Sprachreinigung… Wenn mal ein guter Vorschlag kommt

Wenn ein Politiker aus dem etablierten Parteienkartell mal seinem Menschenverstand gebraucht und einen vernünftigen Vorschlag macht, kann man sich sicher sein, daß die Presseschmierer sogleich gegen denjenigen zum Angriff blasen. So machte der Verkehrsminister der CSU, Peter Ramsauer, den Vorschlag unnötige Anglizismen aus der deutschen Sprache zu entfernen, was ihm direkt sarkastische Beiträge von Web.de, dem Stern und der TAZ einhandelte. Es ist schon erstaunlich wie unsere unabhängigen Medien zum gleichen Zeitpunkt immer die genau gleichen Ansichten und diese auch noch im selben Sarkasmus ausdrücken. Wüsste man es nicht besser, würde man hier glatt von Gleichschaltung sprechen.

Ramsauer jedenfalls hat versucht in seinem Ministerium englische Begriffe auszumerzen und durch deutsche Begriffe zu ersetzen. Das Travel Management heißt nun wieder Reisestelle und das Kick-Off-Meeting heißt wie im Deutschen üblich nun wieder Auftaktveranstaltung, was für den Schreiberling von web.de offenbar ein Schimpfwort ist. Auch ein Mark Stöhr vom Stern ist der Ansicht, daß deutsche Begriffe mehr nach “Töpfern oder Topfschlagen unter therapeutischer Aufsicht” klingen, wie etwa die Verwendung des Begriffes “hauseigene Seminare” statt “Inhouse Meetings”. Seine eigene Dummheit offenbart Stöhr letzendlich, wenn er versucht das deutsche “Gott sei Dank” als “God be thank” zu verenglischen, anstatt die im Englischen übliche Redewendung “Thank God” zu verwenden.

Vielleicht wäre es ja auch einfach nur mal an der Zeit mitsamt allen unnötigen Anglizismen auch mal in den Redaktionsstuben auszumisten. Aber keine Sorge, statt dem Dankbarkeitsorden “Laternenpfahl am Bande”, kann die Schmierenjournaille auch gerne die Gratitude Medal “Lamp-Post on the Rope” haben.

Das Ziel sollte natürlich nicht sein alle fremden Begriffe durch Neologismen zu ersetzen, aber es ist wirklich unnötig englische Begriffe zu verwenden, wenn deutsche Begriffe vorhanden sind. So hieß das Ticket früher mal Eintrittskarte oder Fahrkarte und auch die Task Forces waren früher mal Projektgruppen, genauso wie der Department Manager zuvor Abteilungsleiter hieß. Der Beispiele gibt es Unzählige und die deutsche Sprache von solchen Begriffen, mit denen gerade ältere Menschen Probleme haben, zu reinigen heißt nicht, daß die französischen Pommes Frites nun frittierte Kartfoffelschnitten heißen sollen. Aber vielleicht sollten die Verfechter der Anglizismen einen Engländer oder Amerikaner mal nach seinem “Handy” (handlich) fragen oder schauen, ob er einen “Body Bag” (Leichensack) möchte.

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35 Kommentare zu “Sprachreinigung… Wenn mal ein guter Vorschlag kommt”

  1. Gerald Franz sagt:

    Es ist schon bedauerlich, wenn man leider mit ansehen muß, wie der Doofmichel sich angesichts der Pornographierung seines deutschen Sprachgutes ohne Widerstand geduldig einschläfern läßt. Dabei kann jeder dazu beitragen, indem er um eine Übersetzung oder Erklärung bittet; denn dazu hat jeder Deutsche Anspruch. Das heißt im Geschäft lasse man sich an der Kasse genau übersetzen, was der böse Feind hier verschlüsselt mitteilt. Und an Behörden, Ämter und Geschäftspartner schickt man unverständliche Post einfach zurück. Vor allem in der Schule achte man auf allerbestes Deutsch und greife Lehrer, welche meinen, hier dem Zeitgeist frönen zu müssen öffentlich an. Jeder kann und sollte etwas tun!

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  2. nordmann sagt:

    Das alles gehört zum damals gewünschten Weg für uns “lästige” da zu fleißige Deutsche. Zerstörung unserer Kulturgüter, Zerschlagung unserer frei gewählten Reichsregierung und deren Abstempeln zu Verbrechern, Ermordung, Vernichtung durch Verleumdung unserer ruhmreichen Geschichte, milliardenfacher Patenraub, über 1/3 unseres Landes geraubt, Einsetzung einer usraelitisch hörigen Politbande, Einführung eines Wirtschaftssystems welches die Einwohner nach profitabel oder nutzlos einstuft, Vernichtung des gewohnten Bildungssystems auf hohem Niveau im Austausch gegen usraelitische Dummheit, Umnebelung und Verblendung des Wahlviehs mit eingeimpften Wünschen, Lebensnotwendigkeiten, Zerstörung unserer Sprache und damit unserer Kulturgrundlage durch verblödete Fremdwörter, Verknappung der Lebensumstände durch, Zahlung irgendwelcher Erpressungsgelder usw.
    Sich zu wehren kann nicht mehr nur heißen den Mund aufzumachen, es ist die Zeit in der wir unseren Humanismus hinten anstehen lassen müssen. Humanismus kann sich eine Nation leisten wenn es ihr gut geht, wir stehen vor der Vernichtung und da kann humaner Umgang mit diesen Verbrechern nicht helfen. Es wird Zeit aus den Hämmern Streithämmer werden zu lassen, aus Pflügen Schwerter usw. Die gehen nicht freiwillig, unter Garantie, die oder wir…

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  3. michel(angelo) sagt:

    Die Nutzer dieser fremden Sprachelemente sind keine “Doofmichel”, sondern Speichellecker, die herausgefunden haben, daß, wenn sie sich der “Besatzungskultur” besonders anbiedern, ihnen materielle Vorteile winken können.

    Insofern leisten sie mit ihrer Arschkriecherei den Deutschen und Deutschland einen Bärendienst. Eine Fremdsprache zu nutzen, dort wo es nötig ist, ist selbstverstanden, aber alle üblichen deutschen Geschäftsbezeichnungen in einer ausländischen Sprache anzubieten ist eben Anbiederei.

    Und da hat die westdeutsche Blinden-und Sehschwachen-Gesellschaft ebenfalls vollkommen versagt. Die DDR-Bürger hatten ihr System aufgearbeitet, nach über 20 Jahren wird es langsam Zeit, dass die Westseite aus ihrem Verdummungs-Koma erwacht.

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  4. Realität sagt:

    @ nordmann:

    Er hat Recht: Amboß oder Hammer sein, dazwischen kann nur das geschlagene Medium liegen, also wir, die wir von zwei Seiten fixiert sind. Der Amboß sind die Siegermächte und der Hammer sind unsere Politiker, dazwischen liegen die Gutmenschen und werden weichgeklopft. Ein anschaulichen Beispiel, besonders für den Michel.

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  5. Gerald Franz sagt:

    Noch doller wird es beim persönlichen Einkauf eines Mobiltelphons, wenn man sich jeden vom Verkäufer benutzten Pornobegriff ins Deutsche übersetzen läßt. Dabei bemerkt man sofort, daß die armen “Jobber” selbst überhaupt nicht verstehen, was sie da verkaufen müssen.

    Der Spaß hört aber endgültig auf, und wird sündhaft teuer, wenn man die hohen Schäden betrachtet, welche in der Industrie durch befohlene sprachliche Unzulänglichkeiten verursacht werden.

    Bei Onkel Adolf machte man zuerst eine Lehre oder ein Praktikum, damit man die Produkte kennen und ihre Verwendung verstehen lernte. Erst dann ging man auf die TH. Heute ist es umgekehrt und noch viel schlimmer, weil man erst den Begriff auf Pigdenenlisch lernt, der oft sehr wesentlich von der deutschen Bedeutung abweicht.

    Daher kommt es vermehrt, daß junge Ingenieure von den erfahrenen Maschinenbauern in der Besatzungs-BRDDR überhaupt nicht mehr verstanden werden. Damit verlieren sie an Autorität und die Firma an Gewinn.

    Und wenn Frau Dr. Sauermerkel-Hosenanzug noch mehr Pissesäufer-, äh pimentierte Arier hier als unentberliche Führungskräfte einschleust, erleben wir sinnbildlich eine Neuauflage des Turmbaues von Babel!

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  6. Der Irmine sagt:

    Ich möchte zu diesem Thema auf ein Büchlein von Michael Winkler verweisen: Betrüger Republik Deutschland (falls es hier Menschn gibt, die es noch nicht gelesen haben). Insbesondere das Kapitel “Deutsch” ist köstlich (traurig, aber wahr aus der Seele eines gedanklich, nicht beeinflußt, denkenden Deutschen).

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  7. Peter Karner sagt:

    Man sieht es überall. Nichts funktioniert mehr richtig und überall ist der Wurm drin.
    Seit diese gegen alle Vernunft und Naturgesetze verstoßende hirnlose und zerstörerische Politik ihren Einzug in alle Ebenen gefunden hat, werden überall nur die Dümmsten der Dummen in leitende Positionen gehievt. Wen man heute als intelligent und Könner bezeichnet, den hätte man vor 40 Jahren nicht mal als Straßenkehrer eingestellt!
    Kein Wunder also, wenn Steuergelder verschwendet, Firmen ruiniert und selbst auf der untersten Ebene nicht mal mehr die einfachsten Dinge normal ablaufen.
    Schade ist nur, daß die Masse sich das gefallen läßt, denn die leiden am meisten darunter und finanzieren all diesen Parasiten mit ihrer Arbeitsleistung und Wählerstimme ihre weit überzogenen Bezüge!

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  8. Eugen sagt:

    Wenn die Worte nicht stimmen, dann ist das, was gesagt wird, nicht das Gemeinte.
    Wenn das, was gesagt wird, nicht das Gemeinte ist, dann sind auch die Taten
    nicht in Ordnung. Sind die Taten nicht in Ordnung, so verderben die Sitten.
    Verderben die Sitten, so wird die Justiz überfordert. Wird die Justiz überfordert,
    so weiß das Volk nicht, wohin es sich wenden soll. Deshalb achte man darauf,
    daß die Worte stimmen. Das ist das Wichtigste von allem.

    Konfuzius (551 – 479 v. Chr.)

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  9. Schröder sagt:

    Ein Zensor einer bekannten Schmieren-Gazette hat letzte Woche einen Kommentar von mir gelöscht. Das einzige bayerische Wort in dem Kommentar war das Wort “hinterfotzig”. Damit hatte ich wohl gegen die Netiquette verstoßen. Für sein Hirn stand das Wort warscheinlich für ” hinter dem Venushügel”. Ja pfiu Teufel, was für eine pornografische Schreibweise des Kommentarschreibers.

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  10. Jens N. sagt:

    Zum Abschluss des Jahres aber trotzdem noch etwas Versöhnliches in Sachen “deutsche Sprache”. Einige Firmen und Warenhausketten haben begriffen, das die Sprachpanscherei die sie fabriziert haben, von den Kunden nicht etwa als weltoffen, sondern als blöd und anbiedernd aufgefasst wurde. So hat die Parfümerie “Douglas” ihren damaligen Werbespruch “come in and find out” längst wieder aus dem Programm genommen und ersetzt durch “macht das Leben schöner”!

    Genauso wie Klopsbraterei Mc Doof die von ihrem Werbespruch “Every Time a good Time” abrückte und nun mit “Mc Donalds – ich liebe es” auf Kundenfang geht. Habe mal einen Textabscnitt kopiert den ich im Weltnetz auf der Seite “studentische Zeitschrift zur Sprache und Kommunikation “gefunden habe:

    “Wie kommt es also, dass die Anglizismen scheinbar den Rückwärtsgang eingelegt haben? Dass der Mitsubishi-Fahrer keine Angst mehr haben muss, die Fahrt in seinem Auto nicht zu überleben („Drive alive“), sondern sich auf „Heute, Morgen, Übermorgen“ freuen kann?”

    Hin und wieder gibt es in diesem Irrenhaus doch noch so etwas wie Menschenverstand! Allen anderen einen schönen feuchtfröhlichen Jahreswechsel!

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  11. RW sagt:

    „In unserer Sprache sollten Fremdwörter nur auftauchen,
    wenn’s gar nicht anders geht. Daran sei stets dann erinnert,
    wenn eines auftaucht, das gänzlich fehl am Platze ist,
    weil selbst der Verfasser seine Bedeutung nicht kennt.“

    Horst Mahler

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  12. Samurai sagt:

    Es wurden die Werke von Shakespeare schon vor zweihundert Jahren meisterhaft in’s Deutsche übersetzt und später ebenso Goethes FAUST in die englische Sprache. Man erzähle also nicht immer wieder das Ammenmärchen, für diesen oder jenen englischsprachigen Begriff gäbe es keine deutsche Entsprechung.
    Es gibt diese IMMER!

    Man nenne mir einen englischen Begriff, erkläre mir, was darunter zu verstehen ist, und ich finde umgehend das zugehörige deutsche Wort dazu. Jeder Deutsche ist berechtigt sprachschöpferisch tätig zu werden, es müssen nur folgende Bedingungen erfüllt sein:

    – Der neue Begriff darf noch nicht anderweitig vergeben sein, und
    – der neue Begriff muß den Sachverhalt so genau wie möglich und so treffend wie möglich wiedergeben.

    Zum Beispiel wird dann aus einem Airbag ein Sicherheitsprallsack und aus einem Skateboard ein Schneegleiter, aus einem Laptop ein Klapprechner, usw…..

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  13. nordmann sagt:

    Na hoffentlich wird aus einem Skateboard kein Schneegleiter..und wenn nur mit Winterreifen :-)

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  14. Me262 sagt:

    Samurai hat ja im Prinzip recht, Goethe und Shakespeare sind aber zu diese Thematik keine passenden Beispiele. Natürlich gibt es gute Übersetzungen, aber ein literarisches Werk verliert durch die Übersetzung immer. Da aber die wenigsten Leute andere Sprachen außer der Muttersprache perfekt beherrschen sind diese Übersetzungen schlichtweg notwendig.

    In der Umgangssprache jedoch sind sie kein Notbehelf sondern überflüssig. Sonst kommen solche “Schönheiten” zustande wie ich sie letztens an einem Geschäft sah: “Matratzen, Betten and more” stand da zu lesen …

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  15. Samurai sagt:

    @ nordmann:

    Dann kreiere doch das Wort “Schibrett” für “Skateboard” oder nimm’ ein anderes, aber verwende es dann auch!
    Wenn dieses neue deutsche Wort eingängig ist, dann staunst Du, wie schnell es sich verbreiten wird. Und Du kannst dann von Dir sagen, daß Du selbst der Sprachschöpfer gewesen sein wirst.
    Sprache lebt und deren Gestalter sind wir Deutschen alle.

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  16. Magna Germania sagt:

    Aus dem Bericht:
    “Wenn ein Politiker aus dem etablierten Parteienkartell mal seinem Menschenverstand gebraucht….”

    Das dürfte -mit Verlaub- etwas zu hochgegriffen sein, aber sei es drum.

    Bei allem verständlichen Unmut über die Verdenglischung (wo gehört dieses schöne Wort denn hin?) der Heimatsprache sollte man jedoch nie aus dem Blick verlieren, daß selbst mit unserer Sprache genug manipuliert werden kann.
    Nehmen wir folgendes Beispiel:

    Eine sogenannte “verfassungsfeindliche” Partei oder Vereinigung (was ja oft genug zu hören und zu lesen ist) gibt es gar nicht.

    Entweder ist etwas verboten oder erlaubt – fertig.
    Darüber entscheidet allein das BVG – jetzt mal abgesehen von dessen Legitimität ist das ja der derzeitige real existierende Stand, oder heißt das Status Quo
    ;-)

    Jedenfalls erlaubt die Einstufung als verfassungsfeindlich oder rechtsextrem u.v.a.m. (wer stuft eigentlich die Einstufer ein) bereits in aller Öffentlichkeit und faktisch widerstandslos die Wegnahme der Grundrechte für den entscheidenden Moment.
    Da hilft es auch nicht, wenn nach jahrelangen Prozessen dann doch den “extremen Feinden” Recht gegeben werden muß.

    Hier sollte ein Minister zunächst anfangen, danach können wir auch wieder mal mit der “Funkwellenfernübertragungsunterhaltungsmaschine” (kurz Händie) rumhantieren.

    Guten Rutsch allerseits trotz ausverkaufter Winterreifen in der hitzewallenden Klimaerwärmungszone.

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  17. tuningfossil sagt:

    Die deutsche Sprache ist eine der ausdruckreichsten. In romansichen Sprachen muss alles umschrieben werden.
    Benutzer von Anglizismen täuschen oft nur Wissen vor. Sog. Computerfreaks werfen dann noch mit Abkürzungen herum. Am Ende so eines Erklärungsversuches bitte ich dann um eine Übersetzung in deutscher Sprache mit Begriffen, die ich auch verstehe. Dann sind die Kameraden oft am Ende ihres Lateins.
    Machen Sie einmal die Probe

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  18. nordmann sagt:

    @ Samurai:
    Nichts für ungut, ehrenvoller japan.Krieger :-) aber du meinst bestimmt Snowboard dann würde dein Schneebrett ja stimmen, Skateboard würde ich dann eher als Rollbrett übersetzen. Aber eine andere Frage wozu braucht man das? Solche “Sportgeräte” sind Teil der Veramerikanisierung, ob Kinder anderer Nationen derlei Dinge wirklich benötigen sei noch dahin gestellt, jedenfalls kann man getrost fremde Dinge auch beim fremden Namen nennen. Unerträglich wirds erst wenn deutsche Schulabschlüsse oder generell deutsche Begriffe ins Pidgindenglish verschandelt werden. Ebenfalls das erwähnte Umbenennen bekannter Begriffe ins Neusprech nur um den Anflug von Moderne zu bekommen empfinde ich als nervend, eine Klofrau bleibt eine Klofrau egal wie man diesen Beruf noch formschön umschreiben möchte. Dahinter steckt auch keine Steigerungsabsicht des Ansehens einzelner Berufe denn dafür wird überhaupt nichts getan, Müllfahrer, Klofrauen, Handwerker, Kassiererinnen usw werden in die Volkspsyche als niederes Volk eingestuft und diese Berufe verunglimpft dabei müsste jedem klar sein dass man ohne Menschen die dieses ausführen nicht leben könnte, gleiches z.B. auch für unsere Soldaten die (vorrausgesetzt eine vernünftige, frei gewählte DEUTSCHE Regierung würde den Befehl erteilen) ja schließlich ihren Kopf hinhalten sollen damit Müller, Meier, Icke ungestört weiter leben können. Zu solch psycholog. Umerziehung muss man sich aber dazu durch ringen offen zuzugeben dass eben nicht alle gleich sind, manche dienen den Land mit ihrem Intellekt andere aber haben ihre Vorzüge im praktischen Bereich und einigen fällt es eben schwer genügend Intellekt aufzubringen um eins und eins zusammen zu zählen, deshalb können sie aber trotzdem Teil der Volksgemeinschaft sein die ihren Teil zum Gemeinwohl beitragen, man muss nur die Linken daran hindern jedem “Nichtintelligenten” einzureden er könne mit viel staatl. Mitteln etc. mal in Führungsschichten aufsteigen, das wird er nie und er sollte seine Lebenszeit besser nutzen und Menschen die die besagten “niederen Arbeiten” ausführen sollen natürlich dann auch ihr verdientes Auskommen haben denn Bittsteller sind es dann natürlich wirklich nicht, zu solchen wollen es nur die Umerzieher jedwedes log. Denkens bringen, dieselben Leute die mittels Neuerfindung bestehender Begriffe alles einem neuen Sinn geben wollen, einzig und allein um Unzufriedenheit und Unruhe im Volk zu schaffen damit sie ungestört ihr schändliches Treiben fortsetzen können, denn wer damit beschäftigt ist seinen Hass gegen “Besserverdienende” zu richten wird die wahren Vergifter des Lebens nicht erkennen.

    Allen Mitstreitern einen gesunden und fröhlichen Rutsch ins Jahr 2011 im Kreise von Freunden und Familienmitgliedern.

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  19. Eugen sagt:

    @nordmann,
    Die Sinnveränderung der Worte dürften schon viel älter sein, als wir uns das vorstellen können.
    So sind auch Begriffe, die heutzutage voll in der Umgangssprache integriert sind, vor Generationen entstanden bzw. übernommen worden, über die sich keiner mehr den Kopf zerbricht.
    So zum Beispiel dein wohl- und sicher gutgemeinter “Rutsch”.
    Die Herkunft dürfte dir sicherlich geläufig sein. Dieses Wort ist auch erst seit vielleicht 4 oder 5 Generationen zur Umgangssprache mutiert.
    Trotzdem allen einen guten Start ins neue Jahr und viel Kraft.

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  20. Eugen sagt:

    und noch ebbes netts zu Johresend: Die Göttliche Sproch

    … und am 8.Tag erschuf Gott die Dialekte.
    Alle Völkchen waren glücklich.
    Der Berliner sagte: “Icke hab enn wahnsinnsn Dialekt, wa?”
    Der Hanseate sagte: “Moin Dialekt ist dufte, ne!”
    Der Kölner sagte: “Hey, du Jeck, mit Kölsch feiert man Karneval!” Der Hesse sagte: “Babbel net, di Hessa babbeln des best Hochdeutsch!”
    Der Sachse sagte: “Ja nu freilisch is äs Sächschis klosse!”

    Nur für den Schwaben war kein Dialekt übrig.
    Da wurde der Schwabe traurig…

    Irgendwann sagte dann Gott: “Was solls, no schwedscht hald wi i, kerle”

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  21. Samurai sagt:

    @ nordmann:

    Hier haben Sie recht, und das ist zugleich ein Beispiel dafür, daß die Veramerikanisierung der deutschen Sprache zu einer zunehmenden zunächst sprachlichen und später geistigen Verwirrung (Snowboard, Skateboard?) der Deutschen führt – was ja auch seitens des Hauptsiegers des II. Weltkrieges so beabsichtigt war, denn nur deshalb hatte er ja den Krieg gegen das Deutsche Reich geführt.
    Natürlich hatte ich das Snowboard gemeint und Skateboard geschrieben. Mein Fehler!
    Aber glauben Sie mir, dieser Fehler wäre mir nicht passiert, hätte ich von Anfang an nur von Rollschuhen und Schibrettern gesprochen bzw. geschrieben. In diesem spracherklärenden Fall war jedoch das Anführen beispielhafter Begriffe englisch-amerikanischer Herkunft unumgänglich.

    Kürzlich war ich unmittelbarer Zeuge, wie ein Entwicklungsleiter vor der Menge der Entwickler (Ingenieure, Techniker, Laboranten, Fachkräfte, usw.) die Ziele des gemeinsamen Unternehmens darzustellen versuchte. Leider war sein Vortrag gespickt mit englischen “Marketing-Begriffen”, von denen ich genau weiß, daß die Mehrzahl der Zuhörer diese nicht verstanden hatte, und nur zu zurückhaltend war, nachzufragen. Das aber werde ich beim zweiten und nächsten Vortrag tun.
    Wohingegen ein urdeutscher Begriff aus der Unternehmensforschung, wie z. B. “Fünfjahresplan” so selbsterklärend ist, daß auch ein biederer Lehrling sofort versteht, was damit gemeint ist.

    Lernen wir Deutschen von den Polen, die hundert Jahre oder mehr von den Russen sehr unterdrückt wurden und von den Preußen-Deutschen kaum, daß die Sprache die letzte Bastion eines besiegten Volkes darstellt. Stellen wir uns dem und verteidigen wir unsere Sprache vehement.
    Oder spricht etwas dagegen z. B. im Umgang mit anderen das “Handy” als Taschentelefon zu bezeichnen, was analog wäre zur Taschenuhr, zum Taschentuch und zum Taschenradio früherer Jahrzehnte?

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  22. Gerald Franz sagt:

    Möglichkeiten zum Widerstand gibt es doch bereits, wenn man eine Rechnung mit der US-amerikanischen Datumsangabe erhält. Diese bitte regelmäßig zurückschicken und erst dann bezahlen, wenn sie mit einer deutschen Datumsangabe versehen wurde. Schließlich gehört es nicht zu unseren Aufgaben, die Datumsangaben zu übersetzten. Außerdem handelt es sich bei einer Rechnung um ein Dokument, an dem nichts verändert werden darf.

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  23. Karl Napp sagt:

    ZITAT: “Seine eigene Dummheit offenbart Stöhr letzendlich, wenn
    er versucht das deutsche “Gott sei Dank” als “God be thank” zu
    verenglischen, anstatt die im Englischen übliche
    Redewendung “Thank God” zu verwenden.”

    Wenn man so dicke mitten drin im Glashauss sitzt, sollte man nicht einmal daran DENKEN (!), mit Steinen zu werfen. Denn es ist für jeden auch nur halbwegs gebildeten Menschen offenkundig, dass der Stern-Autor Stöhr “God be thank” bewusst und mit voller Absicht (!) in falschem Englisch formuliert hat, als ironisch-feinsinniges Bonmot auf das stümperhafte Westerwelle- und Oettinger-Englisch, um das es in dem fraglichen Absatz geht.

    Wer das nicht auf Anhieb erkennt – peinlich genug! Aber wer dann auch noch versucht, eine OFFENKUNDIG ironische Phrase in ABSICHTLICH falschem Englisch zu einem angeblichen Beleg für die “Dummheit” eines anderen Menschen auszulegen bzw. umzulügen, ist entweder ein dreister Wahrheitsverbieger und plumper Tatsachenverdreher – oder aber SELBST mit jener “Dummheit” gesegnet, die er anderen (völlig zu Unrecht!) unterstellt…

    http://www.stern.de/kultur/buecher/ramsauers-kampf-gegen-anglizismen-man-spricht-deutsch-1540459.html

    Eine hitzige Debatte. Was denken Sie? Daumen hoch 4 Daumen runter 8

  24. Wilmsch sagt:

    @ Karl Napp:
    Also für mich war die Aussagen von Herrn Stöhr nicht offensichtlich ironisch, aber ich bin ja auch kein treuer und polyglotter BRDler wie Sie. Die Aussage von Stöhr, mit der Sie Ihre These untermauern befindet sich übrigens im vorhergehenden Absatz, hat also mit der Aussage direkt gar nichts zu tun. Aber was macht man nicht alles um sich seine BRD-Traumwelt zu erhalten.

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  25. Magna Germania sagt:

    Zu Karl Napp:

    Ihre “Offenkundigkeiten” sind wohl eher etwas für die Kommentarspalten in den gleichgeschalteten Systemherolden – sofern deren Stränge nicht umgehend geschlossen werden versteht sich.

    Auch aus dem Artikel:
    “Es gibt noch viel zu tun für den Sprach-Terminator von der CSU….”

    Soso, der “Terminierer” also, der Abschließer, Beender, der Töter.
    Geht es nicht eben um genau das Gegenteil – die Rettung der deutschen Sprache ?
    ;-)

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  26. Karl Napp sagt:

    Wilmsch sagte::

    Also für mich war die Aussagen von Herrn Stöhr nicht offensichtlich ironisch, aber ich bin ja auch kein treuer und polyglotter BRDler wie Sie.

    Das muss man auch gar nicht sein. Man muss einfach nur etwas Sinn für Humor und Ironie haben. Oder zumindest in den letzten Jahren mit offenen Augen und Ohren durch die Welt gegangen sein – dann nämlich wird einem aufgefallen sein, dass Phrasen in absichtlich-falschem Englisch wie etwa “I only understand train station” (für “Ich verstehe nur Bahnhof”) oder “My English is under all pig” (für “Mein Englisch ist unter aller Sau”) oder auch “It´s not the yellow of the egg” (für “Es ist nicht das gelbe vom Ei”) allgemein gebräuchliche ironische Redewendungen sind, um sich über die “Denglisch”-Fraktion mit ihrem notorischen Hang zu falschem Englisch lustig zu machen. Genau davon handelt der entsprechende Absatz des (durchweg mit viel Ironie und Seitenhieben sowohl gegen die manische Denglisch- als auch gegen die manische Sprachbewahrer-Fraktion gespickten) Artikels von Stern-Autor Mark Stöhr. Aber sowas kann man natürlich nicht erkennen, wenn man Ironie nur aus dem Fremdwörterlexikon kennt… ;-)

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  27. Eugen sagt:

    @Karl Napp,
    Es braucht heutzutage schon erheblichen Humor, fast selbstmörderischen, ignoranten Humor um die Sprachveränderungen im Umfeld und bei der heutigen Jugend nicht wahrzunehmen, bzw. nicht wahrnehmen zu wollen.
    Und sich dann an einem solchen Artikel zu klammern? Ich weiß nicht!

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  28. JensN sagt:

    @Hausmeister @alle

    Mal was anderes, was nicht zu diesem Thema gehört:

    Habe soeben erfahren, das der langjährige Aktivist Thomas Brehl verstorben ist. Es gibt eine Meldung auf Altermedia und von seinem politischen Weggefährten und Freund Axel Reitz, das er am 31.12.2010 tot in seiner Wohnung in Hessen aufgefunden wurde. Habe mich nicht im Detail mit seinen politischen Ansichten befasst und bin nach wie vor der Meinung, das er ein “etwas ungünstiges Erscheinungsbild” abgegeben hat – trotzdem bin ich ob seines viel zu frühen Todes erschüttert.
    Aber vielleicht bringt ja der Nonkonformist noch eine Meldung diesbezüglich heraus…

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  29. Magna Germania sagt:

    Offensichtlich sind wohl doch die vielgepriesenen Offenkundigkeiten je nach Sichtweise beliebig auslegbar.

    Nunja, im besten ………
    .
    .
    .
    .
    .
    .
    .
    .
    .
    .
    .
    .
    . (freien Deutschland das deutscher Boden nach Aussage sämtlicher Demokraten je hatte)

    also nichts Neues.
    ;-)

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  30. Flandria sagt:

    In der Tat ein guter Vorschlag, auch wir brauchen einen solchen. Die deutsch-niederländische symphonie zeigt sich wohl in erster Stelle in der Sprache. Das Anzahl von niederländischen Wörter ist unbegrenzt, sie können mit den bestehenden grundlegende Wörter neue Verbindungen und Ablenkungen machen. Doch haben wir unnötige Anglizismen und das Internet ABC aufgenommen, aber unserer Schwester Sprache, Afrikaans, ist Meister ins herausfinden von neue Wörter:
    software = sagteware
    spam = strooipos
    webcasting = webuitsending
    webmaster = webmeester
    downloaden = aflaai
    inbox = inmandje
    keybord = sleutelbord
    online = aanlijn
    search box = soekhokkie
    usw.
    Und auch niederländisch hat weltweit ein von den meist schreckliche Wörter, genau so schrecklich wie Holocaust, es ist Apartheid.

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  31. Karl Napp sagt:

    Was mir übrigens gerade auffiel: Kurios ist, dass sich ausgerechnet eine Seite, die sich “Nonkonformist” nennt, so leidenschaftlich über andere Menschen ereifert, die (halt ganz genau so gerne) Fremdwörter benutzen! “Nonkonformist” – was dazu wohl Peter Ramsauer sagen würde? :-)

    Hier mal ein paar deutschsprachige Synonyme für “Nonkonformist”:

    http://dede.mydict.com/Nonkonformist.html

    Ich hoffe, der “Nonkonformist” wird seinen großen Worten (“Sprachreinigung!”) nun auch konkrete Taten folgen lassen, und seine Seite entsprechend umbenennen. Denn niemand kann behaupten, dass es für “Nonkonformist” kein passendes, treffendes und mindestens ebenso klangvolles deutsches Wort gibt!

    SPRACHREINIGUNG – HIER UND JETZT! ;-)

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  32. Flandria sagt:

    @ Karl Napp:
    Kurios das dabei ihnen die Fremdwörter: Alternativer, Outsider, Paria und Dissenter nicht aufgefallen sind.

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  33. Eugen sagt:

    Was die Sprache verwirrt und verrückt
    und auf irgendeine Weise den klaren und
    lauteren Fluß trübt, das hat auch den Einfluß der
    Verwirrung und Trübung des ganzen Volkes.

    Ernst Moritz Arndt (1769 – 1860)

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  34. Eugen sagt:

    Daß keine, welche lebt, mit Deutschlands Sprache sich
    In den kühnen Wettstreit wage!
    Sie ist, damit ich’s kurz, mit ihrer Kraft es sage,
    An mannigfacher Uranlage
    Zu immer neuer, und doch deutscher Wendung reich;
    Ist, was wir selbst in jenen grauen Jahren,
    Da Tacitus uns forschte, waren,
    Gesondert, ungemischt und nur sich selber gleich.

    Friedrich Gottlieb Kloppstock (1724-1803)

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  35. samurai sagt:

    Angesichts der aus der Werbung hinüberschwappenden Denglischmanie, die aus Begriffen wie “kommutiert” den Begriff “commutiert” und aus “Elektronik” den Begriff “Elektronic” meint machen zu müssen, sollten wir in Zukunft auch anstatt von “Konzentrationslagern” (klingt böse) von “Concentrationslagern” (klingt irgendwie niedlich) in unseren Blogs schreiben. Außerdem würde diese Schreibweise dezent darauf hinweisen, daß ja auch die Amerikaner und Engländer, neben Polen, Sowjets, Jugoslawen, Tschechen und Slowaken, “Concentrationslager” betrieben hatten.

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