Das amerikanische Waffenrecht – Verbot und Demokratisierung

Teil einer Schusswaffe aus dem 3D-Drucker von Defense Distributed

Teil einer Schusswaffe aus dem 3D-Drucker von Defense Distributed

Wie wenig sich die sozialistischen Politiker in den USA mit Waffen oder dem Waffenrecht auskennen, durfte jüngst Vizepräsident Joe Biden beweisen, als er erklärte wie man sich im sozialistischen Sinne zu verteidigen habe. So solle man, wenn man in seinen eigenen vier Wänden angegriffen würde, doch einfach mal ein paar Schüsse in die Luft abgeben oder durch die Eingangstür schiessen.

Wer schonmal mit Schusswaffen Umgang hatte, der weiss, dass solche Verhaltensweisen gegen alle auch außergesetzlichen Sicherheitsvorkehrungen verstossen, namentlich: 1) Man muss sein Ziel im Visier haben und 2) man muss sehen können, was hinter dem Ziel steht, bevor man schiesst.

Ein junger Mann in Virginia Beach hörte auf die Anweisung des Vizepräsidenten und schoss kurzerhand durch die Tür als jemand versuchte in seine Wohnung einzubrechen. Verletzt wurde niemand, aber der junge Mann wurde wegen gefährlichem Umgangs mit Schusswaffen festgenommen. Das kommt davon, wenn man auf jemanden hört, der keine Ahnung hat wovon er spricht, also einen Politiker.

Nicht weit von Virginia, im sozialistisch regierten Maryland ist der Staat derzeit dabei das schärfste Waffenrecht der USA einzuführen, wonach jeder Bürger erst die Erlaubnis des Staates benötigt um eine Schusswaffe kaufen zu dürfen, was wiederum Kriminelle nicht interessieren dürfte, aber für aufrechte Bürger ein nicht unerhebliches Hindernis darstellt.

Glücklicherweise gibt es jedoch technologische Innovationen und dank des 3D-Drucks gibt es bereits die ersten CAD-Dateien für Schusswaffen. Schiesspulver kann man gemeinhin in der Küche selber machen und wer einen 3D Drucker hat, der druckt sich eben schnell seine eigene Schusswaffe, auch ganz ohne staatliche Erlaubnis.

Eine Gruppe namens Defense Distributed hat nun erstmals Teile eines AR-15 Gewehres gedruckt, das hohen Belastungen standhalten konnte:

Wer sich die CAD-Dateien zu rein informativen Zwecken anschauen möchte, der kann das auf DefCad tun.

Defense Distributed hat inzwischen angekündigt weitere Waffen und Magazine zu vermessen bevor die sozialistische Regierung unter Obama die Waffengesetze verschärfen kann.

Momentan arbeitet das Team an einer AK-47.

Aber nicht nur in Bereichen, die autoritäre Staaten verbieten wollen, schreitet die Demokratisierung durch den 3D-Druck vor, auch im Autobau bahnen sich neue Möglichkeiten an. Derzeit arbeitet der Entwickler Jim Kor an seinem Modell Urbee 2, einem Auto, dessen Karosserie fast vollständig aus dem 3D-Drucker kommen soll. Die Vorteil bei diesem Verfahren sind, dass man die Dimensionen paßgenau bestimmen kann und sich nicht den Eigenschaften von Metallen anpassen muss. Das heisst, dass man Karosserien da versteifen kann, wo sie es am ehesten benötigen und direkt daneben durchaus materialsparender arbeiten kann. Zudem kann auch viele Einzelteile verzichtet werden, indem alles aus einem Guss kommt. Hergestellt wird der Prototyp im Werk von Red Eye.

Kor versichert, dass sein Prototyp den Sicherheitsbestimmungen von Rennwagen entsprechen wird, weniger als 550kg wiegen und hochgradig aerodynamisch sein soll. Er geht davon aus die 4.675 Kilometer lange Strecke von San Francisco bis New York mit weniger als 38 Litern Benzin zurückzulegen.

Wer selbst daheim 3D-Drucke macht und dabei Probleme mit den Kanten hat, der kann seine Teile im Azeton-Dampf etwas runder und glänzender machen. Der Entwickler Austin Wilson hat dazu eine hervorragende Beschreibung geliefert:

Anleitung für ein Azeton-Dampf-Bad von James Wilson

Anleitung für ein Azeton-Dampf-Bad von James Wilson

Wie der geneigte Leser erkennen kann, gibt es zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten für 3D-Drucker, was vor allen Dingen autoritären Staaten ein Dorn im Auge sein dürfte. Es wird sich zeigen müssen wie Staaten reagieren, wenn 3D-Drucker für große Teile der Bevölkerung erschwinglich sein werden.

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Ein Kommentar zu “Das amerikanische Waffenrecht – Verbot und Demokratisierung”

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