Deutsche Familienunternehmen – Olymp
24. April 2006 in Deutschland, Wirtschaft
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In einer Studie bezüglich der staatlichen Bedingungen für Familienunternehmen schloß die Bundesrepublik erwartungsgemäß unter ferner liefen ab. So lag man gerade mal auf Rang 11 von 14 getesten Ländern, weit abgeschlagen hinter Großbritannien, den USA, Irland, Schweiz und Tschechien, welche die ersten Ränge belegten. Wenn man nicht vom bösen Willen ausgeht, hat es sich anscheinend bis in die politischen Chefetagen der Bundesrepublik noch nicht herumgesprochen, dass die 12.000 bis 13.000 deutschen Familienunternehmen weitaus mehr Arbeitsplätze schaffen als die internationalen Großkonzerne. Die Oberhemdenfirma Olymp ist hierbei ist nur eines von vielen Beispielen eines deutschen Familienunternehmens.
Das Unternehmen wurde 1951 von Eugen Bezner gegründet, und nach seinem Tod im Jahre 1960 durch seinen Sohn Eberhard übernommen, der das Unternehmen mit seinem Sohn Mark leitet. Der Sitz des Unternehmens befindet sich in Bietigheim-Bissingen nahe Stuttgart und beschäftigt 256 Mitarbeiter. Mit der Übernahme des Unternehmens durch den nunmehr 70 Jahre alten Eberhard Bezner begann jedoch leider die Internationalisierung des Unternehmens, was zur Folge hatte, dass der Firmensitz nahe Stuttgart nur noch als Entwicklungslabor, Testlabor, Verwaltungszentrale und Zentrallager fungiert. Nichtsdestotrotz zählen Olymp-Hemden in der Preisklasse zwischen 30 und 60 Euro zu den qualitativ hochwertigsten Hemden, die der Markt zu bieten hat, was vor allem an der hohen Material- und Verarbeitungsqualität liegt, die ständig durch deutsche Olymp-Techniker an Auslandsstandorten überwacht wird. Alle Hemden werden dabei zu 70% in Handarbeit gefertigt. Zwei Drittel aller produzierten Hemden werden in Deutschland verkauft.
Siehe auch:
Handelsblatt – 04. April 2006


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