Ursula Haverbeck: Offener Brief an Katrin Göring-Eckardt

Ursula Haverbeck

Sehr geehrte Frau Dr. Göring-Eckardt,

Das Liebesgebot gilt als vornehmlichstes Zeichen des Christentums.

„Liebe Deinen Nächsten“, ja sogar „Liebet Eure Feinde“ heißt es Evangelium. Wie ist damit zu vereinen ein Aufruf zu einem Massenprotest gegen einen Trauermarsch? Wie ist damit die Vergabe von einem Drittel der Kirchentagspenden an einen „Kampf gegen Rechts“ zu verbinden?

Ist daraus abzuleiten, daß die evangelische Kirche links ist und sich verbündet hat mit den eindeutig antichristlichen Chaoten, Autonomen und der Antifa?

Ein trauerndes Gedenken an den Massenmord an deutschen Zivilisten kann doch nicht das Vorrecht der Kirchen sein? Warum also rufen Sie jetzt zu einem Massenprotest dagegen auf?

Schließlich hätten dann die Kirchen durch die Jahrzehnte hindurch die Deutschen dazu auffordern müssen, an diesen Schreckenstag öffentlich und gemeinsam der Opfer zu gedenken.

Sie hätten dann selber darauf hinweisen müssen, auf die Hunderttausende die zu Kriegsende noch bei diesem Bombenangriff elendig umgekommen sind: Verkohlt, zerfetzt, verschüttet oder für ihr ganzes weiteres Leben gesundheitlich und psychisch zutiefst geschädigt. Warum haben Sie das nicht gemacht?

Warum haben Sie es zugelassen, daß die Zahl der Opfer immer weiter herunter gerechnet wurde von angeblichen Historikern, die aber weder die Schrecken der Bombennächte selber erlebt haben und erst recht nicht an der Bergung der Opfer und dem Versuch, die Toten zu erfassen, teilgenommen haben?

Wieso wollen diese Pseudo-Historiker es sechzig Jahre danach besser wissen, als die damals Beteiligten, die sehr bald sagen mußten, daß etwa 367.000 Tote zu beklagen seien, um alsbald hinzuzufügen, eine genaue Zahl der Opfer werde sich nie feststellen lassen: Sie können unter Trümmern begraben sein oder wären zu Nichts verbrannt. Später hieß es dann amtlich 480.000 Zivilisten, verwundete Soldaten und Vertriebene sind in dem Inferno von Dresden umgekommen.

Wieso hat die evangelische Kirche es ohne Widerspruch hingenommen, daß im vorigen Jahr von einem Dresdner Bürgermeister gesagt werden durfte, daß neuere Forschungen ergeben hätten, daß es sich um 35.000 unter Umständen auch nur 25.000 Opfer gehandelt habe? Die Verantwortung hierfür aber hätten letzten Endes die Deutschen selber, da sie den Krieg vom Zaune gebrochen hätten.

Warum haben Sie hier nicht lautstark protestiert? Es wird doch auch in der evangelischen Kirche noch achtzigjährige Pfarrer geben, die genau wissen, was damals in Dresden geschehen ist.

Wenn nun seit wenigen Jahren Tausende von jungen Deutschen (auch Ältere sind dabei) die Verpflichtung der Totenehrung stellvertretend für Politik und Kirchen übernommen wurde, dann ist es nicht mehr zu fassen, daß ausgerechnet die Kirchen zu einem Massenprotest dagegen aufrufen.

Wollen Sie auch noch die letzten Gemeindemitglieder aus den Kirchen verscheuchen? Diese sind doch schon längst leer genug. Selbst wenn Sie – aus welchen Grund auch immer – die Teilnehmer an dem Trauermarsch für ihre Feinde halten sollten, hätten Sie die Verpflichtung zu erfüllen: „Liebet Eure Feinde“.

So entsteht mehr und mehr der Eindruck, die evangelische Kirche in Deutschland ist weder christlich noch deutsch.

Ursula Haverbeck

GHTime Code(s): nc 
Be Sociable, Share!

Post to Twitter


6 Kommentare zu “Ursula Haverbeck: Offener Brief an Katrin Göring-Eckardt”

  1. otto sagt:

    Raus aus diesem Sauhaufen!!!

    Beliebt. Zustimmung oder Ablehnung: Daumen hoch 39 Daumen runter 0

  2. Trost sagt:

    Wir leben in einem heuchlerischen und gottlosen System, dass von Gott ohnehin vernichtet werden wird – weltweit – und wer seine Sinne noch richtig beisammen hat, kann dass auch jeden Tag sehen. Die Gerechtigkeit Gottes wird jeden erreichen, auch wenn es oft nicht so scheint.

    Beliebt. Zustimmung oder Ablehnung: Daumen hoch 11 Daumen runter 4

  3. 2martinhe sagt:

    Den Kirchen sind wohl die Götter davongelaufen! Sich an geschmacklos beleidigende, umerzogene Psychopaten zu heften, ist Gotteslästerlich!

    Beliebt. Zustimmung oder Ablehnung: Daumen hoch 21 Daumen runter 0

  4. Peter Karner sagt:

    zum Kommentar von “Trost”:
    Das ist etwas sehr Seltenes, daß jemand eine Hoffnung zitiert, die die Bibel verheißt. Leider glauben die allermeisten Menschen nicht an so etwas, denn die meinen, daß wir durch Zufall entstanden sind und nur glauben, was sie sehen. Komischerweise glauben sie aber all die Lügenpropaganda, ohne irgend etwas selbst zu überprüfen und lassen sich von den Mächtigen ausbeuten und vor ihren Karren spannen.
    Auch Martin Luther hat damals die Bibel verstanden und wußte, daß es einen Gott gibt, der alles geschaffen hat und diesem Treiben auf Erden ein Ende bereiten wird. Wer sich mal wirklich die Mühe macht, die Logik der Bibel zu verstehen, der wird überrascht sein, daß wahrer Glaube auf unschlagbarer Logik und praktischem Wissen beruht und nicht nur so dahingesagt ist.
    Leider unternimmt man seit Jahrtausenden alles, um vom Bibelwissen abzulenken und die Menschen mit Brot und Spielen zu verführen.
    Das Gute daran ist, daß jeder einzelne Mensch eine Verantwortung trägt und alles was er tut ihm allein aufgerechnet werden wird. Die Tatsache, daß die Strafe nicht sofort auf die Tat folgt, ist noch lange kein Beweis dafür, daß es keinen Gott gibt. Gott hat einen Plan und den wird er einhalten. Es ist allein an uns, sich zu entscheiden, auf welche Seite wir uns stellen und genau darum das geht es seit Jahrtausenden!
    Das mag momentan als keine große Hilfe erscheinen, da die Welt um uns herum in Verbrechen versinkt, aber zu gegebener Zeit wird sich das ändern “und Gott wird jede Träne von Ihren Augen abwischen und die füheren Dinge sind vergangen”.
    Als wahrer Christ sollte man sich auf das Verheißene konzentrieren, so schwer es manchmal auch fallen sollte, aber was haben wir denn schon zu verlieren auf dieser Welt voller Lügen, Leid und Morden?!?

    Beliebt. Zustimmung oder Ablehnung: Daumen hoch 15 Daumen runter 3

  5. Nordmann sagt:

    HEIL ODIN !
    :-)

    Beliebt. Zustimmung oder Ablehnung: Daumen hoch 14 Daumen runter 2

  6. [...] Ursula Haverbeck: Offener Brief an Katrin Göring-Eckardt | Der … [...]

    Zustimmung oder Ablehnung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Geben Sie eine Antwort ein

It sounds like SK2 has recently been updated on this blog. But not fully configured. You MUST visit Spam Karma's admin page at least once before letting it filter your comments (chaos may ensue otherwise).
Der Besuch dieser Seite und aller Unterseiten ist allen Bürgern der Bundesrepublik Deutschland ausdrücklich verboten. Wir übernehmen keine Haftung für auf dieser Seite und allen Unterseiten veröffentlichten Beiträge und Kommentare. Sollten Sie diesen Bedingungen nicht zustimmen, verlassen Sie diese Seite umgehend.
AWSOM Powered