Archive für die ‘Wirtschaft’ Kategorie

Zypern: EU enteignet Privatvermögen

Sonntag, März 17th, 2013

Flag_Cyprus

Wer wissen möchte, wie weit sich Europa schon von freiheitlichen Grundsätzen, wie etwa dem Schutz privaten Eigentums entfernt hat, der muss dieser Tage nur mal einen Blick nach Zypern werfen, wo die Mißwirtschaft der dortigen Banken nicht etwa zu deren Konkurs führt, sondern zur Enteignung von Privatvermögen auf Bankkonten. Wer weniger als 100.000 Euro auf der Bank hat, der bekommt 6,75% seines Vermögens enteignet, wer mehr als 100.000 Euro auf den Konten hat, darf mit einer Enteignung in Höhe von 9,9% rechnen. Die Gesetzesvorlage dazu stammt nichtmal von Zypern selbst, sondern von der EU.

Wer Privatvermögen auf einer Bank liegen hat, dem sollte spätestens jetzt deutlich werden, dass dieses Geld nicht sicher ist. Die EU kann de facto jedem Staat vorschreiben das Privatvermögen seiner Bevölkerung zu enteignen. Als wären die Umverteilungsmaßnahmen der EU-Staaten durch Steuern noch nicht genug, sind wir spätestens bei Enteignungen von Privatvermögen vollends im Sozialismus angelangt. Wer sein Geld in Sicherheit bringen möchte, dem können wir nur raten dies in Sachwerte anzulegen, also entweder in Edelmetalle oder in Eigentum in freiheitlicheren Staaten.

Statistisch gesehen führt sozialistische Politik immer zu einer allgemeinen Verarmung und je sozialistischer ein Staat wird, desto mehr lassen seine Wirtschaftsleistung und sein Wohlstand nach. Wer glaubt, dass sein Vermögen nicht mehr sicher ist und er die Früchte seiner Arbeit sei es durch Steuern oder Enteignung, abgenommen bekommt, der wird künftig weder sein Vermögen noch seine Arbeitskraft investieren. In Europe ist die Rede vom Fachkräftemangel, schaut man sich aber mal an wieviele Fachkräfte jedes Jahr Europa den Rücken kehren, kann nicht von einem Fachkräftemangel, sondern nur von einer Fachkräfteflucht die Rede sein. In Zypern hingegen wird es in den kommenden Wochen und Monaten zu einer Investitionsflucht kommt.

Schaut man sich die Staatsverschuldungen in Europa an, kann man nur zu dem Schluss kommen, dass die Politik vom Wirtschaften keinen blassen Schimmer hat und sich deshalb lieber auf ihre eigentliche Aufgabe beschränken sollte – dem Schutz von Leib, Leben und Eigentum aller vor inneren und äusseren Feinden.

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Hugo Chavez gestorben – Wie geht es mit Venezuela weiter

Mittwoch, März 6th, 2013

venezuela-flag

Hugo Chavez galt lange als das Paradebeispiel eines erfolgreichen Sozialismus, der soziale Gerechtigkeit für alle schuf und im Gegensatz zu anderen sozialistischen Staaten nicht von einem Disaster ins andere rutschte. Ein Spruch in Venezuela beschreibt die tatsächliche Situation jedoch wie kein Anderer: “Der Kommandant bewirft uns mit Brot anstatt uns beizubringen wie man es backt.”

Wie alle sozialistischen Staaten brauchte auch Venezuela eine Heerschar von Menschen, die vom Staat abhängig sind, damit sie nicht zu viele unangenehme Fragen stellen und aufmüpfig werden, deswegen handeln sozialistische Staaten mit Abhängigkeiten und nicht mit Selbstständigkeiten.

Ebenfalls wie alle anderen sozialistischen Staaten funktionierte Chavez Sozialismus recht gut, solange er diesen durch die geschaffenen Werte anderer finanzieren konnte, nur genau das wurde in den vergangenen Jahren immer schwieriger. Eine von Chavez’ ersten Amtshandlungen nach der Machtergreifung war die Enteignung und Verstaatlichung profitabler Industrien, dabei vor allem von der Ölindustrie. Durch diese Enteignung und Verstaatlichung einhergehend mit steigender Nachfrage nach Öl war Venezuela in einer hervorragenden Ausgangslage, doch gehört zum profitablen Wirtschaften weit mehr als nur die profitablen Unternehmen anderer zu stehlen. So ging unter Chavez die Ölproduktion trotz der steigenden Nachfrage um 20% zurück, gerade weil zum profitablen Wirtschaften nunmal auch die Instandhaltung und Modernisierung bestehender Strukturen gehört. Das zeigt sich auch anhand der Stromversorgung, die mittlerweile fast täglich zusammenbricht. Insgesamt konnte Venezuela seine Wirtschaftsleistung in den 14 Jahren unter Chavez nur um 3% steigern und das trotz in die Höhe schiessender Ölpreise. (mehr …)

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Planwirtschaft: Wenn der Staat Gehälter festlegen will

Mittwoch, Februar 6th, 2013

gehalt

Um vom eigenen Unvermögen abzulenken treibt die bundesdeutsche Politik mit Hilfe der Medien gerne mal die eine oder andere Sau durchs Dorf. Wenn es mal nicht “die Neonazis” sind, sind es “die Manager” oder “die Reichen”, die irgendwie an irgendwas Schuld zu sein haben. Irgendwer muss der Sündenbock sein, damit die Politik ihre eigenen vollen Futtertröge rechtfertigen kann.

So war der Bundesregierung auch kein Steuergeld zu schade um ein paar Freunden und Bekannten einen Posten in der Corporate-Governance-Kommission zu beschaffen. Monatelang hat die Kommission beraten und unter fürstlichen Gehältern entschieden, dass es eine Obergrenze für Managergehälter geben sollte. Scheinbar in Ermangelung kreativer Ideen hat sich die Kommission einfach angeschaut, was schon in der DDR nicht funktioniert hat und entschieden, dass dies für die BRD genau das Richtige wäre – Planwirtschaft.

Gelinde gesagt geht es den Staat einen feuchten Kehricht an, was ein Privatunternehmen einem ihrer Angestellten zahlt. Diejenigen, die das Gehalt etwas angeht sind die Eigentümer des Unternehmens und wenn diese einem ihrer Angestellten ein hohes Gehalt zahlen wollen, so sollen sie dies tun. Ganz im Gegensatz zu Politikerdiäten wird niemand gezwungen für Managergehälter aufzukommen. Wenn jemand der Ansicht ist, Manager sollten weniger verdienen, dann steht es demjenigen frei selber eine Firma zu gründen und seine Angestellten nach eigenen Wünschen zu bezahlen, er hat sich aber nicht in die Belange anderer Menschen einzumischen und ihnen vorzuschreiben, wieviel sie ihren Angestellten zu zahlen haben. Freiheit endet nämlich genau da, wo man einer anderen Person vorschreibt, was sie zu tun und zu lassen hat solange sie keine Form der Gewalt ausübt.

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OECD: Deutschland schreckt Fachkräfte ab

Dienstag, Februar 5th, 2013

OECD_Logo

Ein gestern von der OECD veröffentlichter Bericht bestätigt, dass die BRD für hochqualifizierte Arbeitskräft unattraktiv ist. Dabei spielt die OECD vor allen Dingen auf ausländische Fachkräfte an, die trotz niedriger Hürden lieber nicht nach Deutschland kommen. Laut OECD-Vizegeneralsekretär Yves Leterme hat die BRD sogar eines der offensten Zuwanderungssysteme der Welt. Doch selbst die 25.000 Fachkräfte, die jährlich nach Deutschland kämen bleiben zur Hälfte nicht länger als drei Jahre. Zusätzlich wandern jährlich etwa 128.000 meist gut qualifizierte Deutsche ins Ausland ab, was darauf schließen lässt, dass die BRD für gut gebildete Fachkräfte schlichtweg nicht attraktiv ist.

Die Studie der OECD hat aber noch eine interessante Nebenwirkung, wenn man bedenkt, dass sich mittlerweile fast 16 Millionen “Menschen mit Migrationshintergrund” in Deutschlane tummeln, die OECD aber davon redet, dass die BRD für ausländische Fachkräfte unattraktiv ist. Das heisst im Umkehrschluss nämlich dass es sich bei dem Gros dieser 16 Millionen eben nicht um Fachkräfte handelt. Stattdessen handelt es sich bei der von der BRD propagierten Zuwanderung eben nicht um Zuwanderung von Fachkräften in den Arbeitsmarkt, sondern um Zuwanderung von größtenteils Ungebildeten in das deutsche Sozialsystem.

Das Problem ist recht einfach dargestellt: Wer in Deutschland als Fachkraft arbeitet ist durch eine unattraktive Steuerbelastung der Sklave für ein Heerschar von untätigen und ungebildeten Schamrotzern, die sich auf Kosten anderer Leute Arbeit ein schönes Leben machen. Ja, wir sitzen alle in einem Boot, aber gerade die Fachkräfte bringen dieses Boot voran, während die Schmarotzer sich an Deck sonnen – alles inklusive natürlich. Dass immer weniger Fachkräfte Lust haben dieses System zu unterstützen und lieber dahin gehen wo sich harte Arbeit noch lohnt ist da nur die logische Konsequenz.

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Finanzausgleich: Bayern und Hessen wehren sich gegen Umverteilung

Montag, Februar 4th, 2013

umverteilung

Wer in Deutschland Steuer zahlt, der weiss, dass seine Steuern umverteilt werden, schließlich handelt es sich um reinen Distributionismus weg von den produktiven Teilen der Gesellschaft hin zu den unproduktiven Teilen, den sogenannten Sozialschmarotzern aus aller Herren Länder.

Auf Länderebene gleicht sich dieses Bild, durch den Finanzausgleich zahlen diejenigen Länder, die besser haushalten – allen voran Bayern und Hessen - für diejenigen Länder, die eben nicht haushalten – allen voran das tiefrote Berlin.

Genau dagegen wollen Bayern und Hessen nun vor dem Bundesverfassungsgericht Klage einreichen. In der Begründung heisst es: “Das Gesamtsystem leidet unter einer zu weitgehenden Nivellierung der Länderfinanzkraft, die den politisch Verantwortlichen eines Landes das Eigeninteresse nimmt, Maßnahmen zur Stärkung der originären Steuerkraft zu ergreifen“. Dem können wir nur zustimmen, allerdings ist dies nicht nur ein Problem auf Länderebene, sondern ein gesamtstaatliches Problem. Wer Leistung durch höhere Beiträge bestraft und Nichtleistung durch alle möglichen Programme belohnt, der muss sich nicht wundern, dass es zu einer Schieflage kommt und diejenigen, die Leistung erbringen irgendwann keine Lust mehr haben sich an der Umverteilung zu beteiligen.

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Krankenversicherung in den USA – Privatversicherung vs Pflichtversicherung

Montag, Februar 4th, 2013

gesundheit

In Deutschland kennt man kein anderes System als den staatlichen Zwang zur Krankenversicherung, wo jeder versichert zu sein hat ob er will oder nicht und sofern er Geld verdient natürlich auch die Kosten zu zahlen hat.

In den USA war dies bei vor Kurzem anders. Es gab keinen staatlichen Zwang sich zu versichern und wer dachte keine Krankenversicherung zu benötigen, der liess es bleiben oder versicherte sich nur für Krankenhausaufenthalte. Das System war recht effektiv und die Kosten waren vergleichsweise gering – Im Schnitt zahlte jeder Einzelversicherte $183 (135 Euro) pro Monate und eine ganze Familie zahlte $414 (305 Euro) pro Monat.

In Deutschland beträgt die Zwangsabgabe für die gesetzliche Krankenversicherung 15,5%, wovon der Arbeitnehmer 8,2% zu zahlen hat und der Arbeitgeber 7,3%. Im Jahre 2010 war das Durchschnittseinkommen in Deutschland knapp 28.000 Euro, was einem Krankenkassenbeitrag von knapp 362 Euro entspricht, wovon der Arbeitnehmer etwa 191 Euro zu tragen hat, also 56 Euro mehr als ein freiwillig Krankenversicherter in den USA trotz weit höherer Behandlungskosten in den USA. (mehr …)

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Noch mehr Sozialismus bei den Mieten

Samstag, Februar 2nd, 2013

Erst vor wenigen Tagen erklärten wir, dass einer der Hauptgründe für steigende Mietpreise der zunehmende Sozialismus ist, der durch eine fehlgeleitete Politik immer mehr Risiko für Vermieter schafft, die dann entweder die Mieten erhöhen oder sich ganz aus dem Geschäft der Vermietung zürückziehen und somit zu einer Verknappung führen, die wiederum auch zu höheren Mieten führt (siehe auch: Steigende Mieten und niemand will schuld sein).

Da der Sozialismus ja laut allen seinen Vertreter niemals falsch sein kann sondern durch Menschen immer nur falsch implementiert wurde, siehe Kuba oder die DDR, kommt in der sozialistischen Einheitspartei bestehend aus FDP, CDU, SPD, Grüne, Linke natürlich niemand auf den Gedanken, dass die eigene Politik Schuld sein könnte. So ist es kaum verwunderlich, dass die künstlich durch Sozialismus geschaffenen Probleme mit noch mehr Sozialismus gelöst werden sollen. Merke: Wer sich beim ersten Versuch durch eine Wand zu rennen eine Gehirnerschütterung zuzieht, der hat es einfach noch nicht genügend versucht durch eine Wand zu rennen.

Getreu diesem Motto hat der Bundesrat nun auch eine Deckelung von Mietpreiserhöhungen auf 15% über drei Jahre beschlossen, egal was Mieter und Vermieter davon halten. Mieter und Vermieter könnten sich etwa auf großzügige Renovierungsarbeiten und im Gegenzug auf eine Mieterhöhung von 18% über drei Jahre einigen, aber das dürfen sie nicht mehr. Und was ist wenn plötlich aufgrund der Euro-Krise die Inflation auf jährlich 20% steigt? Dann hat der Vermieter halt Pech gehabt. Was ist wenn durch die gestiegene Inflation die Bundesregierung entscheidet auf allen Besitz eine Hypothek zu legen, wie es nach dem 2. Weltkrieg geschah? Auch hier hat der Vermieter Pech gehabt. Und was ist wenn die Kinder eines Frührentners ausziehen und seine Frau stirbt und er viel lieber eine kleinere Wohnung hätte sich das aber nicht leisten kann, weil Vermieter die Deckelung der Mietpreiserhöhung durch die Preiserhöhung von Neumieten ausgleichen muss? Dann hat der Rentner das Glück zumindest noch eine günstige Wohnung zu haben. Doch was ist, wenn ein Mann und eine Frau zusammenziehen und ein Kind haben und die kleine Einzimmerwohnung nicht mehr ausreicht? Dann haben sie halt Pech gehabt, weil der Renter lieber günstig in seiner fünf-Zimmer Wohnung bleibt und weil die Familie aufgrund der höheren Neumieten sich keine grössere Wohnung leisten kann.

Dies alles sind Fragen, über die sich jeder Vermieter Gedanken macht, aber warum sollte ein Berufspolitiker sich mit solchen Lapalien beschäftigen. Das Ziel ist Sozialismus und in der Politik muss man ja weder Leistung bringen noch Verstand haben um fürstlich bezahlt zu werden. (mehr …)

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Michael Winkler: Wir brauchen Dich, Großer Bruder!

Sonntag, Juni 3rd, 2012

Michael Winkler

Dieser Artikel enthält rechtes Gedankengut, das möchte ich gleich vornewegschicken. Keinen Nationalsozialismus, keinen Faschismus, keine Ausländerfeindlichkeit und keinen Antisemitismus, also nichts von dem, was neudeutsch als “Rechts” bezeichnet wird, sondern das, was ursprünglich als Rechts gegolten hat, wirtschaftlicher Liberalismus und Freiheit von staatlicher Gängelung. Da diese politische Richtung in den Zeiten sozialistischer Einheitsparteien nirgendwo mehr vertreten wird, wurde dieser Begriff von linken Propagandisten zweckentfremdet.

Es gibt zwei grundlegend gegensätzliche Philosophien über die Rolle des Staates. Die “linke” Utopie ist der Staat als allumfassender Großer Bruder, der sich überall einmischt und alles regelt. Dies wurde im 20. Jahrhundert mehrmals versucht, in leicht gemäßigter Form im schwedischen “Volksheim”, extremer im Sozialismus sowjetischer Prägung. Der Staat kümmert sich um alles, von der Erziehung der Kinder über die Krankenversorgung bis zur Pflege der Alten. Dem Staat gehören alle Unternehmen (“StaMoKap” = Staatlicher Monopol-Kapitalismus), Arbeiter, Bauern, jeder ist beim Staat angestellt. Der Staat teilt den Menschen die Wohnungen zu, er bestimmt die Kleidermode. Die umfassende Überwachung der Bevölkerung ist nur ein Nebenprodukt, der Große Bruder möchte schließlich alles wissen, was in seinem Volk so geschieht.

Das Gegenteil, das andere Extrem, ist der “Nachtwächter-Staat”, der gerne als der entfesselte Kapitalismus dargestellt wird (“Manchestertum”). In reiner Form wird er bei Homer beschrieben, mit den zahlreichen Kleinkönigen. Ich möchte es als “Patriziat” bezeichnen: der Gutsherr (viel mehr war ein Odysseus nicht, auch wenn er als “König” bezeichnet wird) kümmert sich um alles und sorgt für alle. Einen Staat, der Steuern erhebt, gibt es nicht, nur die persönliche Verpflichtung der Leibeigenen gegenüber ihrem Herrn. Ein guter Herr kümmert sich um die Ausbildung der Kinder auf seinen Ländereien, ein schlechter jagt nur der Damenwelt hinterher und vertilgt die Weinproduktion. Auf dem Nachbargut herrschen andere Sitten und eine andere Rechtsprechung. (mehr …)

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Eine Kapitalismuskritik – Haben wir zu wenig Kapitalismus?

Sonntag, April 22nd, 2012

Von allen Seiten, rechts wie links, wird immer wieder auf dem vermeintlich bösen Kapitalismus eingedroschen. Wenn man bei aller berechtigten Kritik aber einmal genauer hinschaut, stellt man recht schnell fest, dass nicht der Kapitalismus das Problem ist, sondern der Polit-Kapitalismus, der Bestechung hinter so neumodischen Anglizismen wie “Lobbying” versteckt.

Der Kapitalismus war es, der uns Deutschen nach dem 2. Weltkrieg wieder Wohlstand gebracht hat. Dieser Kapitalismus war so wie Kapitalismus ursprünglich gedacht war – der Markt hat faire Löhne, faire Arbeitszeiten und in den meisten Fällen einen respektvollen Umgang zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern geregelt. Wer mit seiner Arbeit nicht zufrieden war, konnte dank freien Wettbewerbs leicht eine andere Stelle finden.

Statt diesen zweifelsohne erfolgreichen Weg weiter zu gehen, hat die Politik den Kapitalismus politisiert und damit in den politischen Sumpf aus Vetternwirtschaft, Bestechung, Lüge und Intrige hineingezogen und dabei den Kapitalismus immer weiter abgeschafft. Es ist nicht etwa der Kapitalismus, der all unsere Steuergelder zweckentfremdet um Banken und Griechen mit Rettungspaketen zu überhäufen, es ist die Politik, welche dies tut. Im Kapitalismus wären die Banken genauso wie die Griechen pleite gegangen, was zwangsläufig zu einer Korrektur des Marktes führt.

Natürlich tragen die Großkonzerne eine gewisse Verantwortung für die herrschende Politik, aber hätte die Politik nicht die Macht diese Dinge zu beeinflussen, hätten die Großkonzerne auch gar kein Interesse daran die Politik zu kaufen. Darum geht es schlußendlich – die Politik hat zuviel Macht weit über die Grenzen dessen hinaus, welche der Auftrag der Politik sind – für die innere und äußere Sicherheit zu sorgen und die Infrastruktur bereitzustellen. Allein der Name Wirtschaftspolitik erklärt schon, daß sich hier Menschen mit Dingen befasen, wovon sie nicht den blassesten Schimmer haben und deshalb immer genau so abstimmen, wie ihre Auftraggeber es ihnen vorschreiben. Im Kapitalismus sind Gewinne und Verluste privatisiert, im Polit-Kapitalismus sind Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert, solange derjenige sich die Gunst der Politik kaufen kann. Wieviel ist eine Demokratie überhaupt noch wert, wenn nicht der Volkswille entscheidet, sondern die schwarzen Koffer der Lobbyisten? (mehr …)

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Wirtschaftswissenschaften 101: Warum die BRD auf ihren Staatsanleihen sitzen bleibt

Donnerstag, November 24th, 2011

Was für eine große Überraschung war es doch, daß die Bundesrepublik Deutschland ihre Staatsaleihen nicht loswerden konnte. So überraschend sogar, daß wir uns gewundert haben warum niemand vorher damit gerechnet hat. Die Bundesrepublik hat ja für griechische Staatsanleihen gebürgt, was im Endeffekt das Risiko zwischen bundesdeutschen und griechischen Staatsanleihen auf die gleiche Stufe stellt, wobei die griechischen Anleihen aber weit höhere Zinserträge abwerfen.

Alle diejenigen, denen der logische Verstand abhand gekommen ist lernen spätestens im ersten Semester Wirtschaftswissenschaften, daß man als Investor bei gleichem Risiko immer die Investition mit dem höheren Ertrag wählt. Selbst als Kind weiß man, daß wenn man sein Hanuta gegen ein Duplo eintauschen möchte man immer demjenigen sein Hanuta gibt, von dem man mehr Duplos bekommt. Daß “unsere” Politiker zu derartigen intellektuellen Höchstleistungen nicht fähig sind verwundert wenig, schließlich schwimmen in Demokratien nicht die Qualifiziertesten nach oben, sondern diejenigen, die es im richtigen Leben zu nichts gebracht haben aber alle Entscheidungen ihrer Vorgesetzten abnicken ohne darüber nachzudenken. Nichtsdestotrotz hätten wir schon erwartet, daß man zumindest in den Redaktionsstuben auf diese recht einfache Schlußfolgerung gekommen wäre, natürlich vorausgesetzt, daß alle Medien nicht ohnehin gleichgeschaltet und nur das berichten, was auch von oben vorgegeben wurde.

Aber irgendwann vor 10-15 Jahren soll es mal eine RAF von rechts gegeben haben, von der zwar niemand etwas mitbekommen hat, aber die heute als Grund für noch mehr Überwachung herhalten und davon ablenken soll wie dumm und unfähig “unsere” politische Kaste eigentlich ist. Für die Medien natürlich ein gefundenes Fressen, schließlich können sie so verbergen, daß sie ihrer eigentlichen Aufgabe, der investigativen Berichterstattung in keinster Weise nachkommen.

Selbst der versoffenste Straßenpenner weiß, daß er für den gleichen Preis lieber die Flasche Schnaps mit dem höheren Prozentgehalt statt die kleine Flasche französischen Rotwein nimmt. Daß diese einfachste Gleichung weder in Politik und Medien noch nicht angekommen ist zeigt entweder wie dumm und verkommen die da oben sind oder daß sie einfach nur Befehle von höherer Stelle abnicken. In beiden Fällen ist es an der Zeit dieses System abzuschalten.

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Stern: So teuer käme uns der Ausschluß Griechenlands

Dienstag, September 13th, 2011

Liest man in den Massenmedien die Artikel zum Euro und insbesondere zur Griechenland-Pleite, könnte man meinen die Wirtschaftsexperten in den Redaktionsstuben wären allesamt in Urlaub und die Praktikanten mit Leistungskurs in Biologie würden Zellmembrantheorie auf Quantenphysik übertragen wollen und das dann auf Griechenland anwenden. Was man liest widerspricht nämlich nur ökonomischen Gesetzmäßigkeiten sondern auch schlichtweg dem gesunden Menschenverstand. Dafür gibt es reißerische Schlagzeilen vom Ende der Welt, die im eigentlichen Artikel mit “hätte”, “wäre”, “könnte” begründet werden.

Unter dem Titel “So teuer würde der Griechen-Rauswurf” will uns etwa der Stern einreden, daß uns Deutschen der Rauswurf Griechenlands teuer zu stehen käme. Im Artikel wird das damit begründet, daß eine Depression die Folge sein “könnte”, denn sicher ist man sich nicht, es könnte auch einen Aufschwung geben, aber das sagt der Stern lieber nicht. Außerdem meint der Stern, würde Deutschland ja von der Krise profitieren, weil Deutschland zu einem Zinssatz x Schulden aufgenommen hat und diese zu einem höheren Zinssatz y an Griechenland weitergegeben hat. Ja, das ist genauso profitabl wie Glücksspiel. Wenn man sich bei der Bank 10.000 Euro leiht um im Kasino 100.000 Euro gewinnen, ist das nur solange schön und gut wie man auch gewinnt. Wobei Griechenland der Automat ist, in den man zwar immer mehr Geld reinschmeißt aber nichts rausbekommt. Am Ende hat man dann 10.000 Euro Schulden plus Zinsen. Aber auch das sagt der Stern freilich nicht.

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n-tv zur Euro-Einführung: “Das Volk hatte die Wahl”

Dienstag, September 13th, 2011

Die Wahl hatten die Bundesbürger also immer wieder. Der Euro war nicht das Ergebnis einer Nacht-und-Nebel-Aktion, sondern stand bereits 1970 mit dem so genannten Werner-Plan erstmals ganz konkret auf der langfristigen politischen Agenda. 1992 wurde die Einführung des Euro mit dem Vertrag von Maastricht auf europäischer Ebene auf den Weg gebracht. Am 23. April 1998 stimmte schließlich der Bundestag der Einführung zu. In all diesen Jahren waren die Wähler in Deutschland immer wieder gefragt, den Bundestag zu wählen. Über 16 Jahre, von 1982 bis zum Ende der Legislatur 1998, bescherten sie dabei der Koalition aus Union und FDP einen Wahlsieg nach dem anderen und Helmut Kohl die längste Kanzlerschaft Deutschlands. Wie kein zweiter in Deutschland setzte sich jedoch just Helmut Kohl für die europäische Einigung und eine gemeinsame europäische Währung ein. Wer Kohl wählte, entschied sich also gleichsam auch für den Euro.

Selbst als die Einführung immer konkreter wurde, regte sich bei der Bundestagswahl 1998 an den Wahlurnen kein nennenswerter Widerstand. So entschieden sich damals gerade einmal 430.000 Wähler für die Partei “Pro DM”, die damit auf einen Anteil von 0,9 Prozent der gültigen Stimmen kam. Der “Bund freier Bürger”, der die Maastricht-Verträge ablehnte, kam auf 0,2 Prozent.

Wenn es nach dem Gusto von n-tv geht, hatte das deutsche Volk die Wahl bezüglich des Euro, auch wenn es freilich nicht direkt gefragt wurde. Damit bestätigt n-tv allerdings nur, was wir auf dieser Seite schon seit Jahren erzählen: Alle paar Jahre darf der Bürger die durch die Parteien vorgeschlagenen Abgeordneten wählen und ansonsten die Schnauze zu halten und sich nicht einzumischen, was die da oben machen. Wir nehmen nicht für uns in Anspruch die Intelligentia per se gepachtet zu haben und glauben deshalb auch, daß eigentlich jeder wissen müsste, was es mit Wahlen und mit dem Blockparteienkartell in der BRD auf sich hat. Insofern haben sich diejenigen, die jahrelang genau diese Politik gewählt haben auch nicht über die derzeitigen Zustände zu beklagen. Sie haben es ja gewählt, also sollen sie die Suppe auch auslöffeln. In dieser Hinsicht gehen wir sogar mit n-tv konform – wer dumm genug ist das etablierte Parteienkartell zu wählen, der hat kein Recht sich über dessen Politik zu beschweren.

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Welt Online: “Deutschland würde Aus der Euro-Zone teuer bezahlen”

Sonntag, August 14th, 2011

Liest man die Schlagzeilen aller deutschen Lizenzmedien, könnte man meinen, daß Deutschland ohne den Euro übernicht existieren würde. Mehr noch, ohne den Euro wären wir ein in Armut dahinvegetierendes Dritte Welt Land. Daß es vor ein paar Jahren den Euro noch gar nicht gab und es uns Deutschen damals dank der starken D-Mark weitaus besser ging scheint in Vergessenheit geraten zu sein. Was der Euro dem Deutschen gebracht hat ist vor allen Dingen ein Reallohnverlust und die ständige Angst vor einem wirtschaftlichen Kollaps, während ehemals deutsche Unternehmen an ausländische Investoren verkauft wurden; Rekordgewinne wurden eingefahren und privatisiert, während das Risiko auf den Steuerzahler abgewälzt wurde. Mittlerweile ist es selbstverständlich, daß der Deutsche immer weiter verarmt, während die Politik wie selbstverständlich Banken oder gar ganze Länder vor der selbstverschuldeten Pleite bewahrt – natürlich alles auf Kosten der Deutschen.

Ja, Deutschland würde ohne den Euro genauso zugrunde gehen, wie Hitlers Berlin deutsch blieb oder niemand die Absicht hatte eine Mauer zu bauen. An “Experten” mangelt es freilich nicht, welche im Untergang des Euro gleichzeitig auch den Untergang herbeireden, schließlich werden diese Experten dafür bezahlt, daß sie bestimmte Theorien belegen und nicht etwa kritisch hinterfragen. Einer dieser Experten ist Gustav Horn, der wissenschaftliche Leiter des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), der gegenüber der Welt folgende Berechnung anstellt: “Bei einer Aufwertung von nur zehn Prozent würden die Exporte um vier bis fünf Prozent zurückgehen, und zwar auf Dauer. Die zu erwartende Aufwertung würde aber wohl ein Vielfaches von zehn Prozent sein. Das wäre eine wirtschaftliche Katastrophe.” Nun sind wir keine Professoren der Mathematik, aber nach Adam Riese macht ein Plus von 10% abzüglich eines Verlustes von 4,5% immer noch einen Gewinn in Höhe von 5,5% aus. Das hieße, daß deutsche Unternehmen bei allen Auslandstranskationen 10% an Materialkosten einsparen würden und bei gleichen Preisen nur 4,5% weniger verkaufen würden. Also eine wirtschaftliche Katastrophe können wir beim besten Willen nicht sehen, aber wir gehören auch nicht zu den “Experten”, die einfach nur nachplappern, was die Politik hören will.

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Michael Winkler: Griechenland

Donnerstag, Juni 2nd, 2011

Ist Griechenland nun bankrott oder nicht? Die Antwort lautet Ja, auf beide Fragen. Also, selbst nach den primitivsten Buchhaltungsregeln ist Griechenland pleite, total überschuldet und nicht mehr zu retten. Wer als Grieche an seinem Vermögen hängt, schützt es vor den einheimischen Banken, indem er es entweder bar nach Hause unter die Matratze holt, oder indem er es auf ausländischen Konten in Sicherheit bringt. Die modernen Griechen haben mit jenen altehrwürdigen Herrschaften nichts mehr zu tun, deren Namen wir in der Schule mit Ehrfurcht auszusprechen gelernt haben. Sokrates, Platon, Solon usw. hätten niemals auf Papier vertraut, sondern Gold und Silber gehortet. Andererseits darf das, was offensichtlich ist, nicht offenkundig werden, denn wenn Griechenland über den Rubikon geht, dann bekommt das ganze Euroland ein Problem. Ein Staatsbankrott in Athen bringt sehr viele Banken ins Straucheln.

Warum? Erinnern wir doch einmal an ein Parade-Gierchen, den zufällig dem jüdischen Glauben anhängenden Vorsitzenden der “Deutschen” Bank, Josef Ackermann: Der wollte auf das Eigenkapital seiner Bank 25% Rendite erzielen. Das zu erreichen erfordert keinerlei Kunstfertigkeit, sondern nur ausgeprägte Erwerbsgene. Ich lasse im Folgenden die Einheiten “Milliarden” oder “Billionen” einfach weg, damit die Summen überschaubar bleiben. Und, da man in der Bankenwelt so gerne Inglistanisch spricht, überschreibe ich diese Lektion mit “Banking made simple”:

Man gründe eine Bank mit 4 Euro Eigenkapital und sammele 96 Euro Fremdkapital ein, beispielsweise über das Sparbuch der Oma Tüttelbek. Jetzt hat man 100 Euro und zahlt dafür – großzügig – höchstens zwei Prozent Zinsen. Dieses Kapital verleiht man an Bedürftige und kassiert dafür mindestens sechs Prozent Zinsen. Aus dieser kleinen Zinsdifferenz bezahlt man die Manager-Gehälter, die noch höheren Erfolgsprämien, die Bankpaläste, die Dienstwagen und Dienstreisen der Manager, die Werbung, um weitere Kunden anzulocken, und ein paar Hobbys des Chefs, wie Sportvereine oder Formel 1. Am Ende bleibt ein mickriges Prozent als Gewinn übrig. Ein Prozent auf die kompletten 100 Euro, natürlich! Auf das Eigenkapital von 4 Euro sind das – wie von dem überragenden Finanzgenie angekündigt – satte 25 Prozent.

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Neuer Bundesbankchef eine Niete?

Mittwoch, Februar 16th, 2011

Jens Weidmann

Für gewöhnlich stellen sich Bundesbankchefs immer erst nach Beginn ihrer Arbeit als Nieten heraus. Beim neuen Bundesbank-Chef Jens Weidmann ist das aber anders. Weidmann soll am 1. Mai sein Amt antreten und schon jetzt erklärt sein ehemaliger Professor, Roland Vaubel, daß Weidmann keine Ahnung von wirtschaftspolitischen Instrumenten hat (Quelle). Dafür ist Weidmann aber gut mit Angela Merkel befreundet, und wen interessieren da schon Qualifikationen. Selbst Joschka-Fischer durfte schon als Außenminister seine Unfähigkeit unter Beweis stellen. Schaut man sich im gesamten Bundestag und Bundesrat um, wird man kaum jemanden finden, der von seinem Ressort wirklich etwas versteht. Entscheidungen werden nicht durch Logik, Können und Wissen getroffen, sondern anhand prall gefüllter Aktenkoffer und einträglicher Nebenjobs in gewissen Vorständen. Insofern paßt Weidmann doch wunderbar ins Schema von Merkels Kabinett.

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Michael Winkler: Inflation oder Deflation?

Mittwoch, Januar 26th, 2011

Als Reaktion auf den letzten Pranger wurde ich gefragt, ob wir nun auf eine Inflation oder eine Deflation zusteuern? Die Antwort darauf ist eindeutig Ja. Es gehört zu den typisch menschlichen und vor allem deutschen Eigenschaften, Dinge in Schubladen zu sortieren und mit einem griffigen Etikett zu versehen. Dummerweise verhält sich die Natur nicht so, als sei sie von einer Buchhaltungssoftware normiert worden.

Beide Begriffe bezeichnen ungesunde Entwicklungen in der Wirtschaft, die sich durch Schwankungen in der Geldmenge auszeichnen. Inflation heißt, daß es immer mehr Geld gibt (eine Gefahr bei Papiergeld, wenn dieses in großen Mengen gedruckt wird), während Deflation durch das Fehlen von Geld gekennzeichnet ist (eine Gefahr bei Gold- und Silbergeld, wenn dieses gehortet oder durch Abfluß reduziert wird).

Unser heutiges Geldsystem ist grundsätzlich inflationär. Es muß dies schon allein deswegen sein, weil alles Geld, das heute geschaffen wird, mit Zinsen behaftet ist. Durch die Zinsen wächst die Geldmenge unaufhörlich und exponentiell, im Gegensatz zur Warenmenge, die bestenfalls linear ansteigt (wobei die Waren anders als Geld auch noch der Abnutzung und dem Verfall unterliegen). Diese Inflation ist so selbstverständlich, daß sie in den Nachrichten beiläufig erwähnt wird und offiziell zwischen 1,5 und 2,0 Prozent pro Jahr liegt. Tatsächlich haben wir seit der Einführung des Euros Inflationsraten von fünf bis zehn Prozent pro Jahr (“gefühlte Inflation”).

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Gerd-Lothar Reschke: Geld – Kleiner Einführungskurs für Neulinge und Einsteiger

Dienstag, Januar 4th, 2011

Geld ist nicht das, wofür es gemeinhin gehalten wird. Im letzten Artikel bin ich auf die Denkweise von 99% der Bürger eingegangen, die meinen, ihr Euro sei echtes Geld, und auf den Banken sei dieses Geld am sichersten. Danach ist mir aufgefallen, daß ich dabei aber schon von einem anderen Bezugspunkt ausgegangen bin: dem der restlichen 1%. Deshalb habe ich mir gedacht, es wäre vielleicht gar nicht so schlecht, mich nochmal in die andere Sichtweise hineinzuversetzen und deren Denken genauer aufzuschlüsseln. Denn jenen 99%, die mich nicht verstehen können, nützt es ja recht wenig, einfach nur als “dumm” bezeichnet zu werden. Sie werden deshalb ihre Sicht noch lange nicht (bzw.: erst recht nicht) revidieren. Deshalb hier zur Abwechslung mal ein kleiner Einführungskurs für Neulinge und Einsteiger, ganz von vorne her angelegt. So wie beim Sexualaufklärungsunterricht. Wer nicht aufgeklärt wurde, nimmt ja wahrscheinlich immer noch an, die neugeborenen Säuglinge würden vom Storch gebracht.

Was ist eigentlich Geld?

Der Mythos der Werthaltigkeit des Papiergeldes

Ziemlich ähnlich wie mit dem Storch, der die Babys bringt, ist es mit dem vorherrschenden Glauben der meisten Menschen, ihr Geld seit etwas “Werthaltiges”. Wer es nicht anders weiß und es dann auch noch tagtäglich überall gesagt bekommt, insbesondere von der Regierung, von den regierungstreuen Nachrichtenorganen, von den Banken, von den Schulen und Universitäten, von der Versicherung, vom Finanzberater und von seinen Freunden und Bekannten, wird das vermutlich auch weiterhin so annehmen.

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Kommunen warnen vor dem finanziellen Kollaps

Dienstag, Dezember 28th, 2010

Jedes Jahr die gleiche Leier: Die Kommunen sind pleite und können nicht mehr kostendeckend arbeiten. Insgesamt fehlen den Kommunen in diesem Jahr knapp 11 Milliarden Euro wie der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) mitteilt. Auch im nächsten Jahr soll das Defizit mindestens zweistellig sein. Aber machen Sie sich keine Sorgen liebe Leser, Ihre Kommunalpolitiker werden natürlich auch weiterhin Austern schlürfen und gewiss auch gerne Ihren Dank entgegen nehmen, daß Niederbücklingshoven bunt statt braun ist; denn wie wir schon vor einigen Monaten berichteten betragen die Sozialkosten für unsere bunten Freunde jährlich fast 80 Milliarden Euro (siehe hier). Mit dem Geld könnte man also nicht nur das Defizit abdecken, sondern auch noch Altlasten tilgen. Damit sind freilich nicht die Politiker gemeint, sondern die Schulden, auch wenn die erste Option durchaus etwas für sich hat. Bekommen einen paar Dutzend Dienstwagenhuren den Laternenpfahl am Bande verliehen, wird der Rest sehr schnell wissen, wie man haushält.

Doch beim DStGB denkt man gar nicht daran die Ursachen zu bekämpfen, sondern klagt lieber: “Der wirtschaftliche Aufschwung kommt in den Kassen der Kommunen nicht an”, laut Verbandspräsident Roland Schäfer. Gut, der wirtschaftliche Aufschwung kam bisher ohnehin nur in den Vorständen und bei den Medien an, sodaß es uns erlaubt an der Aufschwungslüge zu zweifeln. Laut Schäfer würden viele Kommunen mittlerweile sogar von Behörden regiert und die örtlichen Politiker fühlten sich überflüssig. Aber was hat der Herr denn von einem System erwartet, das seine Befehle von ganz oben von der Zentralregierung bis nach ganz unten durchreicht. Heutige Politiker sind doch nurmehr Wackel-Dackel, die abzunicken haben, was die Partei vorgibt. Die besten Abnicker bekommen schöne Pöstchen und funkelnde Dienstwagen und wer aus der Reihe tanzt, der wird ganz schnell entsorgt und aller Ämter enthoben. Ja liebe Leser, das ist BRDemokratie in Reinkultur.

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Euro bald ohne BRD?

Samstag, Dezember 4th, 2010

Von vornherein war der Euro zum Scheitern verurteilt, weil es nicht etwa das Ziel eine starke Währungsgemeinschaft zu erreichen, sondern eine weitreichende Währungsgemeinschaft der Mittelmäßigkeit. Die schwachen Staaten profitierten zeitweise vom Euro, während die starken Staaten Einbußen hinnehmen mußten. Die schwachen Staaten konnten sich somit zu den Konditionen der starken Staaten mit Hilfe von Schulden gesundsanieren ohne dabei überhaupt an ein Ende der Fahnenstange zu denken. Dieses Ende ist mittlerweile erreicht und der Euro befindet sich derzeit in einer Existenzkrise. Vielerorts wurde schon diskutiert, ob Deutschland nicht aus dem Euro aussteigen sollte, was aber von der Politik immer wieder dementiert wurde.

Nun soll Angela Merkel auf einem EU-Gipfel in Brüssel aber genau diese Option angesprochen haben, wie die britische Zeitung Guardian berichtet. Während eines Streits zwischen Merkel und dem griechischem Premierminister George Papandreou in dem es um die Zukunft des Euro und der gefährdeten Staaten ging, entgegnete Merkel “Wenn das der Verein ist wie der Euro werden wird, sollte Deutschland diesen vielleicht verlassen.” Merkels Sprecher Steffen Seibert ruderte inzwischen zurück und machte deutlich, daß die Aussage von Merkel “nicht plausibel” sei, weil Merkel den Euro als europäisches Projekt sieht und diesen auch verteidigen werde. Zudem denke in der Regierung niemand auch nur daran aus dem Euro auszusteigen.

Unserer Ansicht nach wird der Euro noch mindestens bis Ende des Jahres durchhalten um das Weihnachtsgeschäft nicht zu verderben, aber danach ist die Jagdsaison eröffnet und wir werden sehen, was das neue Jahr bringt.

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Michael Winkler: Deutschmark, welcome!

Mittwoch, Dezember 1st, 2010

Bei dieser Überschrift habe ich überlegt, ob ich das Komma setzen soll. Ohne Komma drückt der Satz aus, daß eine Bezahlung in D-Mark willkommen ist, also die Währung gerne genommen wird. Mit Komma wird die Mark selbst willkommen geheißen, um den Euro abzulösen. Früher stand dieser Satz ohne Komma, denn die D-Mark war auf der ganzen Welt als werthaltige Währung angesehen. Ich habe das einmal so formuliert gelesen, daß man für die Mark im hinterletzten Winkel Asiens nicht nur eine Schale Reis, sondern auch die Tochter des Reisbauern als Bettwärmer bekommen hätte. Das halte ich zwar für übertrieben, aber es drückt sehr gut aus, welche Wertschätzung dieses Geld genossen hatte.

Es gehört schon großes Unvermögen dazu, eine derart angesehene Währung einfach zu opfern, oder eben eine höhere Anweisung. Kohl, Genscher und Waigel hatten leider viel weniger Rückgrat als die Währung, die sie abgeschafft hatten. Diesen drei Agenten gegen die deutsche Wirtschaftskraft weint kaum jemand eine Träne nach, im Gegensatz zur guten alten Mark.

Es gab drei Versuche, die hervorragenden Eigenschaften der Mark in andere Währungen einzukreuzen. Der erste wurde von Helmut Schmidt unternommen, mit dem EWS. Damals hatten mehrere europäische Staaten ihre Währung de facto an die Mark gekoppelt. Offiziell war ein “Währungskorridor” vereinbart worden, bei dem die Währungen gegeneinander um nicht mehr als 2,25% schwanken sollten. Das bedeutete jedoch, daß die angeschlossenen Währungen den Kurs der Mark zu halten hatten. Nun ist eine Kette immer nur so stark wie ihr schwächstes Glied, und das war eben England. Das britische Pfund wurde attackiert und versenkt, der schöne Währungsverband wurde aufgelöst. Aus diesem Grund ist Großbritannien heute nicht Mitglied im Euro-Raum, die haben damals begriffen, daß es so nicht funktioniert.

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