Petition: Abschaffung der Residenzpflicht für Asylanten
20. Mai 2010 in Deutschland, Multikultur
Im Jahre 1982 führte die BRD auf Drängen der CDU eine Residenzpflicht für Asylbewerber ein, die regelt, daß Asylbewerber sich nur in ihrem Landkreis bewegen dürfen. Diese Regelung erschwert es Asylbewerbern sich in mehreren Landkreisen anzumelden und überall Leistungen zu beziehen. Zum anderen entlastet diese Regelungen die Länder und Kommunen, weil Asylbewerber dank dieser Regelung gleichmäßig verteilt werden können. Ein weiterer Aspekt ist die Tatsache, daß der Asylbewerber jederzeit erreichbar sein soll um den Asylprozeß zu beschleunigen. Natürlich ist diese Regelung beschränkend und einengend, aber sollte nicht jemand, der gerade erst aus der Not entkommen ist froh sein, daß er eine sichere Bleibe hat und vom deutschen Steuerzahler seinen Lebensunterhalt finanziert bekommt?
Wenn es nach den Wünschen von Asylbewerbern in Deutschland und des Baustatikers Uli Epple geht, liegen wir mit unserer Einschätzung aber offenbar falsch. Epple reichte indes eine Petition ein, die Residenzpflicht abzuschaffen, denn seiner Ansicht nach sei es unmenschlich einen Menschen, dem man eine Bleibe bietet, den man durchfüttert, den man medizinisch versorgt, davon abzuhalten im Lande rumzureisen. Wenn dies die wirklichen Probleme von Asylanten sind, dann sollte man vielleicht einfach die Grenzen dicht machen. Stattdessen könnten Menschen wie Epple nach eigenem Gutdünken Asylanten bei sich aufnehmen und auf eigene Kosten versorgen.
Gutmenschentum hört nämlich meist dann auf, wenn der Gutmensch für seine Ideale aus eigener Tasche bezahlen soll und dies nicht der Allgemeinheit aufbürden kann.


RW said on 20. Mai 2010
Gut sein wollen (mit gesellschaftlicher Würdigung) auf Kosten der Anderen. Das charakterisiert die Gutmenschen.
Beispiel gefällig: 1979 holte der “Journalist” Rupert Neudeck mit dem Frachter “Cap Anamur” ca. 10.500 vietnamesische Flüchtlinge in die BR Deutschland.
Zum 30-jährigen Jubiläum feierten die Gutmenschen in St. Pauli diese Aktion mit einem Gedenkstein für die s.g. Boat-People.
Zustimmung oder Ablehnung:
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