Altermedia: Fromme Angst vor Schatten – Rudolf-Heß-Grab in Wunsiedel aufgelöst

Wunsiedel: Am 10. Maidieses Jahres schrieb Altermedia am Ende eines Artikels zur Erinnerung an 70. Jahrestag des England-Fluges von Rudolf Heß folgende Zeilen: “…Wie es heißt, läuft im kommenden Jahr der Pachtvertrag für das Grab vonRudolf Heß, der am 17. August 1987 im Spandauer Gefängnis von britischen Geheimdienstlern ermordet worden war, in Wunsiedel aus, so daß nicht ausgeschlossen ist, daß die Stadt das Grab einebnen läßt, um weitere Gedenkveranstaltungen in der Stadt zu verhindern.”

Inzwischen hat sich diese Meldung, an die manch einer seinerzeit nicht glauben wollte, bestätigt. So wurde das Grab dieser Tage aufgelöst und die sterblichen Überreste des früheren Stellvertreters des Führers exhumiert. Wie es heißt, will man sie per Seebestattung endgültig vernichten, um auf diese Weise zu verhindern, daß das Grab auch weiterhin Wallfahrtsort für deutschbewußte Patrioten und Nationalisten aus aller Welt ist.
Wie es es heißt, fand die Exhumierung gestern früh, zwischen 4 und 6 Uhr statt. Daß man dabei ausgerechnet den 20. Juli für die Exhumierung ausgewählt hat, dürfte Absicht der Verantwortlichen gewesen sein, um sich auf diese Weise noch einmal im Glanz eines scheinbaren Sieges über den Nationalsozialismus zu sonnen. Offenbar befand man die gewöhnlichen Schändungen des Grabes durch Antifaschisten nicht mehr als ausreichend.

In einer Meldung der SÜDDEUTSCHEN heißt es heute dazu:
“…Dass den Neonazis damit eine Pilgerstätte entzogen wird, hat der Vorstand der evangelischen Kirchengemeinde Wunsiedel durchgesetzt. Noch im Jahr 1987 hatte das Gremium einer Beisetzung von Heß auf dem Friedhof in Wunsiedel zugestimmt. Sein Leichnam sollte im Familiengrab seiner Eltern liegen dürfen, die in Wunsiedel ein Ferienhaus besessen hatten. In seinem Testament hatte Rudolf Heß den Wunsch formuliert, ebenfalls dort beerdigt zu werden. Schon damals zögerte der Kirchenvorstand, weil man um den Rudolf-Heß-Kult in der rechten Szene wusste. Doch die Mitglieder stimmten schließlich zu: Sie wollten den letzten Willen des Verstorbenen nicht missachten – auch wenn es der Wille eines Mannes war, der zu den frühesten und glühendsten Anhängern Hitlers gehört hatte…
…als der Pachtvertrag für das Grab zur Verlängerung anstand, entschied die Gemeinde, den Konflikt einzugehen: Man teilte den Erben mit, dass die Gebeine von Rudolf Heß nur bis zum 5. Oktober 2011 in Wunsiedel bleiben könnten. Der Pachtvertrag war damit gekündigt.


Zunächst widersprachen die Erben. Eine Enkelin von Heß reichte Klage ein, weil sie die Exhumierung ihres Großvaters nicht hinnehmen wollte. Doch zu einem Gerichtsverfahren kam es nicht. Der Kirchenvorstand, darunter der langjährige Landrat des Kreises Wunsiedel, Peter Seißer, verhandelte diskret mit den Nachfahren und gab zu bedenken, dass der Wallfahrtsort der Rechten in der Stadt nicht erwünscht sei. Das war erfolgreich: Die Enkelin, die geklagt hatte, signalisierte schließlich, dass auch ihr nichts daran gelegen sei, dass das Grab ihrer Familie derart missbraucht würde. Sie stimmte der Auflösung zu. …”

Der Artikel schließt mit dem billigen Jubel darüber, daß den Neonazis nunmehr eine Pilgerstätte entzogen wäre und die Verherrlichung von Rudolf Heß schwieriger würde.
Daß die Kirche bei diesem Akt der Grabschändung, bei dem sie noch nicht einmal den normalen Auslauftermin der Grabesruhe abwarten konnte, treibender Keil ist, überrascht wenig, ist es doch alte christliche Kirchentradition auch gegen Tote vorzugehen, wenn Mittel und Zweck es erlauben.

Wirklich? Wenn die sterblichen Überreste von Rudolf Heß entfernt wurden, dürfte es ja künftig kaum rechtliche Probleme geben, wenn man in Wunsiedel Demonstrationen zu seinem Andenken durchführt, da ja nunmehr von einem Wallfahrtsort keine Rede mehr sein kann. Doch glauben der Wunsiedeler Kirchenvorstand und die armselige Nachfahrenschaft des großen Toten, daß man auf diese Weise künftiges Andenken an den Märtyrer für den Frieden erschweren oder verhindern kann? Wir könnten uns vorstellen, daß künftige Veranstaltungen zu Ehren dieses Mannes mit einem Appell abgeschlossen wird, der mit der Frage endet: “Wo ist Rudolf Heß?”und der von allen Veranstaltungsteilnehmern nur mit einem Wort beantwortet wird:

HIER!

Jetzt erst recht!

Quelle: Altermedia

GHTime Code(s): nc nc nc 

Post to Twitter


18 Kommentare zu “Altermedia: Fromme Angst vor Schatten – Rudolf-Heß-Grab in Wunsiedel aufgelöst”

  1. Flandria sagt:

    21.07.2011 Der Riese und die Zwerge die ihn zum zweiten Mal zerquetschen.

    Beliebt. Zustimmung oder Ablehnung: Daumen hoch 22 Daumen runter 0

  2. BRDigung sagt:

    Na da sieht man mal wieder, wie naiv die Gutmenschen sind, das erinnert mich an meine Jugendzeit, da hatte ich ein Plakat der FAP in meinem Zimmer hängen mit den Konterfei von Rudolf Hess in den Farben Schwarz-Weiß-Rot und den Schriftzug “Rache für Rudolf Hess – Märtyrer des Friedens” und dem ist nichts hinzu zufügen.

    Beliebt. Zustimmung oder Ablehnung: Daumen hoch 20 Daumen runter 0

  3. JensN sagt:

    @Flandria

    Stimmt, nur Zwerge vergehen sich an Toten. Geistig und moralisch minderbemittelt, denken sie noch sie würden Heldentaten begehen. Irgendwie scheint dieser Staat, bzw. dessen “Vertreter” es nötig zu haben Greise und Tote zu bekämpfen. Wenn die Sonne tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten!

    Beliebt. Zustimmung oder Ablehnung: Daumen hoch 26 Daumen runter 0

  4. Nordmann sagt:

    Seine Taten und sein Andenken werden sie niemals beseitigen können. Deutschlands größter Sohn, tapfer, ungebrochen trotz barbarischer Unmenschlichkeit….”Ich bereue nichts…”- ich hoffe auch dereinst sagen zu können ich war dabei….
    Über diese schamlosen Verbrecher haben wir schon genug debattiert, mir fällt nichts mehr ein wie ich meiner Wut noch weiter Ausdruck geben könnte, mit keinem unserer Maßstäbe kann man dieses Pack messen, es gibt einfach kein Verbrechen, keine Lüge, keine Abscheulichkeit die diese selbsternannte Gutmenschenmafia nicht begeht, gedenken wir lieber den Taten unserer Helden, die “Orden” für dieses Verbrecherpack werden wir eines Tages schon noch verleihen dürfen.

    Beliebt. Zustimmung oder Ablehnung: Daumen hoch 28 Daumen runter 0

  5. Axel Heinzmann sagt:

    Jämmerliche Nachfahren. Schon der Sohn war ein Weichei, auch wenn er im Trachtenjanker und die Dämlichkeit im Dirndl einherkam und alle nur Spießer-Rechten allein schon deshalb begeistert waren. Noch schlimmer nun die Enkel. Und: Von ähnlicher Statur sind die neuen “Rechts”parteien, egal ob PRO, WUT, FREIHEIT, REP oder sonstwas. Flaschen, die nur eins können: Umfallen, wenn sie sich nicht schon vorher verkauft haben. Um Klarheit zu schaffen: Wenn es mal mit mir zu Ende ist und die Rechte sich einen Nutzen davon für Recht und Freiheit verspricht, dann kann meine Leiche noch im Sarg demonstrierend durch die Straßen geschleift oder am Strick mit Propagandabanner um den Hals aus einem Flugzeug gehängt werden…. Entgegenstehende Entscheidungen etwaiger nichtsnutziger Nachkommen erkläre ich schon jetzt für Null und Nichtig.
    Es ist immer wieder eine Schande, wenn diverse Rechte zwar große Reden halten können, aber ihre (Todes-) Angelegenheiten, wenn überhaupt, dann noch lange nichtl richtig geregelt haben, unwürdige(falsch erzogene?) Nachkommen auf deren ganzes politisches Vorleben spucken, sich höchstens das Erbe unter den Nagel reißen und das System selbst da noch mal jubilieren kann!
    Habe in den siebziger und achtziger Jahren mehrere Veranstaltungen der HFRH (Hilfsgemeinschaft Freiheit für Rudolf Hess), insbesondere auch mit dem Hess-Sohn, besucht und war enttäuscht wegen der zurückhaltenden, vornehmen Tonlagen in Anbetracht des sich ständig steigernden schweren Unrechts gegen Rudolf Hess. Auch “richtige Rechte” waren daselbst nur ungern gesehen – obwohl sie die meiste Arbeit für die HFRH machten – Propagandisten des Systems in Nadelstreifen mit ihren Worten ohne Taten um so mehr.
    Was das “Durchhaltevermögen” der Hess-Nachkommen anbetrifft : Die meisten von uns haben da schon mehr durchgemacht, als die es je nur geträumt haben. Das System hat zwar sicherlich gedrückt, aber ihr Beruf, ihre Gesundheit, ihre Freiheit waren nie bedroht. Nicht einmal von der Antifa! Weicheier und Pfeifenköpfe. Hinterzimmerinzucht und Papierwichserei.
    Und weil wir gerade die alljährlichen Stauffenberg-Festspiele haben: War der Hess-Flug nicht mutiger, den Weltkrieg verhindern wollend und ohne einen Tropfen Blut zu vergießen?!
    Und: Handelten diese “arischen” Nachfahren, Enkel, Wunsiedeler Kirchengemeinderäte und alle Bunzelspießer mit dieser Nacht-und -Nebel-Grabschändungsaktion nicht sogar schändlicher als die Spandauer Siegermächte, die immerhin ein Hess-Grab zuließen?
    heinzmann.axel@web.de

    Beliebt. Zustimmung oder Ablehnung: Daumen hoch 19 Daumen runter 1

  6. Reinheitsgebot sagt:

    Na und? Hält uns das davon ab weiter dort zu maschieren?Jetzt erst Recht ist Rudolf Hess zum Märtyrer geworden! Die Demokraten glauben sie haben richtig gehandelt, dabei haben sie nur etwas bestätigt und in Gang gesetzt was schon lange überfällig war – Nähmlich die neue Weltordnung – Das 4.Reich!!!Geht mit! Code”Werde Unsterblich!!!” ist die Losung!

    Beliebt. Zustimmung oder Ablehnung: Daumen hoch 17 Daumen runter 0

  7. Sarah Klinger sagt:

    Nordmann sagte::

    Seine Taten und sein Andenken werden sie niemals beseitigen können. Deutschlands größter Sohn, tapfer, ungebrochen trotz barbarischer Unmenschlichkeit….”Ich bereue nichts…”- ich hoffe auch dereinst sagen zu können ich war dabei….
    Über diese schamlosen Verbrecher haben wir schon genug debattiert, mir fällt nichts mehr ein wie ich meiner Wut noch weiter Ausdruck geben könnte, mit keinem unserer Maßstäbe kann man dieses Pack messen, es gibt einfach kein Verbrechen, keine Lüge, keine Abscheulichkeit die diese selbsternannte Gutmenschenmafia nicht begeht, gedenken wir lieber den Taten unserer Helden, die “Orden” für dieses Verbrecherpack werden wir eines Tages schon noch verleihen dürfen.

    ====

    Bevor der Grabstein von Rudolf Hess abtransportiert wurde, hat man zunächst die Aufschrift: “Ich hab es gewagt” entfernt. Wir werden es wagen und wagen, gar keine Frage! Komme, was da wolle!

    Beliebt. Zustimmung oder Ablehnung: Daumen hoch 28 Daumen runter 0

  8. Sarah Klinger sagt:

    Axel Heinzmann sagte::

    …. Und: Handelten diese “arischen” Nachfahren, Enkel, Wunsiedeler Kirchengemeinderäte … mit dieser Nacht-und -Nebel-Grabschändungsaktion nicht sogar schändlicher als die Spandauer Siegermächte, die immerhin ein Hess-Grab zuließen?
    heinzmann.axel@web.de

    Exakt, so ist es!! Der politische Feind steht in den eigenen Reihen, er ist ein deutscher. Und wen hätten wir auch sonst ernsthaft zu fürchten? Ergo: Kommen wir endlich zum richtigen politischen Feindbild. Er steht mitten unter uns.

    Beliebt. Zustimmung oder Ablehnung: Daumen hoch 28 Daumen runter 1

  9. JensN sagt:

    @Sarah Klinger

    Nicht zu vergessen, das es selbst im dritten Reich Juden- und Kommunistenfriedhöfe geschafft haben, unbeschadet zu überstehen. Hat die Schriftleitung auch beim Thema “Olaf Rose- Rudolf Hess, das war Mord- darauf hingewiesen. Tja, manche haben es nötig, andere wiederum nicht! Schon den tollen Kommentar des BILD- Kolumnisten Wagner gelesen, der alten Dreckschleuder?

    Beliebt. Zustimmung oder Ablehnung: Daumen hoch 12 Daumen runter 0

  10. Regisseur sagt:

    @ Sarah Klinger:

    Wie betitelte der große deutsche Regisseur Wolfgang Staudte einen seiner Filme: “Die Mörder sind unter uns”.

    Beliebt. Zustimmung oder Ablehnung: Daumen hoch 7 Daumen runter 0

  11. Sarah Klinger sagt:

    JensN sagte::

    @Sarah Klinger
    Nicht zu vergessen, das es selbst im dritten Reich Juden- und Kommunistenfriedhöfe geschafft haben, unbeschadet zu überstehen. Hat die Schriftleitung auch beim Thema “Olaf Rose- Rudolf Hess, das war Mord- darauf hingewiesen. Tja, manche haben es nötig, andere wiederum nicht! Schon den tollen Kommentar des BILD- Kolumnisten Wagner gelesen, der alten Dreckschleuder?

    ==
    Er schreibt “Schwein” und hat sich damit unendlich disqualifiziert!!!
    Was für eine Verlumpung jeder Moralvorstellung.
    Die Diktatur und Tyrannei des Pseudoliberalismus im Gedungensein, in der Mietlingshaftigkeit der herrschenden Mitte-Links-Demokratur und ihrer Herrschaftidiologie. Einer unglaublich defiztären Halbdemokratur, wo nur zwei politische Strömungen herrschen, sich austoben. Aber deren Bäume werden nicht in den Himmel wachsen! Die Beseitigung der Grabstätte von Ruolf Hess ist schändlich, so unendlich schändlich. Es hat uns schwer getroffen!
    So unendlich national WÜRDELOS.

    Beliebt. Zustimmung oder Ablehnung: Daumen hoch 19 Daumen runter 0

  12. Sarah Klinger sagt:

    Der Hausmeister, DER NONKONFORMIST schreibt 1A treffend:

    “Wir könnten uns vorstellen, daß künftige Veranstaltungen zu Ehren dieses Mannes mit einem Appell abgeschlossen wird, der mit der Frage endet: “Wo ist Rudolf Heß?”und der von allen Veranstaltungsteilnehmern nur mit einem Wort beantwortet wird:

    HIER!

    Jetzt erst recht!”

    ===
    Dem ist nichts hinzuzufügen!
    HIER!!

    Beliebt. Zustimmung oder Ablehnung: Daumen hoch 22 Daumen runter 0

  13. gustav ** sagt:

    Schaurig grotesk ist, was an der letzten Ruhestätte des in Spandau am 17.8.1987 gemeuchelten Rudolf Hess ablief – ein barbarischer Akt politisch erzwungener Leichenschändung bei der die Kirche, wie immer, obrigkeitshörig und dienstbeflissen mithalf.

    Im alten Rom hieß das “Damnatio Memoriae”, ein irrer Papst hat da mal die Leiche seines Vorgängers ausgraben lassen und auf dem Scheiterhaufen verbrannt – mit dem Irren geht dieses System absolut konform.

    Nun versucht jene linksverseuchte und scheinchristliche Institution ihn mit dieser Aktion ein zweites Mal umzubringen, indem sie seine Gebeine verbrennen läßt.
    Es ist das analoge Ritual, wie es die Siegerjustiz mit den in Nürnberg Ermordeten ebenfalls getan hat.
    Denen hat man noch zusätzlich hebräische Zeichen auf die zum Ofen transportbereiten Leichenkisten geschmiert.

    Die Auflösung seines Grabes soll Symbolwert haben, nur es ist letztendlich eine sinn-und nutzlose Aktion der Angst.

    “Ewig ist der Toten Tatenruhm” (die Edda)

    Eins möchte ich der historischen Warheit halber hinzufügen -
    der damalige BP Weizsäcker erhielt die Information von der sowjet. Seite, daß sie Rudolf Hess Entlassung beführworte – Weizsäcker hatte dann nichts Eiligeres zu tun als die Hasserin alles Deutschen die M. Thatcher davon in Kenntniss zu setzen – der Rest ist bekannt – die Halunken von der Insel handelten schnell.

    Beliebt. Zustimmung oder Ablehnung: Daumen hoch 15 Daumen runter 0

  14. Flandria sagt:

    J.F.Wagner, einfach die Antithese des deutschen Geistes.

    Ich, dein grosmütige Feind wünscht dir:
    Mögen das Gold der Medien an deiner Seite kämpfen.
    Mögen in deine Hoffnung die Gegner Futter für den roten Schwan geworden.
    Mögen ihr Gott Jwh mit glut dich loben
    Mögen deine letzten Tage hell leuchten, damit du wenigstens einmal dem Licht sehen kann.
    Un denn -ich schwöre es dir- wurde die Erhebenheit Hess dich zum Teufel jagen.

    Beliebt. Zustimmung oder Ablehnung: Daumen hoch 6 Daumen runter 0

  15. "Ich hatt´einen Kameraden" sagt:

    „Ich hatt’ einen Kameraden,
    Einen bessern findst du nit.“

    SPIEGEL 22/30.5.11 S.38/39 Zeitgeschichte
    Jan Friedmann, Klaus Wiegrefe: WAHNSINN UND WAHRHEIT
    Zitat: „´Er (Hitler) hat es nicht nur vorher gewusst, sondern Heß wahrscheinlich sogar nach England geschickt´…Muss ein Teil der Geschichte des zweiten Weltkriegs also neu geschrieben werden? Handelt es sich bei dem Manöver (Heß´ Schottlandflug) etwa doch um offizielle Diplomatie?“

    Dabei beziehen sich die Autoren allein auf einen 28-seitigen handschriftlichen Bericht, „den der Historiker Mathias Uhl vom Deutschen Historischen Institut Moskau im Staatsarchiv der Russischen Föderation entdeckt hat.“ Was dem einen sin UHL ist dem andern sin Nachtigall: nämlich MARTIN ALLEN, der nach Auswertung von mehr als 15 000 Dokumenten in „CHURCHILLS FRIEDENSFALLE“ zu dem Ergebnis kommt: „Der Trick war ebenso perfide wie genial. Hitler und der deutschen Diplomatie wurde vorgetäuscht, es gäbe in England eine Friedenspartei, die nur drauf warte, Churchill als Premierminister zu stürzen, um dann mit Deutschland Frieden zu schließen… Die letzte verzweifelte Möglichkeit den Weltkrieg 1941 zu verhindern, sahen Hitler und Heß in direkten Verhandlungen mit der britischen ´Friedensfraktion´. Aus Deutschland wollte der zweite Mann im Staate zeigen, dass es nach den zahlreichen Friedensfühlern der Jahre 1940/ 1941 ernst war den Krieg mit England zu beenden.“ Sin Nachtigall auch PATRICK J. BUCHANAN, die in „CHURCHILL, HITLER UND DER UNNÖTIGE KRIEG“ trällert: „Hitler wollte nie Krieg mit England und war bereit, einen hohen Preis dafür zu bezahlen, um ihn zu vermeiden.“

    Als England Deutschland am 3. September 1939 trotz allem das Kriegsbeil ausgrub, warf Rudolf Heß Leben, Stand und Ehre in die Schanz, flog am 10. Mai 1941 mit seiner Me-110 gen England und sprang unweit von Glasgow per Fallschirm in die von langer Geheimdiensthand vorbereitete Falle. „Wie sich schließlich herausstellte“, resümiert Allen, „waren die Spitzenleute der NS-Führung schlicht und einfach als Politiker nicht durchtrieben genug gewesen.“ Nicht durchtrieben genug? In der Tat, das war der Friedensflieger nicht.

    „Dass Hitler“, so HANS MEISER in „GESCHEITERTE FRIEDENSINITIATIVEN 1939 – 1945“ „wenig später gezwungen war, auch ohne Frieden mit England einem sowjetischen Überfall zuvorzukommen, ändert nichts an Churchills Verrat am Frieden und an Europa, das er bewusst dem Bolschewismus ausliefern wollte. Er symbolisiert seitdem wie kein anderer das ´Perfide Albino´“. Klar, dass die Stadt Aachen dem Albino 1955 den Karls-Preis verlieh. Der wird mit „höchstem ethischem Gehalt“ für Verdienste um Freiheit, Menschlichkeit und Frieden verliehen. Und den hatte sich Winston mit Sprüchen wie „Dieser Krieg ist ein englischer Krieg und sein Ziel ist die Vernichtung Deutschlands.“ (1939) Und: „ Wir hätten, wenn wir gewollt hätten, ohne einen Schuss zu tun, verhindern können, dass der Krieg ausbrach, aber wir wollten nicht.” (1945) wahrlich verdient. Als glühender Rassist auch für Äußerungen wie diese: „ Die Eigenschaften von Mischlingen sind selten bewundernswert und die Mischung von Arabern und Negern hat einen entarteten und grausamen Menschenschlag hervorgebracht.“ Rudolf Heß aber wurde bis zu seinem letzten Atemzug, den er im Würgegriff seiner Peiniger verhauchte, einem Martyrium ausgeliefert, dessen apokalyptische Grausamkeit in zivilisierter Welt ohne Beispiel ist.

    Als Churchill von Heß´ Landung hörte, hielt er es, ging es doch nur um den Weltfrieden, um das Leben Abermillionen zu erwartender Kriegsopfer, nicht für erforderlich, die Vorführung des Schwachsinn-Streifens „Whilst the merry film clacked on“ zu unterbrechen: „Na gut, Heß oder nicht Heß“, nuschelte er, „ich werde mir jetzt die Marx Brothers ansehen.“ Dann aber tat er alles, um Rudolf Heß bis zu seiner Auslieferung an das Nürnberger Schand-Tribunal seiner Mission zu berauben, zu isolieren, vorzuführen, zu demütigen, was ihn jedoch nicht daran hinderte, in seinen Kriegserinnerungen zu heucheln: „Wenn ich über die Heß-Geschichte nachdenke, so bin ich froh, dass ich weder für sein damalige noch für seine jetzige Behandlung verantwortlich bin.“

    In Nürnberg wurde der Rudolf Heß ausgerechnet wegen „Verschwörung gegen den Weltfrieden“ angeklagt und zu lebenslanger Haft verurteilt. „Stünde ich wieder am Anfang würde ich wieder handeln wie ich handelte. Auch wenn ich wüsste, dass am Ende ein Scheiterhaufen für meinen Flammentod brennt“, so sein Schlusswort auf Strang oder Haft. Letztere begann 18. Juli 1947 und endete nach mehr als 40 Jahren am 18. August 1987 mit dem Tod des 93-jährigen. Nach der Entlassung der ebenfalls Lebenslänglichen RAEDER 1955 und FUNK 1957 sowie der Absitzenden SPEER und SCHIRACH 1967, war Rudolf Heß der letzte und einzige Häftling. Klar, dass sich die vier Direktoren des Berlin-Spandauer Militärgefängnisses Sorgen um die geistige Gesundheit ihres Häftlings machten und ihm großzügig einen Wasserkocher genehmigten, auf dass er Tee oder Kaffee brühen konnte.

    Sich selbst aber genehmigten sie 1986 DM 907.000.- an Personal- und DM 503.000.- an sonstigen Kosten. Für 1 (in Worten: einen) Gefangenen. Zulasten des deutschen Steuerzahlers. Der aber kriegte was fürs Geld. TONY LE TESSIER, letzter britischer Gefängnis-Gouverneur in „SPANDAUER JAHRE“: „Jeden Monat wurde das Gefängnis von einem Offizier der wachhabenden Nation inspiziert…Der Direktor, der den Vorsitz führte, empfing den Inspektor am Haupttor…“ Dann „…betrat der Inspektor den Verwaltungsblock und begrüßt die anderen Direktoren, die ihn eskortierten… Er (Einzelhäftling Heß)stand neben dem Fußende seines Bettes, reckte den Kopf vor… Die westlichen Kommandanten verärgerten die Sowjets manchmal, wenn sie den Häftling mit ´Herr Heß´ ansprachen und ihm beim Abschied die Hand schüttelten.“ So viel Kindergarten macht hungrig: „Die Inspektion bot einen Anlass für ein Festmahl im Kasino, zu dem auch andere Gäste eingeladen wurden.“

    Ob Rudolf Heß anlässlich eines 90. Geburtstags bei Appetit war, ist nicht überliefert. Wohl aber, dass sein Sohn WOLF RÜDIGER das Gefängnisdirektorium bat, zur Feier des Tages seine Frau sowie die beiden älteren Kinder mitbringen und mit dem Jubilar zwei Stunden ohne Aufsicht sein zu dürfen. „Doch“, so der ehrenwerte Gouverneur, „wir waren nicht bereit, ein unbeaufsichtigtes Familientreffen zu gestatten oder sonst irgendwelche Zugeständnisse zu machen…“ Sohn Wolf Rüdiger zog es deshalb vor, allein zu erscheinen. „Als er ankam, bat er um Erlaubnis, seinem Vater die Hand zu geben; sie wurde ihm verweigert.“ Und: „ Man hatte sich drauf geeinigt, dass die Blumen, die die Leute Heß zum Geburtstag zukommen lassen wollten, an das örtliche Krankenhaus weitergegeben werden sollten, da der Häftling sie nicht empfangen durfte.“ Kein Handschlag, keine Blumen zum 90. Geburtstag. Und das nach 43 Jahren hinter Gittern. Alttestamentarisch Rache.

    Nachdem Rudolf Heß, er konnte mit seinen von Arthrose verkrüppelten Händen nicht mehr die Schuhe zubinden, sich nach offizieller Darstellung in der selbst für Gesunde schwer zu knüpfenden Schlinge eines Verlängerungskabel erhängte, musste eine Abschiedsparty her, von der der „OBSERVER“ am 17. Januar 1988 berichtete: „Am letzten Freitag setzten sich vier Männer und ihr Kumpane in einer Westberliner Luxusvilla zu einem Festbankett mit Spitzenweinen, exzellentem Brandy und einer Dienerschaft, die einem Staatsbankett alle Ehre gemacht hätte, nieder. Seit mehr als 40 Jahren traf man sich einmal monatlich zu solchen Mittagsmahlzeiten … Die vier Männer … feierten ihren letzten Tag als Direktoren des Spandauer Gefängnisses für Kriegsverbrecher“.

    Zu feiern gab´s in der Tat was. Schließlich bestand die Gefahr, dass die Sowjets unter Gorbatschow kein Veto mehr gegen Heß´ Entlassung einlegten, und dieser über seinen Friedensflug authentisch berichtet. Denn, so SPIEGEL 22/11: „Kein Historiker durfte ihn über seine Motive befragen, sein Anwalt seinen Fall nicht mit ihm erörtern.“ Die Geheimhaltungsfrist seiner bereinigten Akten wurde bis 2017 verlängert.

    „1911“, resümiert Präsidentschaftskandidat Buchanan, „ging die Sonne über dem Britischen Empire niemals unter. 1955 hatte England alles außer seiner Ehre verloren.“ Und auch die wäre im Eimer, käme die Heßsche Wahrheit ans Licht. Schon wenig Monate nach Kriegsende beklagte Churchill den „Eisernen Vorhang“, der sich über Europa senkte und forderte die Wiederbewaffnung der von ihm als „Hunnen“ geschmähten, bis zur Besessenheit bekämpften Deutschen. „Großbritannien kämpfte sechs Jahre gegen die nationalsozialistischen Vorherrschaft, um einer noch größeren Tyrannei den Weg zu bahnen.“ Welches apokalyptische Grauen wäre der Welt erspart geblieben, hätte Churchill den Friedensfalken Rudolf Heß am 10. Mai 1941 empfangen und über das Ende des Krieges verhandelt, statt sich an den infantilen Späßen von Groucho, Chico und Harpo Marx zu ergötzen.

    Seinem Letzten Willen folgend, wurde Rudolf Heß auf dem evangelischen Friedhof des oberfränkischen Wunsiedel begraben. Jedem Mitfühlenden war es unbenommen, sich über Heß´ tragisches Schicksal schlau zu machen und an seinem Grab zu verweilen. Dass das überwiegend Jene taten, denen die Steuergeld-alimentierten Deutschland-Verrecke-Schläger als Krönung ihrer Argumente mit einem kernigen „Nazis-Raus!“ begegnen, ist nicht deren Schuld.

    Nazis-Raus? Heß Raus! Ausgerechnet am 20 Juli. Aus dem Grab, in den Ofen und dann ins Meer. Auf Betreiben Landrat SEISSERS und der Wunsiedler Kirchgemeinde mit den Antifa-Helden Dekan BUCHTA, Pfarrer SCHÖDEL sowie PfarrerInnen BÖHRINGER und FUCHS an der Gutmenschen-Speerspitze der Intoleranz. Auf der Hand liegend, dass für SCHEISSER & Co die Maxime christlicher Vergebung: „Mit dem Tod endet alle Feindschaft“, unter der Manfred ROMMEL, Bürgermeister Stuttgarts, die Beerdigung von BAADER, ENSSLIN und RASPE verfügte, Schall und Rauch sind.

    Und so können sich die Frauen und Männer Gottes im Lob ihrer roten Brüder von der Berliner Tageszeitung taz sonnen: „Die Lösung ist elegant. Um dem ekelhaften Treiben am Grab des Massenmörders Rudolf Heß ein Ende zu setzen, haben die Angehörigen zugestimmt, die Knochen des Kriegsverbrechers zu verbrennen. Damit ein für alle Mal Schluss ist mit Aufmärschen und Gedenkfeiern von Neo-Nazis … soll die Asche im Meer verteilt werden.“ Die schlichten Dankesworte FRANZ JOSEPH WAGNERS von Springers BILD aber sollten gleich neben dem Gekreuzigten einen Ehrenplatz erhalten: „Ich bin glücklich, dass dieses Schwein nicht mehr auf einem Friedhof liegt –Ruhe in Frieden, das ist vorbei.“ Für Eure Seelen, Wahnsiedler Kirchenvorstand, auch. Sie werden für die Ruchlosigkeit Eurer Tat in der Hölle schmoren.

    Wanderer, nahet sich dein Schritt dem Gestade eines Meeres, so halte inne und gedenke unseres tapferen, unglücklichen Rudolf Heß. Dann aber stürz Dich zu erfrischendem Bade in die Fluten. Das ist in seinem Sinne.

    Dr. Frank Kretzschmar
    dottorefrank@hotmail.com

    Beliebt. Zustimmung oder Ablehnung: Daumen hoch 20 Daumen runter 0

  16. Nonkonformer Publizist sagt:

    Frank Kretzschmar, wie meistens, brillant! Ich beklage aus eigener Kenntnis, daß es etliche “halbrechte” deutsche Historiker gibt, die
    Martin Allens Bücher als “schlecht” oder “nicht gut” beurteilen,
    welche Idioten! Ich bezeuge, daß es nicht nur unter den “rechten”
    Parteien und ihrem Personal große Zerstrittenheit, sondern sogar unter den sich für intelektuell haltenden Wissenschaftlern keiner
    dem anderen das Brot gönnt!
    Leider scheint uns Deutschen niemand mehr helfen zu können,
    unsere Dummheit ist so unendlich wie das Weltall!
    Gute Nacht, Kameraden!

    Zustimmung oder Ablehnung: Daumen hoch 2 Daumen runter 1

  17. Nonkonformer Publizist sagt:

    Heute Nacht las ich im neuesten Spiegel, dem unseligen Hetzblatt der Linken – man muß sich fast für das Lesen dieses Machwerkes entschuldigen – einen kleinen Mini-Artikel darüber, daß die Schwiegertochter, also verw. Ehefrau des Wolf-Rüdiger H. – für
    die Exhumierung u. Einäscherung verantwortlich ist! (Nachdem der Antrag auf Verlängerung der Grabstelle v. d. Gemeinde verweigert wurde)
    Der unselige Idiot W. der Blöd-Zeitung, ein gebürtiger Sudeten=
    deutscher, ist das Paradebeispiel eines Umerzogenen, er hat ja
    schon mehrmals solche “Klöpse” geliefert, aber wahrscheinlich
    war dieser mit Heß sein schlimmster!

    Zustimmung oder Ablehnung: Daumen hoch 5 Daumen runter 1

  18. gustav** sagt:

    Von einem deutschsprechenden Idioten dahingeschmiert :
    “Rudolf Heß, eigentlich gehören Sie für mich auf den Müllplatz der Geschichte und in kein Grab auf einem Friedhof.
    Ein Grab ist eine Troststätte, ein Grab bekundet die Anwesenheit des Toten. Am Grab glauben wir, dass der Tote noch bei uns ist. Wir legen weiße Blumen nieder und zünden Grablichter an.
    An Ihrem Grab, Rudolf Heß, schrien Neonazis „Heil Hitler“, sie erhoben ihre Arme zum Hitlergruß. Millionen vergaster Juden haben kein Grab. Aber Rudolf Heß hatte ein Grab. Es befand sich in einer oberfränkischen Idylle, eine liebliche Landschaft, hügelig, mit romantischen Tälern und Wäldern.
    In dieser Landschaft war der Stellvertreter des größten Mörders der Welt begraben.
    Dass seine Knochen nun ausgegraben, seine Gebeine verbrannt wurden und die Asche ins Meer geworfen wird, ist großartig.

    Ich weiß nicht, ob die Angehörigen der sechs Millionen Juden, die die Nazis vergast haben, jetzt erleichtert sind.

    Ich bin glücklich, dass dieses Schwein nicht mehr auf einem Friedhof liegt – Ruhe in Frieden. Das ist vorbei. ”

    F. J. Wagner

    Jetzt können Sie Franz Josef Wagner auch eine E-mail schreiben: fjwagner@bild.de

    Zustimmung oder Ablehnung: Daumen hoch 1 Daumen runter 0

Geben Sie eine Antwort ein

Der Besuch dieser Seite und aller Unterseiten ist allen Bürgern der Bundesrepublik Deutschland ausdrücklich verboten.

Wir übernehmen keine Haftung für auf dieser Seite und allen Unterseiten veröffentlichten Beiträge und Kommentare.

Sollten Sie diesen Bedingungen nicht zustimmen, verlassen Sie diese Seite umgehend.

GHTime Code(s): nc nc nc 

Post to Twitter

AWSOM Powered