Preisminderung beim deutschen Gruß im Urlaub

Bundespräsident Wullf mit Gattin: Die Ähren wachsen so hoch

Gerne macht man sich in deutschen Landen über die Gesetze anderer Länder lustig, wie etwa, daß man etwa in Kalifornien nicht rückwärts gehen darf, während man eine Banane verspeist. Daß derartige in den jeweiligen keine Beachtung oder Durchführung finden, tut der Belustigung keinen Abbruch. Dabei sollte man sich einfach mal die Entscheidungen von deutschen Gerichten anschauen, die zwar nicht ganz so lustig, aber dafür umso erbärmlicher sind.

So entschied gerade erst das Amtsgericht München, daß ein deutscher Urlauber, der am Urlaubsort den deutschen Gruß sieht, eine Minderung des Reisepreises fordern kann (Aktenzeichen: 218 C 28813/09). Grund für die Entscheidung war die Klage eines Bundesbürgers, der in seinem Feriendomizil eine Sketchaufführung besuchte, wobei zwei Animateure den deutschen Gruß zeigten. Der Urlauber verklagte daraufhin das Reiseunternehmen und bekam vom Gericht Recht, weil der deutsche Gruß eine Unannehmlichkeit und damit einen Reisemangel darstelle. Für diese Unannehmlichkeit bekam der Kläger für den Rest seines Urlaubs 20% erstattet.

Wir können uns jetzt schon sparwütige Billigtouristen vorstellen, die mit vorgehaltener Kamera auf der Suche nach erhobenen Armen bei Hotelangestellten sind, etwa wenn der Kellner einem anderen einen leeren Tisch signalisiert oder der Portier ein Taxi heranwinkt.

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10 Kommentare zu “Preisminderung beim deutschen Gruß im Urlaub”

  1. Richard-Wilhelm-von-Neutitschein sagt:

    Dem Nonkonformist muß einmal ein großes Lob ausgesprochen werden. Binnen kürzester Zeit hat sich diese Seite auf einen Schlag ganz rasant entwickelt. Mit täglichen Aktualisierungen sehr guter Artikel und einer lebhaften, von den unvermeidbaren Forentrollen abgesehen prima Diskussionskultur, die sich in der Qualität durchaus von anderen Seiten ähnlicher Ausrichtung abhebt.
    Ich komme seither gar nicht mehr dazu, noch andere Seiten zu lesen. Der Nonkonformist mausert sich mehr und mehr zum “Spitzenprodukt”.

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  2. BRDigung sagt:

    @ Richard-Wilhelm-von-Neutitschein:
    Diesen Lob kann ich mich nur anschliessen!
    Und zum Urteil, dies ist ein Witz und grenzt für mich schon an Rechtsbeugung, weil ich beim besten Willen keine Kausalkette zuM Ungunsten des Reiseveranstalters erkennen kann, auch kann nicht von konkludentes Verhalten Seiten des Reiseveranstalters ausgegangen werden.
    Die Kunst ist frei gemäß Art. 5 Abs. 3 GG, außerdem finde ich es im allg. problematisch, wenn man die eigenen Rechtsgrundsätze als Maßstab nimmt, wenn das Delikt in einen anderen souveränen Staat
    mit einer anderen Rechtsordnung stattfand.
    Soviel dazu.

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  3. Danke für die Komplimente, die uns natürlich wie Öl über den Rücken laufen. Wir werden natürlich auch weiterhin versuchen diesem gerecht zu werden.

    Der Nonkonformist

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  4. Ubique sagt:

    “Gerne macht man sich in deutschen Landen über die Gesetze anderer Länder lustig, wie etwa, daß man etwa in Kalifornien nicht rückwärts gehen darf, während man eine Banane verspeist.”

    In San Francisco beim Bananenessen rückwärts zu gehen und dabei selber über eine weggeworfene Bananenschale zu stürzen, kann bei der Topographie der Stadt schon recht unangenehm sein. Unter Umständen fällt man ganz schön tief!

    Das leitet über zum nächsten Punkt:

    Bei dem erlauchten Paar auf dem Bild, sollte man über ein Gesetz nachdenken, das es bundesdeutschen Staatsoberhäuptern verbietet, schlecht sitzende Anzüge zu tragen.
    Ausländische Diplomaten könnten sich bei dem Anblick dieser beiden Komödianten totlachen. Die Folgen wären auch hier recht unangenehm.

    Denn auch hinter unsinnigen Gesetzen kann ein tieferer Sinn stecken. Man muß sich nur fragen, welcher.

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  5. Nordmann sagt:

    @ Ubique:
    Nun diese beiden H4-Empfänger haben halt nicht die Mittel anständige, passende, geschmackvolle Kleidung zu erwerben. Jeden Tag an der “Berliner Tafel” die Krümel zu bekommen, Kleider aus den Enwertungsbetrieben zu erhalten kann schon mal die Figur und damit die Kleidung schlecht aussehen lassen. Ich wäre aufgrund dieses Bildes für eine Diätenerhöhung denn solch Anblick ist doch auch für unsere Kulturbereicherer eine Zumutung, vielleicht klagen die bald ein Schmerzensgeld ein weil sich in “ihrem” schlecht aussehende Büttel vor die Kameras werfen, wer weiß.

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  6. Nordmann sagt:

    “ihrem Land” sollte das oben heißen…

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  7. wehrwolf sagt:

    Welch “strammer” Gruss vom deutschen BuPrä-Paar – insbesondere von der – noch unverschleierten – Gattin des Iman Wulff – einfach herrlich anzusehen.

    Man kann nur jedem empfehlen das Bild privat zu sichern, da es bei konstruierten strafrechtlichen Vorwürfen wegen eines – vielleicht tatsächlich ganz anders gemeinten -“Armhebens” sehr nützlich sein kann.

    Und – wo sich mit Dreck, Wanzen und anderen Mängeln ob der besseren Kontrollen der Reiseveranstalter nun nur noch wenig am Urlaub zurückverdienen lässt, bietet doch das Urteil zum deutschen Gruss wieder neue Möglichkeiten eine anfänglich zu teure Reise wieder in das erträgliche Preisniveau zurück zu führen.

    Aber – nun will ich mich hier nicht so weit aus dem Fenster lehnen: Eine Justiz in einem nationalsozialistischen Deutschland würde doch auch auf Reisepreisminderung erkennen, wenn Juden, Neger oder anderes Gesocks einem vor Ort die Urlaubsfreude vermiesen würden – oder?

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  8. Reinheitsgebot sagt:

    Das Bild ist sogar echt, auch wenn es aus einem TV-Bericht “eingefroren” wurde! Es ist der Amtsantritt von Wulff. Ich dachte erst es wäre retuschiert. Frankieboy Rennicke hat die Dame des Hauses angezeigt, wegen Zeigen verfassungswidriger Symbole…Sachen gibts…

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  9. Me262 sagt:

    Werde mich sofort beruflich umorientieren und mein Domizil in beliebten deutschen Ferienorten aufschlagen.

    Dort lasse ich mich dann gegen Gebühr, sagen wir mal 50 Euro, von deutschen Touristen fotografieren während ich den Streckmuskel meines Arms teste. Die kassieren dann 20% des Reisepreises und jeder ist zufrieden.

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  10. 2martinhe sagt:

    Von so einem Präsidentenpaar mit dem deutschen Gruß angesprochen zu werden, stellt eine Unangenehmlichkeit, sowie einen Mangel im Heimatdomizil dar!

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