Verlangen nach manipulierender Berichterstattung bei Bochum’s Linken
14. Mai 2005 in Deutschland
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Bochum: Zur kommenden Landtagswahl am 22. Mai 2005 in NRW warb die NPD mit einem Plakat, dass den Titel “Arbeit zuerst für Deutsche” trägt, auf dem man in Hintergrund den Opel-Schriftzug erkennt. Anlaß dafür ist der Abbau von 4.000 Arbeitsplätzen im Opel-Werk in Bochum und deren Verlagerung nach Polen.
Natürlich verlangte Opel von der NPD dieses Wahlplakat nicht zu verwenden, welches Opel allerdings erst durch einen Gang vor das Landgericht Düsseldorf durchsetzen konnte.
Die Ruhr-Nachrichten berichteten dazu in einer sehr unabhängigen Weise, was allerdings die linke Schickeria Bochum’s auf den Plan rief. So schrieb www.bo-alternativ.de:
Die Bochumer Ausgabe der Ruhr-Nachrichten hat sich in ihrer heutigen Ausgabe einen unglaublichen Fehlgriff geleistet. Die Ruhr-Nachrichten veröffentlichten wörtlich eine Pressemitteilung der rechtsextremen NPD, ohne dieses zu kennzeichnen. Es ging um die einstweilige Verfügung von Opel gegen die NPD, mit der untersagt wurde, dass die NPD auf einem fremdenfeindlichen Wahlplakat das Opel-Logo verwendet. Die NPD hatte vor dem Landgericht gegen die einstweilige Verfügung geklagt und verloren. Die Ruhr-Nachrichten übernahmen u.a. die NPD-Einschätzung von “einem skandalös anmutenden Verfahren”. Dieser Fehlgriff der Ruhr-Nachrichten – für den sich inzwischen die Zentralredaktion in Dortmund entschuldigt hat – erfolgt nach Einschätzung des Bahnhof Langendreer vor dem Hintergrund “einer verbreiteten Gleichgültigkeit gegenüber dem fremdenfeindlichen und rassistischen Auftreten der NPD.” Erst am Mittwoch hatten führende NPD-Kader einen Infostand in der Bochumer Innenstadt durchgeführt, ohne dass es dagegen wahrnehmbare Proteste gab.
Der Bahnhof Langendreer fordert die Bochumerinnen und Bochumer auf, “der fremdenfeindlichen, antisemitischen und rassistischen Agitation der NPD entgegenzutreten und dieser nicht den öffentlichen Raum zu überlassen. Von den Ruhr-Nachrichten erwarten wir eine Aufklärung über den Vorgang und eine Berichterstattung, die sensibler mit Äußerungen von Nazis umgeht.
Kein Wunder also, dass die Linken in Bochum sich an einem Zeitungsartikel hochziehen, ist es doch auch für sie offensichtlich, dass die nationale Opposition in Bochum weit mehr Akzeptanz genießt als der Gegenseite lieb sein kann.
Bezeichnend ist allerdings auch der Ruf von www.bo-alternativ.de nach einer gleichgeschalteten Medienberichterstattung in ihrem Sinne. Die Ruhr-Nachrichten entschuldigten sich zwar, äußerten sich aber in keiner Weise gegen den veröffentlichten Artikel.
Siehe auch:
Ruhr-Nachrichten 13. Mai 2005
www.bo-alternativ.de


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