Michael Winkler: Geistige Armut

Michael Winkler

Das Land der Dichter und Denker – ja, das ist lange her. Denn eines ist ganz klar: Merkeldeutschland hat diesen Ehrentitel garantiert nicht verdient. Dichter und Denker gab es in vordemokratischen Zeiten, in zivilisierteren Zeiten. Wobei das nicht die Definition von Oswald Spengler ist, denn der bezeichnete jene Zeiten als Phase der Kultur, während unsere Zeit der Dekadenz bei ihm Zivilisation genannt wird.

In jenen Zeiten wurde die Konversation gepflegt, der geistige Austausch, der gelehrte Disput. Wer ist dazu heute noch fähig? Der Ersatz dafür zeigt mit seiner Fremdsprachigkeit, daß er von außen kommt: der Small-Talk, das kleingeistige belanglose Geplauder, das Aneinander-vorbei-Reden. Der Klatsch und Tratsch, der einst über den Gartenzaun, auf dem Waschplatz oder vor der Haustür stattgefunden hat, ist nur deshalb nicht hoffähig geworden, weil die Höfe abgeschafft worden sind.

Der Gipfel des geistlosen Geredes findet im Fernsehen statt, in den sogenannten Talk-Shows, die so inhaltsleer sind, daß man sie nach den Moderatoren benennen muß, nach Menschen, die bar jeglicher Kenntnisse nur dafür sorgen sollen, daß der Redefluß nicht stockt. Was bringt es, wenn drittklassige Politiker mit alt gewordenen Schauspielerinnen über Themen diskutieren, zu denen ihre Meinungen völlig belanglos sind? Wandelnde Abstimmungsautomaten, zweibeinige stutenbissige Hyänen, ein Quatschmeister, der so tut, als würde er die Fragen stellen, die den Zuschauern auf dem Herzen legen, und vielleicht noch einen Experten, der mehr über die Angelegenheit weiß als alle anderen Teilnehmer zusammen, aber trotzdem gemeinsam niedergebügelt wird.

Hundert bunte Fernsehkanäle berieseln uns mit sinnlosem Geschwafel, belästigen uns mit idiotischen Spielshows, bombardieren uns mit Nachrichten aus demselben, einseitigen Blickwinkel. Und wenn doch einmal eine Sendung ausgestrahlt wird, deren Thema einen gewissen gehaltvollen Inhalt verspricht, ist es ein Propaganda-Machwerk im Stil eines Guido Knopp.

Das mag unter “Brot und Spiele” abgetan werden, Massenspektakel genügten noch nie einem intellektuellen Anspruch. Was immer da geboten wird, es muß selbst Zuschauer mit drei Promille Alkohol im Blut noch ansprechen. Das Volk wird mit primitiven, leicht nachzubrüllenden Parolen gelenkt, was früher “Die Juden sind unser Unglück” lautete, ist heute “Null Toleranz gegen Rechts” – ebenso unsachlich wie unbegründet.

Wie sieht es auf der höheren Ebene aus? Enzensberger, Habermas, Sloterdijk, Böll, Grass, Walser – welche Ideen haben diese angeblich führenden Köpfe in die Welt gesetzt? Haben sie mehr zustande gebracht, als die angebliche Vergangenheitsbewältigung, die vor allem dazu dient, diese Vergangenheit niemals zu bewältigen? Hat es auch nur einer von ihnen vermocht, unsterbliche Weisheiten zu formulieren? Bedauere, da ist nichts vorhanden, was mehr Substanz hat als eine Wollmaus im Wind des Zeitgeists.

Was hat das intellektuelle Deutschland sonst noch zu bieten? Theater-Regisseure, die es fertigbringen, Wagner und Mozart zu verunstalten, “Filmemacher”, die es schaffen, daß eine einzige Minute ausreicht, um an der Stümperhaftigkeit und Langweiligkeit zu erkennen, daß es sich um einen deutschen “Problemfilm” handelt, dessen wirkliches Problem darin besteht, daß kein Mensch nachvollziehen kann, wieso für solche Machwerke Geld verschwendet wurde.

Betrachten wir die “Zuwanderer”, die “Migranten”, denen offizielle Stellen nachsagen, sie würden unsere Kultur bereichern. Den Begriff “Kulturbereicherer”, der diese offizielle Aussage in ein einziges Wort zusammenfaßt, hören die Gutmenschen nicht so gerne, der sei “rechtsradikal”, sagen sie. Stellen wir uns doch einfach einmal ein Stück Kultur vor, beispielsweise den Kölner Dom. Deutsch, christlich, über Jahrhunderte hinweg gebaut, das erste Gebäude, das höher als die Pyramiden gewesen war – ich denke, das ist repräsentativ. Und nun bauen wir hundert, ach sagen wir, zweihundert Döner-Buden um den Dom herum. Merken Sie, wie sehr der Dom dadurch aufgewertet wird? Wie gewaltig seine kulturelle Bedeutung zugenommen hat?

Selbst die heutigen formal deutschen Geistesgrößen produzieren nichts, was noch den Ehrentitel einer Kultur verdient hätte. Diese nicht mehr gepflegte Kultur können die Zuwanderer bereichern, andererseits würden selbst die Lebensweisheiten eines deutschen Obdachlosen einen Gewinn darstellen. Nein, das ist nicht weit hergeholt, denn es sind die Gescheiterten, die aus ihrer Heimat fortgezogen sind, in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Schaffen wir 250.000 Stadtstreicher, Langzeitarbeitslose, Schulabbrecher und Kleinbauern, die ihren Hof aufgeben müssen, nach Istanbul. 250.000 Deutsche sind doch eine kulturelle Infusion ohnegleichen? Ach nein? Na gut, dann machen wir noch fanatische Katholiken daraus, die überall Kirchen errichten wollen, zu Fronleichnam und anderen Gelegenheiten Prozessionen abhalten und verlangen, daß die lästigen Bilder von Kemal Attatürk abgehängt werden. Die katapultieren Istanbul nicht ins 21., sondern gleich ins 22. Jahrhundert!

Ob Goethe oder Wagner, ob Nietzsche oder Dürer, Beethoven oder Hölderlin – Deutsche haben deutsche Kultur in Deutschland geschaffen. Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben haben durch ihren deutschen Fleiß die Wirtschaft in Rumänien bereichert, zur rumänischen Kultur haben sie nichts beigetragen. Sie haben Wälder gerodet, Landstriche unter den Pflug genommen, Dörfer und Städte gebaut. Aber ist Rumänien durch sie deutscher geworden? Was also sollen ein paar Türken bei uns bewirken? Islamische Lyrik schaffen, durch Leute, die in zwei Sprachen Analphabeten sind? Die selbst den ihnen so heiligen Koran nur nachplappern? Die in einem Land leben, das nicht mehr fähig ist, einen Goethe oder Wagner hervorzubringen?

“Kiezdeutsch” ist der neue Dialekt, den wir unseren türkischen Mitbürgern verdanken, deutsche Worte in ihren Grundformen, die nach der türkischen Grammatik aneinander gereiht werden. Das paßt wunderbar zu einem Deutsch, das inzwischen der amerikanischen Grammatik folgt und sich englischer Worte bedient. Oder zu einer Schrift, bei der sich jeder aussuchen darf, wie er schreiben möchte. Klare Regeln gab es in der alten Rechtschreibung, bevor Experten über die deutsche Sprache hergefallen sind. Der Orwellsche Neuschreib ist willkürlich, fast jeder Verlag praktiziert seine eigene Version, der eine ist progressiv und schreibt Delfin, der andere ist moderat mit seinem Delphin, der dritte kennt sogar noch den Kuß und der vierte hofft, daß der Duden von 1990 spätestens 2020 wieder in Kraft ist.

Die Sprache regelt das Denken, denn das Denken erfolgt in der jeweiligen Sprache. Eine reiche, komplexe Sprache wie das Deutsche führt den Muttersprachler in den vielfältigen Gedankenreichtum einer erweiterten Wirklichkeit, zu der arme, beschränkte Sprachen niemals fähig sind. Über die Zerstörung einer Sprache, so, wie sie derzeit mit dem Deutschen betrieben wird, führt der Weg in die geistige Armut. Anglisierung, Orwell-Neuschreib, Kiezdeutsch und jetzt auch noch eine Schulphilosophie, nach der die Kinder schreiben dürfen, was sie zu hören glauben, ohne daß eine Korrektur stattfindet – mit einer solchen Viehloßoffi läßt sich alles zu Grunde richten.

Die geistige Armut, die Begrenzung im Wortschatz, im Erleben und im Denken ist gewollt. Es war ein langer Weg vom frühen Mittelalter, in dem sogar die Elite kaum lesen und schreiben konnte, bis zu den aufgeklärten und gebildeten Fürsten im 18., 19. und frühen 20. Jahrhundert. Der gebildete Fürst konnte es sich erlauben, gebildete Untertanen zu haben, ja, ganz im Gegenteil, je gebildeter diese Untertanen waren, desto besser für das Fürstentum. Demokraten hingegen mögen über Doktortitel verfügen, doch das bedeutet nicht, daß sie wirkliche Bildung besitzen.

Ein Raubritter, der Schwert und Lanze zu führen weiß, mag in seinem Können einem Guerillaführer ebenbürtig sein, er ist jedoch als funktionaler Analphabet außer Stande, eine Forschergruppe zu führen. Ein Demokrat, der die Karriere Kreißsaal – Hörsaal – Plenarsaal hinter sich hat, ohne jemals das Leben kennengelernt zu haben, ist kein glaubwürdiges Vorbild für lebenskluge, gebildete Wähler. Ein geistig verarmtes Volk, durchsetzt mit fremden Elementen, verseucht durch eingetrichterte Denkschemata, niedergeprügelt durch geistlose Fernsehunterhaltung, das kann sogar von drittklassigen Demokraten geführt werden.

In diesem Land wurde eine Kultur der Ausgrenzung etabliert, ein “das sagt man nicht”, das jegliche Argumentation behindert. Wenn immer das Fallbeil im Kopf herumschwirrt, wenn jeder Schreiber immer bedenken muß, ob er das, was er zu schreiben gedenkt, auch schreiben darf, dann behindert dieses Fallbeil das freie Denken. Genau das ist die Absicht dahinter, das Denken soll behindert und wenn möglich, sogar verhindert werden. Der Vater von Pippi Langstumpf ist Negerkönig in Taka-Tuka-Land, folglich haben die Bücher von Astrid Lindgren aus den Regalen zu verschwinden, haben Platz zu machen für geistlose Machwerke, in denen schwule schottische Lairds Solomon McIsaak heißen.

Schulbücher haben zu allen Zeiten Ideologie vermittelt, die jeweils herrschende Weltanschauung. Die entscheidende Frage dabei ist, wie groß die Anteile von Lehrstoff und Ideologie dabei sind. 90% Stoff und 10% Propaganda gestehe ich einem Staat, der die Schulbücher bezahlt, durchaus zu. Wenn jedoch der Anteil der Ideologie größer und immer größer wird, zu Lasten des Unterrichts, dann sind das keine Lehrbücher mehr, sondern Schundhefte.

Die sogenannte Elite der BRD ist nicht mehr zu einer geistigen Auseinandersetzung fähig. Politische Ideen, mit denen sie nicht zurechtkommt, werden als “rechtsradikal” abgekanzelt, wer sie vorbringt, flugs zum “Nazi” erklärt. Die Sozialistischen Einheitsparteien Deutschlands kennen keine abweichenden Ideen mehr, sondern nur noch den “Kampf gegen Rechts”. Kritik an den herrschenden Zuständen ist “Rassismus” oder “Antisemitismus”, Zweifel an der zurechtgebogenen Vergangenheit, werden als “Volksverhetzung” geahndet.

Es gibt keine neuen Ideen, die Bundeskanzlerin macht das, was sie von der DDR her kennt und was sie von Helmut Kohl dazugelernt hat. Die Infrastruktur der BRD wird verschlissen, das spart wie einst in der DDR Geld, das für andere Zwecke verschwendet wird. Probleme werden ausgesessen, indem sie Merkel zur Chefsache erhebt und auf die lange Bank verschiebt. Europäische Probleme werden, wie einst bei Kohl, hinweggekauft, mit einer immer höheren Staatsverschuldung bezahlt.

Es ist nichts Neues, was derzeit passiert, sondern das, was wir seit Jahrzehnten erlebt haben. Wer immer diese Vorgänge mit offenen Augen verfolgt, erkennt eindeutig, was alles falsch läuft. Derzeit wird gerne die Titanic bemüht, wir erleben, wie der Eisberg ein Stück Bordwand nach dem anderen aufschlitzt. Noch liegt das Schiff ganz ruhig im Wasser, doch es ist bereits todgeweiht. In der ersten Klasse wird noch Champagner serviert, anschließend begibt man sich geordnet in die Rettungsboote, ist in Sicherheit, bevor die Mitmenschen in der dritten Klasse informiert werden.

Die geistige Armut hat Methode, sie wird in perfider Weise geschürt, um die letzten Reste des alten Deutschlands untergehen zu lassen. Es ist jedoch nicht die Titanic, die hier untergeht, sondern die Deutschlandic. Und genau hier endet die Parallelität, denn die Dinge werden sich anders fügen. Die zurückgebliebenen Passagiere der Deutschlandic wechseln auf ein neues Schiff, auf die Germanic, die Rettungsboote hingegen werden von dem sinkenden Schiff in die Tiefe gerissen.

Geistige Armut bereinigt sich selbst, sobald eine wirkliche Krise eintritt. “Survival of the fittest”, das Überleben der Tüchtigsten, wird dafür sorgen. Der Mechanismus ist ganz einfach, aber zugleich fürchterlich brutal. Die Germanic ist keine Bringschuld, sie wird niemandem aufgedrängt. Wer auf die Germanic wechseln möchte, muß etwas tun, sich selbst aus Lethargie und Dekadenz, aus der geistigen Armut befreien.

Michael Winkler

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Michael Winkler
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8 Kommentare zu “Michael Winkler: Geistige Armut”

  1. Albrecht Richter sagt:

    Ich gehe mit allen Ihren Ansichten konform.

    Wäre froh, in meinem persönlichen Umfeld in ähnlicher Weise Konversation betreiben zu können.

    Ein deutscher Rufer aus der Einsamkeit…

    Es lebe das heilige Deutschland.

    Leipzig

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  2. flandria sagt:

    @ Albrecht Richter:
    Wiederhalm: die beste Studenten aus der Generation meines Großvaters (geb. 1916)haben die Jesuiten Kollegen oft nach Leipzig und Jena geschickt.
    Sie sind von unschätzbarem Wert gewesen in die Deutsch-Flämische Symphonie der Volksverbundenheit und in Flanderns Traum vom Reich.

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  3. Bendix sagt:

    Danke,

    diese Zeilen sind Balsam für die Seele, die wahre Elite wird von Dummschwäzern zur Zeit brachial zugelabert mit Halbwahrheiten, wenn überhaupt, diese Ideologie mit Wahrheit verwechseln.

    Wir werden es Erleben in den nächsten Jahren, wenn alle Fesseln fallen, wird hoffendlich die Elite deutliche Signale setzen.

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  4. Albrecht sagt:

    @ flandria:

    Das waren Zeiten!

    Und heute? O tempora o mores!
    Amerikanistische Volksverblödung, demokratistische Vollverflachung, kommunistische Deutungshoheit, zionistische Verlogenheit, internationalistischer Individualismus – kein Geist, kein Wille, Selbstauflösung.

    Wenn man nur irgendwo nochmal von vorne anfangen könnte…

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  5. Michael Krause sagt:

    Au weia…
    geistig arm sind doch nur die, die sich dafür halten und diejenigen, die meinen: eine Meinung zu haben: “bilde” dich richtig und du brauchst keine Meinung…..mein Ra(d)tschlag….
    Das Land der Dichter und Denker : tot? Nun ja: was die Masse betrifft: ok, aber die waren noch nie wichtig…
    Da sollten sich Manche vielleicht einmal richtig “schlau” machen, was im `WEB`so alles vorhanden ist.. unter meinem Namen werden Sie dort aber nichts finden…nur persönlich abrufbar..

    Liebe & Grüße

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  6. Jurij Below sagt:

    Lieber Michael,
    ich sehe die lage nicht so schwarz, denn ich beobachtete Merkels sog. Dialog und mußte feststellen, dass es vielleicht Dichter nicht besonderns viel sind, aber Denker – doch u.u.U. genug sind.
    Schauen Sie mal, wie die Menschen denken – trotz verblödeter Zweck dieses DIALOGs:
    http://www,jubelkron.de/vorschläge.htm

    Leider nur in Sachen Horst Mahler, und posthumer Mord an Rudolf Heß in Wunsiedel – bin ich NOCH allein da, aber: das Beste kommt erst noch.
    Herzliche Grüße
    Jurij

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  7. Reiner K sagt:

    das beste was ich seit langen gelesen habe. Auf den Punkt gebracht.

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  8. flandria sagt:

    Mir bleibt die Spucke weg!
    Zusammen mit Lehnwörter aus anderen Sprachen ist unsere Sprache zu der liebenswerten Mischpoke (Familie) des Jiddisch geworden. Jiddisch ist übrigens die deutsche Sprache am engsten verwant.
    (Oppis World – Christlich Jüdischer Arbeitskreis). Habe immer gelernt und erfahren: die niederländische (nederduitse) Sprache ist die deutsche Sprache am engsten verwant. Beweis: hunderten ähnlich lautende Wörter: appel, avond, geld, winter, handelen, bemerken, brief, kind, vader, gedenken, gedicht, geduld, geheim, haven, handdoek, hemd, haring, hond, hand, begrippen, imker, jawoord, lachen,leven, muziek, schip,boot, achten, allemaal aandacht, persoon, arbeid, balk, baksteen, belasten, bibberen, engel, vrijheid, stemming, verwelkt, kop, zee, zeebranding, zonneschijn, dorp, broeder, fakkel, ‘op Rügen vuul ik me wol’ usw usw.
    Jiddisch: a lejdike kischke hot fajnt al lange drosche.
    ein leerer Bauch hasst lange Predigten.
    Niederländisch een leege buik haat lange preken.

    Bedrohungen meiner Sprache sind:
    von alten Frankreich, noch immer, mit seinem Unterwanderung.
    Belgien, mit seinem franskiljonisme.
    Der nordliche Teil der Niederlände, Holländer genannt.
    Eigenen Leute: die Gleichgultigen und Lauen.
    Die Medien, Politiker, Beamte, Eurokraten mit ihrem Aufreinigungs Eifer der niederländischer Wörter, übernutzte Lehnwörter, verdrängten Worte, gallisismen.
    Die Bildung und was man Kultur nennt.
    Die sogenannten Wissenschaftler.

    Über die Zerstörung einer Sprache, wie sie derzeit mit dem Deutschen betreiben wird, lese ich weiter in der Jüdische Allgemeine – Sprachgeschichte(n). Hundert jiddische Worte und Begriffen haben die deutsche Sprache bereichert.
    Mache, Meise und Meschogge.
    Wenn’s am deutschen Verstand hapert, helfen jiddische Begriffen.
    Jüdeln mit Goethe.
    Wie der Dichterfürst im Frankfurter Ghetto Sprachunterricht nahm.
    Essen.
    Wie das hebräische Mahlzeit das Umgangsdeutsche bereichert hat.
    Pustekuchen.
    Wie ein missverstandener hebräisches Begriff zum deutschen Ausdruck wurde.
    Schmonzes mit Lakritz.
    Seichtes Geschwätz? Sag es auf jiddisch.
    Total Manoli.
    Wie ein jüdischer Zigarettenfabrikant das Deutsche bereicherte.
    usw, usw.

    Zum Weinen!

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