Vincent Reynouard: Eine Nachricht aus der Meinungshaft
17. Juli 2010 in Archiv
Heute erreichte uns eine Nachricht von dem Geschichtsforscher Vincent Reynouard aus der belgischen Gefangenschaft mit der Bitte um Veröffentlichung. Ein Wunsch, dem wir an dieser Stelle gerne entsprechen werden.
Liebe Freunde,
seit dem 9. Juli bin ich im Gefängnis von Forest/Brüssel eingesperrt. Ich warte darauf zu erfahren, ob ich nach Frankreich ausgewiesen werde, da dort verlangt wird, daß ich die Gefängnisstrafe eines Jahres absitze, zu der ich im Juni 2008 verurteilt worden war (Urteil des Berufungsgerichtes in
Kolmar). Seit diesem Datum hatte Frankreich gegen mich einen europäischen Haftbefehl erlassen.
Ich weiß nicht, ob ich tatsächlich überstellt werden werde, denn es ist möglich, daß ich in dieser Sache von der Langsamkeit der Verwaltungen werde Nutznießer sein können, um so doch wieder meine Freilassung zu erhalten. Aber ich bin zu allem bereit, und die Aussicht auf eine Haft in Frankreich schreckt mich nicht ab. Es wird dem Aktivisten, der ich bin, sogar eine Freude sein.
Die Gefängnisgitter mögen zwar Körper zurückhalten können, aber sie geben der Wahrheit Flügel, die man unterdrücken will. Natürlich sieht man dies derzeit noch nicht: ich sitze im Gefängnis in der fast uneingeschränkten Gleichgültigkeit. Doch wie es richtigerweise René-Louis Berclaz in Erinnerung gerufen hat, verkümmert und verschwindet eine Idee, die man in einen geschlossenen Raum zurückhält. Nur die Verteidigung ihrer im Tageslicht kann sie am Leben erhalten. In Frankreich war dies so, weil ein Robert Faurisson, ein Paul Rassinier, ein Henri Roques, ein Pierre Marais
oder ein Pierre Guillaume es gewagt haben, ein Tabu zu brechen, so daß eine junge Generation den Revisionismus kennenlernen und die Fackel aufgreifen konnte, die, ohne dessen, zu Boden gefallen und erloschen wäre. Read the rest of this entry →

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