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MMnews: USA zensieren Schulden-Spot

8. November 2010 in Gesellschaft, Nordamerika, USA-Berichte, Wirtschaft

In US-Medien darf ein Fernsehspot nicht gezeigt werden, der auf die bedrohliche Schuldenlage des Landes hinweist. Das Stück sollte in den Werbeblöcken laufen, doch die großen Sender lehnen ab.

Die US-Gruppe „Bürger gegen Regierungsverschwendung“ wollte per TV über die Konsequenzen der Staatsverschuldung aufklären. Doch der 60-Sekunden-Spot darf in den großen US-Fernsehnetzwerken nicht laufen. Die Ausstrahlung des Videos wurde verboten. Die “Werbefilm” erinnert an einen ähnlichen Eklat aus dem Jahre 1986 mit dem Titel „The Deficit Trials“, den die großen Fernsehsender ebenfalls nicht ausstrahlten.

Der Videoclip versetzt den Zuschauer ins Jahr 2030 nach China. Dort hält ein chinesischer Professor einen Vortrag über den Fall großer Imperien. Während im Hintergrund des Professors Bilder der Vereinigten Staaten gezeigt werden, erklärt er den Studenten Aufstieg und Fall großer Reiche: Read the rest of this entry →

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Sebastian Müller: Kampf gegen WikiLeaks – Wenn die Demokratie ihre eigenen Kinder frisst

8. November 2010 in Gesellschaft, Nordamerika, USA-Berichte

Im Grunde genommen war die Internetplattform Wikilieaks die Probe auf das Exempel für den Zustand der westlichen Medien, der Pressefreiheit und der westlichen Demokratien insgesamt. Und die staatliche Feindseligkeit als auch die mediale Skepsis, die dieser Enthüllungsorganisation entgegenwirken, malen ein düsteres Bild. Sicher ist, dass die Bereitschaft der Geheimdienste, dem Wikileaks-Gründer Julian Assange das Handwerk zu legen, auch drastische Methoden (bis zum Mord) nicht ausschließen werden. Scheinheilig und zynisch argumentiert die US-Regierung, dass die Enthüllungen Wikileaks zum Irak- und Afghanistankrieg die nationale Sicherheit bedrohen würden. In Wirklicheit aber ist einfach nur einmal mehr offensichtlich geworden, dass der normative Anspruch der westlichen Allianz, sich als rechtstaalicher Gralshüter der Menschenrechte zu wähnen, durch die Realität der Terrorbekämpfung, als auch durch die systematische Bekämpfung von Wikileaks Hohn gesprochen wird.

Die westlichen “Demokratien” haben nun neben dem internationalen Terrorismus einen zweiten, weitaus gefährlicheren Feind: die Wahrheit. Während unter dem Deckmantel der terroristischen Bedrohung – spätestens seit dem 11. September 2001 – immer mehr bürgerliche Freiheitsrechte durch repressive überwachungstaatliche Maßnahmen ersetzt werden, greift diese repressive Gewalt nun auch gegen ein wesentliches demokratisches Recht: das Recht auf Information. Artikel 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen (AEMR) sichert das Recht auf Information und freie Meinungsäußerung. Während die Organisation der Reporter ohne Grenzen immer wieder UN-Mitgliedstaaten anprangern, die dieses Recht tatsächlich oder angeblich unterdrücken, verliert sie den Blick auf die Zustände in den Mutterländern der Pressefreiheit. Überraschen kann dies indes nicht, haben sich die Reporter ohne Grenzen als ein vom CIA finanziell unterstütztes Propagandasprachrohr des Westens selbst diskreditiert. Mit mangelnder Information und Transparenz aber ist die Saat für einen inneren Fäulnisprozess der demokratischen Institutionen gelegt. Read the rest of this entry →

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Wolfgang Reith: Die verdrängte Deutschenfeindlichkeit

8. November 2010 in Deutschland, Gesellschaft, Multikultur

Das Problem der Deutschenfeindlichkeit an deutschen Schulen ist keineswegs neu, wird aber jetzt erst im Rahmen der durch das Sarrazin-Buch angestoßenen Integrationsdebatte „plötzlich“ entdeckt. Erfreulich daran ist zumindest die Tatsache, dass nun wenigstens öffentlich darüber dis-kutiert werden darf, denn bisher wurde das Phänomen ja schlichtweg ignoriert oder sogar bestritten. Dazu einige Anmerkungen aus eigener Erfahrung:

Von 1973 bis zu meiner Pensionierung 2009 war ich erst Lehrer und schließlich Schulleiter an einer Schule im Duisburger Norden (dort, wo seit zwei Jahren die bislang größte Moschee Europas steht). In den siebziger und achtziger Jahren waren die türkischen Schüler und deren Eltern voll integriert, die Schüler waren fleißig und strebsam, sie waren im Deutsch-Unterricht manchmal sogar besser als einige deutsche Schüler, weder gab es Schülerinnen noch Schülermütter mit Kopftuch. Das änderte sich Ende der 80er Jahre, als nach und nach eine türkische Infrastruktur und damit eine gewollte Ghettoisierung im Stadtteil entstand und sich eine Parallelgesellschaft bildete, in der bald eigene Gesetzmäßigkeiten herrschten. 1988 überschritt die Zahl der türkischen Schüler an unserer Schule die 50-Prozent-Marke, und da wurden die ersten Forderungen erhoben, nun müssten sich die Deutschen assimilieren.

Türkische Schüler der 10. Klassen betonten, im Geschichtsunterricht hätten sie gelernt, Demokratie heiße „Herrschaft der Mehrheit des Volkes“, und weil nun die Türken im Stadtteil die Mehrheit bildeten, sollten sich die Deutschen ihnen anpassen, und Türkisch sei als gleichberechtigte Sprache neben dem Deutschen zuzulassen. Tatsächlich gab es plötzlich türkischsprachige Formulare im Rathaus und in den Banken, und ebenso tauchten erste zweisprachige Schilder in der Öffentlichkeit auf. Man wollte sich betont „ausländerfreundlich“ geben, und die Ausländer ihrerseits sahen keine Notwendigkeit mehr, die deutsche Sprache zu lernen. Kaum stellten die Türken die Mehrheit, bestanden sie darauf, dass bei Konferenzen übersetzt würde. Natürlich hing das auch damit zusammen, dass ab Ende der 80er/Anfang der 90er Jahren verstärkt Ehefrauen aus der Türkei importiert wurden (im Gegensatz zu den hier aufgewachsenen türkischen Frauen waren jene wenigstens noch nicht von der westlichen Kultur „verdorben“), die auch hierzulande nicht die deutsche Sprache erlernten, weil sie von ihren Ehemännern isoliert wurden. Übrigens ließen in den letzten Jahren Eltern, die als Kinder selbst unsere Schule besucht hatten und jetzt ihre eigenen Kinder zu uns schickten, ihre Aussagen von Dolmetschern übersetzen. Wenn ich erstaunt fragte, warum sie dies täten, denn schließlich hätten sie doch an unserer Schule einen deutschen Abschluss erreicht, dann erhielt ich oft in radebrechendem Deutsch die Antwort, man habe zwischenzeitlich alles verlernt. Read the rest of this entry →

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Jürgen Liminski: Europäer sollten die Tea Party ernst nehmen – und lernen

7. November 2010 in Deutschland, Gesellschaft, Nordamerika, Wahlen

Demonstration der Tea Party vor dem Weißen Haus: Selbstbestimmung statt Flucht in den Staat Foto: Wikipedia/dbking

Man könnte die Kommentare der meisten deutschen Medien über die Wahlen in Amerika schon vorher schreiben, und der Tenor dürfte sein: Der Erfolg der Republikaner sei einigen verrückten Gestalten geschuldet, die sie mit Hilfe der Tea Party in politische Geiselhaft genommen hätten. Dazu ein paar Bilder von Sarah Palin oder der jungen Christine O’Donnell, am besten schreiend oder sonst irgendwie schrill auftretend. Es ist ja so einfach, ein paar Beispiele zu hochzuhalten und damit sich und die Zuschauer oder Leser zu manipulieren.

Aber was die selbstherrlichen Abkanzler in den Redaktionen nicht ahnen und vermutlich auch nicht wissen wollen: Diese Wahl markiert nicht nur die politische Einhegung des Medienlieblings Barack Obama – Verlust der Mehrheit im Repräsentantenhaus, möglicherweise sogar im Senat –, sondern auch das Aufkommen eines Phänomens, das in Europa ebenfalls Schule machen könnte.

Neue Ausdrucksformen des Volkswillen

Denn hinter und mit der Tea Party manifestiert sich eine Bewegung, die die Bedeutung des Staates und der etablierten Parteipolitiker in Schranken weist, die der wirkliche Souverän, das Volk, setzt. Es ist die Suche nach neuen Ausdrucksformen des Volkswillens, die von den blassen und blasierten Funktionären weder kontrolliert noch usurpiert werden können.

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Michael Winkler: Würde

3. November 2010 in Deutschland, Gesellschaft

Grundgesetz, Artikel 1, erster Satz:

Die Würde des Menschen ist unantastbar.

Rein semantisch zerfällt der Satz in drei Teile. Irgendetwas, das jemandem gehört, bekommt eine ganz bestimmte Eigenschaft zugeschrieben. Jedenfalls geht es dabei um etwas ganz, ganz Wichtiges, sonst hätten es die Siegermächte nicht ganz an den Anfang des für Deutschland bestimmten Verfassungsersatzes gesetzt.

Also, bei dem ersten Begriff geht es um “Würde”. Wir brauchen keinen hochgejubelten und überschätzten Physiker, der unter Beobachtung nichts zustande brachte, um zu wissen, daß Würde ziemlich relativ ist. Denken wir einfach an den hochwürdigsten Herrn Pfarrer, der seine Schäfchen von der Kanzel herab andonnert, und selbst vor seinem Bischof auf dem Bauch im Staub liegt. Nun ja, die Anrede “Hochwürden” ist aus der Mode gekommen, und die Würde selbst wird kaum noch gebraucht. Statt in Amt und Würden zu gelangen, tritt man einen Job an, und die Würde des hohen Gerichts wird in der Regel dann eingefordert, wenn sich dieses Gericht unwürdig verhalten hat.

Im täglichen Leben spielt die Würde keine Rolle mehr. Wo einst ein Kaiser würdevoll einherschritt, watschelt heute eine Kanzlerin im zu engen und zu bunten Hosenanzug herum, die bei jeder Rede ständig mit dem Kopf nickt, wie die Vertreter einer bestimmten Religionsgemeinschaft vor der Klagemauer. Mag sein, daß sich unter den Talaren der Muff von tausend Jahren angesammelt hatte, doch der Talar verlieh dem Professor eine eigene Würde. Mit dem Auszug der Talare hielten die unwürdigen Professoren Einzug, ob nun links-grün oder hcsu. Read the rest of this entry →

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Die Franzosen lassen andere wie Feiglinge aussehen

29. Oktober 2010 in Deutschland, Europa, Gesellschaft, Wirtschaft

Wenn in irgendeinem Land welches dem Westen nicht genehm ist solche Massenproteste wie in Frankreich stattfinden würden, dann wäre dieser Volksaufstand als Zeichen der lebendigen Demokratie ganz gross von den Medien verkündet worden und alle Polithuren würden es begrüssen. Siehe Iran. So aber verteidigt man das harte Vorgehen von Sarkozy mit Sturmtruppen, Tränengas und Gummigeschossen und lässt ihn das Volk niederknüppeln und dabei sagen, die Demonstrationen seien „undemokratisch“. Dabei weiss jeder der Eins und Eins zusammenzählen kann, Sarkozy will die französische Bevölkerung ausplündern, um den internationalen Finanzverbrechern zu gefallen.

Was in Frankreich abgeht soll ein Beispiel für alle durch das Finanzkapital unterdrückten Länder sein, denn sie wissen, ohne Kooperation stehen alle Räder still und sie lassen sich das nicht länger gefallen. Sie haben wenigstens noch Rückgrad, was den Nachbarländern wie Deutschland völlig abhanden gekommen ist oder nie hatten. Dort hat die Mehrheit Angst den Mund aufzumachen und sind brave Untertanen, lassen sich mit den Lügen über Migranten und Ausländern von den wirklichen Problemen und den Verursachern dieser wieder ablenken und ihre Wut auf neue Sündenböcke aus. Wie erbärmlich, da sie nie aus der Geschichte lernen.

Die neueste Entscheidung der Bundesregierung zeigt, wer wieder beschützt wird und wer durch höhere Steuern zahlt. Um die Wirtschaft beim geplanten Abbau von Ökosteuer-Subventionen nicht zu belasten, werden den energieintensiven Unternehmen die Ökosteuerprivilegien belassen. Sie sollten ursprünglich um jährlich 1,5 Milliarden Euro beschnitten werden. Stattdessen werden die Raucher zur Kasse gebeten. Die Industrie darf ihren Dreck weiter in die Luft blasen und dafür sollen die Raucher mehr zahlen. Es geht immer gegen die Kleinen zum Vorteil der Grossen, aber es regt sich kein Widerstand. Read the rest of this entry →

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Rente mit 67 bei 45-Stunden Woche

25. Oktober 2010 in Deutschland, Gesellschaft, Wirtschaft

In Frankreich gehen die Menschen auf die Straße, weil die dortige Regierung plant das Renteneintrittsalter von bisher 60 auf 62 Jahre zu erhöhen. In Deutschland werden von der Politik ähnliche Forderungen gestellt, auch hier soll das Renteneintrittsalter um 2 Jahre angehoben werden, allerdings auf bisher 65 auf 67 Jahre. Zu Aufständen wie in Frankreich kommt es hier dennoch nicht. So wundert es auch kaum, daß Industrie und Politik noch schärfere Forderungen stellen, beschrieb doch schon der EU-Abgeordnete Jean Claude Juncker diese Art der Demokratie wie folgt: „Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Prof. Klaus Zimmermann eine Steigerung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 45 Stunden, was einer Steigerung von etwa 7,5 Stunden entspräche. Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Prof. Ulrich Blum stimmt Zimmermann zu, daß es längerer Arbeitszeiten bedarf.

Im Klartext sieht die Lage also so aus, daß wir in Deutschland zu wenige Fachkräfte haben, weil (1) zu viele Fachkräfte das Land ob der ohnehin schon miesen Arbeitsbedingungen das Land verlassen, und (2) weil wir als Deutsche zu wenige Kinder haben, weil es sich ohne zwei Einkommen hierzulande kaum noch leben läßt. Nun glauben solche überbezahlten Spezialisten, die Arbeit gemeinhin nur aus dem Lexikon kennen dieses Problem zu beheben, indem man die Arbeitsbedingungen noch weiter verschlechtert und den Menschen noch wenig Freizeit läßt. Weiter an der Lebensrealität der Menschen in Deutschland vorbei können diese “Experten” nun wirklich nicht mehr sein. Read the rest of this entry →

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Fundstücke: Von toten Pferden, die länger galoppieren sollen

25. Oktober 2010 in Deutschland, Gesellschaft, Wirtschaft

Wenn man ein totes Pferd (hier eine gescheiterte Wirtschafts-, Sozial- und Arbeitsmarkttheorie) reitet und man mit dessen Leistung nicht mehr recht zufrieden ist, hat man folgende Möglichkeiten:

- Man bsorgt sich eine stärkere Peitsche (Hartz IV)
- Man erklärt: “Kein Pferd kann so tot sein, dass man es nicht noch schlagen könnte.” (Prekariat)
- Man überarbeitet die Leistungsbedingungen für Pferde. (Abbau von Sozialnormen)
- Man sagt, wenn das tote Pferd schon nicht geritten werden kann, dann kann es doch wenigstens eine Kutsche ziehen! (ständige Erhöhung von Steuer und Sozialabgaben)
- Man erklärt, dass das eigene Pferd “besser, schneller und billiger” tot ist. (Aufschwung XXXL)
- Man gründet Arbeitskreise zur Analyse des Pferdes (arbeitgebernahe Witschaftsforschungsinstitute)
- Man bildet einen Gebetskreis, der das tote Pferd gesund beten soll. (Medienkonzerne) Read the rest of this entry →

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Michael Winkler: Democrazia Christiana

20. Oktober 2010 in Deutschland, Gesellschaft, Wahlen

Aus der Wikipedia: Die Democrazia Cristiana (DC) (ital. für Christliche Demokratie) war die wichtigste politische Partei Italiens zwischen 1945 und 1993 und stellte fast alle Ministerpräsidenten in diesem Zeitraum. Sie verstand sich als gemäßigte katholische Volkspartei der Mitte. — Nachdem die Ermittlungen der Mailänder Staatsanwaltschaft 1992 unter dem Titel Mani pulite (Saubere Hände, entspr. „Weiße Weste“) zahlreichen hohen Amtsträgern der DC und der PSI Verstrickungen in Korruptionsfälle nachgewiesen hatten, geriet die DC in eine schwere Krise. Die Partei versuchte sich unter Mino Martinazzoli zu reformieren. Am 18. Januar 1994 beschloss die Führung, den Namen der Partei wieder auf Partito Popolare Italiano (PPI) zu ändern – jene Partei, aus der die DC 1942 hervorgegangen war. Nach einer Wahlniederlage kurz darauf trat Martinazzoli zurück, und die Partei spaltete sich in zahlreiche Gruppierungen auf.

Die italienische DC hat das bereits hinter sich, was unserer deutschen CD(U) noch bevorsteht. Bei uns gab es einmal eine Partei, die sich “Zentrum” nannte, also gewissermaßen die Mitte der Mitte im Namen trug. Die Zentrums-Partei war katholisch, wenn auch die Zahl der Pfarrer darin nach dem Ende des 19. Jahrhunderts zurück ging. Nach dem zweiten Weltkrieg war das Zentrum alt, Weimar und irgendwie mit der Hitler-Zeit belastet, folglich sammelten sich viele ehemalige Zentrums-Leute bei den neuen Parteien CDU und CSU. Beispielsweise ein Konrad Adenauer gehörte zur Erbmasse des Zentrums. Die beiden neuen Parteien öffneten sich nun auch für Protestanten.

Das Zentrum existiert heute immer noch als Partei, diese ist jedoch als Splittergruppe bedeutungslos. Wer allerdings Tradition über alles stellt und außerhalb von Bayern wohnt, kann dort gerne einmal vorbeischauen. Innerhalb Bayerns wäre die Bayern Partei interessanter. Read the rest of this entry →

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Reiner Doderer: Rote Frucht mit grüner Schale = Bündnis 90 die Grünen!

16. Oktober 2010 in Deutschland, Gesellschaft, Wahlen

So manch einer hat sich vielleicht gewundert über die enorme Medienpräsenz von Bündnis 90 die Grünen.

Hierzu die Aussage von Jürgen Trittin:
“Es geht nicht so sehr um die Organisation parlamentarischer Mehrheiten als vielmehr darum ‘dominante Minderheiten’ und die Meinungsführerschaft für sich zu gewinnen“.
Klartext: holen wir uns dominante Minderheiten und was scheren uns Mehrheiten, wir müssen unsere Meinung in der Presse zur führenden Berichterstattung werden lassen. Dominante Minderheiten haben wir inzwischen im Überfluss und Meinungsführerschaft schon zu lange.

Joschka Fischer, langjähriger Leitwolf der roten Theoretiker im grünen Mäntelchen:
“Deutschland muss von außen eingehegt, und innen durch Zustrom heterogenisiert, quasi ‘verdünnt’ werden.” (Aus seinem Buch Risko Deutschland)
Klartext: die Zuwanderung von “Nicht-Deutschen” muss erhöht werden und die deutschen minimiert werden. Zusätzlich sein Ausspruch: „Ich entdecke mehr und mehr, wie sehr ich doch Marxist geblieben bin“! Diese Person hat lange Jahre diese Partei geprägt und war Außenminister. Read the rest of this entry →

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Michael Winkler: Wie weit sind wir?

13. Oktober 2010 in Deutschland, Gesellschaft, Wirtschaft

Wir warten und warten, und nichts geschieht. Ich werde mittlerweile von Leuten, die meine Thesen seit Jahren kennen, gefragt, ob ich nicht daneben liege, ob sich die heutigen Verhältnisse nicht in alle Zukunft fortsetzen. Da kann ich nur antworten: Wir sind auf dem besten Weg, daß alles eintrifft. Ich benutze gerne das Bild der Jongleure, die Teller auf einer Stange tanzen lassen, erst einen, dann mehr und mehr. Schließlich wird der Punkt erreicht, an dem der Jongleur keinen weiteren Teller mehr auf eine Stange setzen kann, weil er nur noch hin und her springt, um einen vom Fall bedrohten Teller oben zu halten. Menschliche Konzentration und menschliche Ausdauer sind begrenzt, der Punkt, an dem der Artist zu langsam wird, naht unausweichlich. Die Teller fallen, gehen in Scherben oder werden aufgefangen. Die Vorführung ist beendet.

Wir sind an dem Punkt angelangt, an dem die Teller bedenklich wackeln. Vor einem halben Jahr schienen wir auf eine Währungsreform zuzusteuern, der Staatsbankrott Griechenlands stand unmittelbar bevor. Diese “Teller” wurden wieder stabilisiert. Aktuell ist es der Goldpreis, der ein Hoch nach dem anderen markiert, zwar nur in Dollar, weil der Euro gerade ein Hoch erlebt, doch die Finanzmärkte sind allesamt instabil. Der Goldpreis ist eine Fieberkurve, allerdings diejenige eines Patienten im Krankenhaus, der mit fiebersenkenden Medikamenten behandelt wird. Um 700 Dollar haben die Ärzte gekämpft, um 900 Dollar, um 1.000 Dollar, um 1.200 Dollar – jetzt stehen wir bei 1.350 Dollar. Anders als beim Fieber gibt es keinen feststehenden Todespunkt, selbst 1.500 Dollar wird der Patient noch überleben. Der Teller fällt, wenn alle “Medikamente” versagen, wenn die Goldpreisdrückung zusammenbricht. Dann werden wir einen Raketenstart erleben, einen senkrechten Anstieg. Read the rest of this entry →

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Reiner Doderer: Es gärt gewaltig in Europa!

9. Oktober 2010 in Deutschland, Europa, Gesellschaft

Die Mehrzahl der gewählten Politiker sind leider zu einer mit sich selbst beschäftigten, wirklichkeitsfremden Kaste mutiert, welche den Willen und die ausgemachten Probleme des Wählervolkes ignoriert und sich dabei über geringe Wahlbeteiligungen wundert. Es sind Egomanen, Meister im Schönreden und absolut resistent gegen unliebsame Wahrheiten. Ritualisierte Auftritte mit nichtssagenden Worthülsen werden zu wichtigen Handlungen und in Perfektion zelebriert.

Was wir endlich brauchen sind Politiker die Probleme erkennen und Dinge auch mal beim Namen nennen, auch wenn die linke Presse gleich die “Meinungskeule” schwingt! Leute die auch mal etwas anpacken. Die daran denken, dass „die Presse“ nicht das Volk ist!

Es kommt mir manchmal vor, als ob die Volksvertreter im laufe der Jahre eine Umerziehung genießen und nicht mehr wahrnehmen wo die wirklichen Probleme entstehen. Sie werden zu Duckmäusern welche sich an Minderheiten orientieren und an der Parteilinie ausrichten, bei denen die Beliebigkeit zur Uniform wird. Dies ist ganz besonders in den Parteispitzen zu sehen.

Nun kam Herr Sarazin mit seinem Buch! Dieser Mann trug einfach die Fakten zusammen und zog daraus ein Résumé. Im Grunde alles altbekannte Tatsachen die nur bisher keiner so prägnant auszusprechen gewagt hat. Doch nicht wenige der abgehobenen Politkaste, in Gemeinschaft mit der Mainstreampresse, scheinen den Begriff Meinungsfreiheit so nicht zu kennen, denn bisher galt Meinungsfreiheit als Freiheit nur die angesagte Meinung publik zu machen. Welche natürlich aus Gewohnheit nicht so sehr an der Wahrheit orientiert war. Unbequeme Wahrheiten wurden/werden verschwiegen, gar verfremdet, oder noch besser, man machte die Plublizisten solcher, einfach zu „unglaubwürdigen Rechten“. Es war ja lange Jahre so einfach, Presse und Politik hatten es sich so schön bequem gemacht. Read the rest of this entry →

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Michael Winkler: Stuttgart 21

8. Oktober 2010 in Deutschland, Gesellschaft

Seit dem 30. September leben wir in einer anderen Republik. Einer anderen? Nein, es ist noch immer Merkel-Deutschland, der Obrigkeitsstaat der rückgratlosen Parteifunktionäre. Die Schein-Demokratie hat nur ihre Maske fallen lassen. Ich habe solche Bilder schon einmal gesehen, als Kind, vor gut 40 Jahren. Da hatte man von der 68er Revolution gesprochen. Wasserwerfer, Tränengas und Polizeiknüppel wurden damals auf fehlgeleitete Studenten gerichtet, auf junge Männer, die alles bestritten, bloß nicht ihren eigenen Lebensunterhalt. Die Saat der Frankfurter Schule explodierte in Gewalt auf den Straßen. Diese jungen Leute haben es in der Folgezeit geschafft, bei dem Staat angestellt zu werden, den sie damals angegriffen haben. Statt Revolution von außen betrieben sie Ausplünderung von innen.

Die Bilder aus Stuttgart, die Polizeigewalt im “Garten des Himmlischen Friedens”, gleichen den damaligen Ereignissen nur auf den ersten Blick. Diesmal bekämpfte die Polizei Schulmädchen und Großmütter, Beamte und Angestellte, die bürgerliche Mittelschicht. Es ging dabei nicht um die verqueren Ideen sozialmarxistischer Professoren, sondern um uralte Bäume, die zwei Weltkriege unbeschadet überstanden hatten. Wobei die Bäume nur der Anlaß waren, nicht die Ursache.

Es geht bei Stuttgart 21 gar nicht um einen überflüssigen neuen Bahnhof, der in keinem bestehenden Verkehrskonzept benötigt wird. Es geht um das Versagen dessen, was von den Parteifunktionären als Demokratie fehlgedeutet wird. Die gewählten, selbstgefälligen Oligarchen, die sich die Vertretung und damit die Entscheidungsbefugnis über das Volk anmaßen, bekommen erstmals ihre Grenzen aufgezeigt. Ein Volk, das sich beim Anschluß und der Abwicklung der DDR nicht gerührt hatte, das geschwiegen hatte, als die Kohl-Regierung die eigene Währung und die wirtschaftliche Souveränität wegverschenkte, das einfach hingenommen hatte, als seine Vertreter ihm im Vertrag von Lissabon elementare Rechte weggenommen hatten, begehrt jetzt plötzlich auf. Read the rest of this entry →

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Michael Winkler: Das letzte Aufgebot

6. Oktober 2010 in Deutschland, Gesellschaft

“…und er wurde Präsident der Vereinigten Staaten!”, beendete der väterliche Priester seine Geschichte. Die Augen des zuhörenden Jungen leuchteten voller Inspiration, geradezu in heldischer Verehrung auf. (aus “Boys Town”)

Ja, so war es früher in Hollywood, der Präsident als Leuchtturm des Guten und Richtigen. Genau so sehen sich die Politiker noch heute, als schwer arbeitende Menschen, die sich selbstlos zum Wohl des Landes aufopfern. In jenen frühen Zeiten von Hollywood, bis vor etwa 40, 50 Jahren, wußte jeder Filmzuschauer, daß mit dem Satz: “Ich arbeite für die Regierung” die Probleme gelöst waren. Die weißen Ritter sind angekommen, die Kavallerie ist da, wir sind gerettet. Im modernen Hollywood weiß man nach diesem Satz, wer zu den Bösen gehört, wer dem Helden die ganzen Probleme bereitet. Und selbst die Präsidenten sind hinterhältig, bösartig und korrupt.

Unsere hiesige Filmindustrie ist noch nicht wirklich so weit, eine betrügerische, stinkfaule und bösartige Bundeskanzlerin auf die Leinwand zu bringen. An der realistischen Schau der Dinge müssen die Bürger bis jetzt selbst arbeiten. Immerhin rangieren Politiker heute in ihrem Ansehen und ihrer Vertrauenswürdigkeit irgendwo weit hinter Versicherungsvertretern und Gebrauchtwagenhändlern. Read the rest of this entry →

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Michael Winkler: 20 Jahre DDR 2.0

4. Oktober 2010 in Deutschland, Europa, Geschichte, Gesellschaft

Die scheindemokratische Parteiendiktatur feiert an diesem Tag ihre 20jährige Herrschaft über die vereinigten Besatzungszonen des Deutschen Reiches. Eine Feierlichkeit, die mit viel Pathos begangen wird, mit großspurigen Reden, wie gut es uns doch ergangen ist. Oh ja, ein paar Leuten ist es in diesen 20 Jahren besser ergangen, Manager, Banker, Politiker kassieren ab, wie nie zuvor. Hier hat die Republik ihre Maßlosigkeit gezeigt, hier sind in den Himmel wachsende Landschaften entstanden.

Bloß sind diese Leute nicht das Volk, nicht die Mehrheit in diesem Land. Die Mehrheit zahlt Steuern und immer höhere Sozialbeiträge, deren Reallöhne stagnieren. Hier wird gespart, damit dieses Land sich Exportweltmeister nennen konnte. Was hat die Vereinigung der vier Zonen der Mehrheit gebracht? Die Regierenden haben beschlossen, sich ihren eigenen Palast der Republik hinzustellen, das Kanzleramt, viermal größer als das Weiße Haus in Washington, das größte Reisebüro der Welt. Den alten Palast der Republik, das Wahrzeichen des alten sozialistischen Staates, hat man plattgewalzt. Die D-Mark, das ehrliche Geld für ehrliche Arbeit, eine der stabilsten Währungen der Welt, hat der rückgratlose Kanzler der Zonenvereinigung dem Ansinnen seines Freundes Mitterand geopfert, was inzwischen auch in der Systempresse zugegeben wird. Hätte Frankreich sonst die Vereinigung verhindert? Die USA und die UdSSR waren sich einig geworden, Großbritannien hat zähneknirschend zugestimmt, was hätte das klein gewordene Frankreich da noch einwenden können? Read the rest of this entry →

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Michael Winkler: Volksseele

30. September 2010 in Gesellschaft

Haben die Juden wirklich ein besonderes Gen? Die Frage ist überflüssig, weil die Antwort darauf lautet: Viele von ihnen teilen bestimmte Gene, die jedoch auch die Araber und insbesondere die Palästinenser besitzen. Eine Anzahl Juden sind tatsächlich Semiten, viele andere sind durch Konvertierung übergetreten, folglich sind sie weder Semiten, noch besitzen sie diese “Judengene”. Thilo Sarrazin hat noch eine andere Gruppe genannt, die Basken. Er hätte ebenso die Schotten nennen können, die Waliser oder eben die Westfalen. Was an seiner Aussage jedoch nicht stimmt, ist das Wort “alle”.

In früheren Zeiten heirateten die Leute oft innerhalb ihres Dorfes, oder zumindest innerhalb des nahen Umkreises. Wenn Basken durch die Jahrhunderte Basken heiraten, dann entsteht eine “baskische Genetik”, eine eigene Blutgruppenverteilung, bestimmte Merkmale. Das ist einfache Mendelsche Genetik. Eine bestimmte Verteilung solcher Merkmale findet sich bei den Altbayern, bei den Westfalen, den Schotten, Basken, Juden. Wer in abgeschiedenen Gegenden lebte (oder wie die Juden abgeschottet wurden), der bildete seine eigene Genetik aus, in großen Städten oder entlang der Handelsstraßen durchmischten sich die Gene stärker. Read the rest of this entry →

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Jürgen Schwab: Nationale Wahrheiten

29. September 2010 in Deutschland, Gesellschaft

Jürgen Schwab

Wenn sich die Nationen untereinander streiten, wer nun alleine Recht hat, dann kann man sich friedlich einigen oder kriegerisch. Oder man sieht ein, daß man der Schwächere, der Besiegte ist und übernimmt wegen des Anpassungsdrucks die Wahrheit des Gegners. Dies wirkt zwar weder für Freund noch für Feind besonders ehrenhaft, aber dem Opportunisten, der einem geschlagenen Volk angehört, stehen – je nach Fähigkeiten – im Privat- und Berufsleben alle Türen offen. So erleben wir immer wieder seit 1945, daß viele Deutsche wie Amis, Russen, Polen und Juden argumentieren, wenn es um die geschichtliche Wahrheit geht.

Wenn dann einer – in diesem Falle eine – ausbüchst und mal ihre eigene, deutsche Wahrheit kundtut, auch in ihrer Funktion als Präsidentin des Bundes der Vertriebenen (BdV), dann bemühen sich bei uns alle Gutmenschen sicherzustellen, daß es keine speziell deutsche Wahrheit geben darf. Hinsichtlich des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs am 1. September 1939 darf es zwischen Rhein und Oder nur die polnische Wahrheit geben. Erika Steinbach, deren Vorname allein schon für antideutsche Kräfte eine Provokation darstellt, … Read the rest of this entry →

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Boris Grundl: “Diktatur der Gutmenschen”

25. September 2010 in Gesellschaft, Psychologie

Vor einiger Zeit veröffentlichten wir an dieser Stelle die Thesen des amerikanischen Psychologen Dr. Lyle Rossiter, wonach Gutmenschen als “klinisch geisteskrank” einzustufen sind, weil sich bei ihnen gewisse Charakterzüge entwickelt haben, die von starken Abhängigkeitsgefühlen bis hin zur Realitätsverweigerung reichen (siehe hier). Angesichts der Brisanz dieser Thesen wundert es nicht, daß dieser Beitrag mit Abstand unser meistgelesener Artikel ist. Gelesen haben dürften Rossiters Buch nur die Wenigsten, weil es in Deutschland nicht erhältlich ist. Nichtsdestotrotz hat Boris Grundl nun ein Buch mit dem Titel “Diktatur der Gutmenschen” veröffentlicht, das sich allerdings auf die wirtschaftlichen Aspekte des Gutmenschentums im Arbeitsumfeld beschränkt. Auch wenn Grundl nicht mit einer analytischen und unzensierten Härte wie Rossiter herangeht, ist seim Buch dennoch lesenwert. Wer das Buch kaufen möchte, kann dies hier tun: Amazon

Ansonsten kommen wir nun zu einem Interview zwischen Grundl und Gero Brandenburg von karriere.de:

Herr Grundl, in Ihrem neuen Buch schimpfen Sie auf die Diktatur der Gutmenschen. Was sind das für Leute?
Diese Spezies kann Ihnen überall begegnen, im Privatleben und im Beruf. Es sind Leute, die es vordergründig gut meinen und die denken, dass ihre Absichten den Mitmenschen helfen. Die tatsächliche Wirkung ist aber eine andere: Gutmenschen wollen in erster Linie vor anderen gut dastehen. Sie sind harmoniesüchtig, wollen anerkannt und gebraucht werden. Unter einem Chef, der Gutmensch ist, entwickeln sich die Mitarbeiter nicht weiter. Sie erstarren in einem Abhängigkeitsverhältnis und werden unselbstständig.

Aber das kann doch keine Führungskraft wirklich wollen.
Gutmenschen tun das meist unbewusst, es mangelt ihnen an Selbsterkenntnis. Sie sehen das eher altruistisch und denken, dass es ohne ihre Hilfe nicht läuft und konzentrieren alle Macht und Verantwortung bei sich. Dabei ist es ihre eigentliche Aufgabe die Leute zu fördern und besser zu machen. Aber für Veränderungen sind diese Vorgesetzten nicht zu haben. Sie wollen ihre Pfründe verteidigen. Read the rest of this entry →

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Wolfgang Sofsky: Diktatur der Angst

22. September 2010 in Deutschland, Gesellschaft

strong>Der folgende Textauszug, der uns von einem Leser zugesandt wurde ist zwar schon ein wenig in die Jahre gekommen, hat aber nichts von seiner Aussagekraft verloren.

Wolfgang Sofsky

< Als Ende Februar 2005 der amerikanische Präsident für neun Stunden die deutsche Provinzhauptstadt Mainz besuchte, waren die Straßen in der gesamten Region leergefegt. Nirgendwo war ein Passant zu sehen, die meisten Geschäfte waren geschlossen, den Anwohnern wurde empfohlen, die Balkone nicht zu benutzen, um keinen Verdacht zu erregen. Auf den Parkplätzen standen Polizeiwagen und schwarze Limousinen. Tausende von Ordnungshütern und Sicherheitsbeamten hielten die Region besetzt. Sie patrouillierten auf den Brücken, schützten die Uferpromenade, bewachten auf Booten den leeren Fluß. Der Schiffsverkehr war rechtzeitig gestoppt worden. An einigen Straßenecken standen Wasserwerfer und Räumpanzer. Auf die Bahnhöfe verirrten sich nur wenige Reisende. Die Menschen blieben zu Hause. Sie gingen nicht zur Arbeit, nicht zum Arzt, sie kauften nichts ein, besuchten keine Bekannten. Der Verkehr auf den Autobahnen wurde großräumig umgeleitet. Der befürchtete Massenstau im Schneegestöber jedoch blieb aus. Viele Pendler hatten sich einen Tag Urlaub genommen. Das größte Automobilwerk der Region holte die ausgefallene Schicht an einem Wochenende nach. Der zentrale Großflughafen wurde für eine halbe Stunde gesperrt. Helikopter kontrollierten den Luftraum und registrierten jede Bewegung. Auch unter Tage war alles gesichert. Hunderte von Gullydeckeln hatte man vorsorglich verschweißt.

Von einer Stunde zur anderen legten die Vorkehrungen das öffentliche Leben lahm. Es war eine organisatorische Meisterleistung, binnen Minuten den Prozeß der Gesellschaft von Staats wegen abzustellen, ohne direkte Repressalien einzusetzen. Zwar verbreitete sich Unmut in der Bevölkerung, aber letztlich nahmen die Menschen die soziale Pause resigniert hin und warteten ab, bis alles vorüber war. Sicherheit und Schutz waren wichtiger als Jubel und Zustimmung. Der Staat hat seine Untertanen und seine Gäste vor Gewalt zu schützen. Zuerst aber hat er sich selbst und seine höchsten Repräsentanten vor Übergriffen zu bewahren. Read the rest of this entry →

Gleiches Recht für alle?

20. September 2010 in Deutschland, Gesellschaft, Multikultur

Viele werden sich noch an den Amoklauf von Winnenden erinnern. Am 11. März 2009 betrat der 17-jährige Tim Kretschmer seine Schule und schoß auf die anwesenden Schüler und Lehrer. Nach einer längeren Verfolgungsjagd erschoß sich der Täter schlußendlich selbst. Insgesamt starben 15 Menschen, 11 weitere wurden ins Krankenhaus eingeliefert.

Nunmehr steht der Vater des Amokläufers in Winnenden vor Gericht. Nicht nur wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz, sondern auch wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung. Schließlich hatte sein Waffenbesitz es seinem Sohn erst ermöglicht die Waffe zu entwenden und damit Menschen zu töten. Wieder einmal wird hierbei außer acht gelassen, daß das Problem nicht die Waffe ist, sondern der Geisteszustand eines jungen Menschen, der ihn erst zu einer solchen Tat veranlaßt. Ebensogut hätte Tim nämlich auch die Axt seines Großvaters oder das Küchenbeil nehmen können. Read the rest of this entry →

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