Rolf Winkler: Demontage der Wirtschafts-Lokomotive
14. März 2010 in Deutschland, Wirtschaft
Am 18. Januar 2010 meldete die „Berliner Morgenpost“: Pfusch im Regierungsviertel kostet 70 Millionen Euro.
Das Berliner Regierungsviertel, wurde mit etwa 30% ausländischen Billiglohnarbeitern errichtet. Wo eigentlich waren Wiesehügel und die Gewerkschaft(en)?
Unterdessen wurden deutsche Bauarbeiter, von ca. 2,2 Mio. Anfang der 1990er auf heute noch etwa 500-600.000, in die Arbeitslosigkeit und Hartz4 geschickt.
Auch die Bauzulieferindustrie blieb nicht verschont. Ich erinnere mich, daß z. B.: für das Kanzleramt der gelb bis ockerfarbene Jura-Marmor aus dem bayerischen Altmühltal wegen nationalsozialistischer Belastung nicht zur Gestaltung kommen durfte. Italienischer Marmor dagegen gilt als unbelastet bzw. entnazifiziert.
Das war kein Schicksalsschlag. Der Niedergang der Bauindustrie wurde beginnend der 1990er Jahre politisch forciert. Es folgte – fast logisch möchte man meinen – die symptomatische Zerschlagung des größten deutschen Bauunternehmens, der Philipp Holzmann AG. Diese zog sich bis 2002 hin, als der Konzern endgültig Insolvenz anmelden mußte. Auch Interventionen des Bundeskanzlers Schröder, der Ende 1999 – kurz vor Weihnachten – in einer rührseligen PR-Aktion die Holzmänner mit Bürgschaften in dreistelliger Millionenhöhe retten wollte, konnte nicht helfen? Read the rest of this entry →
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