Michael Winkler: Kulturhoheit
4. August 2010 in Deutschland, Gesellschaft
In dieser wunderbaren Bundesrepublik gibt es einen noch viel wunderbareren Begriff, der zahlreichen Landespolitikern zu Presseauftritten verhilft: die Kulturhoheit.
Gedacht war das einmal, um die landestypischen Eigenheiten zu fördern. Schüler in Bremen sollten nicht mit Almwirtschaft belästigt werden, die in Görlitz nicht mit Kohlebergbau, jene in Freiburg nicht mit Hochseefischerei. “Der Schimmelreiter” oder “Buddenbrooks” als Schullektüre taugte eher in Gebieten der Hansestädte, Ludwig Thoma eher in Oberbayern. Es gibt immer einen Komponisten der aus der Nähe kommt, einen örtlichen Feldherren oder Fürsten. Und in einigen ist man viel katholischer als in anderen.
Es gäbe also genug heimatbezogener Kultur, um sich darin gründlich auszutoben. Goethe und Schiller, sowie meinetwegen auch Karl May, gehören ganz Deutschland, Mathematik und Naturwissenschaften gelten weltweit, da sollten sich Kirchturmpolitiker bitteschön heraushalten.
Genau das haben die Schmalspurpolitiker jedoch nicht geschafft. Es ist zwar keinem Kultusminister gelungen, den Dreisatz umzuformulieren, dafür wurde die Idiotie der Mengenlehre in der ersten Klasse eingeführt. Die einzige Schwierigkeit bei der Mengenlehre besteht darin, den Kindern das Vokabular aufzuzwingen, denn jeder Dreijährige erkennt sofort, daß eine Banane nicht zu der Menge der Äpfel gehört. Sogar die Aufteilung in die Teilmenge der roten und die Teilmenge der grünen Äpfel gelingt diesen Wunderkindern ganz problemlos.
Das Schöne am Posten eines Kultusministers besteht darin, daß man keinerlei Ahnung von Trigonometrie haben muß, um zu entscheiden, ob das Stoff der achten oder der zehnten Klasse sein soll. Wenn Bayern selbst heute noch in den PISA-Tests vorne liegt, ist das ein Erfolg des konservativen Prinzips, das bis in die frühe Stoiber-Zeit gegolten hatte: Möglichst wenig an den Schulen herumzudoktern.
Es gehörte zum guten Ton der SPD, vom “Aufstieg durch Bildung” zu reden. Dieses Thema haben die Grünen bereitwillig aufgegriffen. Ausgangsidee war, daß alle Menschen gleich seien und deshalb auch Arbeiterkinder studieren müßten. Gegen den zweiten Teil dieser Aussage, daß auch Arbeiterkinder studieren sollen, ist nichts einzuwenden – wenn sie die Begabung dazu haben! Der erste Teil ist Blödsinn. Millionen Kinder spielen Fußball, viele sogar talentiert. Profis werden jedoch nur wenige, was nicht daran liegt, daß der VFL Mittelmietraching so wenig Geld hat. Wer auffällt, wird von größeren Vereinen abgeworben und gelangt schließlich zum schwerreichen FC Bayern München.
Anstatt die simplen Mendelschen Gesetze der Vererbung zu akzeptieren, wonach intelligente Eltern mit höherer Wahrscheinlichkeit intelligente Kinder bekommen, wird das Geld der Eltern als maßgeblich herausgestellt. Akademiker verdienen besser, sie können sich Nachhilfelehrer für ihre Kinder leisten. Arbeiterkinder wachsen ohne Bücher auf, Arbeiterkinder können sich keinen Sportverein leisten… Es gibt so viele schöne Vorurteile.
Mein Vater war von Beruf Kellner, also bestimmt kein typischer Akademiker. Bei mir zu Hause gab es keinen “Brockhaus”, dafür “Knaurs Jugendlexikon”. Aber ich hatte Unmengen Bücher: die ganze Stadtbücherei Würzburg (Kinderabteilung). Nachhilfe habe ich nie gebraucht, meine Bildung war nicht die Angelegenheit meiner Eltern, sondern meine eigene. Das bayerische Schulsystem war für mich keine harte Auslese, sondern eine ganz natürliche und logische Schulumgebung.
Übrigens, die DDR war in dieser Beziehung weiter, deren Arbeiterführer haben Pfarrer Gregor Mendel begriffen. Dort wurden Ehen zwischen Studenten gefördert, und gerade deren Nachwuchs überaus erwünscht. Die Diktatur des Proletariats sorgte für intelligenten Nachwuchs durch natürliche Zuchtwahl.
Die BRD handelte im Gegensatz dazu mittelalterlich. Wenn der Bauer die Bibel nicht versteht, malt man ihm eben ein paar nette Bilder und beschwört Hölle und Verdammnis auf ihn herab. Wenn ein Bildungsabschluß gewünscht wird, den nach der Gauß-Verteilung gerade 10% der Schüler schaffen würden, verringert man die Ansprüche, bis über 40% diesen Abschluß erreichen.
Das, diese Quote, verstehen sogar Politiker. In der Demokratie werden Stimmen gezählt, nicht gewogen, deshalb herrscht in deren Köpfen eine “Tonnen-Mentalität”. 15% Abiturienten sind eben schlechter als 40% Abiturienten, diese Zahlen lassen sich leicht ablesen und als Erfolg ausweisen. 10% Akademiker sind zu wenig, wir brauchen mindestens 30% Akademiker – das ist eine klare Ansage, das ist ein greifbares Ziel.
Akademiker haben allerdings den Nachteil, daß sie nur von Politikern gezählt, von der Wirtschaft hingegen gewogen werden. “So, Sie sind Diplom-Soziologin… Haben Sie auch etwas gelernt?” Obwohl, die Frage wird selten gestellt. Die Diplom-Soziologin wird erst gar nicht zum Vorstellungsgespräch eingeladen, der Diplom-Ingenieur schon.
Jenseits der Tonnen-Ideologie kennen sich Politiker nicht aus. Dafür können sie organisieren. Ach nein, das ist eine sprachliche Falle. Können im Sinne von dürfen, nicht im Sinne von verständig handeln. Das kennen alle Entwickler: Was unter der Motorhaube steckt, die Maschine, die grundlegenden Algorithmen eines Programms, interessiert keinen. Dafür glaubt jeder, sich in die Bedienoberfläche (“Das Feld bitte blau statt grün”) und in den Ausdruck (“Den Barcode zwei Zeilen tiefer setzen und auf allen Seiten in halber Größe wiederholen”) einbringen zu müssen.
Ministerinnen und Minister, die von der Schule und deren Lerninhalten nichts verstehen, diskutieren um so eifriger darüber, wie lange die Grundschule dauern soll, ob eine Hauptschule nahtlos in eine Realschule übergehen kann, wie die Kursniveaus in einer Gesamtschule aussehen sollen (“leicht, mittel, schwer” oder doch besser “einfach, gehoben, anspruchsvoll”). Neue Studienfächer (“angewandte Arabistik”, “slawische Märchenkunde”) zählen doppelt, künden sie doch von energischer Führung.
Dabei gibt es einen sehr wichtigen Grundsatz: Was der Vorgänger gemacht hat, ist Mist. Sollte der Vorgänger einer anderen Partei angehören, ist es sogar unerträglicher Mist. Wahlperioden dauerten früher meistens vier Jahre, heute sind es immer öfter fünf. Während der zwölf bzw. dreizehn Schuljahre mußte ein Schüler mindestens drei Kultusminister erleiden. Eine stabile, konservative Regierung wie in Bayern war dabei ein großer Vorteil, stabile, aber reformwütige SPD-Regierungen leider nicht. Hessen hatte schon in seiner Zeit als Volksrepublik den Ruf, daß jeder, der in Bayern scheitert, dort sein Abitur mit guten Noten ablegen könne. Nachdem den dortigen Wählern ein “Joschka” Fischer zugemutet worden war, wurde das Land zum Wanderpokal zwischen SPD und CDU, gerade gehört es noch dem Viel-Versprecher Roland Koch. In der Bildungspolitik hat sich zwar viel getan, doch wenig Gutes.
Der zweite Grundsatz von Kultusministerinnen und -ministern lautet: Was alt, deutsch und bewährt ist, muß schleunigst abgeschafft werden. Im Land des Heils und der Erlösung, dessen Wohlwollen ein deutscher Politiker dringend benötigt, ist der Bachelor ein Titel, mit dem ein College bescheinigt, daß der Absolvent die Lücke zwischen US-Highschool und früherem deutschen Abitur erfolgreich geschlossen hat. Danach kann er mit dem Master das erwerben, was an ein deutsches Diplom heranreicht. Der deutsche Pätscheler ist der absurde Versuch, aus einem Vordiplom (also einen Grundstudium) einen Abschluß zu basteln.
In der Realität wurde daraus ein Paukstudium, in dem auf der einen Seite das nachgeholt wurde, was das verwässerte Abitur nicht mehr leistete, und auf der anderen Seite ein paar fachbezogene Grundlagen vermittelt wurden. Die eingängigste Umschreibung für einen Pätscheler dürfte “erweitertes Fachabitur” sein, also eine Art fachgebundener Hochschulreife. Dummerweise ist der Pätscheler jetzt zwei Jahre älter als seine Mitschüler, die ein gewöhnliches Fachabitur vorzuweisen haben. Wen würden Sie einstellen? Den Jüngeren, den Sie noch für Ihren Bedarf zu einem Lehrlingsgehalt ausbilden können, oder den Älteren, der ein wenig für Sie unbrauchbare Professorenweisheit eingesogen hat und vielleicht kein Akademikergehalt, aber immerhin Gesellenlohn fordert, obwohl auch er nur ein Lehrling ist?
Das reicht natürlich noch nicht, denn wenn der Pätscheler bundeseinheitlich wäre, könnte er sich als Abschluß etablieren. Doch das würde die Kreativität und die Kulturhoheit der Landesminister zu sehr einschränken. Mit ein wenig Glück ist der Pätscheler wenigstens in einem Bundesland einheitlich und vergleichbar, oft genug ist das, was als “internationaler Abschluß” eingeführt wurde, nicht einmal zwischen zwei Hochschulen in derselben Stadt derselbe Abschluß mit den gleichen Inhalten.
Und warum? Natürlich wäre es leicht, das als böse Absicht hinzustellen. Das deutsche Bildungswesen soll gezielt ruiniert werden, im Auftrag höherer Mächte. Aber, liebe Freunde der Verschwörungstheorien, wer soll denn Israel finanzieren, wenn “die Juden” (oder andere “dunkle Mächte”) das Bildungssystem in der Melkkuh Deutschland gezielt an die Wand fahren? Es gibt einen einfachen Lehrsatz, wonach man nicht mehr nach weiteren Erklärungen zu suchen braucht, wenn Dummheit als Begründung ausreicht.
Der Posten des Kultusministers ist in Landesregierungen nur in seltenen Ausnahmefällen ein Karrieresprungbrett, sondern eher das Ende einer Karriere. Gelegentlich setzt man auf diesen Posten auch junge Leute, die sich bewähren dürfen, wie Stoiber das mit der FJS-Tochter Hohlmeier getan hat. Kultusminister ist nicht so schwer, es genügt, immer wieder mehr Lehrer zu fordern, in der sicheren Gewißheit, daß der Finanzminister das ohnehin ablehnen wird. Wenn es etwas mehr sein soll, fordert man Ganztagsschulen, Gesamtschulen, Realschulen, Sonderschulen, mehr Deutschkurse für Zuwanderer, Türkischunterricht für Einheimische oder vergleichbaren Unsinn, der sich leider nicht finanzieren läßt. Aber man kommt in die Schlagzeilen und irgendein weltfremder Linksprofessor wird sich finden, der die jeweilige Reform als Stein der Weisen lobpreist, weil er vor zwanzig Jahren einmal eine Veröffentlichung in der Zeitung der KPD/ML darüber verfaßt hat.
Die Kulturhoheit und die Bildungshoheit wurden eingeführt, um die Landeskinder optimal zu fördern, um ihnen Vorteile fürs Leben zu verschaffen und ihnen Wurzeln zu geben, Wurzeln in der Heimat. In ihrer politisch bedingten Borniertheit haben die Damen und Herren Minister einen uralten Grundsatz vergessen: Non scolae, sed vitae discimus. Wir lernen nicht für die Schule, sondern für das Leben. Oder, um es zeitgemäßer zu formulieren: Die Schule soll nicht die Seifenblasenträume von Bildungsideologen erfüllen, sondern die Schüler auf das Leben vorbereiten.
Ein Klaus von Klitzing hat für die Entdeckung des Quanten-Hall-Effekts den Nobelpreis bekommen. Der Betreuer meiner Diplomarbeit hat mir geraten, bei Meßfehlern mal gegen den Kryostaten zu treten, das würde diese häufig beseitigen. Führe ich beides zusammen, leite ich daraus ab, daß Herr von Klitzing nicht der Erste war, der diesen Effekt gesehen hat. Die anderen haben eben gegen den Kryostaten getreten, von Klitzing wollte als Erster wissen, ob er da einen Meßfehler oder wirkliche Physik vor sich hat.
Kryostaten-Treter gibt es genügend, die bilden die Universitäten auf jedem Bildungsniveau aus. Bei den Olympischen Spielen siegt nicht jene Nation, welche die meisten 100-Meter-Läufer an den Start schickt, sondern jene, die den EINEN, den schnellsten besitzt. Tonnen-Ideologie hilft in der Bildung nicht, ganz im Gegenteil, Massenbildung ist nur möglich, wenn wir wenig gebildete Massen hervorbringen wollen.
Das deutsche Bildungssystem hat früher das hervorgebracht, was weltweit vorbildlich gewesen war: eine breit angelegte Bildung für alle, eine umfassende Bildung für Qualifizierte. Das dreigliedrige Bildungssystem hat sich nicht mit der Hauptschule als “Restschule” begnügt, die Restschule ist eine Konstruktion unfähiger Bildungspolitiker.
Das deutsche Bildungssystem fußte zum einen auf Preußen, aber nicht auf dem siegreichen Preußen von Friedrich dem Großen, sondern auf der katastrophalen Niederlage gegen Napoleon, durch die Preußen die Hälfte seines Gebiets verloren hatte. Erst in dieser Katastrophe fand der Staat die Kraft zu Reformen, da entstand die Humboldtsche Universität. Der Weg zum Fortschritt war frei, ein Weg, der uns 200 Jahre getragen hat, mit so genialen Reformen, daß selbst die Landespolitiker sie noch nicht vollständig verwässert haben.
Die andere Wurzel ragt hinein ins Mittelalter, eine tiefe, robuste Wurzel in einer Welt, die zum größten Teil das Mittelalter hinter sich gelassen hat. Mittelalter ist negativ besetzt, doch in diesem Fall ist das Mittelalter der Neuzeit überlegen. Wir hatten im Mittelalter einen Bevölkerungsüberschuß, bis die Pest zu einem Arbeitskräftemangel geführt hat. Jeder Hilfsarbeiter war plötzlich begehrt, mit dem Effekt, daß jeder der wertvollen Arbeiter so gut wie möglich ausgebildet wurde. Sieben Jahre Lehrzeit, dann Wanderjahre, um sich als Geselle weiterzubilden – das ist das Mittelalter nach der Pest, das sind die hochqualifizierten Facharbeiter in den Handwerkerzünften. Nach dem 30jährigen Krieg herrschte wieder Bevölkerungsmangel, deshalb dauerte das Mittelalter an.
In England gab es Bevölkerungsüberschuß für die Kolonien, in Frankreich Bevölkerungsüberschuß für Kriege. Im England der industriellen Revolution waren nicht die versierten Facharbeiter gefragt, sondern die angelernten Maschinenbediener, heute geheuert, morgen gefeuert. In den Kolonien, vor allem in den USA, wurde dieses System übernommen. Wer backen wollte, durfte sich Bäcker nennen und eine Bäckerei eröffnen. In Deutschland bedurfte es eines Meisterbriefes.
Der Meister… Der Begriff steht für Spitzenleistungen, ein Deutscher Meister hat den ganzen Wettbewerb geschlagen, sich als der Beste erwiesen. Der ausgebildete Handwerksmeister hat sein Meisterstück geliefert, er hat gezeigt, daß er sein Metier beherrscht. Es sollte uns zu denken geben, wenn in angloamerikanischen Ländern der akademische Abschluß ausgerechnet Master genannt wird. Unsere Masters, unsere Meister, haben eine praxisnahe und umfangreiche Ausbildung hinter sich, die jener eines Akademikers durchaus nahekommt, sie in der Praxisbezogenheit sogar deutlich übertrifft.
Die Hauptschule, die frühere Volksschule, ist eben keine Sackgasse, zumindest war sie es nicht, bis die Damen und Herren Kultusminister sie dazu erklärt haben. Volksschule – Lehre – Geselle – Meister. Eine lange, umfassende Ausbildung, die nur das Manko hat, daß nirgendwo eine “Universität” im Spiel ist. Andere Länder, die keine Meisterausbildung mehr kennen, müssen das mit Akademikern ausgleichen.
Realschule – Ausbildung – Polytechnikum – graduierter Ingenieur. Der mittlere Bildungsweg hat die Praktiker hervorgebracht, die weltberühmten deutschen Ingenieure. Das Bildungssystem besaß die Durchlässigkeit, die heutige Bildungspolitiker immer eingefordert haben. Volksschule – Lehre – Geselle – Lehrerbildungsanstalt – Volksschullehrer. Das waren die Praktiker, die das Leben kannten, die früher unsere Schüler ausgebildet haben. Heute sieht das so aus: Abitur – Pädagogische Hochschule – Lehrer. Von der Schule in die Schule, nie dem wirklichen Leben ausgesetzt.
Non scolae, sed vitae discimus… Die Bildung gehört grundlegend reformiert, mit mehr Rechten für die Lehrer und mehr Pflichten für die Schüler. Lehrer und vor allem Lehrerinnen müssen begreifen, daß sie Kinder erziehen und unterrichten sollen, und keine bloßen Erfüllungsgehilfen linksgrüner Bildungsschwadroneure sind. Wenn wir dafür 50 Jahre unsinniger Reformen über Bord werfen müssen, sollten wir das tun. Wenn wir auf das Mittelalter zurückgreifen müssen, sollten wir das tun. Meine Volksschullehrer waren keine Akademiker der Pädagogischen Hochschule, aber sie hatten keine Probleme, Klassen mit 40 Schülern zu unterrichten.
Die Kulturhoheit der Länder ist wichtig, insofern sie sich auf die Kultur beschränkt. Sie ist schädlich, wenn es darum geht, Kulturtechniken zu vermitteln, die überall und vor allem im Leben gebraucht werden. Lesen, schreiben, rechnen – es geht nicht ohne, die Fähigkeit zum Diskutieren entsteht von selbst. Kulturhoheit ist dazu da, um die Vielfalt zu erhalten, die sich gegenseitig ergänzt. Sie ist nicht dazu gedacht, aus politischen Gründen die Einfalt zu fördern.
Ich bin ehrlich genug um zuzugeben, daß dieser Umschwung zum Besseren mit den heutigen Politikern nicht zu machen ist. Was im Sumpf der Parteien-Oligarchie nach oben gespült wurde, ist eines Umdenkens nicht fähig. Selbst die Träume, nach der Lehre von Mao Tse-Tung einen aufzuhängen, um hundert zu erziehen, helfen nicht weiter. Unser Bildungssystem war das Ergebnis von Katastrophen, der Pest-Epidemie des Mittelalters und der vernichtenden Niederlage Preußens gegen Napoleon.
Unsere heutigen Bildungspolitiker sind zwar eine Katastrophe, aber eben nicht jene Katastrophe, die zu einem Wiederaufstieg Deutschlands führen wird. Diese Katastrophe steht uns noch bevor, wir steuern darauf zu, mit voller Fahrt. Erst in der Phase 9, jener Phase, die nicht mehr in meinem Phasenzähler aufgeführt wird, weil sie nach dem FINIS kommt, wird das Bildungssystem wieder auf die Füße gestellt werden. Es wird, denn was wir bereits zweimal geschafft haben, schaffen wir auch ein drittes, viertes oder fünftes Mal.

Kara Ben Nemsi said on 4. August 2010
Ein Artikel, der wirklich jedem unserer geschichtslosen, karrieregeilen Retortenpolitiker nicht nur im übertragenen Sinne um die Ohren geschlagen werden sollte. Bravo, Herr Winkler
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Carlos Schneider said on 4. August 2010
Der französische Staatstheoretiker Montesquieu teilte die Staatsgewalt in die bekannten 3 Säulen Legislative, Judikative und Executive auf, sowie, in Vergessenheit geraten, in eine vierte Säule – die Schule. Bildung sollte nach seiner Philisophie unabhängig von der übrigen Staatsgewalt erfolgen, weil nur dann ein Individuum unvoreingenommen gebildet und in die Gesellschaft zum Wohle der Allgemeinheit entlassen werden kann.
Einst konservative Parteien hielten lange Zeit daran fest. Die Sozialisten, die frühzeitig verstanden, daß sie ihre Ziele nur mit Manipulationen im Volk erreichen konnten, machten diesem wahren demokratischen Schulverständnis den Garaus. Die Masse der Lehrerschaft färbte sich rot, Gutmenschendenken hielt Einzug in den Schulen, und als mehr und mehr Schüler in diesen Strom eintauchten, wurde 1964 die Volljährigkeit und damit das Wahlalter auf 18 Jahre gesenkt. In der Folge wurde in der 68er-Bewegung mit ihren Langzeitfolgen dem Bildungssystem, welches sich über Jahrhunderte bewährt hatte, der Rest gegeben.
Sie haben es vortrefflich formuliert, Herr Winkler, und ich hoffe, daß Sie mit Ihrem Schlußsatz recht behalten.
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nordmann said on 6. August 2010
Guter Beitrag Herr Winkler wie man es von Ihnen gewohnt allerdings fällt mir einiges auf.Es ist immer ein heikles Thema auf Theorien vom unterschiedlichen Bildungsniveau zu antworten, wer will schon öffentlich in einer niedrigen Liga spielen, mir macht das weniger aus da ich Intelligenz an anderen Dingen festmache als an Abschlüssen, erworben teilweise aus väterlichem Druck oder Druck durch das Umfeld, die finanz. Situation etc.
Ich finde z.B.im Handwerk Menschen die Abitur haben,Studium begonnen haben aber durch Lebensumstände dem Zwang des Geldverdienens ausgesetzt eben dieses zu erarbeiten hatten.Dies sind keine besseren aber schon gar nicht schlechtere Menschen.Ebenfalls finde ich Lehrer die nur in ihrem System existieren können,von Wissen jedoch sehr weit entfernt sind und vom täglichen Leben über den Haufen gefahren werden selbst wenn es nur im den besagten Nagel in der Wand geht aber auch das sind keine schlechten Menschen.
Recht gebe ich Ihnen dass nur der Fähige zu höherem bestimmt ist und Quotentitel die dümmste “Errungenschaft” des jetzigen Bildungssystem sind aber aus vielen Beispielen weiß ich dass nicht zwingend aus einem nach Abschlüssen und Titeln gemessenem intelligenten Elternhaus auch ebensolche Sprösse sprießen aber dennoch aus einem vielleicht nicht bildungsfremden aber aus landläufiger Meinung eher geistig unbeweglichem Umfeld sehr wohl Eliten wachsen können.
Will damit sagen dass Standesdünkel, die damit verbundene Abwertung des “niederen Standes” schon seit langer Zeit eher zu Quotentiteln führten als der rote Anspruch dass auch Kinder aus Arbeiterfamilien Bildung genießen sollten allerdings darf das nur dahin führen dass in abschließenden Tests festgestellt werden kann ob es gefruchtet hat, gleiches natürlich auch für Kinder aus Akademiker-Familien, somit die alte germanische Tradition dass nur der Fähigste das Prädikat Bester zu erhalten hat erfüllt wäre.
Ob man im Mittelalter, noch früher oder in der Gegenwart nachsieht sind nicht immer nur die die sich edel und gebildet nennenden die etwas erreichten, veränderten und somit aus heutiger Sicht etwas Gutes vollbrachten sondern oft genug Söhne des kleinen Mannes. Ich halte daher nichts davon auf die Bildung der Eltern zu schauen, heute wäre das eher ein Blick auf die Konten der Eltern als auf den tatsächlichen Intellekt, sondern beurteile Menschen nach dem was sie sind b.z.w. was ich mir einbilde zu sehen, ich bewerte auch niemanden nach dem Aussehen da mein Leben da schon sehr oft gegenteiliges offenbarte, aber ich glaube das machen Sie ja auch nicht,will’s nur erwähnen.
Da sich, meiner Überzeugung nach der Intellekt eines Menschen in großen Teilen aus den Genen bestimmt zu einem weiteren wenn auch geringerem Anteil aus Erfahrungen,Lebensumständen rekrutiert kann ich nicht beistimmen wenn man es als unsinnig darstellt dass nicht auch Arbeiterkinder, ja selbst Kinder von Sozialhilfeempfängern die Möglichkeit von Bildung/Weiterbildung erfahren sollten WENN natürlich die Fähigkeiten vorhanden sind und das sollte natürlich eine FÄHIGE Stellen prüfen (so eine Stelle würde man in der real existierenden BRD nicht finden)bevor man versucht aus einem Schaf ein Rennpferd zu machen aber wie gesagt die soziale Herkunft ist nicht zwingend ein dafür ausschlaggebendes Attribut.
Natürlich fällt es Kindern die mit Bildung praktisch aufwachsen leichter diesen Weg fort zu setzen aber der von “unten” Kommende, welcher sich Titel vielleicht sogar schwer erarbeitet scheint sehr oft der Fähigere zu sein da mit ihm nicht die Gewohnheit kommt sondern der Kampf des Individiums um Aufstieg, ein aus meiner Sicht sehr anerkennungswürdiges Bestreben denn das ist doch das eigentliche Leben.
Ich kam vor mehr als 2 Jahrzehnten aus dem Teil Deutschlands der 40 Jahre DDR genannt wurde, habe dort auch meine schul. Laufbahn absolviert,bin Kind von einer Angestellten und einem Arbeiter (nichts ungewöhnliches in der DDR denn dort war der Begriff Arbeiter nicht so niedrig wie man ihn heutzutage sehen möchte)und kann über das Schulsystem der Roten deren Freund zu sein mir niemand unterstellen kann der mein Leben kennt nichts Negatives sagen, im Gegenteil, alle die ich aus diesen Jahren kenne bezeichne ich als intelligente Menschen, da gibt es keinen den ich heutzutage treffe der nicht im Leben zurecht kommt, polit.denkt usw egal was aus ihm/ihr geworden ist oder welcher Weltanschauung er fröhnt.
Das Schulsystem der DDR, welches sich stark von diesem erwähnten dreigliedrigen Bildungssystem unterschied weil es eben nicht nach 4 Jahren Klassen trennte, Kinder mit 10 schon vor die schwierige Aufgabe/Probe stellte für eine ferne Zukunft, die Kinder in dem Alter noch gar nicht fassen können, die Bildungsweichen zu stellen sondern die Klassen fast unangetastet in einem einheitlichen Schulsystem von Rostock bis Suhl aufwachsen ließ. Zugegeben es gab Niveau-Unterschiede bei den einzelnen Schulen und es gab auch bereits die Wohnort-Niveaus die man auch heutzutage kennt, Schüler mit eher mäßigem Benehmen/Sozialverhalten kamen merkwürdigerweise aus bestimmten Regionen der Städte und gingen demzufolge auch auf die Schulen dieser Gegenden, ob das so gewollt und forciert wurde kann ich mit meinem Wissen nicht beurteilen, möglich wäre es jedoch, ich jedenfalls hatte das Glück auf eine sehr gute Schule 10 Jahre gehen zu dürfen welche zwar dem polit. Leitfaden folgen musste wie alles in diesem System aber deren Lehrer bevor diese Lügen erzählten Diskussionen eher abbrachen mit den Worten dass nur das vermittelt werden kann was im Lehrplan steht.
Erst in den letzten Schuljahren kamen die “Spezialschulen” hausieren welche sich die für ihr jeweiliges Gebiet Fähigsten heraussuchten um diese auf anderen Schulen in speziellen Gebieten zu fördern. Das waren Sportschulen die sich Eliten heran zu bilden hatten, Russisch-Schulen(da ging es nicht nur um Russisch sondern um Sprachen generell also auch Englisch,Französisch etc. die wurden nur so genannt) aus welchen spätere Journalisten/Dolmetscher usw entstanden.
Bei mir klopfte z.B. diese besagte Russisch-Schule an aber meine Eltern überließen mir die Entscheidung und ich blieb im gewohnten Umfeld der polytechnischen Oberschule wie diese Schulen genannt wurden-ob das ein Fehler in meiner Lebensbahn war kann ich nur schwer mit Ja oder Nein beantworten aber das nur nebenbei.
Jedenfalls im Abschluss dieser 10 jährigen Schule konnte dann JEDER bei erreichen eines gewissen Notendurchschnitts weiterführende Schulen besuchen, manche in Form einer Berufsausbildung mit Abitur andere im direkten Weg von Abitur-Studium, die anderen gingen in eine Lehre welche nach Abschluß aber immer noch den Weg des Studiums in diesem Gebiet offenließ.
Das Manko kam allerdings wenn man sich für ein Studium entschieden hatte, bei mir in meinem erlernten Beruf nach der Lehre,und das war DDR-typisch, vielleicht Resultat aus der Zeit des Mauerbaus. Das Studium in der DDR war für den Studierenden kostenlos für dieses “Geschenk” verpflichtete dieser Staat allerdings Staatstreue oder zumindest die stillschweigende Anerkennung, in meinem Fall wurde mir nahegelegt dass ich meinen “Ehrendienst” bei den Streitkräften verlängern sollte auf Minimum Zeitsoldat (3 Jahre)und bei Ablehnung dieser Erpressung wurde angedroht dass man mich erst zum Grundwehrdienst (18 Monate)”ziehen” würde wenn ich bereits Familie usw hätte. Nun es kam anders, der bereits geplante Ausreiseantrag machte sämtliche Studiumspläne und Wehrdienst-Ambitionen zunichte und sie bekamen mich nie, ich allerdings auch kein Studium….;o(
Und da komme ich zum nächsten Thema was mir auffiel.Nach Einreise hierher,erfolgter praktischer Erfahrung über einige Jahre durch den Druck des notwendigen Geldverdienens finanzierte ich mir die Meisterschule, die Schule also welche MEISTER ihres Faches hervorzubringen hat. Meine Enttäuschung wenn ich das mal so höflich ausdrücken darf war enorm denn dort wurde kein Wissen vermittelt, dort wurde keine Elite gezimmert.Ein Jahr lang wurden dort zwar Themen behandelt die gebraucht wurden um den Abschluß zu erlangen und vor allem die letzten Monate wurde fast nur noch ausschließlich Prüfungsstoff gepaukt aber was einen später in der Selbständigkeit erwartet, was einem zum MEISTER machen sollte wurde wenn überhaupt nur mittels Streifschuß gezeigt. Diese Schule war eine der teuersten Entscheidungen meines damaligen Lebens, welche mich noch Jahre danach monatl. Zahlungen kostete, gebracht hat es mir nur den Titel, das Grundwissen musste ich vorher erworben haben, das MEISTERWISSEN musste ich wie jeder andere Meister wohl auch später im kalten Wasser selber erlernen und ich habe weißgott sehr viel Lehrgeld dafür zahlen müssen dass ich als naiver “Ossi” die Möglichkeit für geleistete Arbeit nicht bezahlt zu werden völlig ausser Acht ließ als mich die Freiheit der Selbständigkeit bezirzte.Vielleicht schuldete dass meine Herkunft also das Nichtaufwachsen hier in diesem Wirtschaftssystem so dass ich verblendete moralische Masstäbe an verträge anlegte, wer weiß.
Letzlich kann ich aus meiner Erfahrung sagen dass nicht jeder der den Titel MEISTER trägt auch das ist was man mit Meister verbindet, erst dass was er durchstanden hat, wie er umgesetzt hat was ihn erwartete macht ihn dazu, somit nicht zwingend Resultat nur eines Titels.
In diesem Mammut-Monolog der mir verziehen sei muss ich noch anführen dass ich dieses dreigliedrige Bildungssystem als eines der Schwächen, in meinen Augen bewusst Beibehaltenen,ansehe. Kinder sind eben Kinder und man kann zwar als Eltern Druck ausüben dass zum festgesetzten Zeitpunkt entsprechende Schulnoten existieren aber damit tut man Kindern mit 10 keinen Gefallen.In der Puberträt vielleicht, wobei da andere Sachen zählen die auch wenn uns dass als Eltern oft nicht mehr einfällt auch sehr wichtig für die Zukunft der Kinder sind. Wer sich heutzutage aus Inkompetenz seiner Grundschullehrer (ich erlebe ständig unfähige Lehrer und mich packt jedesmal die Wut über deren Arroganz auch nocht Wissend zu sein)auf der Hauptschule wiederfindet mit dem tatsächlichen Niederen wird zu einem Zeitpunkt geprägt/bestraft wo er/sie kaum begreifen können was da hereinbrach, gefestigte Menschen also keine 10 jährigen Kinder können das vielleicht und wenn es widerstrebt Gegensteuern, Kinder die vielleicht auch noch aus einem Elternhaus kommen welches die Gefahr für die Zukunft des Kindes nicht erkennen kann können nichts aufhalten, sie sind ausgeliefert und werden entsprechend geprägt, nichtzuletzt durch den fremden Abschaum welcher sich selbstredend auf diesen Hauptschulen tummelt. Nach einer mehrjährigen Schule dieses Niveaus kann man kaum noch erwarten dass da noch Bildungsinteresse usw wächst zumal auch die prägenden Jahre der Pubertät in solch einem Umfeld durchlebt werden.
Und nun letztlich zu der These dass es z.B. Israel und Co nicht diene wenn in Deutschland das Bildungsniveau niedrig sei, auch dem kann ich nicht folgen. Dummheit kann in meinen Augen kein Grund für derlei gravierende Fehler in der Weichenstellung der Politik sein denn die die es letztlich beschließen sind nicht die Denker der Thesen sondern lassen sich zuarbeiten. Diese Zuarbeiter, die ihren Job wohl ähnlich wie ich den meinen mache, MÜSSEN sehen und da es derer ja viele sind die zutragen noch mehr dass wenn man diese und jene Schraube dreht dieses und jenes Endprodukt entsteht und dennoch wird es später beschlossen. Studien über Steuern können definitiv errechnen was am äussersten Ende von Otto und Michel im Geldsäckl ankommt und dennoch werden Dinge beschlossen die kontraproduktiv sind, gleiches im Bildungssystem. Kinder von heute BRAUCHEN nicht mehr wissen, Wissen ist im Zeitalter gekaufter Titel,Medienmeinungsmache, kurzum Weichbrei-Kost nicht von Nöten.Den Pamps von McKotz und die Taste von MTV findet man auch wenn man saublöd ist und genau das sehe ich als die erwünschte Reaktion eines immer weiter in den Keller sinkenden Bildungssystems.Uns Deutschen hat man die Rolle der Wissenschaftler,Ingenieure, Denke usw schon längst abgesprochen, man braucht uns nicht mehr als Aushängeschild und melken kann man auch den blökenden Nur-Konsumenten, der zwar täglich seiner einfachen Arbeit nachgeht im Räderwerk der besagten weltweiten/globalen Großkonzerne mit deren Chefetagen aber eben keine unbequemen Allüren mehr hat und vor allem keine Fragen stellt und das erreicht man nicht mit gebildeteten Menschen. Wir müssen uns auch keine Märkte mehr erstreiten/behaupten das übernehmen doch seit Jahren schon ganz andere und gehts uns immer noch zu gut hagelt es erzeugte Krisen in welchen man dann schön die Schrauben noch fester andrehen kann. Somit macht es durchaus für mich Sinn davon auszugehen dass diese Bildungsnot hierzulande gewollt/geplant ist, der Förderalismus den man uns Deutschen schon vor 500 Jahren als etwas Sinnvolles nahelegte aber natürlich den Sinn für sich selbst vergaß zu erwähnen bestärkt den Zerfall nur, Kommunisten pflegten in den 30-igern zu sagen dass man einen Finger brechen kann aber keine Faust und die Geschichte zeigt dass es Deutschland schon immer am besten ging wenn es geeint war und nicht in zig Kleinstaaten zerstückelt zum Spielball anderer Nation wurde.
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nordmann said on 6. August 2010
In einem Ihrer vorherigen sehr guten Artikel erwähnten Sie ja ebenfalls wie einfach und erträglich ein Mitschwimmen, nachplappern usw ist, weshalb also jetzt die Sicht auf Schulnoten und Abschlüsse?Ich habe auf jeder besuchten Schule bis hin zur Meisterschule Leute kennengelernt welche mit Blut und Schweiß und stetem Auswendiglernen die notwendige Zensur erreichten aber die wurden selten MEISTER ihres Faches, da wäre es besser gewesen bei seinen Leisten zu bleiben als nach Titeln zu streben die Ansehen und Geld bringen sollen, hingegen gab es derer viele die spielend leicht, abends trinkend,lebend und morgens aus dem Nähkästchen die besten Test schreibend durch die Schule gingen, einer von diesen ist z.B. der Handwerker den ich kenne der sein Studium abbrach um Geld zu verdienen heute neben seinem Job abends im Theater spielt aber keinen Titel besitzt ausser dass er nicht nur von mir angesehener Mensch ist. Ich weiß übrigens noch nicht einmal welchen Stand seine Eltern hatten..es interessiert mich auch gar nicht.
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knetwurst said on 7. August 2010
@ nordmann:
Genau ist es. Mit einem Unterschied: die “Proleten-Elite” im Westen, mit ihren gekauften oder von Ghostwritern geschrieben Titelarbeiten, brauchen die fleißigen und kreativen Ingenieure nicht mehr, da diese soviel automatische Fertigungsstrassen entwickelt und gebaut haben, dass die Abschöpfer dieses Segens noch jahrelang mit Geld versorgen wird, ohne das sie einen Handschlag tun müssen. Die Abzocke geht erst in die Hose, wenn z.B. die Autofabriken nichts mehr ausspucken, weil kein Strom mehr fließt um die Fließbänder anzutreiben. Dann ist es aus mit den Gewinnen.
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2martinhe said on 7. August 2010
Meister ist: ..einer, der durch Können und Wissen hervorragt..
Anders als uns die meinungseingebenden qualitätsfreien allgemeinzugänglichen Medien aufoktroyieren versuchen, der (Welt)Meister sei ein Spezialist, nein, in einem Unternehmen ist er nur deshalb ein Gewinn, weil er universal, also ausgesprochen vielseitig ist:
Der Meister weiß genauso mit Besen und Kehrblech zu hantieren, wie den Abfluß der Lokusse seiner Mitarbeiter zu garantieren. Er weiß um das Betriebsklima, vielleicht ist er sogar der einzige, der um die Monatsregel seiner Mitarbeiterinnen weiß. Er weiß jeden Arbeitsplatz zu bedienen, nicht nur das, zu reparieren! Der Meister bildet aus, er züchtigt also Lehrlinge, heute Auszubildene, kurz Azubi’s, als Nachfolgegeneration, den Unternehmensstandart aufrecht zu erhalten. Er urteilt darüber. Er weiß Buch zu führen, kennt die Kunden des Unternehmens.
Kurz: Der Meister, der mehr Arme hätte, als seine zwei gewachsenen, würde das Unternehmen meistern!
Anders der Akademiker, noch schlimmer der akademische Politiker: Fallen seine Malocher weg, fällt sein Unternehmen!
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nordmann said on 7. August 2010
@ 2martinhe:
;o)) Naja, über die Regel meiner Sekretärin wusste ich erst bescheid als es vor 9 Jahren meine Frau wurde, von den vorherigen wusste ich nix…ich schwöre ich bin unschuldig ;o)), aber so in etwa scheints wohl zu sein, neben dem SELBER-STÄNDIG bin ich wahrscheinlich wirklich von der Putzfrau bis hin zum Chef alles ausser bei der Klofrau muss ich vehement dementieren..
Es stimmt was Du sagst aber Meister des Faches sollte er dennoch sein denn er entscheidet wie was ausgeführt wird und das geht schlecht wenn er da nur Mittelmaß ist.Soll keine Selbstbeweihräucherung sein sondern so ist es wirklich.
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M. Manie said on 29. August 2010
Herr Michael Winkler ist sicher kein Dummkopf. Ganz im Gegenteil! Doch jeder hat seine Grenzen oder Schwächen. Da nehme ich mich gar nicht aus! In vielem, was er sagt, klingt jedoch das alte aber leider falsche Verständnis mit an, wer viel weiß, sei auch gescheit (intelligent). Und das stimmt nachweislich nicht!
Nicht nur mir begegneten schon sehr viele, viel zu viele Abiturienten und Akademiker durchaus ‘alter Schule’ mit hochtrabenden Titeln, die zwar viel wussten, dauernd einen Lateinspruch anbringen konnten (dämliche Angeberei, als sei das ein Beweis von Verstand) aber einfache Zusammenhänge nicht begriffen.
Beispiel: Sie schwadronieren gern, wer Latein lernte, lernte logisch denken! – Ach, wirklich? Und wieso ging dann das römische Räuberreich verdient unter? Ist echte Logik denn nicht strenge Folgerichtigkeit, die an der Wirklichkeit gemessen ihren Wahrheitsgehalt beweisen muss?
Nein? Dann taugt solche Logik nichts! Sie ist Unfug und letztlich Verdummung!
Latein war zumindest im weströmischen Bereich sogar die Alltagssprache, doch die ‘gebildeten Eliten’ begriffen in Mehrheit nicht, dass sie so nicht weiter ‘wurschteln’ konnten. Und wieso fiel diesen ‘Gebüldeten’ heute mit ihrem Latein nicht auf, dass gerade in dieser Sprache der übelste ‘unlogische’ Unsinn (christliche Lehre) Jahrhunderte lang verbraten wurde? Man denke nur an den blödsinnigen ‘Hexenhammer’ oder den (verballhornten) Ausspruch des ‘größten’ Kirchenlehrers: “Ich glaube weil es Unsinn ist!”
Alles in Latein!
Wissen (oft als Bildung gemeint) und Verstand sind zwei Paar Stiefel. Wissen kann den Verstand sehr fördern, aber wenn der Verstand nicht reicht, nützt alle ‘Bildung’ nichts. Auch der beste Töpfer kann nicht mal einen einfachen Blumenpott (Bildung) herstellen, wenn ihm der nötige Ton (Verstand) fehlt. Und Titel werden viel zu oft gleichsam gekauft. Entweder von den Eltern mit den richtigen Beziehungen oder von sog. Seilschaften.
Welche Lehrkraft z.B. lässt den Spross von Kollegen durchfallen, lässt ihn oder sie nicht zum Abitur oder zum Studium zu? Keine und Keiner! Es sei denn, der oder die kommt trotz allem ‘Sponsoring’ nicht über Durchschnitt Vier hinaus, was aber echt wundert, weil diese Spösslinge ‘von Haus aus’ einen Bonus haben. Und in den meisten sog. Prüfungen wird ohnehin fast nur platt Wissen abgefragt. Als ob das ein Beweis für Verstand sei!
Man sehe das Beispiel der Leute mit sog. photographischem bzw. eideitischem Gedächtnis. – Die sind oft sogar klinisch schwachsinnig und selten, sehr selten im Alltag ohne fremde Hilfe lebensfähig. Doch die würden jede Wissensprüfung ‘mit Links’ meistern. Dazu bedarf es keines Verstands.
Schon der alte Konfuzius (Kung Fu Tse) sagte vor langen Jahrhunderten sinngemäß: Wer nur viel weiß, ist kaum mehr als ein staubiger Buchladen!
Warum die überkommene dreigliedrige Schule unantastbar sein soll, ist mir schleierhaft. Was soll es z.B. bringen, wenn ein Kind, dessen Begabung erst nach der vierten, fünften oder sechsten Klasse zu Tage tritt oder bemerkt wird, dann nicht mehr in die Oberschule wechseln kann, auch nicht in die Mittelschule? Welchen Sinn macht das? Das ist Blödsinn! Aber so lief und läuft es unter diesen Voraussetzungen.
Da ist die viel geschmähte ‘amerikanische’ Vorgehensweise wesentlich gescheiter: Deine Zeugnisse sind zweitrangig! Zeig’, was Du kannst! Wenn Du es nicht packst, dann trennen wir uns wieder!
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Herr Soundso said on 30. August 2010
M. Maniesagte:
“Und wieso fiel diesen ‘Gebüldeten’ heute mit ihrem Latein nicht auf, dass gerade in dieser Sprache der übelste ‘unlogische’ Unsinn (christliche Lehre) Jahrhunderte lang verbraten wurde? Man denke nur an den blödsinnigen ‘Hexenhammer’ oder den (verballhornten) Ausspruch des ‘größten’ Kirchenlehrers: “Ich glaube weil es Unsinn ist!”
Das fiel ihnen schon auf. Wer kennt nicht den Dialog zwischen Jesus Christus und Pontius Pilatus? Auch wurde das Christentum, eine Erfindung und zumindest am Anfang reine Angelegenheit der Juden, von den Römern bekämpft. Das Christentum war ja gerade der Untergang des römischen Reiches. Es hat Gründe, dass die Rassenkunde die Juden als kulturzersetztende Rasse begreift. Der, der jetzt auf die Juden schimpfen möchte, sollte bedenken, dass der Untergang des römischen Reichs eine Bedingung für die Entstehung des deutschen war…
M. Manie sagte:
“Warum die überkommene dreigliedrige Schule unantastbar sein soll, ist mir schleierhaft. Was soll es z.B. bringen, wenn ein Kind, dessen Begabung erst nach der vierten, fünften oder sechsten Klasse zu Tage tritt oder bemerkt wird, dann nicht mehr in die Oberschule wechseln kann, auch nicht in die Mittelschule? Welchen Sinn macht das? Das ist Blödsinn! Aber so lief und läuft es unter diesen Voraussetzungen.”
Es war und ist durchaus möglich später noch zu wechseln. In beide Richtungen!
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