K(r)ampf gegen Rechts: Christian Bangel

Screenshot von Zeit.de

Kaum ein Tag vergeht in dieser geheiligten Bundesrepublik ohne daß die Medien eine Hetzjagd auf alles veranstalten, was nicht in das von oben verordnete Weltbild paßt. Da genügt es schon die Familienpolitik in der BRD zu kritisieren oder die verfehlte Politik der vergangen Jahrzehnte auch nur anzusprechen um an den medialen Pranger gestellt zu werden, wo “Journalisten” sich dann als Staatsanwalt, Richter und Henker zugleich aufspielen.

Daß sich nicht unbedingt jeder damit abfinden will und dann auch mal zurückschlägt ist menschlich durchaus verständlich, kann aber durchaus auch dazu führen, daß sich einer der zuvor noch heldenhaften Presse-Henker ein wenig in die Hose macht und händeringend nach Mitleid für ihn und seinesgleichen sucht.

Zu dieser Gruppe scheint auch Christian Bangel von der Zeit zu gehören, für den die Verfolgung anderer Ansichten gar nicht weit genug gehen kann und dann auch noch aufschreit, wenn andere Journalisten nicht seine Ansichten teilen. In seinem Beitrag unter dem Titel “Lieber nicht über Neonazis schreiben” regt sich Bangel sich etwa darüber auf, daß “Neonazis” gegen Gewalt und Kinderschänder demonstriert haben ohne daß die lokalen Redakteure dies für verachtungswürdig hielten. Mehr noch, eine Zeitung soll sogar Aussagen der NPD wortgetreu abgedruckt haben. Das gehört sich natürlich ganz und gar nicht. Wir selbst hatten es übrigens schon oft genug mit Medienvertretern vom Schlage eines Bangel zwecks Interviewanfragen zu tun. Unsere Standard-Antwort dazu lautet, daß wir gerne zu einem Interview bereit sind, insofern man uns schriftlich bestätigt, daß man wahrheitsgetreu berichten und unsere Aussagen nicht entstellen wird. In 100% der Fälle haben wir daraufhin Absagen erhalten, was uns nicht wirklich verwundert.

Bangel jedenfalls hat auch gleich eine Verschwörungstheorie parat, warum manche Journalisten mehr von unabhängiger Berichterstattung halten, als er selbst und fand bei seinen Recherchen sogar Redakteure, die Bangels Theses bestätigte – Jürgen Mladek vom Nordkurier und Benjamin Fischer von dem frühreren SED-Organ Ostseezeitung. Mehrere weitere Redakteure, Bürgermeister und Bürger konnten Bangels Verschwörungstheorie nicht bestätigen, was diesen sogleich den Stempel der Verharmloser einbrachte. So kann man sich auch ein Weltbild zurechtschustern: Die wenigen, die seine Meinung teilen, haben Recht und der große Rest verharmlost oder steckt sogar mit den “Neonazis” unter einer Decke.

Um die Journalisten zu schulen, was man zu sagen habe, veranstaltete der Mecklenburger Journalistenverband sogar einen “Workshop” gegen Rechtsextremismus, woraufhin dann auch einige Journalisten erkannten, daß die Bekämpfung des Rechtsextremismus eine Priorität sei. Aber derartige “Workshops”, die Journalisten mitteilen, was sie zu denken und vor allem zu Schreiben haben, stellen für Bangel kein Problem dar. Das Problem und somit zur eigentlichen Verschwörungstheorie, sei vielmehr, daß die unabhängigen Journalisten einfach nur eingeschüchtert wären.

Als Aufgabe der Medien sehen es Bangel und Konsorten nicht etwa unabhänhig zu berichten, sondern “den richtigen Fokus” setzen. Noch Fragen?

Kritische Kommentare zum Thema werden in der Zeit ebenso wie in allen anderen Lizenzblättern freilich nicht gedultet und wenn der Kommentar schon nicht gelöscht oder zensiert wird, dann wird der Kommentator halt persönlich angegriffen und niedergemacht. Was normalerweise dem faschistischen Pöbel vorbehalten hat aber scheinbar auch seinen Reiz für Bangel, der gerne mit auf den Kritiker eindrischt, der übrigens in der Gegend aufgewachsen ist und dort Freunde und Bekannte hat: “Wie die anderen Kommentatoren schon angemerkt haben, spricht es nicht für Sie, dass Sie von Meinungs- und Gesinnungsterror sprechen. Nicht nur, weil genau diese Formulierung feinstes NPD-Vokabular ist, sondern weil sie zeigt, dass sie nicht wirklich planen, sich von ihrer Meinung abbringen zu lassen, dass es in Anklam keine Nazis gibt. Obwohl Sie nie in Anklam waren. Deswegen werde ich Ihre Statements einstweilen nicht mehr beantworten.”

Der Kommentator gibt dann dazu die einzig passende Antwort: “Entschuldiung, daß ich versucht habe, Ihre Meinungen mit Tatsachen zu verwirren.”, was dann von den weniger kritischen Kommentatoren den Ruf nach Zensur laut werden läßt. Wer genau schüchtert nochmal ein und versucht die Demokratie einzuschränken?

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3 Kommentare zu “K(r)ampf gegen Rechts: Christian Bangel”

  1. Jurij Below sagt:

    Die Journalisten, die prostituieren auf von Staat BRD mit ihrem Holocaust Moral und sonstigen laufenden “Wahrheiten”, die man nun als politische Korrektheit bezeichnen, sollte langsam tatsächlich vom Monolog der Antifa und Ihresgleichen Organe der “veröffentlichen Presse” (Eva Hermans Ausdruck) einen Dialog suchen.

    Inzwischen die alternative Presse, selbst wenn in Form der bekannten Blogs und Portale der Bürgern, kann man nicht mehr ignorieren – das ist zur eine repräsentative freie Meinungsäußerung im Lande geworden. Die offiziellen Medien verlieren jeden Tag den Leser und Anhänger. Die Beobachter dieses Prozesses des Aufstandes gegen das Monopol, ja Alleinherrschaft der Medien, zu den ich auch gehöre, stellen fest: Anteil der kritischen und unabhängigen Stimmen wächst vom Tag zu Tag und zwar mit der großen Beschleunigung. 1990 es war nur weniger als 2,5 Prozent der radikal kritischen Meinungen. Ab 2000 dazu kamen die sog. “Neue Rechte”, die zwar sehr vorsichtig, aber doch sachlich zuerst mit den Fragen pro und contra die Rechtlage in Deutschland sondierten, aber trotzdem meist “liberal” geblieben.

    Als 2007 zur öffentliche Hinrichtung von Eva Herman kam unddarauffolgenden Prozessen in Mannheim gegen der Holocaustkritiker – die Lage bekam ein gewisse Impuls und beflügelte auch bisher zu den schweigender Mehrheit gehörten Bürgern. Seit Ende der 2000-er der sog Finanz- und Wirtschaft Krise sorgte für kritische Stimmen auch unter die noch loyaler Presse. Es kam dazu, dass nicht nur in den kontrollierten Medien ein paar Journalisten verabschiedeten sich von der Illusionen einer gelichschaltende Berichterstattung, sondern auch bei allen linksorientierten Propagandisten wie Antifa, Netz gegen Nazi, Endstation Recht kann es um Diskussionen über Sinn und Unsinn der Kritik.

    Mehr noch dazu beigetragen die online-Ausgaben der Presse, die doch nicht ganz bereit waren alles zu zensieren. Die sog. Netiquette hilflos versuchte mit den gewöhnten Methoden die kritischen Kommentare der Leser unter dem Teppich zu kehren und jedoch nicht in der Lage waren das lückenlos zu betreiben.

    Unter dem Zeichen der Zeit der Buchmarkt mit sachlichen und offenen, wirklich wissenschaftlich-akademischen Kontroversen nur in 2 letzten Jahren vielen Menschen angezogen, so dass heute spricht man von über 20 Prozent der unabhängigen Internetquellen, die Aufklärung zu ihre Aufgabe machten. Vielleicht aus diesem Grund Frau Merkel organisierte sog. Dialog über die Zukunft Deutschland (Frühling 2012).

    Zwar die Bezeichnung DIALOG traf nur Dialog zwischen den Bürgern selbst, aber trotz etwa gedämpfter Zensur jedoch kam es einer Diskussion auf offiziellen Webseite der Bundeskanzlerin.

    Unter den 20.000 Vorschläge der Bürger insbesondere zum Thema WIE WOLLEN WIR ZUSAMMEN LEBEN mindestens 600 Vorschläge fast alle Tabu-Themen angesprochen: Abzockerei des Zentralrat der Juden, Holocaust, Verfolgung der Kritiker, Zensur, Islamisierung, Demokratur, Rechtlage Deutschland, Souveränität, Parasitenwirtschaft der jüdischen Konzerne und Banken, demographische Katastrophe, Gesetzlosigkeit bzw. Beschränkung der Grundrechte und vieles mehr.

    Hier ist mein Bericht über den Merkelsdialog in dem ich nur ganz klare Vorschläge ausgewählt: http://www.jubelkron.de/vorschlaege.htm

    Liebe Grüße aus Frankurt – JB

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  2. JensN sagt:

    Apropo “Kampf gegen Rechts”: Es wird mal wieder Zeit in Erinnerungen zu schwelgen. Morgen vor genau 20 Jahren fanden die Ausschreitungen in Rostock- Lichtenhagen statt. Man kann nun stundenlang darüber debattieren, ob Gewalt generell ein legitimes Mittel zum Erreichen politischer Ziele ist. Die Antwort darauf gibt das Weltgeschehen und sie lautet anscheinend und leider ja! Gestorben, gefoltert, geplündert und entrechtet wird fast überall auf der Welt und wenn man als Deutscher am Hamburger Kiez von einem sich illegal in der Brd aufhaltenden Zigeuner abgestochen wird, erscheint das als kleine Randnotiz im Lokalteil des örtlichen Käseblättchens. Nicht weiter schlimm, ein banaler Streit unter Partygästen eben, wo das zufällig deutsche Opfer direkt in das Messer des zufällig ausländischen Täters gelaufen ist. Und das geschieht Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat. Aber ich komme vom Thema ab…

    Diese Tage findet in Rostock die zentrale Gedenkfeier wegen der Ausschreitungen vor 20 Jahren statt. Der Bundes- Gauck(ler) aus Schloss Bellevue kommt zu Besuch und allerlei andere profilierungssüchtige Selbstdarsteller. Was oft vergessen wird: Die Bilder waren damals zwar sehr spektakulär, aber sieht man mal genauer auf die Zahl der Verletzten, relativiert sich das alles ganz schnell.

    Rostock war der perfekte Anschauungsunterricht dafür was passiert, wenn es an den sozialen Brennpunkten anfängt zu brodeln. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere an damals oder war vielleicht sogar “live dabei”. Die sozialen und hygienischen Zustände waren damals für die Lichtenhagener Bevölkerung unerträglich. Zigeuner, die die Kaufhallen vollgeschissen haben, die unter freien Himmel rumvögelten, ihr Geschäft verrichteten und die Anwohner belästigten und das über einen Zeitraum von vielen Monaten. Das wird heutzutage gerne mal “vergessen”. Macht auf jeden Fall Spass, sich die alten Aufnahmen auf youtube anzusehen. Vielleicht erlebe ich ja noch den Tag, an dem das Gleiche in hundertfacher Grösse vor dem Berliner Reichstag stattfindet…

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  3. Chris sagt:

    Ein kleiner Systemling, wie es viele in dieser BRD gibt. Wessen Brot ich fress, dessen Lied ich sing – das ist sein Motto!

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