Freies Leipzig: Die Autobahn
8. Februar 2010 in Deutschland, Geschichte, Gesellschaft
Wenn es Johannes B. Kerner auch nicht wahrhaben wollte, als Eva Herman den Bau der Reichsautobahn vor einem Millionenpublikum in Erinnerung brachte, und er peinlich hilflos die politische Notbremse zog, indem er lispelte: „Autobahn, das geht nicht!“: Auch er will doch darüberfahren und bleibt gewiss dabei.
Am 27. Juni 1933 wurde jenes Gesetz erlassen, das bis in die Gegenwart unser aller Fahrgewohnheiten trägt, das „Gesetz über die Errichtung eines Unternehmens Reichsautobahn“. Frotz Todt wurde, nach Ernennung zum Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen, die Linienführung des geplanten Schnellstraßennetzes übertragen. Es sollte eine der folgenreichsten Unternehmungen für die gesamte Entwicklung der Regionen und Städte werden, denn mit dem Bau der Reichsautobahn wurden infrastrukturelle Grundsteine gesetzt, von denen wir und selbst unsere Feinde heute noch profitieren.
Die Autobahn war gewissermaßen der Schlüssel, mit dem man die entlegenen Regionen aufschloss und an neue Lebensmöglichkeiten anbinden konnte. Es wurden Anschlusswege noch an die entlegensten Siedlungen geschaffen. Read the rest of this entry →

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