Die alte Leier: “Niemand hat uns einen Deutschkurs angeboten”
31. August 2010 in Deutschland, Multikultur
Wir kennen dieses Spiel nur gut genug. Wenn die Thesen stimmig sind, die Argumente passen und der Gegenüber keine anderen Argumente hat, dann wird zu altbekannten Keulen gegriffen. Im Falle von Thilo Sarrazin ist es derzeit die Rassismus-Keule, die aber mittlerweile so ausgeleiert erscheint, daß dies nun wirklich niemanden mehr hinter dem Ofen vorholt. So drückt die bundesdeutsche nunmehr stattdessen auf die Tränendrüse. Schließlich hätten wir den “Gastarbeitern” ja so viel zu verdanken und diese hätten in vollster Selbstlosigkeit so viel auf sich genommen um uns undankbaren Deutschen zu helfen. So kann man etwa in der Zeit die Geschichte zweier “Gastarbeiter” lesen, die 1961 auf Grundlage eines Abkommens zwischen der Bundesrepublik und der Türkei als Gastarbeiter nach Deutschland kamen um hier zu arbeiten.
Statt jedoch dankbar für die ihnen gebotene Chance zu sein sich ein besseres Leben aufzubauen, beschweren sich Süleyman Topaloglu (65) und Dursun Güzel (66), daß sie etwa in Schichten arbeiten mußten und “nur” die für ihren Verdienst angemessene Rente erhalten. Selbst nach fast 50 Jahren in Deutschland können diese “Gäste” allerdings immer noch kein Deutsch. Wer daran die Schuld trägt? Die Deutschen natürlich, denn niemand bot Topaloglu und Güzel seinerzeit einen Deutschkursus an. Spontan fiel uns dazu unser BWL-Lehrer ein, der seinerzeit versuchte unseren türkischen Mitschülern das Prinzip von Holschuld und Bringschuld beizubringen ohne dabei auf Verstädnis zu stoßen. Es ist halt nunmal so, daß wir von Menschen erwarten, daß sie ein Mindestmaß an Eigeninitiave aufbringen. So wäre es für Topaloglu und Güzel sicherlich kein Problem gewesen an einer Volkshochschule einen Deutschkurs zu belegen, wie es etwa italienische, spanische oder portugisiesche Gastarbeiter taten.
Die Gastarbeiter kamen auch nicht etwa selbstlos nach Deutschland um ganz selbstlos zu helfen, sondern weil sie für ihre Arbeit angemessen entlohnt wurden und dabei mehr Geld verdienten als sie es in ihren Heimatländern getan hätten. Daß jetzt von uns Deutschen verlangt wird dafür auch noch dankbar zu sein ist nurmehr lachhaft. Wer eine Arbeit verrichtet und dafür bezahlt wird, erhält seinen Dank in Form des Lohnes. Natürlich ist es schön darüber hinaus noch Anerkennung zu erhalten, aber ist dies keineswegs eine Pflicht. Im Falle der Gastarbeiter ist sogar eher das Gegenteil der Fall, weil sie genau wußten, daß sie nur nach Deutschland geholt wurden um in gewissen Industriezweigen die Löhne zu drücken und temporär in diesen Industrien zu arbeiten.
Nach dem Auslaufen der Arbeitsverträge hätte jeder Gastarbeiter die Möglichkeit gehabt in die Heimat zurückzukehren, niemand zwang sie hierzubleiben und sie taten es dennoch, weil sie von Deutschland eine Rundumversorgung für sich selbst und ihre Familienangehörigen erwarteten, was sich derzeit in der hohen der Sozialhilfeempfänger mit “Migrationshintergrund” niederschlägt.
Wer natürlich immer nur nehmen will und nichts geben will oder kann, der muß sich darauf einstellen, daß sein Gastgeber ihn irgendwann nicht mehr haben will. Die Zeit scheint mittlerweile gekommen zu sein, aber auch hier wird die Eigeninitiative zu gehen wohl zu vermissen sein.


Anon said on 31. August 2010
Die ursprünglichen Verträge zur Gastarbeiterentsendung sahen vor, daß diese Leute nur für eine bestimmte Zeit bleiben durften, sondern nach einem bestimmtem Zeitraum wieder heimkehren mußten. Erst nachträglich wurde das aufgeweicht u.a. durch die Arbeitgeber (“der Mann ist gerade so gut eingearbeitet, der kann jetzt unmöglich wieder weg sodaß ich einen Neuen einarbeiten muß”), aber natürlich durch die Herren Gastarbeiter selber (scheint eben doch nicht sooo schlimm zu sein mit der Ausländefeindlichkeit und Rassismus hiertzulande). Genau genommen haben die Herren Topaloglu und Güzel wahrscheinlich gegen die Veträge verstoßen und verdienen damit alles andere als Dank.
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Rodagon said on 1. September 2010
Meines Wissens sind zu Beginn der sog. Gastarbeiter-Aera Griechen, Italiener, Spanier und Portugiesen aktiv von deutscher Seite angeworben worden. Die Türken sind von selbst gekommen …
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Me262 said on 1. September 2010
“Niemand hat uns damals einen Deutschkurs angeboten.”
Demnächst werde ich mal die Straßenbahn vollstinken. Und wenn jemand was sagt dann kann ich mich ja entschuldigen: Niemand mir angeboten meinen Hintern zu wischen.
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Generalissimus said on 2. September 2010
Kein Angebot an Sprachkursen… welch ein Schwachsinn.
Bayern wolte vor 25 Jahren sogar die Kurse zur Pflicht erheben, scheiterte allerdings am Veto der linken “Öffentlichkeit”. Man solle den Migranten und Gastarbeitern ihre Kultur belassen, so der damals überwiegende Tenor. Wie falsch dies war beschrieb Edmund Stoiber anschaulich Anfang der Woche bei “Maischberger”.
Sprachkurse auf freiwilliger Basis gibt es seit Jahrzehnten sowohl von caritativen Einrichtungen wie auch von den Volkshochschulen. Allerdings müsste man da ja seinen Arsch hochkriegen und sich dort hinbewegen – für Migranten offenbar nicht zumutbar !!!
Aber es ist ja auch einfacher zu lamentieren statt auch nur einen Funken an Eigeninitiative zu entwickeln.
Machen wir´s doch mal wie ISRAEL.
Dort ist im Grundgesetz verankert, dass jeder Zuwanderer innerhalb der ersten 6 Monate die Landessprache kennen muss oder aber keine Sozialleistungen erhält.
Die lieben Migranten sollten sich einmal überlegen wo das eigentliche “gelobte Land” liegt !!!
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oschasieber said on 3. September 2010
re Generalissimus #4:
Meine vollste Zustimmung.
Und in den ach so ‘demokratischen’ U,S und A kommt man ohne Englichkenntnisse und Nachweis einer steuerpflichtigen Arbeitsstelle noch nicht mal am Zoll vorbei.
Ach so, Israel. Das wäre eine Gaudi; mit einem Schlag 5Millionen Ölaugen beim Sozialamt von Tel Aviv. Und das, wo die Itzigs die Muselmänner so ins Herz geschlossen haben.
mit nationalistischem Gruß.
oschasieber
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