Jürgen Schwab: Oberschichtpatriotismus
3. September 2010 in Deutschland, Gesellschaft
Der Bundesbanker Thilo Sarrazin entwickelt sich immer mehr zum Wortführer des neuen Oberschichtpatriotismus. Dabei bezieht er verbal Prügel von den Verfechtern des Traditions-Internationalismus, deren linker Pseudo-Internationalismus ohne Nationen auszukommen scheint; deren Zeit nun bald abgelaufen ist.
Auch wenn Sarrazin in der Bundesbank geschasst werden sollte, er ist seiner Zeit voraus. Dies wissen auch Manfred Rouhs von „Pro Deutschland“ und die anderen Rechtspopulisten, die nach einem sehnlichst erwarteten Händedruck mit Sarrazin ihre Hand nicht mehr waschen würden. Der Typus des Kleinbürgers ist halt auf der Rechten weit verbreitet.
Die ideologische Landkarte ändert sich allmählich. Vorbei sind die Zeiten, in denen „Multikulti“ immer nur schön geredet wurde. Nur die „Rechtsextremisten“ würden die große Völkervermischung schlecht reden, so hieß es einmal. Die Wahrheit ist: Multikulti ist solange gut, solange dieses Konzept dem Kapitalismus nutzt. Da aber die Nationen – wenn auch in veränderter Form – auch noch in 100 Jahren Wirklichkeit sein werden, wird es auch in Zukunft keine richtige „One World“, sondern einen Wettbewerb der nationalen Wirtschaftsstandorte geben. Und auch Arbeitnehmer suchen nach Identität und wollen einer nationalen Gruppen zugehören. In diesem Zusammenhang machen sich auch unsere Oberschichtpatrioten – wie Thilo Sarrazin und Peter Sloterdijk – Gedanken um die Zukunft der Deutschland AG.
Siehe: Siehe: http://www.petersloterdijk.net/
Da müssen Tabus, die lange – viel zu lange! – von linken Gutmenschen gepflegt wurden, wie die Gleichheit der Menschenrassen – von den liberalen Sozialdarwinisten langsam und behutsam entsorgt werden. Daß im Durchschnitt (!) gesehen Neger die besseren Hundert-Meter-Läufer und Jazz-Musiker, Türken die besseren Teppichhändler und Deutsche die besseren Ingenieure sind, dies haben zwar Hans Mustermann und Helga Niedlich immer schon gewußt, aber man durfte es nicht öffentlich sagen. Wegen Hitler!
Dabei wußte schon der Psychologe Hans Jürgen Eysenck in seinem Buch „Die Ungleichheit der Menschen“ über Studien aus den USA zu berichten, denenzufolge schwarze Kinder im Durchschnitt in der Schule schlechter abschneiden als weiße.
Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_J%C3%BCrgen_Eysenck
Und dies trifft auch auf junge Afroamerikanern zu, die der Mittelschicht angehören, wo also die Milieutheorie, auf die die Kommunisten schwören, nicht greift.
Der von Gutmenschen immer wieder vorgebrachte Einwand, wir seien doch alle Rassenmischlinge, weshalb jede x-beliebige weitere Rassenmischung unbedenklich sei, läßt der bekennende Rassenmischling Sarrazin nicht gelten. Denn er weiß nur zu genau, daß die keltisch-römisch-germanische Rassenmischung im Rheinland und die deutsch-wendische in Brandenburg und Sachsen ein anderes Leistungspotential in der modernen Arbeitswelt ermöglicht als das Bevölkerungssubstrat von Brasilien oder Südafrika.
Schließlich entscheidet über die Leistungsfähigkeit in der modernen arbeitsteiligen Gesellschaft des Kapitalismus nicht – wie dies oftmals im Nationalen Widerstand behauptet wird – das Kriterium „Rassenreinheit“, sondern die „Mischungsbestandteile“ und das „Mischungsverhältnis“ (im Falle von Rassenmischung). So informiert uns Sarrazin über seinen rassengemischten Stammbaum in „Welt am Sonntag“:
„Welt am Sonntag: Sie verzeihen, aber man könnte eine Nähe zu nazistischen Argumentationsmustern entdecken.
Sarrazin: Grober Unfug. Unter den Nazis wurden Intelligenztests verboten, weil ihre Ergebnisse den Mythos von der Überlegenheit der germanischen Rasse widerlegten. Ich selbst bin eine europäische Promenadenmischung: Väterlicherseits stammt die Familie ab von Hugenotten aus Lyon. Ich habe eine englische Großmutter, irgendwo eine italienische Ururgroßmutter und meinen slawischen Backenknochen sieht man an, dass meine Mutter aus Westpreußen stammt.
Welt am Sonntag: Haben Sie da auch irgendwo einen muslimischen Einschlag?
Sarrazin: Mein Name kommt in Südfrankreich häufiger vor. Er leitet sich von arabischen Seeräubern her, die man im Mittelalter ‚Sarrazenen‛ nannte. Als junger Mann, mit schwarzem Schnurrbart und dichten schwarzen Haaren, sah ich in Parka und Jeans türkischer aus als viele Türken Ich wäre in Kreuzberg gar nicht aufgefallen.“
Siehe: http://www.welt.de/politik/deutschland/article9255898/Moegen-Sie-keine-Tuerken-Herr-Sarrazin.html
Sarrazin hat also mit der weiteren Rassenmischung keine Probleme, solange die Deutschland AG darunter nicht leidet. Der an Allah glaubende Eseltreiber aus Anatolien, dessen Sohn bei uns wahrscheinlich den Hauptschulabschluß nicht schaffen würde, soll bitteschön bleiben wo er herkommt; hingegen soll der weltoffene türkische Informatiker aus Istanbul den deutschen Arbeitsmarkt bereichern und dabei deutschen Informatikern die Gehälter drücken. Für die Anwerbung von intelligenten Juden aus Osteuropa hatte Sarrazin schon vor einiger Zeit plädiert. Daß die Juden über die Zeiten hinweg eine Höherzüchtung betrieben haben, die auch zur Intelligenzsteigerung führte, kann man dem Buch der jüdischen Gelehrten Salcia Landmann „Die Juden als Rasse“ entnehmen.
Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Salcia_Landmann
Wahrscheinlich spielte Sarrazin mit dem komischen Wort „Judengen“ darauf an. Auch gegen einen weiteren Zuzug der Landsleute von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler hätte Sarrazin nichts einzuwenden. Denn intelligente Vietnamesen gibt’s jede Menge, die es bei uns bis zum Abitur und darüber hinaus schaffen können.
Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_R%C3%B6sler
Sarrazin und Sloterdijk sind die Vordenker eines neuen Nietzscheanismus. Zu den „Herren der Erde“ wird potentiell jeder Mensch gehören können, der die kapitalistische (Selbst- und Fremd-) Ausbeutung mittels eigener Begabung und dem Willen zur Unterordnung ins System fördern kann. Hingegen gibt’s für alle, die durch den kapitalistischen Rost fallen, nur Häme und Spott und Disziplinierungsdruck. Der deutsche „Hartz IV“-ler wird sich jedenfalls auf seine Herkunft im Sinne einer Volksgemeinschaft nicht berufen können, wenn Leute wie Sarrazin das Sagen haben. Und manche Funktionäre auf der Rechten verachten aus ihrem bürgerlichen Ehr-Begriff heraus diese „Schmarotzer“ ebenso; weil sie aber typische Bürger sind, sagen sie es nicht offen und ehrlich, da sie dieses „Lumpenproletariat“ noch eine Weile als ehrenamtliche Mitarbeiter und Wahlkampfhelfer brauchen.
Sarrazin liegt zumeist nicht falsch in der Analyse der Gesellschaft – über die fehlende Motivation von Erwerbslosen und die Ungleichheit der Menschen –, sondern in seiner Alternativlosigkeit. Er vermeidet, seine Klasse als die allein Schuldigen des Niederganges Deutschlands zu nennen. Oder sind die vielen türkischen und arabischen Hauptschulabbrecher bei uns vom Himmel gefallen? Wer hat denn deren Eltern unbedingt herholen müssen? Vielleicht hätte man schon in den 1960er Jahren intelligentere indische Ingenieure und Mathematiker gewaltsam in die BRD verschleppen sollen? Denn freiwillig kommen von denen (Gott sei Dank!) nicht allzu viele her. Schließlich lernen Inder in der Schule Englisch und wandern lieber in die USA oder nach Australien aus.
Jürgen Schwab
Bücher von Jürgen Schwab:
Angriff der neuen Linken – Herausforderung für die nationale Rechte. Hohenrain Verlag, Tübingen 2009, 19,80 Euro.
Die „Westliche Wertegemeinschaft“, Abrechnung, Alternativen. Hohenrain Verlag, Tübingen 2007, 19,50 Euro.
Volksstaat statt Weltherrschaft. Das Volk – Maß aller Dinge. Hohenrain Verlag, Tübingen 2002, 9,80 Euro.
Siehe auch:
http://sachedesvolkes.wordpress.com/


Nonkonformer Publizist said on 4. September 2010
Natürlich gibt es auch einen “Oberschichten-Nationalismus”, den einige aus der “Oberschicht” pflegen.
Ob nun Sarrazin auch dazu gehört, möchte ich aber bezweifeln, da steht offenbar sein Satz, “daß er möchte, daß auch noch seine Enkel oder Urenkel in Deutschland leben werden” dagegen. Die Positiv-Beschreibung weniger ausländischer Einwanderer mit guter Qualifikation ist auch nicht so naegativ zu sehen wie Schwab dies insuiniert, außerdem kann Sarrazin dies auch so ausdrücken – daß er nichts gegen solche, wenige Einwanderer hat – um nicht noch mehr Haß auf sich zu ziehen, als er ihm ohnehin schon ausgesetzt wird.
Diese bewetung von ihm kann also wohl kalkuliert sein,
muß nicht seiner tiefen Überzeugung entsprechen. Generell
kann man auch bei der Einwanderung von wenigen 10 000
qualifiierten und integrationsfähigen Personen keinen
Nachteil sehen, sie sind doch als vorteilhaft anzusehen,
werden auch nach wenigen Generationen assimiliert und
“aufgesogen”. Außerdem beklagt Sarrazin zu Recht ja auch
die Bildungsferne einer deutschen Unterschicht, deren
höhere Reproduktion gegenüber z.B. Akademikerpaaren, die
meistens kinderlos bleiben, dies ist wirklich neben der
Einwanderungs-Unpolitik ein schwerer NAchteil für unser
Volk.
Im Falle Sloterdijk mag es anders sein: er ist 1947 in
Karlsruhe geboren, muß eigentlich mit diesem niederl.-
flämischen Allerweltsnamen ein Kind eines SS-Freiwilligen
aus diesen Ländern sein, der hier bleiben mußte und durfte, weil er eine Deutsche geheiratet hatte. Wenn er
kurz nach dem Kriege in seine Heimat zurückgekehrt wäre,
hätte man ihn gehängt oder langjährig ins Gefängnis geworfen, auch wenn er nur Mannschaftsdienstgrad in der
Waffen-SS war. Sloterdijk hatte mal vor ca. 20 Jahren
einen großen Artikel mit Aufruf zum “Tabubruch” veröffentlicht, ich habe ihm seinerzeit geschrieben und
die “wirklichen” Tabubrüche angemahnt, keine Antwort.
Bei ihm scheint es sich um einen typischen Opportunisten
zu handeln, Sarrazin scheint es nicht zu sein. Natürlich
teile ich aber Schwabs Ansicht, daß es absolut keinen
Wert hat, mit ihm eine neue Partei zu gründen oder zu einer bestehenden “rechten” zu gehen, dazu ist er trotz
allem zu “systemkonform”. Rouhs sollte das eigentlich
auch wissen, außerdem wäre es taktisch unklug, ihn zu
vereinnahmen, in der SPD oder als Renegat ist er viel
wertvoller!
Zustimmung oder Ablehnung:
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bandler said on 4. September 2010
ich glaube in ein paar wochen ist sarrazin vergessen und die politiker geniessen wieder ihre privilegien.
Zustimmung oder Ablehnung:
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