Michael Winkler: “Wir” müssen sparen

16. Mai 2010 in Deutschland

Unsere oberbeliebte Kanzlerin hat eine wichtige Rede gehalten, und keiner hat es gemerkt – nicht einmal ich. Zum Glück gibt es die Systemjournalisten, die zwar keine Meinung haben dürfen, aber immerhin Merkelanisch in verständliches Deutsch übersetzen können. Es ist ja auch ungewöhnlich, daß eine Bundeskanzlerin weltbewegende Ankündigungen in einer Grußadresse auf dem ökumenischen Kirchentag unterbringt. Im Gegensatz zu der oft erwähnten aber völlig folgenlosen “Ruck-Rede” wurde auch nicht groß herausgestellt, was die wandelnde Sprachverwirrung von sich gegeben hatte: Es war nicht mehr und nicht weniger als die letzte noch fehlende Bestätigung der Phase 3, die Ankündigung der Versorgungsmängel.

Frau Merkel will eisern sparen. Also nicht bei sich, sonst hätte sich das Bundeskabinett keine Gehaltserhöhung von 2,3% genehmigt, für die es wirklich keinen Grund gibt, schon gar nicht, wenn man “Leistung” anführen möchte. Das Bundeskabinett steht nach wie vor für eine Billiarde – nicht an Wert, sondern als ein undefinierbares Etwas, gefolgt von 15 Nullen. Falls Herr Rüttgers sich als Finanzminister profilieren möchte, sollte er sich diesen Zusammenhang schon mal merken.

Frau Merkel will sparen, und zwar überall, ohne Tabus. Bis auf, wie gerade erwähnt, ihrem eigenen Gehalt und Hofstaat. “Wir” müssen sparen, weil “wir” über unsere Verhältnisse gelebt haben, erklärt uns die arbeitsscheue Kanzlerin. Wir? Hinter diesem “wir” steht eine Bundesregierung, die seit fünf Jahren von der “Trulla aus der Uckermark” (Zitat ZDF) angeführt wird. Diese Bundesregierung wirft das Geld mit vollen Händen aus dem Fenster. Hier ein atomwaffentaugliches Unterseeboot an Israel, dort ein paar zusätzliche Milliarden an die EU, Millionenbeträge für “jüdisches Gemeindeleben”, aber kein Geld für öffentliche Schwimmbäder. “Wir” bezahlen Kindergeld an Zuwanderer, wir holen immer mehr Leute in unser Land, die hier nur Kosten verursachen, ohne etwas beizutragen. Schippern noch immer deutsche Schiffe vor dem Libanon, um Israel zu schützen, während vor Somalia deutsche Schiffe durch Niederländer befreit werden müssen?

Wieso bezahlen “wir” Zuschüsse für jede noch so kleine Initiative gegen Rechts, wieso holen wir uns ausländische “Stararchitekten” ins Land, die sich ihren Namen überbezahlen lassen? Wieso kassiert ein völlig überflüssiger jüdischer Zwischenhändler einen Aufschlag für jeden Kubikmeter Gas aus Rußland? Was suchen unsere Soldaten im US-Opium-Krieg in Afghanistan? Wieso brauchen “wir” zwanzig Jahre nach dem Anschluß der Ostzone noch Dienstsitze für den Bundesgrüßaugust und die Bundesweltreisekanzlerin in Bonn? Warum sind Minister- und sonstige Pensionen nicht längst gedeckelt?

Ja, ich weiß, solche Sparvorschläge werden ungern gesehen. Aber keine Sorge, “wir” haben nach wie vor die arbeitsscheue Kanzlerin, also jene Dame, die seit Jahren davon redet, die Finanzmärkte besser zu kontrollieren und bisher nicht den Ansatz eines Gesetzes zustande gebracht hat. Deshalb werden wir auf die Sparmaßnahmen der Bundesregierung wohl auch noch einige Zeit warten. Das einzige, was Merkel gelungen ist, sind Steuererhöhungen. Stellen Sie sich ruhig schon mal darauf ein.

Warum müssen wir sparen? Weil “wir” über unsere Verhältnisse gelebt haben? WIR??? Oder vielmehr die Griechen? Wir sparen für unsere EU-Partner, bis es quietscht (schreibt mein Käseblättchen). Wir werden ausgepreßt für das Griechenland-Rettungspaket, für Spanien und Italien, und natürlich dafür, daß Frankreich die EU so miserabel geführt hat. Wir quietschen für Großbritannien, für die USA und für Israel, denn an dieser Solidarität wird Merkel niemals sparen. Wir retten Griechenland, die EU, Israel, die Welt – koste es uns, was immer die haben wollen. Da sagen wir doch: Danke, Kanzlerin!

Michael Winkler

Post to Twitter

8 responses to Michael Winkler: “Wir” müssen sparen

  1. Irgendwo kommentierte irgendwer, sinngemäß: “Wir müssen den Gürtel enger schnallen…” – “Ja, um den Hals der Bonzen…” -

    Beliebt. Zustimmung oder Ablehnung: Daumen hoch 16 Daumen runter 1

  2. Der Commerzbankchef will 150 % mehr Gehalt und die anderen, mittlerweile 800.000 Millionäre, sowie 40 Milliardäre in diesem Land, bestehend aus einem Polit-, Wirtschafts,- Finanz-, und Wissenschaftsfilz wollen auch noch mehr, denn Geld und Macht schaffen unmenschliche Menschen. Jeder ehrliche und anständige Mensch würde zurückschrecken, wenn man ihm für einen, der vielen Scheinleistungspositionen ein Gehalt von 20.000 EUR pro Monat anbieten würde. Er würde sich fragen: warum bekomme ich soviel und für was? Er müßte feststellen, dass er das viele Geld für seine Existenz garnicht brauchte und wenn er ein Gewissen hätte, würde er die vielen armen Menschen vor seinem geistigen Auge sehen und eine solche Ungerechtigkeit ablehnen. Aber die Parasiten, die den anständigen und sparsamen Leuten das Sparen beibringen wollen, stecken bis zum Hals im Dilemma ihrer Habgier, ihrer Machtbesessenheit und ihrer Mitleidlosigkeit mit ihren Mitmenschen. Sie leben nur von der Lüge, von der Täuschung und von der Heuchelei. Dafür bezahlt ihnen ihr Geldgeber, der Satan, sehr viel Geld, damit sie seine Pläne ausführen. “Wehe euch, die ihr euren Teil schon in diesem Leben hattet!”(Christus)

    Beliebt. Zustimmung oder Ablehnung: Daumen hoch 11 Daumen runter 2

  3. Wie gesagt, so langsam aber sicher fängt die “Sache” an spannend zu werden.

    Ware nicht von der BRD, sondern vom Iran die Rede, so würden die “Qualitätsmedien” in einer vergleichbaren Lage fragen: “wie lange kann sich das Regime noch halten” ?

    Beliebt. Zustimmung oder Ablehnung: Daumen hoch 20 Daumen runter 0

  4. Gab es nicht auch immer mal wieder Gurus die ihren Anhängern erzählten sie sollten all ihren irdischen Besitz beim Guru abgeben,selbst in Armut leben um die Glückseligkeit zu erreichen, und Buße zu tun, wärend der Guru im Rolls umherfuhr ?

    Die Kanzlerrette ist unser Guru, die Systemparteienwähler ihre Jünger, und wir werden zumindest fiskalisch zwangskonvertiert.

    Beliebt. Zustimmung oder Ablehnung: Daumen hoch 6 Daumen runter 0

  5. Ein aus kurzer Distanz abgefeuertes 7,92mm Stahlmantelgeschoss aus einem K98 durchschlaegt 2-3 in Reihe aufgestellte Politiker. Selbst bei einer knochenbedingten Querschlaegerquote von 40% ist das doch `ne Sparmassnahme die “wir” ganz gut gefaellt.

    Beliebt. Zustimmung oder Ablehnung: Daumen hoch 9 Daumen runter 0

  6. F. Heusinger: Es gibt Ausnahmen.

    Gerüchteweise hört man daß mal ein Attentatsversuch auf Wolfgang Thierse fehlschlug weil sich die Kugel in seinem Bartgestrüpp verfing.

    Zustimmung oder Ablehnung: Daumen hoch 4 Daumen runter 0

  7. @ F. Heusinger:
    Schäm dich! Man muss selbstverständlich den MultiKulti-Hintergrund dieser Republik beachten und auch neue Einflüsse aufnehmen. Wie z.B. Spaten(Kambodscha), Bajonette(Jugoslawien) und Macheten(Ruanda).
    (Auf diese Weise kann man die Munition sparen!)

    Zustimmung oder Ablehnung: Daumen hoch 3 Daumen runter 0

  8. @ Me262:
    Im angelsaechsischen nennt man sowas einen “freak accident” aber wer weiss, Wunder gibt es immer wieder, vielleicht kriegt der Schaeuble, ganz am Ende platziert, einen Steckschuss in den Hinterkopf und kann dann ploetzlich kurz wieder laufen…

    Zustimmung oder Ablehnung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Leave a reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

{"error":["No key","No appid","No secret"]}

Der Besuch dieser Seite und aller Unterseiten ist allen Bürgern der Bundesrepublik Deutschland ausdrücklich verboten.

Wir übernehmen keine Haftung für auf dieser Seite und allen Unterseiten veröffentlichten Beiträge und Kommentare.

Sollten Sie diesen Bedingungen nicht zustimmen, verlassen Sie diese Seite umgehend.

Post to Twitter

AWSOM Powered