Dr. Wilhelm Hankel: Brief an die Bundesregierung
5. Mai 2010 in Deutschland, Europa, Geschichte, Wirtschaft
Sehr geehrte Frau Bundeskanzler,
wem gehört eine Währung? Gewisslich nicht Ihnen oder Ihrer Regierung; auch nicht jener Vorgänger-Regierung, die den Deutschen das bislang beste und stabilste Geld ihrer Geschichte wegnahm, ohne sie zu fragen: die Deutsche Mark (DM). Mit diesem Geld schaffte unser Volk nach der Stunde Null den Wiederaufstieg aus Ruinen, den Aufbau einer leistungsfähigen Volkswirtschaft und die Rückkehr in den Kreis der weltweit geachteten Nationen. Die ganze Welt hat uns dafür bewundert und tut es noch heute.
Deswegen kam es einem Staatstreich gleich, als ihr Amtsvorgänger, der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl, seinen Namen unter jenen Vertrag setzte, der die deutsche Währungssouveränität aufhob und unser Land einem Geldwesen überantwortete, das es seitdem mit damals 11, inzwischen 16 anderen europäischen Nationen teilt: dem Euro. Was er Deutschland damit angetan hat, hat niemand klarer und klassischer ausgedrückt als der bedeutende österreichisch-deutsche Ökonom Joseph A. Schumpeter lange vor Einführung der DM: “Im Geldwesen eines Volkes spiegelt (sich) alles, was dieses Volk will, tut, erleidet, ist… Von (ihm) geht ein wesentlicher Einfluss auf sein Wirtschaftsleben und sein Schicksal überhaupt aus… (Er) ist ein Symptom aller seiner Zustände”.
Mit der Wegnahme der DM hat der frühere Bundeskanzler Kohl den Deutschen ihre Identität geraubt und ihre große geschichtliche Leistung annulliert. Er konnte das nur, weil das Recht des Volkes auf seine Währung nicht in unserer Verfassung steht und er den Übergang zur Euro-Währung mit Versprechungen rechtfertigte, bei denen von Beginn an feststand, dass weder er noch seine Nachfolger sie würden einlösen können: Der Euro würde die Einheit Europas befördern, ein Wirtschaftswunder auslösen, Europas Stellung in der Weltwirtschaft stärken – und dennoch so stabil sein und bleiben wie die alte DM.
Ich habe damals vor 10 Jahren mit drei meiner Freunde und Fachkollegen unermüdlich auf die Hohlheit und Unerfüllbarkeit all dieser Versprechen hingewiesen. Wir sind vor das Bundesverfassungsgericht gezogen und haben unser höchstes Gericht auf die mit dem Währungswechsel verbundenen Risiken und die dahinter stehenden Täuschungsabsichten aufmerksam gemacht und das Gericht an sein früheres Urteil (von 1993) erinnert, dass, wenn sich der Euro als nicht so stabil wie die DM erweise, Deutschland die Währungsunion wieder verlassen könne, wenn nicht sogar müsse. Vergebens. Die obersten Richter verhielten sich wie Notare: Der Vertrag sei ordnungsmäßig geschlossen, also gelte er. Sie weigerten sich, den Inhalt zu überprüfen.
Doch seit der Griechenlandkrise liegt die Wahrheit auf dem Tisch. Unsere Warnungen vor der Aufgabe der Währungssouveränität haben sich auf der ganzen Linie bestätigt. Der Euro hat die Einheit Europas nicht vorangebracht, sondern blockiert. Die Völker Europas waren niemals uneiniger als jetzt. Die einen haben den Euro für ihre nationalen Zwecke missbraucht, ihn inflationiert und sich über die Halskrause verschuldet; die anderen müssen dafür zahlen.
Der Euro hat uns vor keiner Krise geschützt, im Gegenteil: er hat die internationale Spekulation gegen ihn angefacht und verstärkt. Er ist weder ein Integrationsmotor gewesen, noch hat er sich als Schutzschild bewährt. Eines ist aber auch klar geworden: Es wird diese Gemeinschaftswährung nur solange geben, wie Deutschland für sie zahlt.
Daher heute mein Appell an Sie:
Hören Sie nicht auf die falschen Europäer, die nur an ihre Pöstchen und Pfründen denken. Die EU ist kein Superstaat, sondern eine Union freier, demokratischer Nationen mit uralter und zu bewahrender Kultur und Identität, kein Einheitsvolk oder Völkermischmasch. Dieses Europa kann (und darf!) nicht von einem Brüsseler “Politbüro” aus ohne demokratischen Rückhalt im Volke (und welchem Volke?) regiert werden.
Geben Sie den Staaten Europas ihre Währungen wieder; denn ohne diese gibt es dort keine Wirtschaftswunder, wie einst in Deutschland – weder in Griechenland noch den anderen Staaten in ähnlicher Lage.
Und bedenken Sie: Nur wenn es den Staaten Europas wieder gut geht und sie ihre Krisen gemeistert haben (so gut wie unsere Nachbarstaaten ohne Euro, siehe Schweiz, Schweden oder Norwegen) wird es auch mit der europäischen Integration wieder vorangehen – was wir alle (auch die “Euroskeptiker”) wollen.
Sie haben die historische Chance, die verheerenden und unverantwortbaren Fehler Ihrer Amtsvorgänger zu korrigieren, Europa und Deutschland wieder auf den richtigen Weg zu bringen und als “Angela die Große” in die Geschichtsbücher der europäischen Nationen einzugehen. Nützen Sie sie!”
Dies wünscht Ihnen und allen Deutschen
Ihr


oschasieber said on 5. Mai 2010
Für alle die heute noch kein Fernsehen geguckt haben. Merkel hat heute in ihrer Regierungserklärung indirekt mit Krieg gedroht falls Deutschland nicht für die Schulden der europäischen Schmarotzer zahlt.
Es ist also soweit, daß man jetzt zur Einschüchterung des Volkes übergeht.
Hier noch was für alle die meinen die EU wäre für Deutschland von Vorteil.
“Kann man sich mit dem heutigen Deutschland überhaupt verbünden? Kann eine Macht, die in einem Bündnis eine Hilfe für die Durchführung eigener offensiver Ziele sehen will, sich mit einem Staate verbünden, dessen Leitungen seit Jahren ein Bild jämmerlichster Unfähigkeit, pazifistischer Feigheit bieten und dessen größerer Volksteil in demokratisch-marxistischer Verblendung die Interessen des eigenen Volkes und Landes in himmelschreiender Weise verrät? Kann irgendeine Macht heute denn hoffen, ein wertvolles Verhältnis zu einem Staate herstellen zu können, im Glauben, dereinst
gemeinsame Interessen auch gemeinsam zu verfechten, wenn dieser Staat ersichtlich weder Mut noch Lust besitzt, auch nur einen Finger zur Verteidigung des eigenen nackten Lebens zu rühren? Wird irgendeine Macht, für die ein Bündnis mehr ist und mehr sein soll als ein Garantievertrag zur Aufrechterhaltung eines Zustandes langsamen Dahinfaulens, ähnlich dem Sinne des verheerenden alten Dreibundes, sich einem Staate auf Gedeih und Verderb verpflichten, dessen charakteristische Lebensäußerungen nur in kriechender Unterwürfigkeit nach außen und schand-voller Unterdrückung nationaler Tugenden nach innen bestehen; einem Staate, der keine Größe mehr besitzt, da er sie auf Grund seines ganzen Verhaltens nicht mehr verdient; mit Regierungen, die sich keinerlei Achtung seitens ihrer Staatsbürger zu rühmen vermögen, so daß das Ausland unmöglich größere Bewunderung für sie hegen kann?
Nein, eine Macht, die selbst auf Ansehen hält und die von Bündnissen sich mehr erhofft als Provisionen für beutehungrige Parlamentarier, wird sich mit dem derzeitigen Deutschland nicht verbünden, ja, sie kann es nicht.”
Und noch was zu Merkel und Konsorten:
“Da konnte man es (und man kann es auch heute noch!) erleben, daß sich die größten parlamentarischen Strohköpfe, wirkliche Gevatter Sattlermeister und Handschuhmacher – nicht bloß dem Beruf nach, was gar nichts sagen würde – plötzlich auf das Piedestal des Staatsmannes emporhoben, um von dort herunter dann die kleinen Sterblichen abzukanzeln. Es tat und tut dabei gar nichts zur Sache, daß ein solcher „Staatsmann“ zumeist schon im sechsten Monat seiner Kunst als der windigste Murkser, vom Spott und Hohn der ganzen übrigen Welt umhallt, entlarvt ist, weder ein noch aus weiß und den untrüglichen Beweis für seine vollständige Unfähigkeit schlagend erbracht hat! Nein, das tut gar nichts zur Sache, im Gegenteil: je mehr es den parlamentarischen Staatsmännern dieser Republik an wirklichen Leistungen gebricht, um so wütender verfolgen sie dafür diejenigen, die Leistungen von ihnen erwarten, die das Versagen ihrer bisherigen Tätigkeit festzustellen sich erfrechen und den Mißerfolg ihrer zukünftigen voraussagen. Nagelt man aber einen solchen parlamentarischen Ehrenmann einmal endgültig fest, und kann der Staatskünstler dann wirklich den Zusammenbruch seiner ganzen Tätigkeit und ihrer Ergebnisse nicht mehr wegleugnen, dann finden sie tausend und aber tausend Gründe der Entschuldigung für ihre Nichterfolge und wollen nur einen einzigen nicht zugeben, daß sie selbst der Hauptgrund alles Übels sind.”
Wann wacht der deutsche Michel endlich auf?
Mit nationalistischem Gruß
oschasieber
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Fred said on 5. Mai 2010
Schade nur das dieses Schreiben Frau Merkel nicht intressieren wird, da sie es erstens eh nicht zu Gesicht bekommt und zweitens von Obama sowieso in Ihrer Handlungskonsequenz ferngesteuert wird.
Was hier abgezogen wird ist Hochverrat am Deutschen Volke.
Wir brauchen einen Reset, sei er auch so schmerzvoll.
Gruß!
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Werner Fischer said on 5. Mai 2010
Im September 2008 wurde bei mir eine schlimme,unheilbare (so die Fachaerzte)festgestellt :”MERKEL-CELL-CARCINOMA”. Unwillkuerlich kam mir auch gleich der Name der Bundeskanzlerin in den Sinn und gab mir eine unerklaerliche fighting-spirit,diese Krankheit zu ueberkommen.Nun koennen die Aerzte nichts mehr finden,ein Wunder ist geschehen,niemand hat eine Erklaerung ! Denke nun an den Deutschen Volkskoerper. Sollte dieser nun auch gegenwaertig befallen sein von gleicher Krankheit ? Also gebt die Hoffnung nie auf, es geschehen noch Wunder geheilt zu werden,wieder frei sein eines Tages.
Dieses wuensche ich mir von ganzem Herzen !
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drauf und drann said on 5. Mai 2010
Ein gutes Timing, das muss man den NWO-EU-Oberen schon lassen, der Lissabonvertrag ist unterschrieben und erlaubt Aufstände mit Waffengewalt niederzuschlagen,
und die WM steht vor der Tür, auch diesmal dient sie nur einem Zweck, Steuererhöhungen durchzudrücken wärend der Michel vor der Glotze hockt.
Nur Schäuble hat´s mal wieder vergeigt, die BW darf noch immer nicht im Inneren eingesetzt werden, aber macht nichts, ist beim Michel eh nicht nötig.
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drauf und drann said on 5. Mai 2010
Schröder hatte recht, “sie kann´s nicht”.
Was Deutschland jetzt bräuchte wäre ein Bismarck,
aber der ist seit 1898 tod, und danach kam bestenfalls noch die zweite Garnitur, und selbst von der sind wir heute weit entfernt.
Machen wir uns nichts vor, es ist zum heulen. :heul:
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Hagen G said on 6. Mai 2010
warum steht eigentlich bei der meldung nicht dabei, dass man den brief auch unterzeichnen kann?
das geht hier: http://www.dr-hankel.de/brief-an-die-bundesregierung/
im übrigen wird es im zusammenhang mit der “griechenlandhilfe” auch klage und antrag auf einstweilige verfügung (unter anderem von prof hankel) vor dem bundesverfassungsgericht ergehen…
wie schreibt prof. hankel weiter…
zit.: “Wer unzufrieden ist, darf sich nicht auf’s Schimpfen beschränken, er muss selbst etwas tun. Packen wir´s an!
Wenn Sie mich bei dem Brief an die Bundesregierung mit Ihrem Namen unterstützen möchten tragen Sie sich in das unten stehende Formular ein.
Vielen Dank!” zit. ende
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Hagen G said on 6. Mai 2010
PS: unterzeichnet haben den brief bisher 3414 leute… was ist denn aber wenn es 20 oder 40 millionen werden? auf dieser richtigen basis kann neue politik entstehen… es liegt also an jedem allein, für verbreitung zu sorgen, und das möglichst schnell
gedanklich beführwortet jedenfals weit mehr als die hälfte der deutschen bevölkerung diese vorschläge… man muß sie nur zur persönlichen stimme bewegen…
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F. Heusinger said on 6. Mai 2010
Die brD ist nicht reformierbar, ist voelkerrechtswidrig entstanden und wird voelkerrechtswidrig, unter sich verstaerkendem Terror gegen die deutsche staatenlose Urbevoelkerung, weitergefuehrt. Wir fordern die Abschaffung der brD, den Abzug aller Alliierten Streitkraefte und die Wiederherstellung der Handlungsfaehigkeit des Deutschen Reiches… oh, das war wohl verboten…
Schoene Gruesse aus dem Knast!
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Hagen G said on 6. Mai 2010
@ F. Heusinger:
meinen sie wirklich, das sie mit dieser fundamentalen ablehnung der objektiv vorhandenen realitäten einen wirklichen politischen diskurs bewegen können?
welche alternative gibt es denn zur reform? gewaltsame auseinandersetzung?
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Rolf Winkler said on 6. Mai 2010
Sehr geehrter Prof. Hankel,
zu Ihrem Brief ist mir Goethe mit Fausts Worten:
„Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
der täglich sie erobern muß.“
in den Sinn gekommen.
Mit schwindelerregender Schnelligkeit werden unsere Grundrechte auf Freiheit und Leben unter diversen vorgeschobenen Gründen abgebaut. Doch die Freiheit wird nicht erbettelt oder eingefordert, bei wem auch? sondern erkämpft! Entweder gehen wir endlos durch das Jammertal und klagen und jammern bei “unseren” Politikern, die ihr Volk so gar nicht „erhören“, statt dessen täglich neue Tatsachen schaffen.
Neben der anhaltenden „alternativlosen“ Banken- und Griechenlandhilfe, die 95% der Bevölkerung in die Armut treiben wird, sind es jüngst die massiven Angriffe gegen die katholische Kirche und ihre Exponenten. Man muß kein Katholik sein um zu erkennen, daß das ein Angriff nicht nur auf die Religion, sondern darüber hinaus auf unser ganzes Land und Leben mit seiner einzigartigen Kultur, Musik und Architektur mit ihren stolzen – unsere Städte und Landschaften prägenden – Kathedralen, Klöstern und Kirchen mit ihren letzten Ruhestätten ist. Mir scheint, als hat die Bundesrepublik den Judas-Weg eingeschlagen.
Empfehlung: Das neue politische Nachrichtenmagazin ZUERST!, 5/2010 mit dem Leitartikel „Angriff auf ein Bollwerk – Die katholische Kirche im Visier …“.
Es gilt unsere Souveränität wieder herzustellen. Das kann nur damit beginnen, daß sich unser Volk – also die kritische Masse unter Führung seiner Eliten – von der täglichen Ritualisierung mit Hinweis auf unsere Vergangenheit erlöst. Martin Walser nannte das Ritual – in seiner Dankesrede zur Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels in der Frankfurter Paulskirche – die Nazikeule.
Die Pawlowschen Kettenhunde werden spätestens jetzt das Kläffen anfangen und es “Politik für dumpfe Gemüter” nennen.
Erst wenn wir wieder klar denken und uns auch handeln können, werden nicht die Bürger enteignet, sondern die Banken verstaatlicht. Damit werden sämtliche Schulden null und nichtig, da ein Gläubiger (Staat) nicht gleichzeitig sein Schuldner (Banken) sein kann bzw. andersherum. Wer sieht da noch durch? Die Banken leihen dem Staat und der Staat stützt die Banken!?
Aber die Zeiten können sich auch schnell ändern, wenn wir es nur wollen. Verdienen wir uns die Freiheit wie das Leben!
Mit herzlichen Grüßen
Rolf Winkler
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F. Heusinger said on 6. Mai 2010
@ Hagen G
as muss man selbstverstaendlich einkalkulieren. Ein Feigling, der das nicht “kann”.
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drauf und drann said on 8. Mai 2010
O-Ton Barroso “Wir werden den Euro retten, egal was es kostet”.
Diesen Satz sollte man in einer ruhigen Minute mal von allen Seiten beleuchten, und mehrmals lamgsam lesen.
Für mich hört sich das an wie eine Drohung, und eine Kriegserklärung an den Steuerzahler.
Wir haben es hier offensichtlich mit Fanatikern zu tun, nun warte ich mal gespannt auf die nächste “Sportpalastrede” der Herren aus Brüssel, auf zum Endkampf für den Euro, zieht euch warm an.
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