Archive für die ‘Philosophie’ Kategorie

Gleichgültigkeit

Dienstag, Januar 29th, 2013

Schafe sind friedliche Tiere mit begrenztem Eigenwillen, die sich treiben und herumstoßen lassen. Schafen macht es nichts aus, wenn sie geschoren werden, und sie beenden ihr Leben auf der Schlachtbank. Die lebendigen Rasenmäher kennen nur ihre Arbeit, und wenn sie sich einmal äußern, dann im gegenseitigen Ansporn zu noch mehr Arbeit: Mäh, Mäh! Ihre Intelligenz haben sie vollständig an den Hirten delegiert, der seine Herrschaft mittels der Hütehunde ausübt, vor denen die Schafe allergrößten Respekt haben.

Haben Sie sich wiedererkannt? Oder wenigstens Ihren Nachbarn? Ersetzen Sie “Schafe” durch “Bürger”, “Wähler” oder “Steuerzahler”, die “Hunde” durch “Beamte”, “Polizei” oder “Justiz”, und den “Hirten” durch “Regierung”, “Abgeordnete” oder “Parteien”, und schon wird daraus eine überzeugende Beschreibung der Zustände in Merkeldeutschland. 65 Millionen ethnische Deutsche spielen bereitwillig die Rolle von Schafen, die allenfalls nach grünerem Gras, aber niemals nach Freiheit gieren.

Ich habe kürzlich eine absolut wunderbare Schafsmeinung über Bischof Williamson gelesen: Auf Grund seiner Bildung hätte er wissen müssen, daß er leugnet und die Unwahrheit sagt. Mit anderen Worten: Weil das Schaf weiß, daß ihm Gras schmeckt, soll der Hirt gefälligst auch ins Gras beißen. Auf den Gedanken, daß eine umfassendere Bildung Informationen erschließt, die das Schaf überhaupt nicht in Erwägung zieht, ist das Schaf gar nicht erst gekommen.

Nun wurden Menschen zu allen Zeiten als Schafe gehalten, die Unwissenheit der Schafe ist schließlich die Stärke der Hirten. Wundersame Geschichten über Gott, Götter und Heilige sollten die Untertanen zum Gehorsam anhalten, damit sie sich mit der gottgegebenen Obrigkeit abfinden. Die Sonne dreht sich nun mal um die Erde, selbige ist eine Scheibe und jeder Mensch hat sich mit dem abzufinden, was Gott ihm zugeteilt hat, ohne jemals nach Höherem zu streben.

Ach, das ist überholt und das wissen Sie inzwischen besser? Aber den preußischen Kadavergehorsam, die deutsche Kriegslüsternheit und die Schuld an zwei Weltkriegen akzeptieren Sie? Die Einzigartigkeit des Holocausts ist eine geschichtliche Tatsache, das Existenzrecht Israels deutsche Staatsräson und jeder, der vom Existenzrecht Deutschlands spricht, ist ein Neonazi? Oh, großartig! Das hat man Ihnen gesagt, das haben Sie so gelernt, nie hinterfragt und einfach akzeptiert.

Deutschland den Deutschen, Ausländer raus, die Juden sind unser Unglück, das Deutsche Reich besteht fort… Haben Sie sich das selbst erarbeitet oder wiederholen Sie nur Parolen, die Sie anderweitig aufgeschnappt haben? Ich bedauere, aber selbst mit diesen Ansichten wären Sie als bloßer Meinungswiederholer ebenfalls ein Schaf.

Es kommt nicht darauf an, der richtigen Herde anzugehören,
es kommt darauf an, kein Schaf zu sein! (mehr …)

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Michal Böhm: Die dunkle Seite – Plädoyer für einen neuen Umgang mit menschlicher Gewalt

Sonntag, November 28th, 2010

Es ist schon paradox: Heute unterbinden Erzieher oft schon jede kleinste Rauferei im Kindergarten, verbieten Gesetze Eltern, ihre eigenen Kinder zu ohrfeigen, suchen Konfliktprogramme an Schulen Schlägereien auf Pausenhöfen zu verhindern – doch Kinder und Jugendliche prügeln heute um so brutaler aufeinander ein. Das besagt zumindest eine Studie der Ruhruniversität Bochum. Jeder fünfte Hauptschüler, so lautet deren nüchterne Erkenntnis, hat schon einmal so hart zugeschlagen, daß sein Opfer zum Arzt mußte. Auch versuchen Fußballvereine mit Fanprojekten das Treiben von Hooligans in Stadien einzudämmen, appellieren Popstars an die Besonnenheit ihres Publikums, verläuft keine Kundgebung, ohne daß die Polizei „deeskalierende Maßnahmen“ verspricht – doch nach der deutschen Kriminalstatistik schlägt der Polizei bei Großveranstaltungen immer mehr massive Gewalt entgegen.

Noch nie, das ist sicher, war in Deutschland Gewalt so geächtet und sanktioniert, aber noch nie, so scheint es, war die Hemmschwelle so niedrig, sie auszuüben. Letzteres legen auch Berichte der Medien nahe: Es häufen sich solche, in den jugendliche Rowdys Passanten zu Tode treten oder Schüler mit Gewehren Lehrer und Klassenkameraden erschießen. Gewalt, das zeigen nicht zuletzt die tragischen Ereignisse von München und Winnenden, ist in Deutschland zu einem ernstzunehmenden Problem geworden. Von einer „Plage der Gesellschaft“, spricht der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei Konrad Freiberg und von ihrer „fortschreitenden Verrohung“. Werden wir heute also allesamt immer gewalttätiger?

Gewalt ist ein soziales Problem, sagen die einen und daß sie eher in der Unterschicht vorkommt; Gewalt bestärken Killerspiele am Computer, sagen die anderen und daß sie zu verbieten sind; Gewalt, so sagen wieder andere, gehört bekämpft und ausgetrieben; Gewalt gab es schon immer und überall – sagen Ethologen, Psychologen, Philosophen.
Tatsächlich ist aggressives Verlangen eine Grundstruktur bei jedem Menschen: Für Konrad Lorenz war es das angeborene, „sogenannte Böse“, das sich beim Kampf um Nahrung aktiviere und allenfalls „weggezüchtet“ werden könne; für Sigmund Freud der benachbarte Trieb des Eros, der ihm entgegen strebe; und auch für Carl Gustav Jung drückte es sich aus in der „anderen Seite“ des Selbst, „dem Schatten“, dem „dunklen Bruder“, ohne die der Mensch keine Ganzheit finde. Gewalt anzuwenden, sie zu erleiden – das ist Schicksal menschlicher Existenz.

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Anne Will: Professor Norbert Bolz zur Abgehobenheit der politischen Kaste der BRD

Montag, September 13th, 2010

Einen Mitschnitt der gesamten Sendung gibt es hier… (mehr …)

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Michael Winkler: Schüler und Meister

Mittwoch, Juli 7th, 2010

Früher war alles besser, insbesondere zu biblischen Zeiten. Da zog der Meister mit seinen Jüngern bzw. Schülern durch das Land, und wenn er Lust hatte zu lehren, suchte er sich einen schönen schattigen Baum. Das Vorrecht, sich daran zu lehnen, stand dem Meister zu, die Schüler fläzten sich so bequem wie möglich um ihn herum und dann begann er zu erzählen. Die Schüler hörten geduldig zu, ließen den Meister ausreden, versuchten seine Worte zu verstehen und stellten ganz selten kluge Fragen, um den Sinn des Gelehrten zu ergründen.

Vielleicht sollte ich den Trick mit dem Baum auch einmal probieren, denn wenn ich einmal zu einem “netten Nachmittag/Abend” eingeladen werde, sieht das ganz anders aus. Statt meiner Weisheit zu lauschen, wegen der ich eingeladen wurde, stellen die Gastgeber ununterbrochen Fragen. Aus einem “netten” Treffen wird so eine Examenssituation, es wird nachgebohrt, bis schließlich meine Stimme einen verzweifelten Unterton bekommt. Ich habe die Antworten doch längst gegeben, die Antworten auf die meisten Fragen stehen in meinen Texten, für einen Cent nachzudenken hätte mehr gebracht, als für 100 Euro nachzufragen.

Ich spreche nicht von Vorträgen, da erhält der Zuhörer nur das flüchtige Wort, statt der bleibenden Schrift. Womöglich habe ich nicht gut genug erklärt, und da der Vortrag unerbittlich weiterschreitet, ginge der Gedanke ohne Nachfrage verloren. Steht er jedoch lesbar fixiert, vermag jeder Empfänger, ihn noch einmal zu lesen, ihn in Ruhe zu überdenken, um dann gelassen fortzuschreiten. (mehr …)

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Julius Evola – Das Problem der Dekadenz

Samstag, Januar 7th, 2006

Wer den bereits grtenteils gescheiterten Mythos von Fortschritt und Evolution ablehnt, um die Geschichte nach hheren Werten auszulegen, stellt ein berhandnehmen des Negativen fest und lernt das Problem der Dekadenz kennen. Beruht der Fortschrittsglaube auf einer logischen Unmglichkeit da das mehr nicht aus dem weniger, das Hhere nicht aus dem Entarteten entspringen kann , so scheint eine hnliche Schwierigkeit bei der Erklrung der negativen Evolution aufzutauchen. Wie kann berhaupt das Hhere entarten, wie kann ein gegebenes geistiges Niveau verloren gehen? (mehr …)

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DWI – Die BRD bereitet sich nicht auf die Zukunft vor

Freitag, Dezember 9th, 2005

Nach einer Studie des DIW schneidet die BRD unter’m Strich schlecht ab in Bezug auf Innovationsf�higkeit. Laut dem DIW-�konom Axel Werwaltz sei es “besorgniserregend”, da� die BRD sich nicht auf die Zukunft vorbereite, so profitiere die BRD einzig und allein von den Innovationen der Vergangenheit. Werwaltz f�hrte weiter aus, da� ein Land mit begrenzten Rohstoffen in verst�rktem Ma�e auf Bildung setzen m�sse. (mehr …)

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Michel Houellebecq – Zurück in die Kampfzone

Donnerstag, August 25th, 2005

Michel Houellebecq, der am 26. Februar 1958 in La Reunion vor der Küste Madagaskars geboren wurde, zählt zu den umstrittensten Autoren der heutigen Zeit. Grund dafür dürfte vor allem der Spiegel der Dekadenz sein, den Houellebecq in seinen Romanen der Gesellschaft vorführt. Am 31. August erscheint sein neues Buch “Die Möglichkeit einer Insel”. Dieses handelt von einer Sekte Elohim (hebräisch: Götter), welche die alten Religionen abgelöst hat und ihren Mitgliedern die Unsterblichkeit in Form von Klonen verspricht, sollten diese dem Sex entsagen. Die Mitglieder begehen Selbstmord um als geklonte “Neo-Menschen” aufzuerstehen, frei von jedweden Gefühlen. (mehr …)

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