Konferenzbericht – The Palestine Solidarity Movement
20. Februar 2006 in Ausland, Nordamerika, Zionismus
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Zum fünften Mal jährte sich dieses Jahr die alljährliche Konferenz des Palestine Solidarity Movement (PSM, Palästina Solidaritäts Bewegung). Die Veranstaltung fand dieses Jahr vom 17. bis 19. Februar an der Georgetown University in Washington DC statt. Im Vorfeld der Veranstaltung kam es zur üblichen Propaganda von jüdischer Seite, wonach das PSM den Terrorismus unterstützen und fördern würde, und sogar an dem Tod einer Amerikanerin Schuld sei. Bei dieser handelt es sich um die Studentin Rachel Corrie, die in der Stadt Rafah am 16. März 2003 von einem jüdischen Bulldozer überrollt wurde, nachdem jüdische Soldaten mit Feuerwaffen und Tränengas beschossen hatten. Die hysterische Hetze der Medien war für mich eigentlich Grund genug an der Konferenz teilzunehmen, doch die Konferenz war bei Weitem nicht das, was man sich erhoffte.
Ich wollte an der Konferenz am zweiten Tag teilnehmen, um dort bei einer offenen Diskussion zum Thema “Proaktiver Aktivismus” zu referieren, und die deutsche Seite des Konfliktes zu beleuchten. An der Universität angekommen wurde uns großzügigerweise kostenloser Parkraum zur Verfügung gestellt, von dem wir uns zum Konferenzgebäude begaben, das direkt neben einem Friedhof liegt. Nach Eintritt des Gebäudes wurden wir von zahlreichen schwarzen Sicherheitskräften aufgefordert umgehend das Gebäude zu verlassen. Auf Anfrage, wie wir denn zur Konferenz kommen könnten, wurde uns mitgeteilt, daß uns der Eintritt nur durch den Haupteingang gestattet sei. Dieser war jedoch aufgrund einer Baustelle vollständig versperrt, sodaß wir uns auf die Suche nach einem unbewachten Seiteneingang machten. Am Versammlungspunkt angekommen glich die Konferenz eher einem Flohmarkt, der unter starkem Polizeischutz stand. Anstatt sich mit Sachthemen zu befassen wurde versucht zahlreiche Propagandaartikel zu überhöhten Preisen an den Mann zu bringen. Augenscheinlich war die Tatsache, daß sich unter den Anwesenden kaum Palästinenser, oder zumindest Araber befanden. Das Gros der Anwesenden waren weiße Studenten mit Arafat-Tüchern. Auf Anfrage, wo sich denn der eigentliche Konferenzraum befände, wurden wir den “Aktivisten”, drei ca. 18-jährigen Mädchen darauf hingewiesen, daß wir unserer Personalien angeben müßten und dafür noch zehnDollar bezahlen müßten. Dankend versicherten wir ihnen, daß wir gewiss keine zehn Dollar dafür bezahlen würden, mit Hippies in Arafat-Tüchern zu argumentieren und machten uns auf den Weg, da wir auch kein Interesse an der anschließenden “Rap für Palästina”-Veranstaltung hatten. Wer solche Personen eine Bewegung nennt, der braucht nun wirklich keine Feinde mehr.


nordmann said on 28. Februar 2006
Hehe die “neue Welt” der Blumenkinder oder besser der kanalisierte “Widerstand” gegen Unterdrückung.Würde zu gern mal wissen, in welche Kanäle die gezahlten “Eintritts- oder Propagandagelder” flossen.
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