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Michael Winkler: Deutschmark, welcome!

1. Dezember 2010 in Deutschland, Europa, Gesellschaft, Wirtschaft

Bei dieser Überschrift habe ich überlegt, ob ich das Komma setzen soll. Ohne Komma drückt der Satz aus, daß eine Bezahlung in D-Mark willkommen ist, also die Währung gerne genommen wird. Mit Komma wird die Mark selbst willkommen geheißen, um den Euro abzulösen. Früher stand dieser Satz ohne Komma, denn die D-Mark war auf der ganzen Welt als werthaltige Währung angesehen. Ich habe das einmal so formuliert gelesen, daß man für die Mark im hinterletzten Winkel Asiens nicht nur eine Schale Reis, sondern auch die Tochter des Reisbauern als Bettwärmer bekommen hätte. Das halte ich zwar für übertrieben, aber es drückt sehr gut aus, welche Wertschätzung dieses Geld genossen hatte.

Es gehört schon großes Unvermögen dazu, eine derart angesehene Währung einfach zu opfern, oder eben eine höhere Anweisung. Kohl, Genscher und Waigel hatten leider viel weniger Rückgrat als die Währung, die sie abgeschafft hatten. Diesen drei Agenten gegen die deutsche Wirtschaftskraft weint kaum jemand eine Träne nach, im Gegensatz zur guten alten Mark.

Es gab drei Versuche, die hervorragenden Eigenschaften der Mark in andere Währungen einzukreuzen. Der erste wurde von Helmut Schmidt unternommen, mit dem EWS. Damals hatten mehrere europäische Staaten ihre Währung de facto an die Mark gekoppelt. Offiziell war ein “Währungskorridor” vereinbart worden, bei dem die Währungen gegeneinander um nicht mehr als 2,25% schwanken sollten. Das bedeutete jedoch, daß die angeschlossenen Währungen den Kurs der Mark zu halten hatten. Nun ist eine Kette immer nur so stark wie ihr schwächstes Glied, und das war eben England. Das britische Pfund wurde attackiert und versenkt, der schöne Währungsverband wurde aufgelöst. Aus diesem Grund ist Großbritannien heute nicht Mitglied im Euro-Raum, die haben damals begriffen, daß es so nicht funktioniert.

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Typisch BRD: Restauration als Volksverhetzung

30. November 2010 in Deutschland, Geschichte, Gesellschaft

Es gibt heutzutage Menschen, die sich selbst als Künstler bezeichnen oder von anderen als Künstler bezeichnet werden, deren Werke so dümlich und abartig sind, daß man hier geflissentlich den Begriff “entartete Kunst” verwenden kann. Einer Künstler ist der Visselhöveder Martin F. Wenner, für den es offenbar schon Kunst genug ist gewisse politischen Kreisen unbequeme Insignien auf Gedenksteinen zu entfernen. Dabei tat er es nicht wie einfach Vandalen und beschmierte den Stein, sondern machte sich die Mühe, den Anfangsbuchstaben des Namen Schlageter aus dem Stein auf dem Hiddinger Höllenberg herauszumeißeln. Nun sollte man meinen, daß die Polizei umgehend gegen den “Künstler” wegen Sachbeschädigung Anklage erheben würde, doch schalteten sich Polizei und Staatsschutz erst ein, nachdem Unbekannte den Stein restaurierten. Sehr zum Zorn der Kreiszeitung erdreisteten sich die Restaurierer sogar das Gelände um den Stein zu harken und zu putzen.

Staatsschutz ermitteln Sie gegen diese gemeingefährlichen Terroristen!

Um Gesicht zu wahren wird mittlerweile pro forma auch gegen Wenner wegen Sachbeschädigung ermittelt.

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Michal Böhm: Die dunkle Seite – Plädoyer für einen neuen Umgang mit menschlicher Gewalt

28. November 2010 in Gesellschaft, Philosophie, Psychologie

Es ist schon paradox: Heute unterbinden Erzieher oft schon jede kleinste Rauferei im Kindergarten, verbieten Gesetze Eltern, ihre eigenen Kinder zu ohrfeigen, suchen Konfliktprogramme an Schulen Schlägereien auf Pausenhöfen zu verhindern – doch Kinder und Jugendliche prügeln heute um so brutaler aufeinander ein. Das besagt zumindest eine Studie der Ruhruniversität Bochum. Jeder fünfte Hauptschüler, so lautet deren nüchterne Erkenntnis, hat schon einmal so hart zugeschlagen, daß sein Opfer zum Arzt mußte. Auch versuchen Fußballvereine mit Fanprojekten das Treiben von Hooligans in Stadien einzudämmen, appellieren Popstars an die Besonnenheit ihres Publikums, verläuft keine Kundgebung, ohne daß die Polizei „deeskalierende Maßnahmen“ verspricht – doch nach der deutschen Kriminalstatistik schlägt der Polizei bei Großveranstaltungen immer mehr massive Gewalt entgegen.

Noch nie, das ist sicher, war in Deutschland Gewalt so geächtet und sanktioniert, aber noch nie, so scheint es, war die Hemmschwelle so niedrig, sie auszuüben. Letzteres legen auch Berichte der Medien nahe: Es häufen sich solche, in den jugendliche Rowdys Passanten zu Tode treten oder Schüler mit Gewehren Lehrer und Klassenkameraden erschießen. Gewalt, das zeigen nicht zuletzt die tragischen Ereignisse von München und Winnenden, ist in Deutschland zu einem ernstzunehmenden Problem geworden. Von einer „Plage der Gesellschaft“, spricht der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei Konrad Freiberg und von ihrer „fortschreitenden Verrohung“. Werden wir heute also allesamt immer gewalttätiger?

Gewalt ist ein soziales Problem, sagen die einen und daß sie eher in der Unterschicht vorkommt; Gewalt bestärken Killerspiele am Computer, sagen die anderen und daß sie zu verbieten sind; Gewalt, so sagen wieder andere, gehört bekämpft und ausgetrieben; Gewalt gab es schon immer und überall – sagen Ethologen, Psychologen, Philosophen.
Tatsächlich ist aggressives Verlangen eine Grundstruktur bei jedem Menschen: Für Konrad Lorenz war es das angeborene, „sogenannte Böse“, das sich beim Kampf um Nahrung aktiviere und allenfalls „weggezüchtet“ werden könne; für Sigmund Freud der benachbarte Trieb des Eros, der ihm entgegen strebe; und auch für Carl Gustav Jung drückte es sich aus in der „anderen Seite“ des Selbst, „dem Schatten“, dem „dunklen Bruder“, ohne die der Mensch keine Ganzheit finde. Gewalt anzuwenden, sie zu erleiden – das ist Schicksal menschlicher Existenz.

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EF Online: USA – Widerstand gegen Nacktscanner wächst an

27. November 2010 in Gesellschaft

Der Widerstand gegen die an mittlerweile fast 100 amerikanischen Flughäfen installierten Nacktscanner nimmt zu. Flugpassagiere haben in den USA nur noch die Wahl zwischen dem Gang durch die “Pornotrons” oder einer manuellen Durchsuchung, die nicht vor dem Abtasten der Genitalien halt macht. Alternativen lässt die staatliche TSA, die Transportsicherheitsbehörde, die dem Heimatschutzministerium zugehörig ist, nicht zu. So werden Passagiere mit einem Bußgeld belegt, die den Flughafen verlassen, wenn sie sowohl der Durchsuchung als auch der Durchleuchtung dadruch ausweichen wollen.

Der Protest wuchs an, als der Informatiker John Tyner gegenüber Amtsleuten der TSA erklärte, er werde sie verhaften lassen, wenn sie seinen “Junk” berührten. Einem Mann mit künstlichem Ausgang wurde beim Durchsuchen der Verschluss des Plastikbeutels zerstört, so dass er von Urin durchnässt sein Flugzeug besteigen musste. Auch Kinder und Nonnen werden abgestastet. Die TSA hat wegen der Proteste mittlerweile ihre Vorgehensweise eingeschränkt und läßt ihre Mitarbeiter nur noch Jungen und Mädchen ab einem Alter von 13 Jahren abfühlen. Entegegen der Versprechungen, dass die Bilder nicht gespeichert würden, fanden rund 100 Bilder den Weg an die Öffentlichkeit.

Das bevorstehende Thanksgiving-Wochende, an dem traditionell viel gefolgen wird, wurde von Widerständlern zum nationalen Opt-out-Tag bestimmt. Die Protestler wollen in konzertierter Aktion das Durchleuchten durch die Körperscanner verweigern. Derweil wurden Studien bekannt, nach der das Risiko einer schweren Verstrahlung mit Todesfolge durch eine Fehlfunktion der Scanner genauso hoch ist wie das Risiko, bei einem Terroranschlag im Flugzeug zu Schaden zu kommen.

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Michael Winkler: Ein kleiner Vortrag

23. November 2010 in Gesellschaft, Wirtschaft

In diesem Jahr habe ich kaum Vorträge gehalten. Zum Ausgleich stelle ich diesen Text hier ein, das Manuskript zu einem Vortrag in kleiner Runde, gehalten am 20. November in Kist. Themen waren das allgemeine Weltgeschehen und ein Ausblick auf die bevorstehende Währungsumstellung. Falls Sie den Vortrag gehört haben sollten: Ich habe die Antworten zu ein paar Fragen aus dem Publikum mit eingearbeitet, denn im Gegensatz zu Ihnen können die Leser ja nicht dazwischenfragen.

Grüß Gott, meine Damen und Herren!

Danke für Ihre Einladung und das Vertrauen, ausgerechnet mir zuhören zu wollen, bei meinem Ruf als moderne Kassandra.

Sie haben die Nummer bestimmt schon im Zirkus gesehen, sie heißt: Chinesischer Tellerjongleur. Dabei geht es darum, einen Teller auf einem rotierenden Stab zu balancieren. Der Artist bringt immer mehr Teller zum tanzen, sechs, acht, zehn Teller, am Ende tanzt eine ganze Wand von Stäben und Tellern. Das ist ein schöner Trick, weil das Publikum deutlich sieht, wie ein Teller zu wackeln beginnt. Der Jongleur eilt hinzu, rüttelt am Stab und bringt den Teller wieder auf Touren. Bei der Nummer kommt es auf Geschick und Ausdauer an; Geschick, damit der Teller auf der Stange tanzt, und Ausdauer, weil der Artist von Stab zu Stab springen muß, wenn ein Teller zu wackeln beginnt. Schließlich wird es zu viel, der erste Teller fällt zu Boden. Das ist zumeist das Ende der Nummer, theatralisch fällt ein Teller nach dem anderen.

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Schwarz wie Milch

20. November 2010 in Gesellschaft

Siehe auch: http://www.schwarzwiemilch.de/

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Malte Lehming: “Solche Menschen braucht das Land”

17. November 2010 in Deutschland, Gesellschaft, Multikultur

Wir wissen ja nicht was in Menschen vorgeht, die ausländische Jugendbanden als das Ideal der deutschen Zukunft sehen, aber Dr. Lyle Rossiter wird sicherlich Rat wissen, aber lassen wir Malte Lehming einfach mal seine Ausführungen beenden:

Hinzu kommt die stetige Vergreisung der Bevölkerung und ihre Immobilität. Nicht einmal die Hälfte der Menschen wäre bei Arbeitslosigkeit zum Umzug bereit. Wenn in absehbarer Zeit das Durchschnittsalter in Deutschland bei 50 Jahren liegt, sind die gesellschaftlichen Folgen gravierend. Die Deutschen werden überwiegend sicherheitsfixiert, risikoscheu, besitzstandswahrend, unternehmensfeindlich sein. Ihr Ideal heißt dann endgültig Wellness mit Vollpension und Rücktrittsversicherung.

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Nach Leserbrief: Mediale Hetzjagd auf Hans Püschel

17. November 2010 in Deutschland, Gesellschaft

Hans Püschel

Das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland versichert in Artikel 5 Absatz 1, daß jeder das Recht habe “seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten”. Die erste Einschränkung findet sich bereits in Absatz 2: “Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze”, was nicht anderes heißt als daß alles erlaubt ist, was die jeweilige Herrscherkaste nicht explizit verboten hat. Die nächste Einschränkung findet sich in den Medien, die alles und jeden niedermachen, der nur ein wenig von der staatlich verordneten Meinung abweicht.

Ein gutes Beispiel für diese systematische Hetze der Medien ist der SPD-Bürgermeister von Krauchwitz, Hans Püschel. Vor ein paar Tagen veröffentlichten wir einen Leserbrief von Püschel, in dem dieser überaus objektiv über den Parteitag der NPD berichtet und dabei feststellt, daß es sich bei den NPDlern nicht um kinderfressende Unmenschen handelt, sondern um ganz normale Menschen, denen die Zukunft Deutschlands am Herzen liegt. Nur kann in dieser Republik nicht sein, was nicht sein darf und so schlägt die “wehrhafte Demokratie” mit ihrer ganzen Härte zu.

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Axel Fischer fordert Vermummungsverbot und Radiergummi fürs Internet

16. November 2010 in Deutschland, Gesellschaft

Axel Fischer, CDU

Manche Politiker sind so eifrig in ihrem Drang vorauseilenden Gehorsam zu zeigen, daß ihre Aussagen einfach nur lächerlich wirken und damit für Gelächter sorgen. Dazu gehört auch der CDU-Politiker Axel Fischer, der unlängst ein Vermummungsverbot und einen Radiergummi für das Internet forderte. So lächerlich dies auch klingen mag, die Idee hinter solchen Aussagen ist die Angst der Machthaber vor einem Bereich, den sie nur schwerlich kontrollieren können – das Internet. Was Fischer hier fordert ist nichts weiter als eine Ausweispflicht für alle Internetnutzer und staatliche Möglichkeiten unbequeme Inhalte ganz einfach aus dem Internet zu löschen, egal wo sie sich befinden. Ziel solcher Aktionen sind natürlich Seiten wie die Seite auf der Sie sich gerade befinden.

Was hier mitspielt ist die Angst der Politik vor dem eigentlichem Souverän einer Demokratie – dem Volk. Immer mehr Menschen verlassen sich nämlich nicht nur auf die gleichgeschalteten “unabhängigen und überparteilichen” Medien, sondern wollen sie selbst ein Bild machen. Sei es von den vermeintlichen Anschlägen auf das World Trade Center, von gewissen Vorkommnissen in der Politik oder gar von geschichtlichen Begebenheiten, deren offene Erwähnung alleine bereits alle Staatsanwaltschaften auf den Plan ruft.

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Michael Winkler: Trägheit

16. November 2010 in Gesellschaft

Jeder Körper verharrt im Zustand der Ruhe oder der gleichförmigen geradlinigen Bewegung, solange er nicht durch äußere Kräfte gezwungen wird, diesen Zustand zu ändern. (1. Newtonsches Axiom, Trägheitsgesetz)

Trägheit läßt sich durchaus sichtbar machen. Ein wunderbares Beispiel dafür ist ein Stein. Ein Stein kann vor allem eines: Herumliegen. Wenn es um das reine Herumliegen geht, wäre Gold zwar noch besser geeignet, aber leider lockt ungeschützt herumliegendes Gold äußere Kräfte an, die es an einen anderen Ort zum Herumliegen bringen, vorzugsweise in einem Tresor. Benutzen wir also den Stein und die moderne Filmkunst.

Wir nehmen eine Kamera und stellen die so ein, daß sie alle fünf Sekunden ein Bild aufnimmt. Ich gebe zu, es ist ziemlich langweilig, einen Stein beim Herumliegen zu beobachten, aber vielleicht haben wir Glück und eine geschäftige Schnecke eilt durch das Bild. Geschäftig? Ja, denn verglichen mit dem Stein wird die Schnecke jetzt ziemlich schnell, eine Sekunde Film zeigt immerhin zwei Minuten vergehende Zeit. Da hat nicht einmal eine Schnecke die Ruhe weg.

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Hans Püschel: Leserbrief zum Parteitag der NPD in Hohenmölsen

16. November 2010 in Deutschland, Gesellschaft

Eins vornweg, Hans Püschel ist nicht irgendwer, sondern der Bürgermeister des Städtchens Krauschwitz in Sachsen-Anhalt für die SPD. Püschel entschied sich als Zuschauer dem Parteitag der NPD in Höhenmölsen beizuwohnen, während dessen die Vereinung von NPD und DVU beschlossen wurde. Seine Erfahrungen wollte Püschel via Leserbrief der Mitteldeutschen Zeitung zukommen lassen, die sich ganz nach ihrem Motto “Überparteilich und Unabhängig” dazu entschloß, eine Veröffentlichung zu verweigern. Der geneigte Leser möge sich selbst ein Bild machen, warum die Mitteldeutsche Zeitung Angst vor einer Veröffentlichung hat:

Spricht es für Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz, wenn von allen öffentlichen Seiten auf eine unliebsame politische Gruppierung eingeschlagen wird? Da mir derartige Erscheinungen bereits vor 1990 nicht gefielen und ich mich dann automatisch mehr auf die Seite der Geschlagenen als der Schläger stelle, war es mir ein Bedürfnis, der Sache auf den Grund zu gehen und mich selbst zu überzeugen, was an den allseits Verteufelten so dran ist. Ich hab mich also am letzten Samstag in die Höhle des Löwen, ins Bürgerhaus nach Hohenmölsen begeben.

Da es leicht regnete, konnte ich unauffällig einen Schirm mit nehmen für den Fall, etwas Stabiles in der Hand haben zu müssen. Der Eingang war nicht passierbar mit dem Vermerk, die linken Demonstranten hätten die Eingangstür beschädigt. Über Nebeneingang und den Weg einer fünf Euro teuren Besucherkarte wurde ich eingelassen, hab an der Garderobe Mantel und „Bewaffnung“ abgelegt und mich in den ziemlich vollen Saal gedrängt. Zu meinem Erstaunen war der angefüllt mit Menschen, wie man sie an jedem anderen Ort auch begegnen kann. Viele junge Leute, Frauen, sogar Kinder. Ich war fast etwas enttäuscht: Beinahe wie auf einem SPD-Parteitag! Keine Springerstiefel, keine Schlägertypen. Und in den folgenden rund eineinhalb Stunden hab ich in den (allerdings manchmal zu lauten) Redebeiträgen kaum einen Satz gefunden, den ich nicht selbst hätte unterschreiben können! Diese Leute suchen offensichtlich auch nur nach Wegen, um Deutschland aus seiner kranken Situation heraus zu führen.

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Ach nee: Mißbrauch bei Ein-Euro-Jobs

15. November 2010 in Deutschland, Gesellschaft

Auszug aus dem Artikel:

Wie es in dem Bericht hieß, dürfte mehr als die Hälfte der Ein-Euro-Jobs eigentlich nicht gefördert werden, weil sie keine zusätzlichen Tätigkeiten im Interesse der Allgemeinheit waren oder in Konkurrenz zu ungeförderten Unternehmen standen. Kommunen, Wohlfahrtsverbände oder Unternehmen aus der Weiterbildungsbranche könnten mit den Langzeitarbeitslosen ungeförderte Tätigkeiten im ersten Arbeitsmarkt ersetzen und so ihre Personalkosten reduzieren.

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Rolf Winkler: Freiheit durch Demokratie?

15. November 2010 in Deutschland, Gesellschaft

Rolf Winkler

Wir leben in einem demokratischen Zeitalter. An Demokratie hängt, zur Demokratie drängt alles – möchte man frei nach einem Dichter meinen.
Die Demokratie ist die Voraussetzung für Frieden, Freiheit, Wohlstand und Menschenrechte. So wird es uns täglich gesagt. Wer das nicht alternativlos einsieht, kann nur zur Achse des Bösen gehören oder wer weiß wem sonst noch angehören. Sind wir bereits im Paradies angelangt, wo Wolf und Schaf gemeinsam auf der Wiese grasen?

Ein kleiner Blick in die Staats- und Rechtstheorie

Im Sozialkundeunterricht an den Schulen der BR Deutschland wird gelehrt, daß sich die Demokratie als klassische Gewaltenteilung eines Staates, als dreigliedriges unabhängiges System definiert.
Dreigliedrig im Sinne von ´einander unabhängig´, der Legislative (lat. = gesetzgebende Kraft), der Judikative (= rechtsprechende Kraft) und der Exekutive (= ausführende Kräfte).

Im Staatsbürgerkundeunterricht der DDR und weiterführend an den Unis, Hoch- und Fachschulen wurde im Fach Marxismus-Leninismus vermittelt, daß die Diktatur des Proletariats im Bündnis mit den Bauern, der Intelligenz und den anderen Werktätigen für die antifaschistisch-demokratische Umwälzung zur Vollendung und zum Sieg der sozialistischen Revolution die Voraussetzung ist. Nach DDR-Verständnis brauchte es keine Gewaltenteilung. Sollte dennoch eine Zuordnung gemacht werden, dann vielleicht so: Legislative: Politbüro, Volkskammer; Judikative: Oberste Gericht, Bezirks- und Kreisgerichte; Exekutive: Staatsrat, Ministerrat, Räte der Bezirke, Kreise und Gemeinden, Vollzugsorgane … keine Finanzämter.

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Harald Schumann: Ehemaliger Spiegel-Redakteur zur Pressefreiheit in der BRD

14. November 2010 in Deutschland, Gesellschaft

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Karl Richter: Die Multikulti-Heuchler

12. November 2010 in Deutschland, Gesellschaft, Multikultur

Nicht vergessen: Schuld am Überfremdungsdesaster sind »unsere« Politiker / Rückführung jetzt!

Für die etablierten Überfremdungsparteien kommt es in diesen Tagen wirklich knüppeldick: fast täglich enthüllen neue Meinungsumfragen und Statistiken, wie unbeliebt etwa Türken als Nachbarn sind (das ergab eine aktuelle Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen) oder welche häufig unangenehmen Erfahrungen deutsche Normalbürger mit »Migrationshintergründlern« haben.

Daß es an unseren Schulen eine »verbreitete Deutschenfeindlichkeit« gebe, machte kürzlich gar in den Abendnachrichten die Runde – nachdem sich selbst die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung der Tatsache als solcher nicht länger verschließen konnte. Kaum zu glauben: landauf, landab werden deutsche Kinder tagtäglich Opfer der Schikanen und Beschimpfungen ihrer ausländischen Mitschüler – und schon rafft es sogar Frau Böhmer.

Und das ist der eigentliche Skandal: jahrzehntelang haben die gleichen Figuren, die dieser Tage plötzlich vor »Deutschenfeindlichkeit« warnen und weitere Zuwanderung für unangebracht halten, nichts, aber auch gar nichts unternommen, um das drohende Überfremdungsdesaster zu verhindern. Read the rest of this entry →

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Erstes Flugblatt der Weißen Rose. Nach einem Entwurf von Hans Scholl und Alexander Schmorell, Juni 1942.

10. November 2010 in Deutschland, Gesellschaft

Nichts ist eines Kulturvolkes unwürdiger, als sich ohne Widerstand von einer verantwortungslosen und dunklen Trieben ergebenen Herrscherclique „regieren“ zu lassen. Ist es nicht so, daß sich jeder ehrliche Deutsche heute seiner Regierung schämt, und wer von uns ahnt das Ausmaß der Schmach, die über uns und unsere Kinder kommen wird, wenn einst der Schleier von unseren Augen gefallen ist und die grauenvolisten und jegliches Maß unendlich überschreitenden Verbrechen ans Tageslicht treten? Wenn das deutsche Volk schon so in seinem tiefsten Wesen korrumpiert und zerfallen ist, daß es, ohne eine Hand zu regen, im leichtsinnigen Vertrauen auf eine fragwürdige Gesetzmäßigkeit der Geschichte das Höchste, das ein Mensch besitzt und das ihn über jede andere Kreatur erhöht, nämlich den freien Willen, preisgibt, die Freiheit des Menschen preisgibt, selbst mit einzugreifen in das Rad der Geschichte und es seiner vernünftigen Entscheidung unterzuordnen wenn die Deutschen, so jeder Individualität bar, schon so sehr zur geistlosen und feigen Masse geworden sind, dann, ja dann verdienen sie den Untergang. (…) Wenn jeder wartet, bis der andere anfängt, werden die Boten der rächenden Nemesis unaufhaltsam näher und näher rücken, dann wird auch das letzte Opfer sinnlos in den Rachen des unersättlichen Dämons geworfen sein. Daher muß jeder einzelne seiner Verantwortung als Mitglied der christlichen und abendländischen Kultur bewußt in dieser letzten Stunde sich wehren, soviel er kann, arbeiten wider die Geißel der Menschheit, wider den Faschismus und jedes ihm ähnliche System des absoluten Staates. Leistet passiven Widerstand – Widerstand -, wo immer Ihr auch seid, verhindert das Weiterlaufen dieser atheistischen Kriegsmaschine, ehe es zu spät ist, ehe die letzten Städte ein Trümmerhaufen sind, gleich Köln, und ehe die letzte Jugend des Volkes irgendwo für die Hybris eines Untermenschen verblutet ist. Vergeßt nicht, daß ein jedes Volk diejenige Regierung verdient, die es erträgt! (…)

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FoodWatch: Lebensmittelbuchkommission bleibt Geheimsache

10. November 2010 in Deutschland, Gesellschaft

Fruchtkremfüllungen ohne eine Spur von Frucht – wer solche Festlegungen mit welchen Argumenten durchgesetzt hat, bleibt weiter Geheimsache: Das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen hat die Berufungsklage von foodwatch auf Veröffentlichung der Sitzungsprotokolle der Lebensmittelbuchkommission abgewiesen.

Das Lebensmittelbuch bleibt ein Buch mit sieben Siegeln: Am 2. November 2010 wies das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen in zweiter Instanz eine Klage von foodwatch ab (Az. 8 A 475/10) und entschied damit gegen eine Herausgabe der Sitzungsprotokolle der Lebensmittelbuchkommission. foodwatch teilt die Gesetzesauslegung der Richter nicht. Sobald eine schriftliche Urteilsbegründung vorliegt, soll geprüft werden, ob Revision beantragt wird.

Was “Wrackheringe” und “Formfleisch-Schinken” sind

foodwatch hatte Ende 2007 Klage gegen die Bundesrepublik Deutschland eingereicht, um eine Veröffentlichung der Sitzungsprotokolle der Lebensmittelbuchkommission zu erreichen. Das in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannte Gremium legt in seinen „Leitsätzen“ so genannte „Verkehrsbezeichnungen“ von Lebensmitteln fest, die für die Kaufentscheidung der Verbraucher entscheidend sind. Dabei wurden Konsumenten in der Vergangenheit oft irreführende Begriffe zugemutet – so wurde festgelegt, dass zusammengeklebte Fleischfasern als „Formfleisch-Schinken“ und beschädigte Salzheringe als „Wrackheringe“ verkauft werden dürfen oder Kalbsleberwurst keine Kalbsleber enthalten musste. Die Mogel-Strategie der Lebensmittelindustrie wird durch solche Definitionen erleichtert. Einige Beispiele für irreführende Leitsätze in unserer Bilderstrecke: Read the rest of this entry →

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Harald Schmidt: Der hat Neger gesagt

10. November 2010 in Deutschland, Gesellschaft, Multikultur

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Michael Winkler: Todfreundschaft

9. November 2010 in Deutschland, Gesellschaft

Das Folgende ist eine wahre Begebenheit, die sich so oder so ähnlich immer wieder zuträgt. Es ist dabei nicht wichtig, ob der Verein in Nordoosterstedt oder in Mittelmietraching angesiedelt ist, ob er die Runkelrübenzucht, das Briefmarkensammeln oder den Ringersport fördert. Sogar die Personen sind derart austauschbar, daß sie namenlos bleiben mögen.

Auf der Jahreshauptversammlung werden die üblichen Berichte verlesen, wobei vor allem der Kassenwart die Zukunft in düsteren Farben malt. Schnell wird allen klar, daß die 50 Euro Jahresbeitrag nicht mehr ausreichen, um den Verein in dieser Form weiter zu betreiben. Der Vorstand stellt den Antrag, die Beiträge zu erhöhen, und nach den üblichen sechs bis acht Wortmeldungen, die diesen Antrag allesamt unterstützen, stimmen 98 der 100 Anwesenden für eine Beitragserhöhung.

Jetzt geht es darum, wie viel Geld ab sofort verlangt werden soll. Die Progressiven schlagen 100 Euro vor, um den Verein langfristig auf stabile Beine zu stellen. Die Ästheten wünschen 90 Euro, das seien 7,50 Euro pro Monat und damit soviel wie eine Maß Bier auf dem Dorffest. Die Kompromißbereiten streiten sich, ob sie 75 oder 72 Euro verlangen sollen, und stellen beide Summen zur Abstimmung. Die volksnahen Konservativen wollen es zunächst bei 60 Euro belassen und gegebenenfalls in zwei oder drei Jahren neu abstimmen. Read the rest of this entry →

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Krefelder Forum: Bürgerrechte gelten (für ein Weilchen) wieder in Krefeld

8. November 2010 in Deutschland, Gesellschaft

Die BRD engagiert sich für die Menschenrechte – in der Ferne, in China. Die Bürgerrechte der Deutschen jedoch werden Stück für Stück eingeschränkt, teils klammheimlich, teils in aller Offenheit. Doch es gibt vielfältigen Widerstand, immer wieder auch erfolgreich. So ist am Niederrhein das Krefelder Forum Freies Deutschland seit Jahrzehnten Vorkämpfer der Deutschen Bürgerrechte. Das Krefelder Forum freut sich nun über einen Zwischensieg. Das Verwaltungsgericht Düsseldorf entschied dieser Tage über eine Klage von Dr. Hans-Ulrich Höfs, dies stellvertretend auch für andere Bürgerrechtler, gegen Krefelds Oberbürgermeister Kathstede. Das Gericht erklärte ein politisch motiviertes Hausverbot als rechtswidrig, mit dem die Informations- und die Versammlungsfreiheit für die nationale politische Opposition schwer beeinträchtigt wurde.

Die mündliche Gerichtsverhandlung fand zwar bereits am 28. September 2010 statt, das Gericht arbeitete das Urteil aber sehr gründlich über sechzehn Seiten aus und watschte OB Kathstede und seine Mittäter in Serie ab: Aktenzeichen 19 K 5851/09. In dieser Art ist das Urteil von allgemeiner Bedeutung für den Freiheitskampf in der BRD. Besonders ungnädig waren die Richter dabei mit den kreativen, bedarfsweise wechselnden Behauptungen der städtischen Obrigkeit. Dererlei ist System im doppelten Sinne des Wortes. Krefeld ist mittlerweile bekannt für seine unpreußischen Zustände. Siehe beispielsweise hier, hier und hier.

Zum Tatbestand: das Jugendamt der Stadt Krefeld hatte für den 20. November 2008 zu einer Veranstaltung „Erlebniswelt Rechtsextremismus – Menschenverachtung mit Unterhaltungswert“ in die städtische Volkshochschule geladen. Referent war ein Dr. Thomas Pfeiffer, wissenschaftlicher Referent beim sogenannten Verfassungsschutz NRW, Lehrbeauftragter der Ruhr-Universität Bochum und „Journalist“. Read the rest of this entry →

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