Noch mehr Sozialismus bei den Mieten

Erst vor wenigen Tagen erklärten wir, dass einer der Hauptgründe für steigende Mietpreise der zunehmende Sozialismus ist, der durch eine fehlgeleitete Politik immer mehr Risiko für Vermieter schafft, die dann entweder die Mieten erhöhen oder sich ganz aus dem Geschäft der Vermietung zürückziehen und somit zu einer Verknappung führen, die wiederum auch zu höheren Mieten führt (siehe auch: Steigende Mieten und niemand will schuld sein).

Da der Sozialismus ja laut allen seinen Vertreter niemals falsch sein kann sondern durch Menschen immer nur falsch implementiert wurde, siehe Kuba oder die DDR, kommt in der sozialistischen Einheitspartei bestehend aus FDP, CDU, SPD, Grüne, Linke natürlich niemand auf den Gedanken, dass die eigene Politik Schuld sein könnte. So ist es kaum verwunderlich, dass die künstlich durch Sozialismus geschaffenen Probleme mit noch mehr Sozialismus gelöst werden sollen. Merke: Wer sich beim ersten Versuch durch eine Wand zu rennen eine Gehirnerschütterung zuzieht, der hat es einfach noch nicht genügend versucht durch eine Wand zu rennen.

Getreu diesem Motto hat der Bundesrat nun auch eine Deckelung von Mietpreiserhöhungen auf 15% über drei Jahre beschlossen, egal was Mieter und Vermieter davon halten. Mieter und Vermieter könnten sich etwa auf großzügige Renovierungsarbeiten und im Gegenzug auf eine Mieterhöhung von 18% über drei Jahre einigen, aber das dürfen sie nicht mehr. Und was ist wenn plötlich aufgrund der Euro-Krise die Inflation auf jährlich 20% steigt? Dann hat der Vermieter halt Pech gehabt. Was ist wenn durch die gestiegene Inflation die Bundesregierung entscheidet auf allen Besitz eine Hypothek zu legen, wie es nach dem 2. Weltkrieg geschah? Auch hier hat der Vermieter Pech gehabt. Und was ist wenn die Kinder eines Frührentners ausziehen und seine Frau stirbt und er viel lieber eine kleinere Wohnung hätte sich das aber nicht leisten kann, weil Vermieter die Deckelung der Mietpreiserhöhung durch die Preiserhöhung von Neumieten ausgleichen muss? Dann hat der Rentner das Glück zumindest noch eine günstige Wohnung zu haben. Doch was ist, wenn ein Mann und eine Frau zusammenziehen und ein Kind haben und die kleine Einzimmerwohnung nicht mehr ausreicht? Dann haben sie halt Pech gehabt, weil der Renter lieber günstig in seiner fünf-Zimmer Wohnung bleibt und weil die Familie aufgrund der höheren Neumieten sich keine grössere Wohnung leisten kann.

Dies alles sind Fragen, über die sich jeder Vermieter Gedanken macht, aber warum sollte ein Berufspolitiker sich mit solchen Lapalien beschäftigen. Das Ziel ist Sozialismus und in der Politik muss man ja weder Leistung bringen noch Verstand haben um fürstlich bezahlt zu werden.

Laut Olaf Scholz von der SPD sei das Allerwichtigste, dass Wohnungen gebaut würden, aber wer bitte investiert in den Wohnungsbau, wenn man sich nicht sicher sein kann daraus auch Profit zu erwirtschaften. In der Politik spielt es keine Rolle, wieviel Verlust man macht, solange es dumme Schafe gibt, denen man die Pistole auf die Brust setzen und das Geld abnehmen kann. Ein Geschäftsmann hat diesen Luxus nicht und muss sich sein Geld durch Rentabilität erwirtschaften.

Selbst der Mieterbund, dessen Aufgabe der Schutz von Mietern ist, ist von dieser Neuregelung enttäuscht. So ist anzunehmen, dass wenn ein Vermieter nicht entsprechend seiner Investition erhöhen kann, er versucht das Geld anderweitig einzusparen um keinen Verlust zu erwirtschaften.

Wer schonmal versucht hat zu vermieten, der weiss, dass man sich als Vermieter und die Miete brutto wie netto einnimmt. Gerade in den Anfangsjahren einer Vermietung fährt man oft Verluste ein um durch steigende Mieten letzendlich Profit zu erwirtschaften. Je nach Standort kann es gut und gerne 20 oder mehr Jahre dauern bis man seine Investition zurückhat und anfängt Gewinn zu erwirtschaften. Je länger es dauern soll, bis man Realprofit macht, desto eher wird ein potentieller Vermieter bereit sein anderweitig zu investieren.

Wer wie Olaf Scholz will, dass Wohnungen gebaut würden, der muss die Politik aus dem Verhältnis zwischen Mieter und Vermieter herauslassen und den Markt regulierend eingreifen lassen um ein Equilibrium zu erreichen. Es handelt sich hierbei um eine einfache Preisfindung aus Angebot und Nachfrage, wie sie jeder Student der Wirtschaftswissenschaften schon im ersten Semester lernt, sofern ihm dieses recht einfache Prinzip nicht schon vorher bekannt war. Sind die Mieten zu hoch, steht zu viel Wohnraum leer, also sinken die Mieten. Sinken die Mieten zu weit, steigt die Nachfrage zu hoch und die Mieten steigen. Das Prinzip lässt sich auch noch durch folgende Beispiele erweitern: 1) Sind die Mieten hoch genug um Gewinn zu erwirtschaften und die Nachfrage ist konstant, ist ein potentieller Vermieter eher geneigt zu investieren. Dadurch steigt das Angebot und der Preis sinkt. 2) Sind die Mieten hoch und Wohnungen stehen leer, ist ein Konkurrent geneigt seinen Mietpreis zu senken, wodurch dessen Konkurrenten Mieter verlieren, was diese anreizt die Mieten zu senken und der Mietpreis sinkt.

Beispiele dieser Art gibt es Dutzende, wo der freie Markt sich selbst reguliert und damit ein Equilibrium findet, mit dem beide Seiten leben können.

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2 Kommentare zu “Noch mehr Sozialismus bei den Mieten”

  1. Nordmann sagt:

    Grundsätzlich alles richtig wenn man die Entscheidung dieser Bundestrottel beurteilt denn unter den momentan gegebenen Vorzeichen sicher logisch dass nur bei gewissem Anreiz auch investiert wird…
    ABER
    das trifft wie gesagt nur auf eine derartige Form der Politik zu. Nehmen wir an dass trotz Marktwirtschaft,Kapitalismus oder wie man das Kind nennen möchte den Menschen eine Grundangst, nämlich Verlust des Daches über dem Kopf,genommen wird indem man selbst Wohnungen bauen lässt, diese entsprechend günstig vermietet und das eben nicht nur für sozial Schwache sondern für ein Gros der Bevölkerung indem man Teile der abgenommenen Steuern dafür investiert? Hört sich wie DDR an ist es aber nicht zwingend, die Menschen können dennoch in Konkurrenz miteinander arbeiten und sich eben einen höheren finanz. Stand sichern oder eben nicht nur es müsste niemand befürchten allein aus “Marktanalysen” bald seines gewohnten Umfeldes beraubt zu werden wie es seinerzeit in Berlin Prenzlauer Berg war wo Einheimische die Spekulationsmieten der nach Berlin Strömenden nicht mehr aufbringen konnten und diesen Kiez verlassen mussten da dort die Mieten mittlerweile ein Rekordhoch erreicht haben und die Wohnungen aufgrund der vorhandenen Bausubstanz nicht zwingend derlei Preisen entsprechend ausgebaut sind. Gleiches München Zentrum usw.
    Natürlich muss ein privater Investor einen Anreiz haben zu investieren aber muss das wirklich zwingend auf dem Wohnungsmarkt, dem Gesundheitssystem (z.B. Krankenhäuser) usw geschehen? Könnte nicht ein GESUNDER Staat, keinesfalls der Jetzige, derlei Angst seinen Bürgern einräumen ohne gleich nach Einheitslöhnen usw zu schreien allein aus einer Art Menschenwürde?
    Würde man das in diesem Staat fordern würde es nur sinnlos teuer werden, Gelder würden in dubiosen Kanälen verschwinden und in den Wohnungen würde nur noch Abschaum hausen weil dort kein Normalmensch wohnen wollte.
    Was aber würde einen kommenden Staat hindern jungen Familien als Starthilfe ein zinsloses Darlehen zur Hochzeit oder Geburt des 1.Kindes zu geben um ihnen ein Eigenheim zu ermöglichen? Nur als Beispiel.
    Als es gäbe schon Wege wo ein gesunder Staat lenkend eingreifen könnte um eben nicht alles als Spekulationsware werden zu lassen, ähnlich Post- und Telekommunikation, Wasserwerke etc..

    Zustimmung oder Ablehnung: Daumen hoch 2 Daumen runter 0

  2. Nordmann sagt:

    Tschuldschung ;o) , schlimm wenn man nacher liest was man da so getipselt hat, behaltet bitte alle Schreibfehler denn das sind Geschenke von mir ;o)

    Zustimmung oder Ablehnung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

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