Den Haag, Niederlande: In Den Haag stand der ehemalige serbische Ministerpräsident Slobodan Milosevic vor einem Tribunal, wo er sich für Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantworten sollte. Milosevic wollte dies aber scheinbar nicht völlig widerstandslos hinnehmen, sodass er das Gericht aufforderte, den ehemaligen US-Präsidenten und Kriegsführer gegen Serbien, Bill Clinton, als Zeugen zu laden, damit dieser zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit befragt werden könnte, da ja Krankenhäuser und Wohngebiete bekanntlich eines der Hauptziele alliierter Bomben waren. Zur Befragung kam es allerdings nicht, da Milosevic ebenso wie seinerzeit Rudolf Hess auf mysteriöse Weise verstarb. Während man bei Rudolf Hess einen Selbstmord inszenierte, indem ein 87-jähriger gebrechlicher Mann, der kaum mehr laufen konnte, plötzlich die Kraft fand, sich mit seinen eigenen Händen zu würgen, nur um sich danach aufzuhängen. Bei Milosevic war es da etwas ganz anderes, denn dieser starb eines natürlichen Todes, nämlich an Herzversagen. Es hätte auch alles wunderbar funktioniert, hätte Milosevic nicht wenige Tage vor seinem Tod seinem Anwalt Briefe überreicht, die dieser an zahlreiche Quellen weiterleitete. In diesen Berichten ging es darum, dass Milosevic annahm, dass man ihm Medikamente verabreiche, die seine Herzmedikamente unschädlich machen würden, um ihn zu ermorden.
Ob man nun kurz vor ihrer Freilassung stehende Greise ermordet, damit diese nicht ihre Sicht der Dinge preisgeben, oder ab man Staatsmänner ermordet, die die einen oder anderen unerwünschten Fakten an die Öffentlichkeit bringen könnten. Das Prinzip ist das Gleiche, nur die Methoden haben sich gewandelt.
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