Bildung? – Was heißt das?

Deutsche Welle meldet:

Außenhandel | 09.10.2011 Investitionshemmnisse in den USA

“Angesichts der schlechten Wirtschaftslage und der hohen Arbeitslosigkeit will die US-Regierung verstärkt ausländische Investoren anlocken und sucht Rat auch bei deutschen Firmen. Die Probleme sind vielfältig…”

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>>> Hierzu als Leserbrief an DW:

“Unter anderem, aber als sehr wichtig, werden die schlechte Grundausbildung (Grundschule) und der offenbar hohe Mangel an Facharbeitern genannt. Wissenschaftler oder andere Leute mit Hochschulausbildung gibt es nach diesen Aussagen gleichsam ‘wie Sand am Meer’. Das ‘Problem’ ist wohl ‘Überqualifizierung’, während die wirklich wichtigen, dringend nötigen Dinge (hier Facharbeiterfähigkeiten) völlig vernachlässigt sind und weiterhin werden.

Wundert das wen? Wundern Sie sich etwa darüber? – Wenn ja, wieso?

Wir werden doch auch hier – tagaus, tagein – mit Meldungen und Forderungen nach mehr ‘Studenten’ und ‘Hochschulabsolventen’ überschüttet. Gerade so, als gäbe es außerhalb der Universitätscampi keine oder nur unwichtig schnöde Welt. Sogar ein sehr gestandener Unternehmer (Name leider entfallen) widersprach in einer solchen ‘Runde’ der Moderatorin sehr nachdrücklich sinngemäß: “Sie immer mit Ihrer Studiererei! Was soll ich mit all den kostspieligen Leuten mit BWL-, Mathematik-, IT- oder anderem Studium anfangen, wenn niemand mehr fähig oder gewillt ist, sich mal ‘nen Blaumann anzuziehen und ‘ne Maschine repariert? Das können die doch auch gar nicht! So wenig, wie wer mit BWL-Studium die laufende Buchhaltung, den zwingend nötigen Überblick über den ganzen Laden beherrscht! – Das bringt doch nichts!”

Nach dem Inhalt des vorliegenden Beitrags zu schätzen, besteht genau dieser Zustand in den USA! – Hüten wir uns vor solchen ‘Misständen’ hier, reden sie nicht nutzlos mit Hinweis auf wenig aussagekräftige ‘Pisa-Studien’ herbei. Nicht der Abschluss an bestimmten Anstalten ist wirklich wichtig, sondern allein die echte Fähigkeit, das Grundwissen, Grundkönnen! Noch vor fünf Jahrzehnten konnte wer auch ohne sog. ‘Abitur’ (inzwischen recht wertlos) z.B. die Lehre zum Bank- oder Industriekaufmann sehr erfolgreich abschließen, wodurch keines der Unternehmen in die Nähe einer Pleite rutschte. Hingegen kamen viele große Pleiten erst mit, womöglich durch die schiere ‘Schwemme’ an Hochschulabsolventen.

Übelstes Beispiel: ‘Deutsche Telekom’ mit ‘Dr. Ron Sommer’! Monatlich verfeuerte man dort umgerechnet eine Milliarde Mark monatlich ohne Nutzen über zehn Jahre hinweg! Warum wohl? – Weil solchen Uni-Leuten die Wirklichkeit oft – nicht stets – weitgehend fremd, und ein Doktor der Betriebs- oder Volkswirtschaft z.B. eben kein ausgebildeter (*-)kaufmann ist. Solche haben vom echten Geschäft bspw. keine Ahnung, müssen erst noch dafür ausgebildet werden.

Ziemlich teure Angelegenheit in jeder Hinsicht, da die teuer langen Uni-Jahre offenbar mit wenig echtem Nutzen verbunden waren und nun die eigentliche ‘richtige’ Lehre ansteht. Und so was ohne ‘Dunst’ sitzt heute gleichsam auf ‘Chefsesseln’, trifft Entscheidungen über Wohl und Wehe…”

Leserbrief Ende! <<<

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Na, sieh mal einer an! Da ruft die Regierung der VSA deutsche Unternehmen zu Hilfe, sucht deren Rat in bald heillos verfahrener Lage: Akademikerschwemme und sehr hohe Arbeitslosigkeit aber keine Breitenbildung! Dabei haben sie und andere die geradezu musterhaften Beispiele vor Augen: Microsoft, Apple-Mac usw.!

Weder Bill Gates (Microsoft-Gründer) noch Steve Jobs (Apple/Mac-Gründer) erwarb einen akademischen Abschluss. Beide ‘schmissen’ das Studium, nachdem sie meinten, sie wüssten nun genug, um endlich was ‘richtiges’ zu machen. Und der Erfolg gab ihnen recht.

Steve Jobs gelang es etwas weniger, obwohl man nun nach dessen Ableben weithin so tut, als habe er schier allein die Welt mit Rechnerwesen und Weltnetz (www) bewegt, beglückt. – Der nicht! Hätte sich die ‘Vision’ von Apple-Mac “Alles aus einer Hand!” durchgesetzt, wäre ein entsetzliches Monopol entstanden, das aller Beschreibung spottet. Auch das Weltnetz (www) gelte weiterhin unter ‘ferner liefen’, weil nur wenige Betuchte das Zeug kaufen konnten oder mochten.

Zum Glück waren die Leute nicht so dumm, wollten keine maßlos überteuerten ‘Rechnerkisten’, auf denen nur das ebenfalls sehr teure Apple-Zeug läuft, welches keine wirkliche Verbindung (Kompatibilität) zu anderem erlaubt. Und künstliche Bedürfnisse wecken, wie Steve Jobs es machte, sind keine echte ‘Vision’, sondern bloß Geldschneiden. Auch das merkte die Mehrzahl der Leute, weshalb Apple-Mac aller Hochjubelei zum Trotz bis heute nicht mehr als 5% des Marktes beackert.

Microsoft-Betriebssysteme laufen hingegen auf fast 95% aller Rechner weltweit. Genau weil sie auf preisgünstigen Geräten verschiedener Ausstattung recht gut bis leidlich gut samt ärgerlich ‘blauer Bildschirme’ gehen. – Nur dies brachte letztlich den Durchbruch! – Apple-Mac-BS nebst ihren zusätzlichen Anwendungen laufen nur auf Apple-Mac-Geräten und sonst nirgends. Sicher geht das Zeug sehr gut und zuverlässig, aber eben nur da und für unglaublich hohen Preis, der den eigentlichen Nutzen wenig rechtfertigt.

Dumme Sache und am Ende nur was für Liebhaber bunt teuren Spielzeugs. Und klar: Leuten Dinge andrehen, welche sie in Wahrheit nicht wirklich oder nicht in dieser Weise brauchen, muss man auch können! Auch das ist eine Leistung und Steve Jobs war darin über alles Maß findig. Die Alltagstauglichkeit leidet hingegen, denn es geht um Breitenbildung, wie der Beitrag auf der Webseite der Deutschen Welle letztlich deutlich macht.

Dazu muss mal erst davon Abschied genommen werden, Bildung sei in erster Ordnung der Erwerb von möglichst viel Wissen. – Ist es nicht! – Wissen ohne geförderten Verstand, welcher wichtiges von unwichtigem trennt, ist völlig nutz- und sinnlos. Wissen kann dem Verstand sehr nützen, ihn wecken, behindert ihn aber, sobald das bloße Wissen allein ausschlaggebend. Erst recht dann, wenn der ‘Nachweis’ nur mit ‘Diplomen’ verbunden. Gegenbeweis: Bill Gates, Steve Jobs u.v.a.!

Sehr oft sind solche Begabten ausgesprochene Spätzünder. Mehr als 75%! Deren Fähigkeit liegen in unserem und im Bildungsverfahren anderer Gegenden meist brach. Da kommen solch dumme Sprüche wie: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr! Dabei ist solches erstrangig auf Grundwissen gemünzt. Das wären Lesen, Rechnen, Schreiben, Geschick (handwerklich z.B.), Leibes- und Geistesertüchtigung usw.! Somit Dinge und Fertigkeiten, welche die Grundschule (Volksschule) vermitteln und unterrichten soll. Doch das kann und konnte sie selten.

Kaum eine Schulart war und ist dermaßen schlecht (sprich: hundsmiserabel) ausgestattet wie die Volksschule früher und die ihr entsprechende Grundschule heute. Förderung Begabter ist meist ausgeschlossen. Nur wer frühzeitig auffällt, hat leidlich Aussichten, welche aber meist vom Elternhaus abhängig. Ähnlich schlecht geht’s in Berufs- und Mittelschulen.

Das meiste Geld und die höchste Förderung floss und fließt in Oberschulen (Gymnasien) sowie in Hochschulen (Akademien). Das mag teils sinnvoll sein, wird aber zur kostenträchtigen Dummheit, sobald sog. ‘Spätzünder’ hernach nicht mehr wechseln können. Bisher wechseln Kinder ab der vierten Klasse in ‘höhere’ Schulen, nach der sechsten oder gar siebten war und ist das kaum mehr oder nur sehr mühselig machbar.

Schier alles verbaut, denn der sog. zweite Bildungsweg ist zeitraubend (wg. Berufsleben) und kostspielig für die Betreffenden und die Volkswirtschaft. – Das gilt es zu ändern nebst einer klaren Aufwertung der Ausbildung in ‘nützlichen’ Berufen! – Auch ein Ingenieur ist selten fähig z.B. eine Heizungsanlage wieder in Stand zu setzen usw., dabei zählen sie nebst Ärzten zu Recht zu den alltäglich nützlichen.

Dennoch: Dazu braucht’s die entsprechenden Fachleute! Warum sind die schlechter angesehen?

Am Ende sind solche viel wichtiger als (fast) alle Akademiker zusammen. Nur jene vielen Fachleute in verschiedenen Berufen halten mit ihrem Wissen und Können den Alltag am Laufen. Oder glaubt wer, Wunderwerke wie gotische Dome und andere großartigen Gebäude stünden da, hätten die Leute am Bau das nicht gekonnt, den Zusammenhang nicht verstanden? – Allenfalls schiefe Hütten!

Ob der maßlosen Überschätzung der Ober- bzw. Hochschulbildung und Geringschätzung alltagstauglicher Fähigkeiten stehen am Ende häufig solche ‘Schlaubergereien’ wie die eines Professors aus Wien. Der verlangte allen Ernstes die Abschaffung der doppelten Buchführung. Damit bewies er nur, wie wenig er vom Alltag versteht bzw. verbriet platte ‘Ideologie’.

Wer eine gute kaufmännische Ausbildung genoss, weiß sehr genau und sehr viel besser als jener Herr Professor, wozu doppelte Buchführung dient. Jeder mit solcher Ausbildung beherrscht dieses Verfahren als Teil seines Berufs! Muss es beherrschen bei Strafe des Durchfalls bei der Prüfung vor der IHK! Jener schlaue Herr Professor verwechselte in seiner ‘akademischen’ Einfalt ein zuverlässigen Überblick verschaffendes Rechnungsverfahren mit teils fragwürdigen gesetzlichen Vorgaben. Gesetzliche Bestimmungen, welche aber mit dem (genialen, weil sehr einfachen) Verfahren der doppelten Buchführung selbst nichts zu tun haben.

Was für ein Quatschkopf, der auf Kosten des Steuerzahlers prächtig lebt und dummes Zeug redet!

Wer baute dem das Pult an dem er steht und derart ‘schwaflige’ Vorträge hält? Wer baute die Sitze im Hörsaal? Wer baute die Gebäude seiner Uni, sein Haus und die Möbel und all das andere darin? Wer musste und muss den rechnerischen (buchhalterischen) Überblick dazu haben, ihn verschaffen, damit das Zusammenspiel letztlich klappt und er auch seine offenbar viel zu hohen Bezüge zeitig bekommt?

Das können nur die Leute des Alltags. Sie müssen es können! Und an solchem Mangel krankt offenbar auch das wirtschaftliche Leben in den ach so bewunderten VSA. Aber vorlaut wird hier wie dort posaunt: Wir sind ‘Global-Player’! Zwar schön pleite, doch wir haben hochtrabende Uni-Abschlüsse, tolle Titel und können Englisch!

Nasowas! Dann kauft euch mal was dafür…

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