Eva Herman: Die Wahrheit und ihr Preis

29. März 2010 in Deutschland

Liebe Leserin, lieber Leser,

viele von Ihnen haben mir in der zurückliegenden Zeit sehr geholfen: Sie sprachen mir Mut zu, als ich öffentlich unter Druck geriet. Wegen haltloser Pressevorwürfe verlor ich meinen NDR-Job und wurde von zahlreichen Medien monatelang diskreditiert. Die meisten von Ihnen sagten: Lassen Sie sich nicht unterkriegen, halten Sie durch! Danke dafür! Denn die vielen Briefe und E-Mails, die ernst gemeinten und zum Teil liebevollen Ermunterungen halfen mir tatsächlich sehr, mich nicht nur über Wasser zu halten, sondern meinen eingeschlagenen Weg auch weiterzugehen.

Nicht erst heute ist daher das Gefühl der Verzweiflung und das des einer gnadenlosen Medienwelt Ausgeliefertseins einer inneren Ruhe gewichen, die mir Kraft für meine Ziele gibt. Aber jetzt ist auch genügend Zeit vergangen, um mit dem nötigen Überblick, dem Wissen um die perfiden Details und Hintergründe und der Distanz zur Befangenheit der Situation dieses dunkle Kapitel meines Lebens aufzuarbeiten.

Heute erscheint mein neues Buch Die Wahrheit und ihr Preis – Meinung, Macht und Medien im Kopp Verlag. Hier schildere ich die wahrlich turbulenten Ereignisse der letzten drei Jahre. In der Ankündigung heißt es unter anderem:

»In der inzwischen schon beinahe legendären Johannes-B.-Kerner-Sendung kommt es vor laufenden Kameras und unter den Augen eines Millionenpublikums zu einer Art ›Inquisitionstribunal‹ gegen Eva Herman, das mit ihrem ›Hinauswurf‹ durch Kerner endet – und erneut ein vernichtendes Medienecho findet. Ihr berufliches Leben ist zerstört, als Mensch wird sie zur ›Persona non grata‹.«

In der Tat: Das, was ich in der Vergangenheit erlebte, ist nichts für schwache Nerven! Von den Medien als »braun und blöd« gejagt, wurde ich vom NDR gefeuert und erlebte die Fernseh-Hölle bei Kerner. In diesem Buch schildere ich Ursprung und Eskalation einer politisch unbequemen These, zu der ich zunächst buchstäblich »wie die Jungfrau zum Kinde« fand:

Als frisch gebackene Mutter mit Ende dreißig brachte ich es nicht fertig, mein kleines Kind in die Fremdbetreuung zu geben und weiter Karriere zu machen, als wäre nichts gewesen. Während die Erwerbstätigkeit der Frau seit Jahren zum festen Programm des Bundesfamilienministeriums und nahezu aller Leitmedien gehört, und auch die meisten der prominenten Kolleginnen-Mütter bis heute ohne Not und unbekümmert in diverse Fernsehkameras hinein versichern, dass sie mühelos Kinder und Karriere vereinbarten, wuchs schon damals ein tiefes Unbehagen in mir darüber, dass hier etwas nicht stimmte.

Es war ein ganz bestimmter Tag, an welchem ich beschloss: Nein! Ich mache da nicht mehr mit! Ich hatte ein Flugticket in der Hand und sollte in eine große Stadt reisen, weil dort eine mehrtägige Fernsehaufzeichnung auf mich wartete. Mein kleines Kind, betreut durch ein Au-pair-Mädchen, lag mit hohem Fieber im Bettchen, es weinte und sehnte sich nur nach Mama. Und ich sehnte mich nach ihm. Als ich schweren Herzens die Haustüre ins Schloss zog und mich der verzweifelte Ruf meines Kindes bis an die Gartentür verfolgte, war klar: Das passiert mir nie wieder!

Ich bin es gewohnt, meine Entschlüsse auch umzusetzen. Das würden meine Gegner auch später noch zu spüren bekommen. Doch zunächst reduzierte ich unter den argwöhnischen Augen meiner Kollegen nur konsequent mein Arbeitspensum, stieg ein Jahr bei der Tagesschau aus, die Großeltern des Kindes zogen in unser Haus. Ich begann mit ersten Recherchen zu den Ursprüngen der Mutter-Kind-Bindung, die ich weitgehend von zu Hause erledigen konnte. Wenn ich zu TV-Veranstaltungen oder auch zu wissenschaftlichen Kongressen über das Thema Bindungs-, Säuglings- und Hirnforschung reiste, nahm ich mein Kind und die Großeltern meist mit. Meine ersten Bücher erschienen, sie berichteten über die Notwendigkeit des Stillens, über das sanfte Schlafenlegen kleiner Kinder.

Ich wagte mich langsam in die Öffentlichkeit mit meinen Recherchen, die allesamt zeigten, dass die moderne Zeit, in der wir leben, kaum noch Rücksicht nimmt auf die Bedürfnisse kleiner Kinder nach Nähe und Liebe. Die dafür jedoch das Hohelied der emanzipierten, erwerbstätigen Frau immer lauter singt. Ich setzte dem die Interessen des Kindes und die mangelnde Anerkennung derer, die ihre Emanzipation nicht allein in der Erfüllung weiblicher Bestimmung in gleichberechtigter Berufstätigkeit sehen, entgegen. Was dann kam, war nicht mehr nur Meinungskampf.

Ich erfuhr am eigenen Leib, was es heißt, wenn man als prominente Person eine Meinung vertritt, die politisch nicht korrekt ist. Die Medien nahmen mich zunehmend unter Beschuss. Mein Arbeitgeber, der NDR, mahnte mich immer öfter, ich solle mit dem »Unfug« aufhören. Meine Co-Moderatorin Bettina Tietjen rückte von mir ab. Andere NDR-Mitarbeiter gingen ebenso auf Distanz.

Das beste Mittel, um jemanden von Anfang an nicht zu Wort kommen zu lassen, ist die Diskreditierung. Genau das geschah: Zunächst wurde ich öffentlich als Blondine abgestempelt, die im Begriff war, sich an einem gesellschaftspolitisch längst erledigten Thema gewaltig zu verheben. Allein die Nennung des Begriffs »Mutter« löste öffentlich immer wieder empörte Reaktionen von Politikern und Journalisten aus. Alice Schwarzer, Deutschlands Cheffeministin, organisierte eine heimliche Kampagne per E-Mail-Newsletter, in der sie ihre Emma-Abonnenten aufforderte, an die Tagesschau zu schreiben und meine Entlassung zu fordern.

Ich hätte niemals davon erfahren, wenn mir eine unbekannte Frau diesen Newsletter nicht geschickt hätte mit dem Hinweis, gut Acht zu geben. Dieser Schwarzersche Hetztext schien Eindruck auf meine NDR-Chefs zu machen: Wenn ich weiterhin meine verstaubten Thesen verträte, könnte ich nicht mehr als Tagesschau-Sprecherin arbeiten, hieß es.

Die nächste Entscheidung stand also an: Was sollte ich tun? Aufhören? Unmöglich! Ich entschied mich gegen meinen Job und für die Wahrheit. Denn inzwischen war mir klar, dass die wenigsten Mütter im Land bei ihren Kleinkindern zu Hause bleiben konnten, weil sie finanziell von eigenen Einkünften abhängig waren.

Von linksfeministischer Seite wurden meine Thesen plötzlich in direkten Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus gebracht. Alice Schwarzer siedelte im Spiegel meine Thesen »zwischen Steinzeitkeule und Mutterkreuz« an. Die taz schreckte nicht einmal davor zurück, aus meinem inzwischen erschienenen Buch Das Eva-Prinzip das »Eva-Braun-Prinzip« zu machen. Auch heute noch bin ich beim Niederschreiben aller Niedertrachten und öffentlicher Verunglimpfungen erstaunt, wie perfide da im Detail gegen mich gearbeitet wurde. Jetzt war ich nicht mehr nur blond und blöd, sondern auch noch braun! In den sogenannten Leitmedien interessierte sich kaum noch jemand dafür, dass ich selbst mich jahrelang aktiv bei der Organisation »Laut gegen Nazis« eingesetzt hatte.

Nachdem mir eine Journalistin des Hamburger Abendblatts durch ein verkürztes Zitat aus der wörtlichen Rede auf einer Pressekonferenz ein Nazilob unterstellt hatte, welches ich jedoch zu keiner Zeit geäußert hatte, griffen dies die Massenmedien ungeprüft auf.

Der Kollateralschaden: mein Job beim NDR. Ich wurde fristlos entlassen! Diese angebliche Journalistin wurde inzwischen in erster und zweiter Instanz rechtskräftig verurteilt, sie musste einen hohen Betrag an mich zahlen und darf nie wieder Derartiges behaupten.

Haben Sie über dieses Urteil in den Medien etwas gelesen? Nein? Auch nicht darüber, dass alle anderen Zeitungen, TV-Sender, Presseagenturen und Onlinedienste, darunter Deutschlands Leitmedien, die mir derartige Aussagen unterstellt hatten, weil sie bedenkenlos bei dem genannten Regionalblatt abschrieben, ebenso verurteilt wurden?

Nun, dann nehmen Sie dies als einen der guten Gründe, warum ich dieses neue Buch geschrieben habe.

Der Höhepunkt der konzertierten Medienaktion war am 9. Oktober 2007 erreicht, als der ZDF-Moderator Johannes B. Kerner mich in seine Talksendung einlud und sich in den Reigen derjenigen einreihte, die mich öffentlich mit ständigen Vorhaltungen angeblicher nationalsozialistischer Bezüge in meinen Äußerungen diskreditierte.

Man setzte mir prominente Gäste wie Margarethe Schreinemakers, Senta Berger und Mario Barth an die Seite, aber – wie sich zeigen sollte – eigentlich in Opposition. Viele Details, die unmittelbar vor der Sendung geschahen, hätten mich warnen müssen. Aber meine Vorstellungskraft reichte damals nicht aus, mir einen in der Fernsehgeschichte bislang nicht erreichten, öffentlichen Hinrichtungsprozess vorzustellen, der mit einem Eklat endete, als ich von »Bruder Johannes« vor laufenden Kameras aus der Sendung geworfen wurde.

Diese weitere Verunglimpfung ging vielen Zuschauern dann aber offensichtlich doch deutlich zu weit. Auch wenn die meisten Medien sich politisch korrekt hinter Kerner stellten, reagierten die Menschen im Lande jetzt empört. Hunderttausende beschwerten sich, Millionen haben inzwischen vor dem Fernseher oder im Internet die Kerner-Sendung angesehen und sind nach über zweieinhalb Jahren immer noch wütend. Fazit: Der mündige Bürger steht auf!

Es existiert ein gewaltiger Unterschied zwischen der öffentlichen und der veröffentlichten Meinung und ich möchte mit der gebotenen Distanz heute jedem Leser Gelegenheit geben, sich ein eigenes Bild zu machen. Diese Geschichte, die mein Leben nachhaltig veränderte, die mich jedoch lehrte, trotz aller Widerstände niemals einzuknicken und aufzugeben, erscheint nun in Buchform. Während des Schreibens musste ich mich noch einmal zurückbegeben in jene Zeit, die mich nicht selten an den Rand der Verzweiflung führte.

Es dürfte außer Frage stehen, dass den in meinem Buch erwähnten Medien die Veröffentlichungen über ihre gnadenlose Vorgehensweise nicht besonders gefallen werden. Denn eines ist klar: Während die sogenannten Journalisten, ohne mit der Wimper zu zucken, einerseits einen Menschen monatelang öffentlich jagen und hinrichten, plagt sie andererseits eine überraschende Sensibilität, wenn es um ihre eigenen Belange geht. Es würde mich daher nicht wundern, wenn hier die Gerichte bemüht werden, um die Verbreitung des Buches mit allen Mitteln zu verhindern. Ich hoffe sehr, dass so viele Menschen wie möglich meine vollständige Version der Geschehnisse lesen können, bevor sie unter juristischen Auseinandersetzungen begraben wird.

Mit herzlichen Grüßen,

Eva Herman

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21 responses to Eva Herman: Die Wahrheit und ihr Preis

  1. Es ist ganz erfreulich, daß das Medienkartell scheiterte, Eva Herman kleinzuhacken. Mit dem verkorksten Auftreten des Kartells schufen sie unbeabsichtigt DEN Leuchturm. Die Frauen erreichen das ewige Leben in ihren Kindern, der moderne Mann sollte schleunigst danach suchen, am ewigen Leben teilzunehmen!

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  2. Eine tolle Frau mit Rückgrat. Ich werde mir das Buch kaufen und wünsche ihr
    vollen Erfolg. Hier noch ein kleiner Mutmacher. Die Zeiten ändern sich. Gut
    gemachter schwedischer Spot.
    http://en.tackfilm.se/?id=1269029476007RA62

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  3. Tja…..ist ja alles schön, oder auch nicht schön, und gut, Frau Herman.
    Aber haben Sie nicht auch bei der Organisation »Laut gegen Nazis« dasselbe gegen anders Denkende gemacht, was Ihnen nun selber widerfährt?
    Diese Einrichtung ist nicht gegen Nazis, sondern stigmatisiert, mit Hilfe “prominenter Personen”, mißliebige Meinungsträger zum Nazi; das Publikum, welches Sie ansprechen, auch hier im Forum, wird von diesen Leuten als rassistisch, fremdenfeindlich und ewiggestrig bezeichnet,welches man ausgrenzen müsse.
    Doch wie heißt es doch so schön:
    Aber der Himmel freut sich über einen reuigen Sünder mehr als über 99 Gerechte.

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  4. Die moderne (vor allem aber authentische!) Version des unsäglichen Tagebuchs der Anne F.

    Nichts dagegen, sie in Buchform zu veröffentlichen. Aber
    ist Ihnen, Frau Herman, schon in den Sinn gekommen, dass
    man heute mit E-Books – womöglich sogar kostenlosen – einen
    sehr viel größeren Leserkreis erreicht?

    Naja, andererseits ist der käufliche Erwerb eines Buches
    weniger einfach nachzukontrollieren, zumal, wenn Bargeld
    verwendet wird. Die systemkritischen Schriften werden diesen
    Aspekt sehr bald berücksichtigen müssen.

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  5. An dem Rückgrat, welches Frau Herman zeigt, sollten sich mal viele deutschen Männer, vor allen Dingen die deutschen Politiker, pardon – die BRD-Politiker, eine Scheibe von abschneiden.
    Früher war mal Deutschland das Land der freien Rede des freien deutschen Mannes.

    Wo ist dieser heute?

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  6. Ob man einmal dem “umfassenden System” gedient hat, diesem also durchaus nützlich war, zählt dann nichts mehr, wenn man unbotmäßige Eigenheiten von entwickelt.

    Bekannte Beispiele sind K.Waldheim, O.B.Laden und nun eben auch Frau E.Hermann. Um das Meinungsmonopol der Herrschenden zu bewahren, schwingt man in der BRD gern die “Nazikeule”, weltweit hat sich mehrfach die “Terrorismuskeule” ausgezeichnet.

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  7. Frau Herman, mich wundert aber, das Sie wegen der medialen “Hinrichtung” so überrascht wahren. Haben Sie nicht selbst jahrelang in diesem wahnsinnig verlogenen Medienzirkus gearbeitet und hätten somit wissen müssen, was Sie erwartet? Nun gut, es hatte aber anscheinend einen gewaltigen Lerneffekt. Das was Ihnen widerfuhr, sollte jedem der ca 68 mio. ethnisch Deutschen auch passieren, damit auch sie lernen wie der Hase läuft in diesem freiesten Staat auf deutschem Boden. Die zombie hafte Blödheit und Naivität ist ja nicht auszuhalten. Hauptsache Sie beenden Ihre Zusammenarbeit mit dem steuergeldfinanzierten Drecks – Verein “Laut gegen Nazis”, allerdings gehe ich stark davon aus, das die von sich aus die Zusammenarbeit beendet haben. Sie sehen also, ein “Nazi” ist jeder, der sich in irgendeiner Art und Weise für Deutschland einsetzt. Durchschaubar, aber leider NOCH zu wirkungsvoll…

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  8. Es soll natürlich heissen:

    “überrascht WAREN”, ohne “h”.

    “ZOMBIEHAFT” wird zusammengeschrieben! Und das passiert ausgerechnet mir….

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  9. Eine Editionsfunktion wäre gut für alle.

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  10. Normalerweise gilt “einmal Hure – immer Hure”. Ob jemand, der jahrelang dieses System mitgetragen hat und plötzlich davon ausgegrenzt wird, daraus lernt, dass das System an sich untauglich war, liegt wohl an der Persönlichkeit des/der Betreffenden.

    Wenn man Eva Herman persönlich kennt, ist es wahrscheinlich leichter, zu wissen, ob ihr Buch eine ehrliche Stellungnahme ist oder der Versuch, von einer persönlichen Bereicherung in die andere zu wechseln.

    Mir ist sie sympathisch, aber was heisst das schon?

    Eine hitzige Debatte. Was denken Sie? Daumen hoch 4 Daumen runter 4

  11. Ich habe 1974 mit einer Meditationsmethode angefangen. Kurze Zeit später musste ich mich von der Sendung “Monitor” darüber belehren lassen, daas ich nun Mitglied einer fanatischen Sekte bin und nicht in der Lage, mein Leben selbst in die Hand zu nehmen.
    1978 fing ich mit dem Joggen an. Einige Zeit später sah ich einen Fernsehbericht, in dem die Jogger in den rechtsradikalen Bereich gezogen wurden (Flink wie ein Windhund… Zäh wie Leder… Hart wie Kruppstahl). Man kann mit der Nazikeule jeden einzelnen Menschen beleidigen, wenn dessen Weltanschauung oder auch nur dessen Lebensstil nicht in den Kram passen.
    Sie haben klar erkannt, dass eine “unhsichtbare, dunkle und lähmende Macht über unserem Lande liegen muss”, und dass man, wenn man seine eigene Meinung vertritt, “den Teufel und seine zeternden, haserfüllten Bräute gegen sich hat.” Das ist nicht nur ärgerlich, sondern auch gefährlich, denn wenn die Medien lügen wie gedruckt – was ist dann noch Wahrheit? Ist Scientology wirklich gefährlich, sind die Republinaker wirklich rechtsradikal? Wie kann man das dann noch entscheiden?
    Jedenfalls bewundere ich Ihren Mut und Ihre Stärke. Es ist für mich ein Zeichen, dass Sie auch auf die Sprüche im Dritten Reich und in der ehemaligen DDR nicht hereingefallen wären. Bei Ihren hysterischen Gegnern bin ich da nicht so sicher.

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  12. Liebe Frau Herman

    Im Jahre 1974 fing ich mit eine Meditationstechnik an. Ein Jahr später musste ich mir von “Monitor” vorhalten lassen, dass ich als Meditierender nicht mehr mit dem Leben klar komme und in Gefahr schwebe, in die Psychiatrie zu kommen. 1978 fing ich mit dem Joggen an. Einge Jahre später sah ich einen Fernsehbericht, in dem der Reporter die Jogger in die Nähe Hitlers rückte (“Flink wie ein Windhund, zäh wie Leder, hart wie Kruppstahl”). Wie Sie sehen, kann man in Deutschland praktisch jeden als Nazi anpöbeln. Der Phantasie sind dabei eigentlich keine Grenzen gesetzt.
    Sie haben sehr gut erkannt, dass “eine unsichtbare, dunkle und lähmende Macht über unserem Land liegen muss”, und dass man “den Teufel und seine zeternden, hasserfüllten Bräute gegen sich hat”, wenn man eine (für die Medien)unpopuläre Meinung vertritt. Als religiöser Mensch bin ich davon überzeugt, dass es sich bei dieser “Macht” um eine sehr konkrete Sache handelt.
    Das, was Ihnen im Augenblick passiert, ist natürlich nicht nur tragisch für Sie persönlich, sondern betrifft jeden, der gern in einer Demokratie leben würde. Und es ist auch sehr gefährlich. Denn wenn die Medien lügen, dass sich die Balken biegen – was soll man dann noch glauben? Ist Scientology nur wirklich eine gefährliche Sekte oder nur eine religiöse Bewegung, die einigen Leuten ein Dorn im Auge ist? Sind die Republikaner wirklich rechtsradikal oder handelt es sich lediglich um eine rechtskonservative Partei, die in anderen Ländern überhaupt nicht großartig auffallen würde? Bei unseren verlogenen Medien kann man das doch gar nicht mehr auseinander halten!
    Etwas, was mich persönlich ärgert, ist die Tatsache, dass Sarah Wagenknecht von der Linken in aller Öffentlichkeit behauptet hat, dass Stalin, der zweitgrößte Massenmörder aller Zeiten (nach Mao Tse Tung und noch vor Hitler) ihr großes Vorbild sei. Keiner aus dem linken Lager oder der verlogenen Presse hat sich gegen diese ungeheure Aussage gewandt. Sie wurde nicht aus ihrer Partei ausgeschlossen. Regelmäßig taucht sie in Talkshows auf, um dort ihren verquasten Schwachsinn über die ideale sozialistische Gesellschaft zu verbreiten. Mit Ihren (vernünftigen) Aussagen war man nicht so zimperlich.
    Übrigens wird es Sie sicher freuen, dass Ihr Anliegen auch von Arthur Janov, dem Begründer der Primärtherapie (“Urschrei”) bestätigt wird, der in einem seiner Bücher sagte, dass Kinder ihre Mütter in der ersten Zeit dringend brauchen, und das das auf keinen Fall durch die “Bevaterung” der emanzipierten Ehemänner ersetzt werden kann.

    Herzlich Grüße

    Klaus Kubiak

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  13. Ich verstehe nicht, warum meine erste Nachricht irgendwie nicht durchkam. Ich habe sie dann ergänzt und es ein zweites Mal versucht. Die erste also bitte ignorieren.

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  14. Eva und vanity fair gefällt mir.
    Das FDP Gequatsche ihres Mannes umso weniger.

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  15. RW said on 11. April 2010

    @ claraque

    Klasse Männer sind ebenso rar wie klasse Frauen.

    Das Streben zum Schönen, zum Wahren, zum Großen – alles wird seit Jahrzehnten nicht nur entwertet, sondern regelrecht diffamiert.
    Man mag es so drastisch kaum sagen, doch unser Volk wurde – wie auch andere, eine Ausnahme mache ich noch mit den baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen – im geistig-moralischen zurück „gezüchtet“.

    Schauen Sie sich auf den Straßen um, es sieht katastrophal aus. Adipositas (lat. = Fettleibigkeit, die Entstehung kann nicht ohne das soziale Umfeld verstanden werden …), gepiercte, tätowierte, Hosensch…jeans, Sprache, Körperhaltung … Werbung, Zeitungskioske …

    Das zum Äußeren, doch im Philosophischen gilt die Einheit von Form und Inhalt.

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  16. Hallo Frau Herman,
    ich habe Ihr Buch `Die Wahrheit und ihr Preis`erworben und gelesen. Sie schreiben ziemlich offen über die Medienpolitik, lassen den Leser hinter die Kulissen schauen und im Mittelpunkt steht, wie mit Menschen Verfahren wird,die gegen den Strom schwimmen. Der Gerechtigkeit halber muss ich auch feststellen, das auch Ihr Buch, wie jedes andere sehr subjektiv ist, denn wer weiß es schon wirklich was die reine Wahrheit ist. Natürlich Frau Herman, ist Ihr Ansinnen das Verhältnis zwischen Mutter und Kind (natürlich auch Vater und Kind) in das richtige Licht zurücken positiv zu werten und die angebrachten Argumente Ihrerseits auch richtig, aber oft lassen die soziale Situation der Familie es gar nicht zu ,das die Mutter ihr Kind zu Hause aufziehen kann-also muss auch die andere Variante angenommen werden- so wie ebend jeder kann. Frau Herman, Sie sind doch eine intelligente Frau und wussten doch was passiert, wenn man so mit Nachdruck nur auf Ihrer Variante beharrt-Sie brauchten nicht von Ihrer Meinung abrücken, aber es intelligenter anstellen mit der Veröffentlichung- sie hätten diesen Ärger aus dem Weg gehen können. Ihr angesprochenes Problem ist ein gesellschaftliches Problem, welches Sie nicht allein lösen können. Usere Menschen wollen in einigen Dingen Veränderungen, sind aber meist leider nicht bereit etwas dafür zu tun. Wenn Kinder in Krippen untergebracht werden und dann im Kindergarten, hat natürlich der Staat direkt oder indirekt Einfluß auf die Entwicklung der Kinder, klar Eltern erschrecken vor diesen Gedanken, was wollen sie aber machen wenn sie überleben wollen. Der Mensch muss manchmal auch, ja öfter sogar, Kompromisse eingehen, ob er will oder nicht. Ihre angeschnittene Problematik könnte man mit 1000 anderen Problemen gleichstellen. Vergessen Sie Herrn Kerner, er sollte lieber Sport moderieren, das kann er besser und die anderen wollten doch nur Ihre Show, die unter der Gürtellinie war. Wichtig ist in solchen Situationen, das die Familie zu einem hält, was man von Freunden zu erwarten hat, haben Sie ja erlebt-manchmal ist das aber auch verständlich, gehen Sie doch mal davon aus, Ihre Freundin beharrt auf ein brisantes Thema, bringt sich in Gefahr- Sie aber als Freundin können es nicht befürworten oder Nachvollziehen- würden Sie dann 100% zu ihr halten bis zum Schluss- beantworten Sie sich diese Frage selber- wir sind nun mal nicht alle Fehlerfrei.
    Trotz allen Frau Herman ist es schön wenn man im Leben Ideale hat, auch für diese kämpft und vieleicht auch ein bisschen an einer gesellschaftlichen Veränderung im positiven Sinne teilgenommen hat-kann man auch ein bisser`l stolz sein.
    Alles Gute für Sie und Familie
    Siegfried M.

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  17. Klaus sagte:
    Sie haben sehr gut erkannt, dass “eine unsichtbare, dunkle und lähmende Macht über unserem Land liegen muss”, und dass man “den Teufel und seine zeternden, hasserfüllten Bräute gegen sich hat”, wenn man eine (für die Medien)unpopuläre Meinung vertritt. Als religiöser Mensch bin ich davon überzeugt, dass es sich bei dieser “Macht” um eine sehr konkrete Sache handelt.

    Joh. 8:44

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  18. Trozdem sollte man sich bewust machen das das hier definitiv absolut ein “Nazi-Portal” ist ..oder seit Ihr alle so betriebs blind das zu erkennen.. Schaut euch doch mal genau um hier ..lest doch mal die Artikel genauer.. Das kann doch nicht sein das Ihr das nicht merkt..

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  19. @ RW:
    Der Teufel zeigt uns seine Kainskinder.

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  20. @Yoko Ohne:

    Na, heute ist doch jeder ein Nazi, der nicht die ganze Scheiße mitmacht, die in dieser Republik abläuft. Insofern – Danke für das Kompliment.

    Mit freiheitlichen Grüßen,

    Der Hausmeister

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  21. @Yoko Ohne
    Lustig, Ihr Kommentar erinnert ein wenig an die Reaktionen auf Eva Hermans nach ihrem umstrittenen Buch. Auch bei ihr wurde ja die angebliche oder tatsächliche Nähe zum Nationalsozialismus anhand der Art des Themas und der Weise der Behandlung desselben detektiert.

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