Schlußworte zum Jahreswechsel

31. Dezember 2007 in Internes

Werte Kameraden, Kameradinnen, Freunde und Leser von „Der Nonkonformist“:

Wiedermal geht es neues Kampfjahr der christlichen Zeitrechnung ohne die gewünschten Erfolge zu Ende. Wurde der Durchbruch zwar nicht erreicht, konnte man doch einige Achtungserfolge erzielen, und der Wunsch des deutschen Volkes nach Veränderung blüht und gedeiht. Die Bundesrepublik hat gerade noch bei 16% aller Bundesbürger die volle Unterstützung. Der weitaus größere Teil hat von dieser Demokratiesimulation die Nase gestrichen voll.

Jedes Jahr werden hunderte oder gar tausende von Oppositionellen verhört, verurteilt und eingekerkert. Oftmals für nicht viel mehr als eine Randbemerkung, die den Herrschenden ein Dorn im Auge ist. So wurden die Paragraphen zur Verfolgung von oppositionellen Meinungen mittlerweile soweit verschärft, dass sie gänzlich nach dem Willen der Herrschenden interpretierbar sind.

Das System fußt dabei zu einem großen Teil auf Denunzianten wie etwa den Greifswalder Theologie-Studenten Benjamin Schöler, der offenbar nichts Besseres mit seiner Zeit anzufangen weiß als das Weltnetz nach unbequemen Meinungen zu durchforsten und diese zur Anzeige zu bringen. Opfer dieses Denunziantentums wurden bislang unser guter Freund Klaus Krusche sowie die Büchhändlerin Anke Herrman. Aber auch „Der Nonkonformist“ wurde Ziel dieser Denunziation.

So wurde ich als Gründer von „Der Nonkonformist” kurzerhand bei einem Familienbesuch in Deutschland zum Verhör einbestellt, oder wie man es auf demokratisch nennt: „informatives Gespräch“. Das Informativste waren jedoch die Fotos von Staatsschutzbeamten mit Sturmgewehren an der weißen Wand und die strikte Verweigerung von Wasser während der vierstündigen Prozedur. Natürlich hätte ich dieses Gespräch verweigern können, aber wenn dieser Staat ein Problem mit mir hat, dann er soll dieses auch gefälligst an mir auslassen, und nicht an meinen Familienangehörigen.

Was man im Vorhinein bei der Hausdurchsuchung und der Einschüchterung meiner Familienangehörigen fand, war allerdings mehr als dürftig: Eine zweibändige Biografie Adolf Hitlers neben einer Sammlung historischer Biographien u.a. von Otto von Bismarck, sowie einige ältere Zeitungsausschnitte zum Vorfall in Sebnitz. Auch die digitale Nachforschung brachte nicht die gewünschten Erfolge. So wurde als Tatverdächtiger bezüglich des Ermittlungsverfahrens wegen Volksverhetzung eine deutsche IP-Adresse ausgemacht, wobei ich schon seit über zwei Jahren im Exil in den Vereinigten Staaten lebe.

Das Verfahren wurden insofern eingestellt, allerdings nicht ohne umgehend ein weiteres Verfahren einzuleiten, dieses Mal wegen des „Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen“. Natürlich wurden auf „Der Nonkonformist“ keine Hakenkreuze oder Ähnliches gefunden, es sei denn im direkten dokumentarischen Zusammenhang zum jeweiligen Artikel. Allerdings verwiesen wir auf eine Seite im Weltnetz, die wiederum auf eine andere Seite verweist, auf der ein Hakenkreuz zu finden war. Eine Distanzierungserklärung gemäß Urteil des Landgerichts Hamburg wurde in der Bußgeldverkündung jedoch als nichtig anerkannt.

Seien Sie also vorsichtig, wenn Sie jemandem ein Buch schenken, und dieses Buch eventuell auf ein ausländisches Buch verweist, in dem ein Hakenkreuz dargestellt wird. Dies reicht heutzutage offenbar schon um eine Anzeige wegen „Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen“ einzuleiten.

Obwohl den Behörden bekannt ist und ihnen mehrmals mitgeteilt wurde, dass ich in den USA lebe, werden alle Mitteilungen weiterhin an meine ehemalige Adresse in Deutschland geschickt, und dies mit Fristen, die selbst in Deutschland kaum einhaltbar wären. So wurde mir während des Ermittlunsgverfahren eine Frist von zwei Tagen eingeräumt, mich zu den Anschuldigungen zu äußern. Von der Bußgeldverkündung erfuhr ich vor knapp einer Woche, und die Frist zum Einspruch läuft am 06. Januar aus. Eine Frist, die aufgrund des Postweges von den Vereinigten Staaten nach Deutschland kaum einzuhalten sein dürfte, aber auch dieses scheint gewollt.

Da wir uns ausdrücklich von jedweden Verweisen distanziert hatten und es auch hier wiederum keinen Beweis gibt, dass ich diesen Verweis eingestellt hatte, werde ich Einspruch einlegen. Da dies mit Kosten verbunden sein wird, möchten wir Euch bitten diesen Kampf nach Kräften zu unterstützen. Wir möchten Euch bitten im Rahmen Eurer Möglichkeiten zu spenden. Dies kann via Absprache mit der Schriftleitung oder per Post an folgende Adresse erfolgen:

Pf. 10 11 35
47920 Grefrath

Wir möchten Euch im Vorraus für die Unterstützung danken und wünschen Euch und Euren Familien alles nur erdenklich Gute für das Jahr 2007.

Trotz Strafverfolgung und Repressionen werden wir uns nicht unterkriegen lassen und Euch auch in Zukunft mit nonkonformistischen Nachrichten versorgen. So begeben wir uns nunmehr in das Jahr 2007 und wir werden diesem System weiterhin ein Dorn im Auge sein, und dies solange bis das deutsche Volk endlich frei von Despoten ist, die glauben sich kritiklos unter dem Mantel der Demokratie bereichern zu können. Wir werden nicht zusehen und schweigen, und erst Recht werden wir uns nicht zum Schweigen bringen lassen!

Möge 2007 ein erfolgreiches Kampfjahr werden.

Der Nonkonformist

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