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Edmund Eminger: Über die Maas, über Schelde und Rhein – Blitzkrieg und Blitzsieg in Frankreich Mai/Juni 1940 (Teil 4)

27. Oktober 2010 in Deutschland, Europa, Geschichte

Nach dem kläglichen Zusammenbruch von Lafontainnes Gegenangriff am frühen Nachmittag, war Guderian mit aller Deutlichkeit die Schwäche der französischen Position vollkommen klar. Er stellte nun Kirchner eine höchst wichtige Frage: “Ich fragte Kirchner, ob seine ganze Division nach Westen gedreht werden könne, und ob eine Flankensicherung zurückgelassen werden müsse, die am Ostufer des Ardennenkanals nach Süden schaute.” Major Wenck, der Stabschef Kirchners, antwortete sofort mit Guderians Lieblingssatz: “Klotzen, nicht kleckern!” “Das,” so sagt Guderian, “beantwortete meine Frage.” Er erteilte daraufhin sofort der 1.-und 2.PzDiv Befehl, “mit allen Kräften die Richtung zu ändern, den Ardennenkanal zu überschreiten und mit dem Ziel, die französische Verteidigung völlig zu durchbrechen, in Richtung Westen zu stoßen.”

Dieser Befehl Guderians war sicherlich das bedeutendste Ereignis des bisherigen Feldzuges, er leitete die dritte, für Sichelschnitt entscheidende Phase ein. Die erste war das durch den “Matadorenmantel” verschleierte Vorgehen von sieben Panzerdivisionen durch die Ardennen, die zweite der blitzartige Übergang über die Maas und das Festigen der Brückenköpfe. Und jetzt leitete Guderian, indem er seine “Panzerspeerspitze” nach Westen richtete, die dritte Phase, den Sturm zum Ärmelkanal, ein. Read the rest of this entry →

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Edmund Eminger: Über die Maas, über Schelde und Rhein – Blitzkrieg und Blitzsieg in Frankreich Mai/Juni 1940 (Teil 3)

26. Oktober 2010 in Deutschland, Geschichte

Nach der Landung erledigte Rubarth den Bunker schnell: “Die feindliche Artillerie legt jetzt schweres Feuer auf unsere Übergangsstelle. Die Abteilung kriecht im toten Winkel an dem nächsten Bunker vorbei und greift ihn von hinten an. Ich verwende eine Sprengladung. In der nächsten Sekunde fliegt ein Teil der Bunkerrückwand heraus. Mit Handgranaten dezimieren wir die Bunkerbesatzung. Nach kurzer Zeit erscheinen die restlichen Franzosen mit weißen Tüchern – und dann weht unser Hakenkreuz über dem Bunker. Vom anderen Ufer hören wir das laute Hurra unserer Kameraden.

Wir greifen zwei weitere Feldbefestigungen an, die wir etwa 100 Meter links von uns entdeckt haben. Um dorthin zu gelangen, müssen wir durch einen Sumpf und stehen stellenweise bis an die Oberschenkel im Wasser. Mit rücksichtsloser Kühnheit greift Unteroffizier Bräutigam den linken Bunker allein an und nimmt die Besatzung gefangen. Zusammen mit Feldwebel Theophel und den Unteroffizieren Podszus und Monk nehme ich den zweiten Bunker. Damit ist die erste Bunkerlinie hinter der Maas auf etwa 300 Meter durchbrochen.” Rubarth schildert weiter, wie er zu dem 100 Meter vom Fluß entfernten Bahndamm vorstieß. Hier geriet er zum erstenmal in so schweres Feuer, “daß wir zeitweilig in Deckung gehen mußten.” Rubarth übersah die Lage und stellte fest, daß das zweite Schlauchboot, das seine Männer herüberbringen sollte, mitten im Strom getroffen und seine Besatzung vermutlich getötet worden war: “Mit einem Feldwebel und vier Mann bin ich also allein am Westufer. Eine Gruppe Infanterie deckt unsere rechte Flanke. Zudem wird unsere Munition knapp, und wir können den Angriff nicht fortsetzen. Um Verstärkung und Munition zu holen, gehe ich zur Übergangsstelle zurück und entdecke, daß jetzt ein Übersetzen durch schweres feindliches Feuer unmöglich geworden ist. Die Schlauchboote sind teilweise in Stücke geschossen. Vier Mann meiner Abteilung sind dort gefallen. Mein Kompaniechef, der noch am anderen Ufer beobachtet, befiehlt sofort, neue Boote zu holen, er teilt neue Besatzungen ein.” Read the rest of this entry →

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Edmund Eminger: Über die Maas, über Schelde und Rhein – Blitzkrieg und Blitzsieg in Frankreich Mai/Juni 1940 (Teil 1)

24. Oktober 2010 in Deutschland, Europa, Geschichte

Dieser Artikel ist Teil einer Serie unter dem Titel “Über die Maas, über Schelde und Rhein – Blitzkrieg und Blitzsieg in Frankreich Mai/Juni 1940″ von Edmund Eminger. In den kommenden Tagen und Wochen werden wir weitere Teile dieser Serie veröffentlichen.

Adolf Hitlers Tagesbefehl zum 10.Mai 1940:
Soldaten der Westfront! Die Stunde des entscheidendsten Kampfes für die Zukunft der deutschen Nation ist gekommen. Seit 300 Jahren ist es das Ziel der englischen und französischen Machthaber, jede wirkliche Konsolidierung Europas zu verhindern. Vor allem aber Deutschland in Ohnmacht und Schwäche zu erhalten. Soldaten der Westfront! Damit ist die Stunde nun für euch gekommen! Der heute beginnende Kampf entscheidet das Schicksal der deutschen Nation für die nächsten tausend Jahre. Tut jetzt eure Pflicht!

Diese dramatischen Stunden beschrieb der hervorragende englische Militärhistoriker und Offizier, Alistair Horne, mit schon fast poetisch anmutenden Worten, welche aber zutreffender gar nicht sein könnten:
“Der Vorhang hob sich vor der Auseinandersetzung des Jahrhunderts, wozu der Weltkrieg, die Marne, Verdun, die Somme, Passchendaele und Amiens vielleicht nur die donnernde Ouvertüre gewesen waren. Auf der einen Seite Frankreich, ein zerrissenes und für den Krieg nicht begeistertes Land, geführt von einem Ministerpräsidenten, den Grippe und seine Mätresse geschwächt hatten und der seinen Rücktritt angeboten hatte, und von einem Oberbefehlshaber, dessen Sturz bereits beschlossen war; beschützt von einer Armee, deren Moral, um es schonend zu sagen, “geflickt” war, geleitet von einer veralteten Doktrin und geführt von mittelmäßigen Kommandeuren, und mit einer Luftwaffe, die in jeder Hinsicht unterlegen war; unterstützt weiter von einem einzigen Verbündeten, der bloß eine Handvoll Divisionen zu stellen imstande war. Auf der anderen Seite ein revolutionäres Deutschland, geführt von einem dämonischen Propheten mit unbedingter Selbstsicherheit, den Berufssoldaten stützten, von denen viele nervös und ihm gegenüber feindselig eingestellt waren und die die Siegesgewißheit ihres Führers nicht teilten; ausgerüstet mit einer Kriegsmaschinerie der Superlative, aber mit verhältnismäßig weniger Elitedivisionen als die kaiserliche Armee, die eine Generation früher nach Belgien und Frankreich eingerückt war; und diese Armee marschierte nach einem der brillantesten Kriegspläne aller Zeiten – aber einem Plan, der so riskant war, daß jeder ernste Rückschlag, wie etwa das Brechen der messerscharfen Klinge von Guderians Panzern, nicht anders als mit einer neuen, verhängnisvollen Niederlage für Deutschland enden konnte.”

Morgengrauen, 10. Mai 1940

Die 1.PzDiv General Kirchners überquerte um 430 mit General Guderian an der Spitze die luxemburgische Grenze bei Vianden. Allerdings waren schon Tage vorher eine größere Anzahl von deutschen “Touristen” auf Rädern und Motorräder in dem ahnungslosen Großherzogtum fleißig unterwegs. Sie bestanden aus Spezialisten der Abwehr und hatten den Auftrag, Telefonleitungen zu stören und zu unterbrechen, sowie die Luxemburger daran zu hindern, wichtige Verkehrsverbindungen zu sprengen. Die 7.PzDiv des achtundvierzigjährigen Generalmajors Erwin Rommel stieß weiter im Norden über die belgische Grenze, ihr Ziel war das 107 Km entfernte Dinant an der Maas. Noch weiter im Norden, an der holländischen Grenze vor Maastricht arbeiteten sich inzwischen die deutschen Sturmtruppen nahe an die holländischen Grenzposten heran. Die Holländer hörten im ersten Morgengrauen bereits das Dröhnen der deutschen Panzermotoren, aber die deutschen Grenzposten zogen noch immer ruhig und unbeirrt ihre Wachrunden. Unerträglich laut wurde es, als Geschwader um Geschwader von JU-52 Transportmaschinen, mit mehr als 4.000 Fallschirmjägern an Bord, die Grenze in Richtung West überflogen. Die deutschen Reichssender brachten inzwischen die ersten Sportnachrichten. Read the rest of this entry →

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Michael Winkler: 20 Jahre DDR 2.0

4. Oktober 2010 in Deutschland, Europa, Geschichte, Gesellschaft

Die scheindemokratische Parteiendiktatur feiert an diesem Tag ihre 20jährige Herrschaft über die vereinigten Besatzungszonen des Deutschen Reiches. Eine Feierlichkeit, die mit viel Pathos begangen wird, mit großspurigen Reden, wie gut es uns doch ergangen ist. Oh ja, ein paar Leuten ist es in diesen 20 Jahren besser ergangen, Manager, Banker, Politiker kassieren ab, wie nie zuvor. Hier hat die Republik ihre Maßlosigkeit gezeigt, hier sind in den Himmel wachsende Landschaften entstanden.

Bloß sind diese Leute nicht das Volk, nicht die Mehrheit in diesem Land. Die Mehrheit zahlt Steuern und immer höhere Sozialbeiträge, deren Reallöhne stagnieren. Hier wird gespart, damit dieses Land sich Exportweltmeister nennen konnte. Was hat die Vereinigung der vier Zonen der Mehrheit gebracht? Die Regierenden haben beschlossen, sich ihren eigenen Palast der Republik hinzustellen, das Kanzleramt, viermal größer als das Weiße Haus in Washington, das größte Reisebüro der Welt. Den alten Palast der Republik, das Wahrzeichen des alten sozialistischen Staates, hat man plattgewalzt. Die D-Mark, das ehrliche Geld für ehrliche Arbeit, eine der stabilsten Währungen der Welt, hat der rückgratlose Kanzler der Zonenvereinigung dem Ansinnen seines Freundes Mitterand geopfert, was inzwischen auch in der Systempresse zugegeben wird. Hätte Frankreich sonst die Vereinigung verhindert? Die USA und die UdSSR waren sich einig geworden, Großbritannien hat zähneknirschend zugestimmt, was hätte das klein gewordene Frankreich da noch einwenden können? Read the rest of this entry →

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Friedrich Stelzel: Polen-Krieg war lange geplant, von Joachim Käppner in der SZ vom 10.9.2010

28. September 2010 in Deutschland, Europa, Geschichte

Deutsche Opfer polnischer Aggression

Sehr geehrte Damen und Herren,

schon Plato wußte: „Wer in der Demokratie die Wahrheit sagt, wird von der Menge getötet.“ So ähnlich ergeht es jetzt Erika Steinbach und Arnold Tölg, die von der Meute der nachgeborenen Besserwisser und Gutmenschen in der Luft zerrissen werden. Allen voran Ihr Joachim Käppner, der in seinem obigen Beitrag behauptet, beide widersprächen der Forschung. Herr K. ist mir leider durch seine tendenziösen, der Umerziehung gewidmeten Artikel sattsam bekannt, in denen er die Maxime des US-Hauptumerziehers Walter Lippman umsetzt: „Erst wenn die Kriegspropaganda der Sieger Einzug ge-funden hat in die Geschichtsbücher der Besiegten und von der nachfolgenden Ge-neration auch geglaubt wird,kann man die Umerziehung als gelungen betrachten.“

Ich möchte als Zeitzeuge ganz entschieden und energisch auf die Geschichtsklitterung des Herrn K. hinweisen. Dazu muß ich etwas weiter ausholen.

Die Geschichte Polens in der Neuzeit beginnt nicht erst im September 1939, sondern schon etwas früher. Das Deutsche Reich hatte 1916 nach der Befreiung Polens von der russischen Herrschaft das selbständige Königreich Polen gegründet. Interessanterweise war es daraufhin ein erklärtes Kriegsziel der Entente Ccordiale, Polen nach der Niederlage Deutschlands wieder dem Groß-russischen Imperium einzuverleiben. Dieses Vorhaben wurde durch den Friedensschluß von Brest-Litowsk 1918 zwischen dem Deutschen Reich und Rußland vereitelt, da die Sowjet Regie-rung die Unabhängigkeit von Finnland, Polen und der Ukraine anerkannte. Gewissermaßen hat Deutschland damals also für die Freiheit Polens gekämpft! Read the rest of this entry →

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Werner Fischer: Erst wenn Du in der Fremde bist, weisst Du wie schoen die Heimat ist! (Teil 7)

12. September 2010 in Deutschland, Geschichte

Werner Fischer auf der Zündap

Werner Fischer auf der Zündap

Ich wurde dann reichlich mit Verpflegung versorgt fuer die naechsten paar Tage und wanderte weiter Richtung Norden. Ein Erlebnis war auch noch zurueck in Oberdonau, die Ueberquerung des Inns. Das geschah zwischen Braunau (der weltberuemte Ort) und Schaerding. Ein Schiffer mit einem groesseren Kahn verdiente sich Geld, Leute die nicht ueber die Bruecken gehen wollten hinueber zu bringen fuer 10 Reichsmark. Da war ein grosser Andrang, der Kahn faste so an die 30 Personen und der Fluss war reissend von der Schneeschmelze. Auch einer in gestreifter KZ-Kleidung war dabei, nun waren wir also alle in einem Boot was sehr tief, beaegstigend im Wasser lag und weit von der Stroemung abgetrieben wurde. Wir waren sehr froh wieder heile an das andere Ufer zu kommen.

Wir wurden dabei beobachtet von einem US Aufklaerer, der hin und her flog. Spaeter ueber die Donau ging es einfacher mit einem groesseren Kahn. Die Gegend die ich dann bewanderte war sehr bewaldet und ich sah in einer Lichtung eine wahrscheinlich abgestuerzte Ju 88 liegen, kein Mensch zu sehen und ich marschierte weiter durch den schoenen Wald fast den ganzen Tag.

Gegen Abend kam ich wieder bei dem Flugzeug vorbei, bin also im Kreise gegangen. Habe dann spaeter mal gelesen, dass die meisten Menschen eine Art Rechtsdrall haben sollen, von Natur aus, fast zu schoen um wahr zu sein! Kam dann auch durch den grossen Truppenuebungsplatz Grafenwoer und sah dort ein Rudel von Hirschen aus dem Wald kommen, was fuer ein herrliches Bild! Dann ging es weiter an Bayreuth vorbei und Weimar nach Bad-Frankenhausen, wohin mein kleiner Bruder evakuiert war und bei Verwandten untergebracht wurde. Read the rest of this entry →

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Werner Fischer: Robben haben wir ja zur Genüge gelernt (Teil 6)

7. September 2010 in Deutschland, Geschichte

Werner Fischer auf der Zündap

Werner Fischer auf der Zündap

Der Ami hatte sein Wort gehalten, wir kamen also ungehindert ueber die Enns in Steyr (suedlich der Stadt Linz). Vollgeladen mit Wuerfelzucker im treuen “Affen” machte ich mich nun auch auf die Socken, Fusslappen genauer gesagt und hatte auch noch echte Knobelbecher an. Auf einer nahen Hoehe wurde Rast gemacht, da kamen wir noch einmal zusammen, auch der Spiess wurde mit freudigen Gegroehle begruesst. Unten im Tal eine Hauptverkehrsstrasse mit einer unendlich langer Kette von aller Sorten von Fahrzeugen, alles Richtung Linz.

Dort auch einige GI-Posten die einen vollbesetzten Bus anhielten und wir mussten auf’s Dach klettern. “Hands up” haben wir nicht machen muessen, es war alles sehr friedlich, tausende Deutscher Soldaten auf den Weg in die Gefangenschaft. Nach etlichen Kilometern bekam unser Bus Motorschaden und wir hielten an einer groesseren Gaststaette und haben uns da in den Strassengraben gesetzt. Ab und zu kam auch ein Jeep vorbei damit wir nicht so einfach abhauen konnten. Dieses wurde allerdings sogleich geplant, wir wussten ja nicht wie es in den Gefangenenlagern uns ergehen wird, auch ging das Geruecht herum, dass wir von der Waffen-SS an die Russen ausgeliefert werden sollten, der ja auch dort in der Naehe war. Ein Oberfeldwebel, Sanitaeter mit einer Rotenkreuzbinde und drei von unserer Truppe verkruemelten uns dann ins nahe Kornfeld, was schon fast ein Meter hoch war (Winterweizen?). Robben haben wir ja zu Genuege gelernt und so machten wir ungesehen gute Fortschritte und konnten entkommen. Read the rest of this entry →

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Werner Fischer: Nun begann der Überlebungskrieg (Teil 5)

5. September 2010 in Deutschland, Geschichte

Werner Fischer auf der Zündap

Werner Fischer auf der Zündap

Fuer mich war ja nach 15 Monaten Ausbildung, Lehrgaenge und Krankheit, diese Fronteinheit etwas Neues aber ich bin doch froh es noch erlebt zu haben, denn hier herrschte doch ein ganz anderer Wind wie in den Kasernen, nicht die ewigen Appelle, Exerzieren und im Gleichschritt marschieren, denke auch die Kameradschaft war noch fester, musste sein!

Ich klammerte mich hinten in einen groesseren Gelaende-Wagen (Styer?) fest. Wir hatten auch noch eine Pack im Tau, auch alle Waffen dabei. Es war noch dunkel, fruehmorgens am 8.Mai.1945. Die vielen Orte die wir durchquerten flogen dahin wie im Traum. Kann mich nur an ein paar Namen erinnern, Muerzzuschlag und Scheibbs, es ging Richtung Styer an der Enns.

Als wir dann heraus aus den Bergen kamen ins Tal, erfreute uns das herrliche Fruehlingswetter, alles bluehte und war gruen. Vorher machten wir noch eine Pause in einer Waldlichtung und wohl aus reinem Uebermut wurde noch eine Panzerfaust abgeschossen auf eine dort stehende Stahlplatte. Spaeter, nun in der Ebende, kam uns ein Kradfahrer entgegen in wilder Fahrt, er war nur halb angezogen und ist wohl den Russen entkommen. Er warnte uns, dass im naechsten Ort schon Russische Panzer seien. Andere Strassen wurden benutzt. An einer Kreuzung stand eine Gruppe von Waffen-SS Offizieren neben einem Panzer ,”Da ist Jochen Peiper!” rief einer von uns und man konnte sein Ritterkreuz in der Sonne funkeln sehen. Read the rest of this entry →

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John de Nugent: Der grosse Patentraub

4. September 2010 in Deutschland, Geschichte, Nordamerika

John de Nugent

Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges hatte Deutschlands weltweit eine unangefochtene Vormachtstellung in vielen Bereichen der modernen Technologien errungen. Äußerlich erkennbar ist dies noch heute an der ungeheuren Dominanz deutscher Wissenschaftler bei der Vergabe der Nobelpreise. Die Aktivitäten deutscher Forscher und Tüftler auf dem internationalen Patenmarkt überstiegen prozentual gesehen den Anteil, den deutsche Forscher heute haben, um ein Vielfaches. Wäre Deutschland im und nach dem Zweiten Weltkrieg nicht völlig zerstört und ausgeraubt worden, hätte es wahrscheinlich über Jahrhunderte zumindest Europa, wenn nicht gar die Welt technologisch und somit wohl auch zunehmend wirtschaftlich und politisch dominieren können, wenn es nur gewollt und es geschickt angestellt hätte. Diese sich bereits vor dem Ersten Weltkrieg abzeichnende Dynamik der deutschen Forschung und Wirtschaft war für die Angelsachen eine Schreckensvision, die erst kurz zuvor die halbe Welt mit Gewalt erobert hatten und diese Stellung nicht gewillt waren, einem besseren, friedlicheren Konkurrenten zu überlassen. Sie machten daher am Ende des Zweiten Weltkrieges kurzen Prozeß mit der deutschen Wissenschaft: die führenden Wissenschaftler aus vielen Forschungsbereichen wurden “freiwillig” entführt, Patente im Wert vieler Billionen Reichsmark geraubt und das deutsche Ausbildungssystem durch eine radikale “Entnazifizierung” sowie durch marxistische Umerziehungsfloskeln im Stile der aus den USA importierten “Frankfurter Schule” auf Jahre und Jahrzehnte lahmgelegt. Der nachfolgende Beitrag wirft einen näheren Blick auf den größten Raub aller Zeiten.

Der amerikanische Stolz verträgt sich durchaus mit der Tatsache, daß Immigranten zum Wohlstand und zur Größe der USA beigetragen haben. Es ist für die US-Amerikaner dagegen schon etwas schwieriger zu schlucken, daß ein guter Teil ihrer wissenschaftlichen Führungsrolle und unseres Wohlstandes – trotz der immer größer werdenden Lasten durch illegale Einwanderer und unproduktive Einheimische – einfach daher rührt, daß man sowohl nach dem Ersten als auch nach dem Zweiten Weltkrieg schlicht deutsche Patente und Erfindungen beschlagnahmt hat. Read the rest of this entry →

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Werner Fischer: Nur den Kopp immer rechtzeitig einziehen (Teil 4)

30. August 2010 in Deutschland, Geschichte

Werner Fischer auf der Zündap

Werner Fischer auf der Zündap

Wir wurden dann in Mariazell von einem LKW abgeholt, es war schon Mai geworden. Vom Tode des Fuehrers erfuhren wir dort, es wurde nicht offiziell bekannt gegeben und auch nicht weiter diskutiert, aber einen inneren Schock gab es schon, denn wir haben Ihn doch unseren Eid geschworen und was wird nun? Der Weg zur Einheit der Divisions – Sicherungskompanie war wegen der Witterung im Gebirge sehr schwierig. Eine halbe Nacht waren wir unterwegs und mussten Rast machen. Hatten Schwierigkeiten in einem Hotel unterzukommen, der Besitzer wollte uns nicht aufnehmen. So lagen wir etwa 2 Stunden im Schnee draussen im Strassengraben wo auch manche von uns einschlummerten. Dann wurden wir doch eingelassen und konnten uns im Foyer hinlegen und Pennen.

Weiter ging es morgens zu Fuss auf einer groben Alpenstrasse, immer bergauf. Uns kam dann eine lange Kolonne von Fluechtlingen entgegen, ein trauriger Anblick, alte und junge Menschen, wahrscheinlich Volksdeutsche aus Jugoslawien. Manche hatten noch ein lahmes Pferd dabei, das bisschen Habe zu ziehen was sie noch hatten. Auch ein Gelaendewagen unserer Truppe kam den Berg herunter, im Anhaenger ein, in eine Zeltbahn gewickelter, toter Kamerad, wohl einer der letzten Gefallenen.Gegen Abend kamen wir dann endlich an. Der Spiess,ein alter Kaempfer, gebaut wie ein Kleiderschrank und einer Menge Auszeichnungen begruesste uns, die wirklich allerletzte Reserve fuer die Leibstandarte, mit einigen kernigen Worten, unter anderem die Hoffnung, dass wir uns recht bald das EK 2 verdienten (Drei Tage vor Kriegsende!). Read the rest of this entry →

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Werner Fischer: Wir wollen glücklich sein (Teil 3)

28. August 2010 in Deutschland, Geschichte

Werner Fischer auf der Zündap

Werner Fischer auf der Zündap

Berlin im April 1945. Es ging ab vom Bahnhof Lichterfelde, der wohl der einzigste, noch einigermassen funktionierende war und wahrscheinlich gehoerten wir zu den letzten Transporten von dort. Einige Tage vorher hatten wir dort auf dem Bahnhof noch ein Erlebnis. Wir kamen zurueck vom Schiessplatz in Wannsee mit der S-Bahn (jawohl die lief noch, trotz all der vielen Bombardments!). Beim Aussteigen der Kompanie stand ploetzlich in unserer Mitte ein grosser, aelterer Herr und verteilte unverbluehmt Flugblaetter, den Kampf aufzugeben und zu Kapitulieren. Wollte sogleich pflichtgemaess Meldung machen, aber ein Kamerad hielt mich zurueck. Der Mann muss schon Nerven gehabt haben; was aus ihn weiterhin geworden ist weiss ich nicht, es ging ja auch alles so schnell. In Wannsee hoerten wir von einem Einwohner, dass der Ami bereits schon vor Hannover steht.

Wir wurden verfrachtet in Gueterwagen mit Dreitage Marschverpflegung, die aber nicht solange ausgehalten hat. Es ging Richtung Sueden, keiner von uns einfachen Soldaten wusste wohin. Haben es ja auch oft genug bei der Ausbildung gesungen: ”Irgend in ein Feldquartier, frisch mit frohem Sinn!” Nun war der wohl nicht mehr ganz so vorhanden zu der Zeit. Manche schoenen Lieder wurden abgeaendert, so hiess es zum Beispiel: ”Ja wenn die Jabos brausen und die Bomben sausen und die Haeuser fallen ein, was kann das Leben uns denn schon geben, wir wollen gluecklich sein!” Wir kamen bei schoenen Fruehlingswetter an Dresden vorbei. Es lag zwar ziemlich weit in der Ferne, doch irgendwie hatte man so ein komisches Gefuehl, dass da etwas furchtbares geschah, eine Art “Silent Spring” lag in der Luft. Read the rest of this entry →

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Werner Fischer: Bomben wo immer man hinkam (Teil 2)

26. August 2010 in Deutschland, Geschichte

Werner Fischer auf der Zündap

Werner Fischer auf der Zündap

Ueber den amerikanischen Offizier, der den Bombenschaden im Robert Koch Krankenhaus besichtigte anfangs Oktober 1944 kann ich auch keine Auskunft geben. Vermutlich war er irgendein Verbindungsoffizier, entweder zum Roten Kreuz in Geneva oder im Vatikan, denn als Kriegsgefangener Bombenflieger war er zu fein angezogen. Auf alle Faelle wollte man ihm wohl zeigen was seine Kumpanen angerichtet hatten, denn das Krankenhaus hatte ja grosse, rote Kreuze auf den Daechern, soweit ich mich erinnern kann. Man koennte ja dort mal anfragen in Wien,ich moechte es auch gerne wissen.

Bomben wo immer man hinkam. Beim Lehrgang im VW-Werk, Juli-September 1945, drei Tagesangriffe dort. Before wir in Wien ankamen bei Nacht, stoppte der Zug nahe Wiener-Neustadt. Ein gerade stattgefundener Luftangriff der Englaender hatte einige Zivil-Haeuser getroffen und wir mussten helfen die verschuetteten Keller freizuschaufeln, alles unter der Gasmaske,wegen dem Staub. Einige Tote wurden geborgen, Frauen und Kinder. Read the rest of this entry →

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Olaf Rose: Rudolf Heß – Das war Mord!

24. August 2010 in Deutschland, Geschichte

Was hat man von seiten der Alliierten nicht alles getan, um das Andenken an Rudolf Heß auszulöschen: ein halbes Leben lang, fast 46 Jahre, hat man ihn daran gehindert, das zu sagen, was er wußte; hat man ihn daran gehindert, sich frei und unzensiert zu den Vorwürfen zu äußern, die ihn und sein ganzes Volk stigmatisieren sollten und sollen; hat man ihn 46 Jahre interniert und inhaftiert, davon 20 Jahre in folterähnlicher Isolationshaft; hat man wenige Tage nach seinem Tode das riesige, festungsartige Spandauer Gefängnis
niedergerissen und mit Hunderten von Lastwagen bei Nacht klammheimlich die Trümmer fortgeschafft. Und dennoch wird in diesen Tagen, wenn sich die Ermordung von Rudolf Heß jährt, seiner von vielen Patrioten nicht nur in Deutschland, sondern weltweit gedacht werden.

Von Staats wegen und natürlich insbesondere von linken und »antifaschistischen« Kräften wirft man den Trauernden und Gedenkenden vor, sie hätten sich in Rudolf Heß einen Märtyrer geschaffen, sie würden einen Verbrecher mystifizieren und seine Taten verherrlichen und verklären. Was ist da dran? Ist etwa die sachliche Darstellung von außerordentlichen persönlichen Leistungen und Verdiensten Verherrlichung? Ist etwa das
Verlangen nach Aufklärung eines der niederträchtigsten und feigsten politischen Morde des 20. Jahrhunderts Heldenverklärung? Es ist eben nicht leicht, auf der persönlichen und politischen Weste von Rudolf Heß schwarze Flecken zu entdecken. Als Sohn eines deutschen Kaufmanns 1894 in Alexandria geboren und aufgewachsen, kam Heß im Alter von 14 Jahren
nach Deutschland, um dort das Gymnasium zu besuchen. Der Kriegsfreiwillige des Jahres 1914 brachte es bei Kriegsende bis zum Leutnant, vom einfachen Infanteristen bis zum Jagdflieger der bayerischen Jagdstaffel 34. Nach dem Kriege studierte er in München Volkswirtschaft, Geschichte und die Geopolitik, letztere bei dem Generalmajor und Professor Karl Haushofer, dem er zeitlebens auch persönlich eng verbunden blieb. Beeindruckt vom
überwältigenden Redetalent Adolf Hitlers trat Heß Anfang 1920 mit der Mitgliedsnummer 16 der NSDAP bei, und der Rest kann als bekannt vorausgesetzt werden. Read the rest of this entry →

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Werner Fischer: Berliner Zeit (Teil 1)

22. August 2010 in Deutschland, Geschichte

Dieser Artikel ist der erste Teil einer Serie über die Erlebnisse von Werner Fischer während des 2. Weltkriegs. Wir möchten Herrn Fischer an dieser Stelle herzlich nicht nur für seinen Einsatz für unser Vaterland danken, sondern auch dafür, daß er sich die Zeit nimmt seine Erlebnisse niederzuschreiben.

Werner Fischer auf der Zündap

Werner Fischer auf der Zündap

Die Einheit der ich angehoerte damals in Berlin-Lichterfelde West gehoerte nicht zur LAH, war eine KFZ Ersatzabteilung der Waffen-SS. Da war ein ewiges Kommen und Gehen, von und zu allen Frontabschnitten. Waehrend meine Kameraden, nach einem Schweisser-Lehrgang in der KTL Schoenbrunn (Wien) zur Bereitstellung der Ardennenoffensive kommandiert wurden, wurde ich nach Berlin geschickt, warscheinlich zur “Erholung”, nachdem ich waerend des Lehrganges 10 Tage dort im Robert Koch Krankenhaus mit Diphtherie zubringen musste. Dort erlebte ich dann einen der ersten Tagesangriffe auf Wien. Es gab nur Splittergraeben im Hospitalgarten und es knallte gewaltig in der Naehe, ein Blindgaenger war direkt durch unseren Krankensaal gegangen, alles voller Scherben und Staub. Den naechsten Tag kam ein amerikanischer Offizier in Begleitung eines katholischen Priesters zur Besichtigung, keine Ahnung wo der herkam, kann mich nur an seine grinnende Visage erinnern. Bei der Ankunft in Berlin wurden wir gleich von dem Kommandeur unterrichtet: ”Urlaub gibt es nicht, aber Bau koenn’s ham”, in seinem Wiener Dialekt. Hoerten dann, dass er ein sehr hoher SS-Fuehrer gewesen sein soll in Oesterreich und dann degradiert wurde und als Untersturmfuehrer zu uns kam. ”Kann ja lustig werden”, dachten wir jungen Soldaten. Die Verpflegung dort war sehr knapp,wie ueberall zu der Zeit in Berlin und im Reich, wir waren immer hungrig und manche Kameraden wollten lieber zurueck an die Front. Eines Tages kam ein Pferdefuhrwerk an und brachte Moehren und Steckrueben in die Kaserne. Es waren einige KZ’ler dabei, die sich dort an Ort und Stelle von den mitgebrachten Gemuese etwas kochen durften und wir schlichen dann mit knurrenen Magen daran vorbei! Aber so etwas wird ja nie gezeigt in den vielen Holofilmen. Wir konnten einmal von einem verlassenen Bauernhof an der Oder noch etwas ergattern, obgleich Iwan schon am anderen Ufer war. Bei der Gelegenheit sahen wir dann auch den Truemmerhaufen der Berliner Innenstadt, einschliesslich das Regierungsviertel. Read the rest of this entry →

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Wolfgang Popp: Noch immer kein Friedensvertrag für Deutschland, deshalb keine volle Souveränität

8. August 2010 in Deutschland, Geschichte

“Toute nation a le gouvernement qu’elle mérte”
(Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient)
– Graf Joseph des Maistre, sardinischer Gesandter in St. Petersburg (1811)

Als im Mai 1945 nach der von den Siegermächten geforderten “Bedingungslosen Kapitulation” der Deutschen Wehrmacht auch die letzte Deutsche Reichsregierung unter Großadmiral Karl Dönitz verhaftet wurde, folgte eine Zeit des absoluten Besatzungsrechts der vier Mächte ohne jegliche Beteiligung der Deutschen. Erst als bei den westlichen Staaten USA, Großbritannien und Frankreich die späte Erkenntnis reifte, daß sie mit Deutschland wohl “das falsche Schwein geschlachtet” hatten (Winston Churchill) und es zu großen Spannungen, Streit und Drohgebärden mit der Sowjetunion kam, brauchte man die Deutschen wieder, gestattete man ihnen mit der von den USA initiierten Währungsreform eine Besserung ihrer verheerenden wirtschaftlichen Lage und gestattete ihnen 1949 im jeweiligen Machtbereich einen provisorischen Staat, die Bundesrepublik Deutschland und die Deutsche Demokratische Republik, zu gründen. Die Vorgabe für das westdeutsche ‘Grundgesetz’ (ursprünglich sollte es ‘Verfassung’ heißen) kam aus den USA, das Erarbeitete wurde am 8.5.1949 (man beachte dabei, daß vor genau vier Jahren die Deutsche Wehrmacht kapituliert hatte!) vom Parlamentarischen Rat verabschiedet, am 12.5.1949 von den Hohen Kommissaren der westlichen Besatzungsmächte “genehmigt” und am 23.5.1949 verkündet.

In der Präambel des Grundgesetzes wird als wichtigste Aufgabe die Wiedervereinigung Deutschlands bezeichnet, in der es heißt: “Das gesamte Deutsche Volk bleibt aufgefordert, in freier Selbstbestimmung die Einheit und Freiheit Deutschlands zu vollenden.” Trotzdem hat das Grundgesetz in einigen Artikeln die willkürliche Festsetzung der Grenzen vom 31.12.1937 übernommen, obwohl völkerrechtlich wirksam die Grenzen des Deutschen Reiches vom 31.8.1939 (vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges) waren. Denn schon im Londoner Protokoll vom 12.9.1944 hatten sich die USA, Großbritannien und die Sowjetunion verpflichtet, daß Deutschland innerhalb seiner Grenzen vom 31.12.1937 – also ohne Österreich, dem Sudetenland und dem Memelgebiet – “zum Zwecke der Besetzung” in vier Zonen eingeteilt wird, als Ganzes aber erhalten bleibt. Auch im Potsdamer Abkommen vom 2.8.1945 wurden keine Annexionen beschlossen; die Gebiete östlich von Oder und Neiße wurden nur vorläufig der polnischen bzw. sowjetischen Verwaltung unterstellt. Read the rest of this entry →

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Carlos Schneider: Die Gefahr wächst, dass Bomben im Boden explodieren

12. Juli 2010 in Deutschland, Geschichte

zitiert aus dem Hamburger Abendblatt vom 10/11. Juli 2010, Rubrik „DER NORDEN“, Seite 14

BREMEN: 65 Jahre nach Kriegsende schlummern immer noch viele Bomben im Boden. Und damit steigt auch die Gefahr, dass sich die Sprengkörper irgendwann selbst auslösen – vor allem die mit Langzeitzündern. „Man muss sehen, dass man die Bomben möglichst schnell aus dem Boden kriegt“, sagte Bremens Sprengmeister Andreas Rippert. Doch das wird nach seiner Ansicht nicht nur in Bremen, sondern auch in anderen Städten noch viele Jahre dauern. Allein in Bremen wurden bei 173 Luftangriffen 26 000 Tonnen Munition abgeworfen, darunter 100 000 Spreng- und eine Million Brandbomben.
Mit Blick auf das Unglück in Göttingen, bei dem Anfang Juni bei einer geplanten Entschärfung drei Kollegen ums Leben kamen, sagte Rippert: „Die Kollegen haben Pech gehabt. Eine Woche später wäre es vielleicht zur Selbstdetonation der Bombe gekommen.“
Problem dieser amerikanischen Fliegerbombe mit Langzeitzünder sei die Zelluloidscheibe, die die Feder für den Schlagbolzen halte. „Wenn diese Scheibe über die Jahre brüchig wird, kann der Schlagbolzen plötzlich freigesetzt werden und die Bombe hochgehen.“ In Bremerhaven seien in den vergangenen 15 Jahren zwei Blindgänger dieser Art unschädlich gemacht worden. Seit Kriegsende wurden im Land Bremen 16 000 Spreng- und 95 000 Brandbomben gefunden. (dpa)

***

Ich bin der Auffassung, daß nicht oft genug auf die Kriegsverbrechen am deutschen Volk hingewiesen werden kann, die durch die Alliierten im 2. Weltkrieg begangen wurden. Die in der Menschheitsgeschichte beispiellose Massenvernichtung von Frauen und Kindern in deutschen Großstädten mittels Spreng- und Brandbomben durch englische und US-amerikanische Bombergeschwader stellt alle sonstigen Kriegsführungen und Völkermorde der Weltgeschichte in den Schatten. Wer sich einmal die Wirkungsweise einer Phosphorbombe, im 2. Weltkrieg häufig von den alliierten Bombern eingesetzt, ansieht, den packt das Grauen. Der obige Artikel inspiriert mich zu einigen Anmerkungen. Read the rest of this entry →

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Michael Winkler: Freiheit

30. Juni 2010 in Geschichte

Freiheit – was ist das? Kurz und prägnant läßt sich das nur mit einem Sinnspruch beantworten: Freiheit ist das, was du erst bemerkst, wenn es nicht mehr da ist. Wir nehmen den Ausdruck “schrankenlose Freiheit” als Steigerung hin, dabei ist eine beschränkte Freiheit schon keine Freiheit mehr.

Frei – das heißt allein. Ein Musiktitel aus ferner Vergangenheit, den ich nicht mehr zuordnen kann. Die völligee Freiheit, die hatte vielleicht der “Westman” in den Büchern von Karl May, der ohne jegliche Bindung die Prärie durchstreift, seine Nahrung selber schießt und sein Nachtlager aufschlägt, wo immer es ihm beliebt. Eine Freiheit, die es im schon damals regulierten Europa nicht mehr gegeben hatte. Dort hieß eine solche Freiheit “Landstreicherei” und wurde von der Obrigkeit mißtrauisch überwacht.

Aus der schrankenlosen Freiheit wurde in Europa die bürgerliche Freiheit, eine der Gemeinschaft angepaßte eingeschränkte Freiheit. Es ist die Freiheit, im Stadtpark nach Lust und Laune spazieren zu gehen, ohne den Rasen zu betreten, weil das verboten ist. Kinder dürfen toben, aber bitte nicht im Hinterhof, wo es die Nachbarschaft stört, und nur zu bestimmten Zeiten. Bürgerliche Freiheit ist ein Korsett, das stützt und vorteilhaft formt, aber zugleich einschränkt und behindert. Read the rest of this entry →

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Michael Manns: Am Anfang stand die Faulheit

24. Juni 2010 in Deutschland, Geschichte, Wissenschaft

Briefmarke zum 100. Geburtstag von Konrad Zuse Foto: Wikimedia/Deutsche Post

Der Statiker bei den Henschel-Flugzeugwerken in Berlin-Schönefeld hatte keine Lust auf die endlosen, stupiden Berechnungen, zumal er die Matheprüfung an der Uni nur mit Glück bestanden hatte. Deshalb setzte sich Konrad Zuse in der Berliner Wohnung seiner Eltern hin und konstruierte aus Blechen, Sperrmüll und anderen Rohstoffen einen Rechenautomaten. Was damals keiner ahnte: Damit wurde der Beginn der digitalen Revolution markiert.

Würde heute eine Umfrage gestartet, wer als erster einen funktionsfähigen Computer erfunden hätte, die meisten würden meinen: Bill Gates. Kaum einer käme auf den Namen Konrad Zuse, diesen leidenschaftlichen Tüftler, der ein wahres Achterbahnleben voller Höhen und Tiefen führte und zu den großen Erfindern gehört. Vor hundert Jahren, am 22. Juni 1910, wurde der Computer-Pionier in Berlin geboren.

Der Sohn eines Oberpostmeisters war in seiner Kindheit eher ein Träumer. Die Seiten seines Lateinbuchs malte er mit Lokomotiven der Reichsbahn und Berliner Stadtbahn voll (wofür ihn sein Lateinlehrer tadelte, der Zeichenlehrer aber lobte); in seiner Freizeit verbrachte er meistens mit seinem Stabil-Baukasten. Mit 16 stand sein Berufswunsch fest: Ingenieur. Read the rest of this entry →

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Michael Winkler: Regierungskrise

16. Juni 2010 in Deutschland, Geschichte, Gesellschaft

Angeblich gehört es zu den Nachteilen einer Monarchie, daß dank der Gnade der richtigen Geburt minder befähigte bis durchgeknallte Typen an die Spitze eines Staates gelangen. Als Beispiele werden von den Geschichtsüberarbeitern in den qualitätsfreien Medien gerne Wilhelm II. und Ludwig II. genannt.

Beginnen wir mit dem bayerischen König. Ja, der hat tatsächlich das Märchenschloß von Disneyland in die bayerischen Alpen gestellt – und verschafft seinem ehemaligen Königreich Jahr für Jahr Millionenüberschüsse durch die Unmengen der Touristen, die seine Märchenschlösser besuchen. Der Mann war unbestreitbar ein Exzentriker, aber hat er seinem Staat geschadet? Er hat die Regierung den Ministern überlassen und sich um nichts gekümmert. Seine beiden historischen Entscheidungen waren nicht freiwillig: Im Krieg Österreich gegen Preußen von 1866 war er durch jahrzehntelange Bande mehr oder weniger gezwungen, sich an die Seite Österreichs zu stellen. Im Krieg Preußen gegen Frankreich von 1870/71 waren es seine Minister, die Bayern an die Seite Preußens stellten – und er hat sich den Brief, mit dem er dem preußischen König die deutsche Kaiserkrone angetragen hat, königlich bezahlen lassen. Der Vorwurf, er habe die bayerischen Staatsfinanzen gefährdet oder gar ruiniert, stimmt so nicht – er hat die Schlösser aus seinen privaten Mitteln finanziert. Die Herren Minister fürchteten um den Bankrott Seiner Majestät – und daß sie dafür mit Steuergeldern einspringen müßten. Nebenbei – sein Nachfolger und Bruder, König Otto, war schwermütig und hat nie regiert. Statt dessen führte Prinzregent Luitpold die Amtsgeschäfte, was deutlich zeigt, daß die Monarchie durchaus ihre Schutzmechanismen gehabt hatte. Read the rest of this entry →

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Rolf Josef Eibicht: Zu den deutschen Schicksalsfragen – Totalverzicht und Demokratur

28. Mai 2010 in Deutschland, Geschichte

Heimatvertriebene als Stimmvieh mißbraucht, Demokratie zur Demokratur verkommen – Anmerkungen zu den größten politischen Verbrechen der deutschen Nachkriegsrepublik: den an den Menschenrechten der deutschen Heimatvertriebenen und den an unserer Demokratie, die zu einer Demokratur, zu einer Mitte-Links-Parteienoligarchie wurde

- Ein historischer Ausgleich und Kompromiß sind unabdingbar -

Die Geschichte ist das Auge der Wahrheit und wird einmal auch zur Tat werden müssen!

Vorabbemerkung: Wer primär einen Schnellüberblick möchte, oder wem alles zu viel Text ist, was jedoch bei diesen Schicksalsfragen unumgänglich ist, der mag sich auch mit den letzten 5 Seiten begnügen – die auch eine Art ungeschminkte Zusammenfassung sind. Und zwar ab der dazugehörigen Überschrift: >Zum Stimmviehmißbrauch, Totalverzicht und Verrat an den deutschen Heimatvertriebenen durch die Mitte-Links-Parteienoligarchie-Demokratur. – Ohne die real existierende Demokratur hätte es keinen Totalverzicht gegeben, auch nicht ohne die Nötigung und Erpressung beim “Zwei-plus-vier-Vertrag”< .

Wir müssen die Probleme und Schicksalsfragen immer in einem unabdingbaren Gesamtzusammenhang sehen, also ganzheitlich, wenn wir wirklich Abhilfe oder Veränderungen schaffen wollen. Daran orientiert sich das Folgende:

Der Mensch hat nur so lange Werte und Rechte wie er sie sich bewahren kann. Werte sind Wertsetzungen. Um Werte muß gerungen werden. Sie müssen verteidigt werden. Neu geschaffen werden, wenn sie verloren gingen. Weil dies ganz zentral etwas mit unserer Lebensqualität, Lebenssinn und Lebensmöglichkeit zu tun hat. Und weil der Einzelne nicht ohne die Gemeinschaft sein kann, hat es auch ganz zentral mit dem Großen und Ganzen, mit dem Allgemeinwohl zu tun.

Ein wirklich auch funktionierendes Allgemeinwesen hat allen Bürgern Recht und Gerechtigkeit zu verbürgen. Weil jeder Mensch einen Anspruch auf einen brauchbaren und gerechten Staat hat, die Freiheit des Einzelnen und das Wohl der Gesamtheit ist unabdingbar zu sichern und zu gewährleisten. Werte heißt Kampf um Werte, wie Wahrheit immer Kampf um Wahrheit, Recht immer Kampf um das Recht und Gerechtigkeit immer Kampf um die Gerechtigkeit ist. Ansonsten gilt: “Wir warten, und ich warte darauf, daß sich die Menschen vereinigen, die keine Hunde sein wollen und die entschlossen sind, den Preis zu zahlen, den es kostet, damit der Mensch mehr ist als der Hund.” So unnachahmlich Albert Camus. Zudem: “Die Verbindlichkeit von Werten und Rechten hängt auch von der Energie ab, mit der wir für sie einstehen.” So Hellmut Diwald treffend. Read the rest of this entry →

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