Zypern: EU enteignet Privatvermögen

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Wer wissen möchte, wie weit sich Europa schon von freiheitlichen Grundsätzen, wie etwa dem Schutz privaten Eigentums entfernt hat, der muss dieser Tage nur mal einen Blick nach Zypern werfen, wo die Mißwirtschaft der dortigen Banken nicht etwa zu deren Konkurs führt, sondern zur Enteignung von Privatvermögen auf Bankkonten. Wer weniger als 100.000 Euro auf der Bank hat, der bekommt 6,75% seines Vermögens enteignet, wer mehr als 100.000 Euro auf den Konten hat, darf mit einer Enteignung in Höhe von 9,9% rechnen. Die Gesetzesvorlage dazu stammt nichtmal von Zypern selbst, sondern von der EU.

Wer Privatvermögen auf einer Bank liegen hat, dem sollte spätestens jetzt deutlich werden, dass dieses Geld nicht sicher ist. Die EU kann de facto jedem Staat vorschreiben das Privatvermögen seiner Bevölkerung zu enteignen. Als wären die Umverteilungsmaßnahmen der EU-Staaten durch Steuern noch nicht genug, sind wir spätestens bei Enteignungen von Privatvermögen vollends im Sozialismus angelangt. Wer sein Geld in Sicherheit bringen möchte, dem können wir nur raten dies in Sachwerte anzulegen, also entweder in Edelmetalle oder in Eigentum in freiheitlicheren Staaten.

Statistisch gesehen führt sozialistische Politik immer zu einer allgemeinen Verarmung und je sozialistischer ein Staat wird, desto mehr lassen seine Wirtschaftsleistung und sein Wohlstand nach. Wer glaubt, dass sein Vermögen nicht mehr sicher ist und er die Früchte seiner Arbeit sei es durch Steuern oder Enteignung, abgenommen bekommt, der wird künftig weder sein Vermögen noch seine Arbeitskraft investieren. In Europe ist die Rede vom Fachkräftemangel, schaut man sich aber mal an wieviele Fachkräfte jedes Jahr Europa den Rücken kehren, kann nicht von einem Fachkräftemangel, sondern nur von einer Fachkräfteflucht die Rede sein. In Zypern hingegen wird es in den kommenden Wochen und Monaten zu einer Investitionsflucht kommt.

Schaut man sich die Staatsverschuldungen in Europa an, kann man nur zu dem Schluss kommen, dass die Politik vom Wirtschaften keinen blassen Schimmer hat und sich deshalb lieber auf ihre eigentliche Aufgabe beschränken sollte – dem Schutz von Leib, Leben und Eigentum aller vor inneren und äusseren Feinden.

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5 Kommentare zu “Zypern: EU enteignet Privatvermögen”

  1. Flandria sagt:

    Haben die Banken in das kleine Zypern einen Testlauf gestartet? Wollen die wissen ob es in andere Länder zu einem Ansturm kommt?

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  2. Nordmann sagt:

    Das wäre eine sinnige Theorie Flandria

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  3. Flandria sagt:

    “Das Zusage, das Sparguthaben bis 100.000 Euro sicher seien, ist Makulatur. In einer Nacht-und Nebelaktion werden zypriotische Sparer an den “Rettungen” ihrer Banken beteiligt. Das sei eine massgeschneiderte Lösung, die nur auf Zypern angewendet würde, lauten die Statements der Vertragsbrecher. Wer den Aussagen glaubt ist selbst schuld und wie die “Lösungen” für Italien, Spanien oder Deutschland in einer Nacht-und Nebelaktion “massgeschneidert” werden, darf jeder Sparer oder Immobilienbesitzer selbst spekulieren.
    Wer einmal einen Vertrag bricht der tut es danach immer wieder.”
    Quelle: Vaterland: aus dem Exil

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  4. Eugen sagt:

    @Flandria
    “Das Zusage, das Sparguthaben bis 100.000 Euro sicher seien” stammt doch aus dem Maul von der deutschen Bundeskanzlerin.
    Da dürfen echte BRD-linge nicht daran zweifeln.
    Immerhin garantiert sie mit einem Schrank voller massgeschneiderten kunterbunten Hosenanzüge in Übergröße.
    Und das ist doch Garantie genug für das Personal.

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  5. flandria sagt:

    Nordeuropäische Rest-EU gefordert.
    Man koppelt nicht straflos die Nordeuropäische Ökonomien an die Sudeuropäische, und dies geschah nur weil Frankreich es forderte. Frankreich wollte in den Konkurrenzkampf mit Deutschland Verbündeter haben und dafür bekommen wir die Rechnung präsentiert.
    Mit dem Euro hat Europa sich dem Tode geweiht, es kommt nicht länger voran als Wolfahrtsquelle aber als Quelle der Armut und Arbeitslosigkeit.

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