Feiertage, die die Welt nicht braucht – Der Israel-Tag

20. April 2005 in Zionismus

Zahlreiche jüdische Organisationen rufen zu einem Israel-Tag auf, ein Tag an dem der durchschnittliche Gutmensch doch bitte schön seine Zuneigung, zum jüdischen Staat und dem damit verbundenen Genozid an den Palästinensern, bekunden soll.

So schreiben die Organisatoren:

Der Israel Tag soll Politik, Medien und Gesellschaft zeigen: Für Israel empfinden viele Menschen Loyalität, Solidarität und Sympathie. Menschen die sich durch Medien nicht manipulieren lassen, durch Terrordrohungen nicht einschüchtern lassen und die politisch nicht korrumpierbar sind.

Erstaunliche Worte, wo es doch gerade die Vertreter dieses Volkes aus dem Nahen Osten sind, die Menschen nur allzu gerne vorschreiben, was sie zu tun und zu lassen haben, unterstützt durch ihre Medienmacht und ihre treuen Vasallen an der Spitze der sich demokratisch dünkenden Staaten.

2005 feiern wir Israels Geburtstag am 12. Mai bundesweit bereits in 20 Städten, europaweit in 30. Unser Ziel: 200 Städte bis 2010. Damit wird der Israel Tag zu einer starken, jährlichen Manifestation.

In Deutschland wird der Israeltag von über 50 Gruppen, Organisationen, Verbänden und Gemeinden organisiert, darunter christliche, politische und gesellschaftlich engagierte. Der gemeinsame Nenner: Israel mit allen Kräften zu unterstützen. Touristisch, wirtschaftlich, politisch und informationspolitisch.

Wird Israel nicht schon genügend durch erpresste Reparationen, kostenfreie Waffenlieferung und den Staatsapparat der USA unterstützt?

Je mehr Städte und Gruppen sich beteiligen, desto deutlicher wird die Botschaft gehört: Viele stehen an Israels Seite. Viel mehr, als viele Medien meinen. Unser Appell: “Mach mit!” , richtet sich an alle, die Israel im Herzen tragen und sich für eine demokratische und friedliche Entwicklung im Nahen Osten einsetzen.

Man könnte seine Zuneigung auch durch einen Davidstern auf der linken Brust bekunden, muss man natürlich nicht, ist aber auch nur ein Vorschlag.
Wie kann es überhaupt eine friedliche Entwicklung im Nahen Osten geben, solange ein Wirtsvolk sich auf Kosten der anderen Staaten breitmacht, und dabei ein Land besetzt hält, indem es sich auf Ansprüche aus dem Alten Testament beruft?

ILI heißt: I like Israel. Viele Menschen in Deutschland mögen Israel. Weil sie die Bibel ernst nehmen oder im Kibbuz gearbeitet haben. Weil sie Demokratie und Aufbauleistung in Israel bewundern, den Negev romantisch finden, Freunde in Haifa haben oder Tel Aviv vermissen. Es gibt viele Gründe an der Seite Israels zu stehen. Der wichtigste heißt: Charakter.

Viele Menschen verabscheuen Israel aber auch; aufgrund seiner selbstproklamierten Sonderstellung und parasitären Politik. Natürlich kann sich die Schriftleitung aufgrunder bestehender Gesetze in der BRD dieser Meinung nicht anschließen.
Romantik pur in Israel, eingeschlossen im Hotel, während der Kugelhagel der israelischen Armee Einen in den Schlaf wiegt.
Charakter ist wohl eher kein Grund an der Seite Israels zu stehen, sondern eher eine Jahrzente andauernde Umerziehungspropaganda.

ILI sagt: „Politik darf nicht durch Petrodollars gekauft werden. Meine Meinung lasse ich nicht durch Medien manipulieren und Tatsachen dürfen nicht durch Terror verbogen werden. Ich mache meine Haltung für Israel sichtbar und meine Meinung hörbar.”

Erstaunliche Worte, besonders da mich im Umgang mit Freunden Israels immer wieder das Gefühl überkommt, dass gerade sie es sind, die darunter leiden.

ILI hat ein Ziel: 1 Million Menschen in Deutschland sollen sich jedes Jahr am Yom Haatzmaut, dem Tag der Staatsgründung, zu Israel bekennen. Als Symbol der Versöhnung, als Manifest politischer Ethik und als couragiertes Signal für andere Länder. Mit der kleinen ILI-Flagge bekennen sich die Freunde Israels zu diesem großen Ziel.

“Sollen”, müssen aber nicht, zumindest noch nicht. Aber zumindest sollten sich nationalistische Kreise darüber Gedanken machen vielleicht mit den Freunden Israels zu feiern, und aufzuzeigen, dass sich die nationale Opposition nicht durch “Terrordrohungen einschüchtern” lässt und dass man ebensowenig “politisch korrumpierbar” ist. Auch könnte man der Öffentlichkeit aufzeigen, was es wirklich heisst, nicht durch die Presse manipuliert zu sein.

Zu den teilnehmenden Städten gehören übrigens:
Deutschland:
Aachen*Berlin*Bremen*Dortmund*Düsseldorf*Frankfurt*Freiburg*Hamburg*Heidelberg*
Hof*Karlsruhe*Kempten*München*Norderstedt*Nürnberg*Oldenburg*Osnabrück*Velbert
Europa:
Bologna*Budapest*Manchester*Prag*Wien*Zürich
Übersee:
Miami*North Bend*New York*Sidney*Toronto

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1 response to Feiertage, die die Welt nicht braucht – Der Israel-Tag

  1. Keine Städte in Israel feiern den Israel-Tag.

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