 1

  11. Anon sagt:

    @ Ärmelkanal:

    Völlig richtig.

    Ich nehmen an, daß die Aussage

    “.Solche Beträge können niemals getilgt werden.. Sie verfallen zu Inflation oder im finanziellen Kollaps……………”

    nur rethorisch gemeint ist. Bekanntlich haben wir weltweit ein FIAT-Geldsystem, d.h. daß Geld beliebig geschaffen wird und durch Schulden gedeckt ist. Wird also mehr Geld gebraucht so müssen dafür zusätzliche Schulden gemacht werden. Würden Schulden zurückgezahlt, so gäbe es entsprechend weniger Geld (die Geldmenge würde schrumpfen), was natürlich eine Deflation auslösen würde und das wäre das letzte was man will.

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  12. martin sagt:

    @ Anon:
    der Pferdefuß sind die Zinsen, solange die bezahlt werden können, geht das Spiel weiter. Aber dann ??

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