You are browsing the archive for 2010 August.

Michael Winkler: Systemerhalt

31. August 2010 in Deutschland, Europa, Gesellschaft

Wir sollten besser davon ausgehen, daß es in der Merkel-Westerwelle-Regierung intelligente Leute gibt. Vielleicht nicht im Führungspersonal, dort reicht es aus, das aufzusagen, was einem die wirklich wichtigen Leute eingetrichtert haben, aber in der zweiten Reihe, in der Gruppe der Namenlosen. Jene Leute wissen ganz genau, daß wir eine Grenze erreicht haben. Eine Volkswirtschaft ist nicht beliebig belastbar, und jene der Bundesrepublik des “vereinigten” Deutschlands hat ihre Belastungsgrenze nicht nur erreicht, sondern bereits überschritten.

Die BRdvD leidet unter fünf Belastungen:

1. Der Euro

Dank des Euros fließt ständig Geld aus Deutschland ab. Wir erwirtschaften die Außenhandelsüberschüsse, mit denen andere Länder ihre Ölrechnung bezahlen und ihre Luxusgüter einkaufen. Der Euro verhindert eine eigenständige, den deutschen Bedürfnissen angepaßte Währungspolitik. Wir exportieren Stabilität und importieren Inflation. Der Euro hat die Südländer der EU von ihren schwindsüchtigen Währungen befreit und ihnen jene Schuldenorgien ermöglicht, für die wir jetzt über gigantische Euro-Rettungspakete geradestehen. Es gilt dabei das Prinzip des Vertrags von Versailles, den Frankreichs Mitterand nach dem Vertrag von Maastricht zitiert hat: Deutschland zahlt alles!

2. Die EU

Die EU ist eine kleingeistige Bürokratie, die jenes “größere Frankreich” ersetzt, das die Franzosen mit ihren Kolonien verloren haben. Deshalb sind Franzosen in den Beamtenheeren der EU so zahlreich vertreten. Sie ist zugleich eine französische Sowjetunion, in der alles, was in 90 Jahren in Rußland nicht funktioniert hat, auf europäischer Ebene nachgeäfft wird. Das Politbüro der Kommissare und sein gesichtsloser Beamtenapparat schafft Glühbirnen ab, schreibt Krümmungsradien von Salatgurken vor, zwingt Küstenländern Seilbahnverordnungen auf und schaufelt mit klebrigen Fingern Milliarden durch Europa. Das von Deutschen erarbeitete Geld finanziert diese gewaltige Bürokratie, es wird überall verteilt, zum Ausgleich werden massenhaft Lohndrücker ins Land geholt, um tüchtigen deutschen Arbeitern den Verdienst zu beschneiden. Read the rest of this entry →

Post to Twitter

Die alte Leier: “Niemand hat uns einen Deutschkurs angeboten”

31. August 2010 in Deutschland, Multikultur

Wir kennen dieses Spiel nur gut genug. Wenn die Thesen stimmig sind, die Argumente passen und der Gegenüber keine anderen Argumente hat, dann wird zu altbekannten Keulen gegriffen. Im Falle von Thilo Sarrazin ist es derzeit die Rassismus-Keule, die aber mittlerweile so ausgeleiert erscheint, daß dies nun wirklich niemanden mehr hinter dem Ofen vorholt. So drückt die bundesdeutsche nunmehr stattdessen auf die Tränendrüse. Schließlich hätten wir den “Gastarbeitern” ja so viel zu verdanken und diese hätten in vollster Selbstlosigkeit so viel auf sich genommen um uns undankbaren Deutschen zu helfen. So kann man etwa in der Zeit die Geschichte zweier “Gastarbeiter” lesen, die 1961 auf Grundlage eines Abkommens zwischen der Bundesrepublik und der Türkei als Gastarbeiter nach Deutschland kamen um hier zu arbeiten.

Statt jedoch dankbar für die ihnen gebotene Chance zu sein sich ein besseres Leben aufzubauen, beschweren sich Süleyman Topaloglu (65) und Dursun Güzel (66), daß sie etwa in Schichten arbeiten mußten und “nur” die für ihren Verdienst angemessene Rente erhalten. Selbst nach fast 50 Jahren in Deutschland können diese “Gäste” allerdings immer noch kein Deutsch. Wer daran die Schuld trägt? Die Deutschen natürlich, denn niemand bot Topaloglu und Güzel seinerzeit einen Deutschkursus an. Spontan fiel uns dazu unser BWL-Lehrer ein, der seinerzeit versuchte unseren türkischen Mitschülern das Prinzip von Holschuld und Bringschuld beizubringen ohne dabei auf Verstädnis zu stoßen. Es ist halt nunmal so, daß wir von Menschen erwarten, daß sie ein Mindestmaß an Eigeninitiave aufbringen. So wäre es für Topaloglu und Güzel sicherlich kein Problem gewesen an einer Volkshochschule einen Deutschkurs zu belegen, wie es etwa italienische, spanische oder portugisiesche Gastarbeiter taten. Read the rest of this entry →

Post to Twitter

Thilo Sarrazin: Wer buhlt hier eigentlich um wen?

31. August 2010 in Deutschland

Thilo Sarrazin

Thilo Sarrazin und sein Buch “Deutschland schafft sich ab” sind derzeit in aller Munde. Während das gemeine Volk weitestgehend hinter Sarrazin steht und seinen Aussagen Beifall klatscht, versucht die selbsterkorene Elite dieser Republik bestehend aus Polithuren und Presseschmierern Sarrazin nach allen Regeln der Kunst zu diskreditieren ohne sich dabei mit Sarrazins Argumenten auseinanderzusetzen. Stattdessen wird immer nur auf Sarrazin eingedroschen, immer getreu dem Motto “In Deutschland gilt derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als derjenige, der den Schmutz macht” (Kurt Tucholsky). Dabei wird ständig wiederholt, wie rassistisch Sarrazins Thesen doch wären und wie falsch er doch läge. Argumente sind in dieser Diskussion eher Mangelware. Stattdessen wird nunmehr versucht Sarrazin in eine Ecke mit der NPD zu stellen, da auf diesem Gebiet die Medienpropaganda noch zu greifen scheint, daß die NPD ja das Böse schlechthin wäre.

So berichtet etwa der Focus, daß die NPS regelrecht um Sarrazin buhle. Dabei sind Sarrazins Thesen und Argumente keinesfalls neu oder revolutionär. Im Gegenteil, wir berichten schon seit Jahren über die Probleme in diesem Land, die mittlerweile auch Sarrazin und mit ihm immer mehr Bürger zu erkennen scheinen. Statt einem Buchvertrag und Fernsehinterviews gab es für uns allerdings nur Hausdurchsuchungen, Ermittlungsverfahren und Verleumdungskampagnen. Gleiches gilt freilich auch für die NPD, die sich viele ihrer Aussagen vor Gericht erkämpfen mußte. Aussagen, die keinesfalls anders sind als die jetzigen Aussagen von Thilo Sarrazin. So verwundert es kaum, daß die NPD es als kleinen Sieg feiert, daß ihre Aussagen nunmehr salonfähig geworden sind, auch wenn die Medien eifrig dafür Sorge tragen, daß dies an der Öffentlichkeitsmeinung über die NPD nichts ändert. Read the rest of this entry →

Post to Twitter

Werner Fischer: Nur den Kopp immer rechtzeitig einziehen (Teil 4)

30. August 2010 in Deutschland, Geschichte

Werner Fischer auf der Zündap

Werner Fischer auf der Zündap

Wir wurden dann in Mariazell von einem LKW abgeholt, es war schon Mai geworden. Vom Tode des Fuehrers erfuhren wir dort, es wurde nicht offiziell bekannt gegeben und auch nicht weiter diskutiert, aber einen inneren Schock gab es schon, denn wir haben Ihn doch unseren Eid geschworen und was wird nun? Der Weg zur Einheit der Divisions – Sicherungskompanie war wegen der Witterung im Gebirge sehr schwierig. Eine halbe Nacht waren wir unterwegs und mussten Rast machen. Hatten Schwierigkeiten in einem Hotel unterzukommen, der Besitzer wollte uns nicht aufnehmen. So lagen wir etwa 2 Stunden im Schnee draussen im Strassengraben wo auch manche von uns einschlummerten. Dann wurden wir doch eingelassen und konnten uns im Foyer hinlegen und Pennen.

Weiter ging es morgens zu Fuss auf einer groben Alpenstrasse, immer bergauf. Uns kam dann eine lange Kolonne von Fluechtlingen entgegen, ein trauriger Anblick, alte und junge Menschen, wahrscheinlich Volksdeutsche aus Jugoslawien. Manche hatten noch ein lahmes Pferd dabei, das bisschen Habe zu ziehen was sie noch hatten. Auch ein Gelaendewagen unserer Truppe kam den Berg herunter, im Anhaenger ein, in eine Zeltbahn gewickelter, toter Kamerad, wohl einer der letzten Gefallenen.Gegen Abend kamen wir dann endlich an. Der Spiess,ein alter Kaempfer, gebaut wie ein Kleiderschrank und einer Menge Auszeichnungen begruesste uns, die wirklich allerletzte Reserve fuer die Leibstandarte, mit einigen kernigen Worten, unter anderem die Hoffnung, dass wir uns recht bald das EK 2 verdienten (Drei Tage vor Kriegsende!). Read the rest of this entry →

Post to Twitter

Patrick Gensing: “Bundesdeutsche Journalisten” spielen Pippi Langstrumpf

28. August 2010 in Deutschland

Patrick Gensing

Bereits in der Vergangenheit hatten wir das zweifelhafte Vergnügen Bekanntschaft mit dem “Journalisten” Patrick Gensing zu machen. Dies endete seinerzeit darin, daß er uns um ein Interview für das ARD-Magazin bat, und auf unser Nachhaken deutlich machte, daß er nicht daran interessiert sei wahrheitsgemäß oder zumindest halbwegs objektiv zu berichten (siehe hier). Schlußendlich fand das Interview dann auch nicht statt und Gesing nutzte stattdessen einen Leserkommentar um den Nonkonformisten als das Böse schlechthin darzustellen (siehe hier), was seinerzeit angesichts 600 erstellten geschriebenen Artikeln schon einen propagandisten Kunstgriff darstellte. Mittlerweile betreibt sein eigenes NPD-Blog, in dem er sich als Pippi Langstrump aufführt (Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt).

So auch in Gensings neuestem Beitrag zu Thilo Sarrazin. Darin läßt es Gensing so aussehen, als würden nationaldenkende Deutsche nur über Sarrazin berichten um auf die derzeitige Berichterstattung aufzuspringen und somit Punkte beim “kleinen Mann” (O-Ton Gensing) zu sammeln. Daß es allerdings Menschen wie wir sind, die schon seit Jahren die Probleme in Deutschland anmahnen und bereits vor Jahren vor den Zuständen warnten, die Sarrazin erst jetzt in seinem Buch benennt, läßt Gensing wohlwissentlich außen vor. Es handelt sich schließlich um “Journalisten” im Range eines Gensing, die unsere Ansichten entweder totschwiegen oder als Gedankenverbrechen deklarierten, die nun mit Sarrazin glauben den Stein der Weisen gefunden zu haben. Dabei wäre es vor Jahren noch weitaus leichter gewesen, den jetzigen Zuständen mit verantwortungvoller Politik entgegenzutreten. Read the rest of this entry →

Post to Twitter

Werner Fischer: Wir wollen glücklich sein (Teil 3)

28. August 2010 in Deutschland, Geschichte

Werner Fischer auf der Zündap

Werner Fischer auf der Zündap

Berlin im April 1945. Es ging ab vom Bahnhof Lichterfelde, der wohl der einzigste, noch einigermassen funktionierende war und wahrscheinlich gehoerten wir zu den letzten Transporten von dort. Einige Tage vorher hatten wir dort auf dem Bahnhof noch ein Erlebnis. Wir kamen zurueck vom Schiessplatz in Wannsee mit der S-Bahn (jawohl die lief noch, trotz all der vielen Bombardments!). Beim Aussteigen der Kompanie stand ploetzlich in unserer Mitte ein grosser, aelterer Herr und verteilte unverbluehmt Flugblaetter, den Kampf aufzugeben und zu Kapitulieren. Wollte sogleich pflichtgemaess Meldung machen, aber ein Kamerad hielt mich zurueck. Der Mann muss schon Nerven gehabt haben; was aus ihn weiterhin geworden ist weiss ich nicht, es ging ja auch alles so schnell. In Wannsee hoerten wir von einem Einwohner, dass der Ami bereits schon vor Hannover steht.

Wir wurden verfrachtet in Gueterwagen mit Dreitage Marschverpflegung, die aber nicht solange ausgehalten hat. Es ging Richtung Sueden, keiner von uns einfachen Soldaten wusste wohin. Haben es ja auch oft genug bei der Ausbildung gesungen: ”Irgend in ein Feldquartier, frisch mit frohem Sinn!” Nun war der wohl nicht mehr ganz so vorhanden zu der Zeit. Manche schoenen Lieder wurden abgeaendert, so hiess es zum Beispiel: ”Ja wenn die Jabos brausen und die Bomben sausen und die Haeuser fallen ein, was kann das Leben uns denn schon geben, wir wollen gluecklich sein!” Wir kamen bei schoenen Fruehlingswetter an Dresden vorbei. Es lag zwar ziemlich weit in der Ferne, doch irgendwie hatte man so ein komisches Gefuehl, dass da etwas furchtbares geschah, eine Art “Silent Spring” lag in der Luft. Read the rest of this entry →

Post to Twitter

Rolf Winkler: Die Blüte Sachsens

27. August 2010 in Deutschland, Gesellschaft, Multikultur

Rolf Winkler

Herr Innenminister Ulbig,

der von Ihnen in der heutigen Sächsischen Zeitung plazierte Artikel: “Die Blüte Sachsens war stets mit Zuwanderung verbunden” ist eine grobe Irreführung. Es fällt mir schwer, diesen Umstand mit Ihrer Dummheit zu erklären.

Fachkräfte aus Sachsen und der BR Deutschland wandern in Massen aus, weil Arbeitsplätze fehlen, sie mit der Lebensqualität unzufrieden, das politische Klima schal ist, keien Perspektiven sehen, die Bezahlung wegen angeblicher alternativloser Einsparungsnotwendigkeiten in den Betrieben sinkt usw.

So verlassen z.B. unsere Ärzte und Schwestern die BRD in Richtung Skandinavien, Holland, Schweiz, Österreich … Die bei uns jetzt fehlenden Kräfte sollen mit Personal aus Ländern abgedeckt werden, die im Frühstadium einer hochentwickelten Volkswirtschaft und Gesellschaft stehen.

Die “ärztlichen Fachkräften” aus Polen, Rumänien, Jugoslawien kommen nach Deutschland, die Ukrainer gehen nach Polen usw., gleich einer Völkerwanderung.

Das heißt konkret, wir tauschen gut ausgebildete Kräfte gegen weniger gut ausgebildetes “Fachpersonal” — von Mentalität und nationalen Eigenheiten ganz abgesehen — und unsere guten Fachleute wandern aus, weil die Arbeitsbedingungen nach der Privatisierung von Infrastruktur, z.B. der Krankenhäuser immer miserabler werden. Read the rest of this entry →

Post to Twitter

Werner Fischer: Bomben wo immer man hinkam (Teil 2)

26. August 2010 in Deutschland, Geschichte

Werner Fischer auf der Zündap

Werner Fischer auf der Zündap

Ueber den amerikanischen Offizier, der den Bombenschaden im Robert Koch Krankenhaus besichtigte anfangs Oktober 1944 kann ich auch keine Auskunft geben. Vermutlich war er irgendein Verbindungsoffizier, entweder zum Roten Kreuz in Geneva oder im Vatikan, denn als Kriegsgefangener Bombenflieger war er zu fein angezogen. Auf alle Faelle wollte man ihm wohl zeigen was seine Kumpanen angerichtet hatten, denn das Krankenhaus hatte ja grosse, rote Kreuze auf den Daechern, soweit ich mich erinnern kann. Man koennte ja dort mal anfragen in Wien,ich moechte es auch gerne wissen.

Bomben wo immer man hinkam. Beim Lehrgang im VW-Werk, Juli-September 1945, drei Tagesangriffe dort. Before wir in Wien ankamen bei Nacht, stoppte der Zug nahe Wiener-Neustadt. Ein gerade stattgefundener Luftangriff der Englaender hatte einige Zivil-Haeuser getroffen und wir mussten helfen die verschuetteten Keller freizuschaufeln, alles unter der Gasmaske,wegen dem Staub. Einige Tote wurden geborgen, Frauen und Kinder. Read the rest of this entry →

Post to Twitter

Olaf Rose: Rudolf Heß – Das war Mord!

24. August 2010 in Deutschland, Geschichte

Was hat man von seiten der Alliierten nicht alles getan, um das Andenken an Rudolf Heß auszulöschen: ein halbes Leben lang, fast 46 Jahre, hat man ihn daran gehindert, das zu sagen, was er wußte; hat man ihn daran gehindert, sich frei und unzensiert zu den Vorwürfen zu äußern, die ihn und sein ganzes Volk stigmatisieren sollten und sollen; hat man ihn 46 Jahre interniert und inhaftiert, davon 20 Jahre in folterähnlicher Isolationshaft; hat man wenige Tage nach seinem Tode das riesige, festungsartige Spandauer Gefängnis
niedergerissen und mit Hunderten von Lastwagen bei Nacht klammheimlich die Trümmer fortgeschafft. Und dennoch wird in diesen Tagen, wenn sich die Ermordung von Rudolf Heß jährt, seiner von vielen Patrioten nicht nur in Deutschland, sondern weltweit gedacht werden.

Von Staats wegen und natürlich insbesondere von linken und »antifaschistischen« Kräften wirft man den Trauernden und Gedenkenden vor, sie hätten sich in Rudolf Heß einen Märtyrer geschaffen, sie würden einen Verbrecher mystifizieren und seine Taten verherrlichen und verklären. Was ist da dran? Ist etwa die sachliche Darstellung von außerordentlichen persönlichen Leistungen und Verdiensten Verherrlichung? Ist etwa das
Verlangen nach Aufklärung eines der niederträchtigsten und feigsten politischen Morde des 20. Jahrhunderts Heldenverklärung? Es ist eben nicht leicht, auf der persönlichen und politischen Weste von Rudolf Heß schwarze Flecken zu entdecken. Als Sohn eines deutschen Kaufmanns 1894 in Alexandria geboren und aufgewachsen, kam Heß im Alter von 14 Jahren
nach Deutschland, um dort das Gymnasium zu besuchen. Der Kriegsfreiwillige des Jahres 1914 brachte es bei Kriegsende bis zum Leutnant, vom einfachen Infanteristen bis zum Jagdflieger der bayerischen Jagdstaffel 34. Nach dem Kriege studierte er in München Volkswirtschaft, Geschichte und die Geopolitik, letztere bei dem Generalmajor und Professor Karl Haushofer, dem er zeitlebens auch persönlich eng verbunden blieb. Beeindruckt vom
überwältigenden Redetalent Adolf Hitlers trat Heß Anfang 1920 mit der Mitgliedsnummer 16 der NSDAP bei, und der Rest kann als bekannt vorausgesetzt werden. Read the rest of this entry →

Post to Twitter

Werner Fischer: Berliner Zeit (Teil 1)

22. August 2010 in Deutschland, Geschichte

Dieser Artikel ist der erste Teil einer Serie über die Erlebnisse von Werner Fischer während des 2. Weltkriegs. Wir möchten Herrn Fischer an dieser Stelle herzlich nicht nur für seinen Einsatz für unser Vaterland danken, sondern auch dafür, daß er sich die Zeit nimmt seine Erlebnisse niederzuschreiben.

Werner Fischer auf der Zündap

Werner Fischer auf der Zündap

Die Einheit der ich angehoerte damals in Berlin-Lichterfelde West gehoerte nicht zur LAH, war eine KFZ Ersatzabteilung der Waffen-SS. Da war ein ewiges Kommen und Gehen, von und zu allen Frontabschnitten. Waehrend meine Kameraden, nach einem Schweisser-Lehrgang in der KTL Schoenbrunn (Wien) zur Bereitstellung der Ardennenoffensive kommandiert wurden, wurde ich nach Berlin geschickt, warscheinlich zur “Erholung”, nachdem ich waerend des Lehrganges 10 Tage dort im Robert Koch Krankenhaus mit Diphtherie zubringen musste. Dort erlebte ich dann einen der ersten Tagesangriffe auf Wien. Es gab nur Splittergraeben im Hospitalgarten und es knallte gewaltig in der Naehe, ein Blindgaenger war direkt durch unseren Krankensaal gegangen, alles voller Scherben und Staub. Den naechsten Tag kam ein amerikanischer Offizier in Begleitung eines katholischen Priesters zur Besichtigung, keine Ahnung wo der herkam, kann mich nur an seine grinnende Visage erinnern. Bei der Ankunft in Berlin wurden wir gleich von dem Kommandeur unterrichtet: ”Urlaub gibt es nicht, aber Bau koenn’s ham”, in seinem Wiener Dialekt. Hoerten dann, dass er ein sehr hoher SS-Fuehrer gewesen sein soll in Oesterreich und dann degradiert wurde und als Untersturmfuehrer zu uns kam. ”Kann ja lustig werden”, dachten wir jungen Soldaten. Die Verpflegung dort war sehr knapp,wie ueberall zu der Zeit in Berlin und im Reich, wir waren immer hungrig und manche Kameraden wollten lieber zurueck an die Front. Eines Tages kam ein Pferdefuhrwerk an und brachte Moehren und Steckrueben in die Kaserne. Es waren einige KZ’ler dabei, die sich dort an Ort und Stelle von den mitgebrachten Gemuese etwas kochen durften und wir schlichen dann mit knurrenen Magen daran vorbei! Aber so etwas wird ja nie gezeigt in den vielen Holofilmen. Wir konnten einmal von einem verlassenen Bauernhof an der Oder noch etwas ergattern, obgleich Iwan schon am anderen Ufer war. Bei der Gelegenheit sahen wir dann auch den Truemmerhaufen der Berliner Innenstadt, einschliesslich das Regierungsviertel. Read the rest of this entry →

Post to Twitter

Rolf Winkler: Die BR Deutschland eine DDR 2.0? – Oder wird die DDR rückblickend geadelt?

20. August 2010 in Deutschland

Rolf Winkler

Inoffiziell wird die BRD heute schon mal als DDR 2.0 bezeichnet. Was soll damit ausgedrückt werden? Daß sich die gesellschaftlichen Systeme ähneln? Oder die größer gewordene BRD auf das Niveau der DDR „gesunken“ ist?

Die Frage muß lauten: Wird die gegenwärtige Politik überhaupt noch an den Bedürfnissen und Wünschen der Menschen im Land ausgerichtet?

Die gegenwärtige Politik, ihre Repräsentanten, Teile der Wirtschaftsverbände und -kammern, die Justiz und Medien der BRD befinden sich allesamt im Eifer zur multiethnischen Umwandlung unseres Landes. Worum geht es? Es geht um die Zersetzung gewachsener traditioneller Strukturen, also des gesamten Gemeinwesens. Dazu ein Blick in den Pressespiegel der letzten Tage:

- Berlin wird erstes Land mit Integrationsgesetz. (Klaus Wowereit, Regierender Bürger-meister SPD und Carola Bluhm, Linke
- Ministerin führt anonyme Bewerbung ein. (Kristine Schröder, Familienministerin CDU)
- Anonymer Lebenslauf – Raus aus der Schublade (Diskriminierungsbeauftragte. Martina Köppen, SPD)
- Ausländer rein! (Markus Ulbig, sächs. Innenminister CDU)
- Die Attraktivität Deutschlands für Fachkräfte aus aller Welt müsse erhöht werden. (Anette Schavan, Bildungsministerin CDU)
- Lockprämie und Begrüßungsgeld für Ausländer. (Rainer Brüderle, FDP)
- Fachkräftemangel gefährdet unsere Wachstumspotentiale. (Achim Dercks, Vize DIHK)
- Neue Regeln, um mehr ausländische Fachkräfte anwerben zu können. (Dieter Hundt)
- Deutsch als Nachteil. (Peter Grottian, Politologe)
- Der Konzern ist zu weiß, zu deutsch, zu männlich … (Peter Löscher, Siemens Chef)
- Diese Menschen mit ihrer vielfältigen Kultur, ihrer Herzlichkeit … sind eine Bereicherung für uns alle. (Maria Böhmer, Ausländerbeauftragte CDU)
- Bundespräsident Wulff wünscht sich bei seiner Vereidigung eine bunte Republik (CDU)

Wenn das nicht Dummheit der politischen Entscheidungsträger ist, was ist es dann, Programm?! Geht es überhaupt um Arbeitsplätze? Wohl sicher nicht, denn die Fakten sprechen eine andere Sprache. Read the rest of this entry →

Post to Twitter

Prof. Dr. Wilhelm Hankel: Zweiter offener Brief an die Bundesregierung

18. August 2010 in Deutschland

Im Mai veröffentlichten wir an dieser Stelle einen offen Brief von Prof. Dr. Wilhelm Hankel an die Bundesregierung (hier). Da eine Antwort der Bundesregierung ausblieb, entschied sich Hankel einen weiteren Brief zu verfassen, dessen Wunsch nach Veröffentlichung wir natürlich gerne nachkommen wollen.

Sehr geehrte Frau Bundeskanzler,

leider haben Sie auf meinen ersten Brief vom 27.03.2010 nicht reagiert. Daher muss ich nochmals auf die Angelegenheit zurückkommen, denn zwischenzeitlich hat sich das Problem, was auf uns Deutsche und Europäer zukommt, noch verschlimmert.

Sowohl das „Griechenland- Hilfe- Gesetz” vom 7. Mai 2010, wie auch das spätere „Rettungsschirm – Gesetz” vom 10. Mai 2010, stellen nicht nur schwere Verstöße gegen die EU – Gesetze -, sondern auch gegen unser eigenes deutsches Grundgesetz dar.

Sie kennen die Situation aufgrund der Ihnen wohl bekannten Klage der inzwischen 5 Professoren vor dem Bundesverfassungsgericht. Aber auch Ihre eigenen Mitarbeiter haben es Ihnen längst mitgeteilt.

Es geht in dieser Sache um schwerwiegende Rechtsbrüche. Sie sind noch gefährlicher als die ökonomischen Konsequenzen. Europa ist die Heimat des Rechtsstaates. Der Euro wird am “Rettungsfonds” nicht gesunden, sondern zu einer europäischen Schwachwährung verkommen. Read the rest of this entry →

Post to Twitter

Michael Winkler: Dekadenz

17. August 2010 in Deutschland, Gesellschaft

Zustände wie im alten Rom… Wenn das über eine Familie, eine Firma, eine Stadt oder ein Land gesagt wird, dann ist das keinesfalls als Lob gedacht, sondern als Umschreibung von Chaos und Verfall. Dabei war das wirklich alte Rom eine spießige, götterfürchtige Republik wehrhafter Bauern. Dieses Staatsmodell war Jahrhunderte hindurch überaus erfolgreich, es verleibte sich zahllose Nachbarn ein, wuchs zum Weltreich heran, zum Inbegriff des Imperiums. Erst dann, angesichts des überwältigenden Erfolgs, kehrten in diesem nicht mehr ganz so altem Rom die besagten Zustände ein.

Es ist wie in der Natur: Ein wildes Tier in einer intakten Umwelt wird nicht fett. Ein übergewichtiger Pflanzenfresser wird Beute der Raubtiere, weil er zu langsam ist, ein übergewichtiger Fleischfresser erwischt keine Beute mehr und lebt damit ganz von selbst Diät. Erst wenn die Natur in Ungleichgewicht gerät, ändert sich dies. Gelangen Pflanzenfresser auf eine große Insel ohne Raubtiere, leben sie zunächst im Paradies. Aber gerade dieses Paradies, der ungehemmte Erfolg, den dieses neue Land verheißt, birgt die Zerstörung in sich. Die Schwachen werden nicht mehr aussortiert, sondern pflanzen sich fort. Die Tiere werden träger und sie werden immer mehr. Das “Imperium” blüht auf, und dann… Entweder es verschlägt Fleischfresser auf diese Insel, die nun ihrerseits ein Paradies erleben, oder die Umwelt bricht wegen Überweidung zusammen. Das Imperium verschwindet, das Paradies wird Ödland… Read the rest of this entry →

Post to Twitter

Michael Paulwitz: Das Vermächtnis einer Richterin

16. August 2010 in Deutschland, Gesellschaft, Multikultur

Die erste Auflage war noch am Tag des Erscheinens ausverkauft. „Das Ende der Geduld“, das mit kühlem Kopf und heißem Herzen geschriebene Vermächtnis der toten Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig, ist ein Buch, auf das man offenkundig lange gewartet hat und das dennoch zur rechten Zeit kommt.

Heisig beschreibt, wie „durch elterliches Versagen und unter den Augen der geduldig abwartenden staatlichen Institutionen“ schwerkriminelle Jugendliche heranwachsen, und sie stößt zu den Ursachen des institutionellen Versagens vor: „Wir leben in einer Gesellschaft, in der an den Problemen bewußt vorbeigeschaut wird: aus Tradition seitens der Zuwanderer, aus Bequemlichkeit und Angst seitens der Deutschen.“

Die überhandnehmende Jugendkriminalität ist – nicht nur in Berlin, sondern auch in anderen europäischen Großstädten, in denen Kirsten Heisig Problemlagen und Lösungen studiert hat – in erster Linie eine Folge der fehlgeschlagenen Integration von Einwanderern. Die üblichen Ausreden – Diskriminierungserfahrungen, jahrzehntelang unterlassene Integrationspolitik – läßt Heisig für diese großenteils hier aufgewachsene und vollversorgte Klientel, die mit Anpassungsforderungen zu behelligen lange Zeit als „Zwangsgermanisierung“ verpönt war, nicht gelten. Read the rest of this entry →

Post to Twitter

Michael Winkler: Rechts von der CDU

16. August 2010 in Deutschland, Gesellschaft

In den letzten Monaten häufen sich Meldungen, wonach eine Partei “rechts von der CDU” gewissermaßen eine Marktlücke füllen würde. Spekulationen, Hochrechnungen und Umfragen sprechen von einem Potential von bis zu 20%. Es spricht also viel dafür, diese Partei zu gründen und raketenartig in der Politik aufzusteigen. Ich bin jedoch nach wie vor dagegen, dies zu tun. Zunächst möchte ich mich jedoch der aktuellen Lage zuwenden.

Parteienanalyse

“Es darf rechts von der CSU keine demokratisch legitimierte politische Kraft geben.” Dieser Satz stammt von Franz Josef Strauß und war zu seiner Zeit insofern berechtigt, als daß die CSU an der rechten Flanke der CDU marschierte. Mit dieser Einstellung wurde die NPD nach ihrem Höhenflug von 1969 in das Vergessen gedrängt, zumal die CDU in Leuten wie Dregger ausgewiesene Rechtskonservative in ihren Reihen hatte.

Ich spreche hierbei von den siebziger Jahren, der Zeit der linksliberalen Regierung, als die CDU/CSU schon allein der Unterscheidbarkeit wegen rechtere Position einnehmen mußte. Unter Kanzler Herbert Frahm wurde zuerst der linke Traum gelebt und mit verschwenderischen Geldausgaben umgesetzt. Nach ihm hat jede Bundesregierung vom Sparen gesprochen, aber nur selten danach gehandelt. Das war die Zeit, in der ein Josef Martin Fischer mit seiner “Putzgruppe” Steine an Polizisten vorbeigeworfen hatte und ein Jürgen Trittin aktiver Kommunist gewesen war. Damals gab es keine “demokratisch legitimierte” Kraft links von der SPD. Read the rest of this entry →

Post to Twitter

Wolfgang Popp: Noch immer kein Friedensvertrag für Deutschland, deshalb keine volle Souveränität

8. August 2010 in Deutschland, Geschichte

“Toute nation a le gouvernement qu’elle mérte”
(Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient)
– Graf Joseph des Maistre, sardinischer Gesandter in St. Petersburg (1811)

Als im Mai 1945 nach der von den Siegermächten geforderten “Bedingungslosen Kapitulation” der Deutschen Wehrmacht auch die letzte Deutsche Reichsregierung unter Großadmiral Karl Dönitz verhaftet wurde, folgte eine Zeit des absoluten Besatzungsrechts der vier Mächte ohne jegliche Beteiligung der Deutschen. Erst als bei den westlichen Staaten USA, Großbritannien und Frankreich die späte Erkenntnis reifte, daß sie mit Deutschland wohl “das falsche Schwein geschlachtet” hatten (Winston Churchill) und es zu großen Spannungen, Streit und Drohgebärden mit der Sowjetunion kam, brauchte man die Deutschen wieder, gestattete man ihnen mit der von den USA initiierten Währungsreform eine Besserung ihrer verheerenden wirtschaftlichen Lage und gestattete ihnen 1949 im jeweiligen Machtbereich einen provisorischen Staat, die Bundesrepublik Deutschland und die Deutsche Demokratische Republik, zu gründen. Die Vorgabe für das westdeutsche ‘Grundgesetz’ (ursprünglich sollte es ‘Verfassung’ heißen) kam aus den USA, das Erarbeitete wurde am 8.5.1949 (man beachte dabei, daß vor genau vier Jahren die Deutsche Wehrmacht kapituliert hatte!) vom Parlamentarischen Rat verabschiedet, am 12.5.1949 von den Hohen Kommissaren der westlichen Besatzungsmächte “genehmigt” und am 23.5.1949 verkündet.

In der Präambel des Grundgesetzes wird als wichtigste Aufgabe die Wiedervereinigung Deutschlands bezeichnet, in der es heißt: “Das gesamte Deutsche Volk bleibt aufgefordert, in freier Selbstbestimmung die Einheit und Freiheit Deutschlands zu vollenden.” Trotzdem hat das Grundgesetz in einigen Artikeln die willkürliche Festsetzung der Grenzen vom 31.12.1937 übernommen, obwohl völkerrechtlich wirksam die Grenzen des Deutschen Reiches vom 31.8.1939 (vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges) waren. Denn schon im Londoner Protokoll vom 12.9.1944 hatten sich die USA, Großbritannien und die Sowjetunion verpflichtet, daß Deutschland innerhalb seiner Grenzen vom 31.12.1937 – also ohne Österreich, dem Sudetenland und dem Memelgebiet – “zum Zwecke der Besetzung” in vier Zonen eingeteilt wird, als Ganzes aber erhalten bleibt. Auch im Potsdamer Abkommen vom 2.8.1945 wurden keine Annexionen beschlossen; die Gebiete östlich von Oder und Neiße wurden nur vorläufig der polnischen bzw. sowjetischen Verwaltung unterstellt. Read the rest of this entry →

Post to Twitter

Michael Winkler: Kulturhoheit

4. August 2010 in Deutschland, Gesellschaft

In dieser wunderbaren Bundesrepublik gibt es einen noch viel wunderbareren Begriff, der zahlreichen Landespolitikern zu Presseauftritten verhilft: die Kulturhoheit.

Gedacht war das einmal, um die landestypischen Eigenheiten zu fördern. Schüler in Bremen sollten nicht mit Almwirtschaft belästigt werden, die in Görlitz nicht mit Kohlebergbau, jene in Freiburg nicht mit Hochseefischerei. “Der Schimmelreiter” oder “Buddenbrooks” als Schullektüre taugte eher in Gebieten der Hansestädte, Ludwig Thoma eher in Oberbayern. Es gibt immer einen Komponisten der aus der Nähe kommt, einen örtlichen Feldherren oder Fürsten. Und in einigen ist man viel katholischer als in anderen.

Es gäbe also genug heimatbezogener Kultur, um sich darin gründlich auszutoben. Goethe und Schiller, sowie meinetwegen auch Karl May, gehören ganz Deutschland, Mathematik und Naturwissenschaften gelten weltweit, da sollten sich Kirchturmpolitiker bitteschön heraushalten.

Genau das haben die Schmalspurpolitiker jedoch nicht geschafft. Es ist zwar keinem Kultusminister gelungen, den Dreisatz umzuformulieren, dafür wurde die Idiotie der Mengenlehre in der ersten Klasse eingeführt. Die einzige Schwierigkeit bei der Mengenlehre besteht darin, den Kindern das Vokabular aufzuzwingen, denn jeder Dreijährige erkennt sofort, daß eine Banane nicht zu der Menge der Äpfel gehört. Sogar die Aufteilung in die Teilmenge der roten und die Teilmenge der grünen Äpfel gelingt diesen Wunderkindern ganz problemlos. Read the rest of this entry →

Post to Twitter

Neue Verbotsinitiatve zum Waffengesetz

1. August 2010 in Deutschland, Gesellschaft

Während die meisten demokratischen Staaten Ihren Bürgern zumindest ein wenig Waffenfreiheit zugestehen um sich vor Kriminellen zu schützen, wird in der Bundesrepublik Deutschland immer wieder darüber diskutiert doch das ohnehin schon rigorose Waffenrecht noch weiter zu verschärfen. Getan wird dies wie in dieser Republik üblich mit scheinheiligen Floskeln und einem Druck auf die Tränendrüse, was Waffen denn so an Unheil anrichten. Das ganze wird dann gespickt mit ein paar Gutmenschen, die weinerlich ihre Geschichte erzählen um ja genug Menschen für neue Verbote zu gewinnen. Diesmal dürfen ein paar Eltern der Opfer des Amoklaufs von Winnenden dafür herhalten die nötigen Emotionen hervorzurufen um doch bitte schön weitere Bürgerrechte immer weiter einzuschränken – in diesem Fall das Recht der Sportschützen Schusswaffen zu besitzen.

Dabei sind es nicht die Waffen, die von sich aus Menschen töten, sondern die Personen, welche diese Waffen bedienen. Ob es sich dabei um ein Gewehr, ein Fleischerbeil oder ein Küchenmesser handelt, spielt dabei keine Rolle. Wer andere Menschen töten möchte, der findet geeignete Mittel und Wege. Daher ist ein Verbot von Schußwaffen der übliche schwachsinnige Ansatz von einem gesellschaftlichen Problem abzulenken. Die Frage ist doch eher, welche gesellschaftlichen Zusammenhänge dafür verantwortlich sind, daß Menschen Amok laufen und andere Menschen ermorden. Alleine die Tatsache, daß es Waffen gibt kann dafür nicht verantwortlich sein, es handelt sich um ein gesellschaftliches Problem. Die Frage ist also, wie man die Gesellschaft so umformen kann, daß derartige Amokäufe nicht mehr vorkommen. Da der Gutmensch jedoch glaubt in einer perfekten Gesellschaft zu leben, deren Status Quo es um jeden Preis zu erhalten gilt, versucht er lieber den Amokläufern ihre Werkzeuge wegzunehmen. Findet dann der nächste Amoklauf mit einem Fleischerbeil statt, nehmen wir den Metzgern ihre “Tötungsmaschinen” weg. Danach nehmen wir uns dann Küchenmesser vor, dann Äxte, Kettensägen, usw. usf. Das eigentliche Problem wird dabei nicht bekämpft, aber der Gutmensch glaubt etwas Gutes getan zu haben, weil ihm schlicht die Weitsicht fehlt. Read the rest of this entry →

Post to Twitter

Der Besuch dieser Seite und aller Unterseiten ist allen Bürgern der Bundesrepublik Deutschland ausdrücklich verboten.

Wir übernehmen keine Haftung für auf dieser Seite und allen Unterseiten veröffentlichten Beiträge und Kommentare.

Sollten Sie diesen Bedingungen nicht zustimmen, verlassen Sie diese Seite umgehend.

Post to Twitter

AWSOM Powered