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Wenn einer von uns stirbt, und niemand trauert…

1. September 2010 in Deutschland, Gesellschaft

In Marburg starb ein Mensch, der vielen aus seinem Umfeld als freundlicher und immerfroher Freund bekannt war. Es starb unser Freund Samuel, der bei einer Schlägerei vor einer Kneipe in Marburg am 14. August 2010 schwer verletzt worden war. Er ist am Sonntag, den 22.08.10, seinen Verletzungen erlegen.

Der 25-Jährige war in den frühen Morgenstunden von zwei Männern zusammengeschlagen worden und hatte schwerste Hirnverletzungen davongetragen. Sein Herz hörte am Sonntag auf zu schlagen.

Als wir, Freunde und Bekannte von dem Tod erfuhren, entschlossen wir uns einen Trauermarsch zu seinem Tatort zu planen und durchzuführen. Wir meldeten die Versammlung ordnungsgemäß an und begannen mit der Planung. Nebenbei wurde ein Kondolenzbuch online gestellt, was eine überraschende Anteilnahme zur Folge hatte: Binnen weniger Tage hatte dieses Trauerbuch über dreihundert Einträge und weit über 20.000 Zugriffe.

Wir waren von der Anteilnahme überrascht und erfreut. Es wurde aber ein Politikum, was keiner der Veranstalter ahnen konnte. Kurz nachdem die Versammlung angemeldet wurde, tauchte bei den Eltern unseres verstorbenen Freundes die Polizei auf und informierte die Eltern des Opfers, dass es von den Veranstaltern beabsichtigt sei einen „Naziaufmarsch“ durchzuführen, obwohl es dafür keinerlei Anzeichen gab. Read the rest of this entry →

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Die habens gerade nötig: Die “Welt” spielt sich als Hüterin der Meinungsfreiheit auf

1. September 2010 in Deutschland, Gesellschaft

Selten hat im Deutschland der letzten Jahre eine Debatte die Gemüter berührt wie derzeit die Diskussion um Thilo Sarrazin, was wohl daran liegen dürfte, daß selten die Schere zwischen öffentlicher Meinung und veröffentlichter Meinung so weit auseindergelegen hat. Andererseits hat nun auch der gemeine BRD-Bürger nun endlich mal die Gelegenheit seiner über Jahre unterdrückten Logik freien Lauf zu lassen ohne gleich fürchten zu müssen mit der Nazikeule erschlagen zu werden. Daß sich die veröffentlichte Meinung in Form der diversen Medienanstalten angesichts dieser Diskrepanz zwischen den Lesern und den Herrschern wie ein aufgeschreckter Hühnerhaufen benimmt, ist dabei eher belustigend anzusehen. So läßt sich in der linken TAZ lesen: “Die Thesen, die Thilo Sarrazin in seinem Buch und in einer Fülle von Interviews seit vergangener Woche ausbreitet, sind derart haarsträubend dämlich, dass sich eine sachliche Auseinandersetzung eigentlich verbietet.”, was selbst vom linken Publikum weitestgehend mit Kritik geahndet wird, sieht man einmal von einem Uwe Sak ab, der nochmal die alten SED-Konserven aus dem Küchenschrank hervorholt: “Offene Diskussionen sind wichtig, wenn aber hier die Thilo-Fans überhand nehmen, wäre es doch angebracht, diese Kommentare einfach zu löschen. Rassistisches Gedankengut ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.” Read the rest of this entry →

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