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Henryk Broder: Hier irrt Sarrazin

4. September 2010 in Deutschland

Thilo Sarrazin hat gesagt, Michel Friedman wäre ein Arschloch. Weil ein Mann von Welt ein Kompliment, das ihm gemacht wurde, nicht für sich behalten kann, rennt Friedman zur BILD-Zeitung und erzählt ihr, was Sarrazin über ihn gesagt hat. Die macht daraus eine Titelgeschichte. Jetzt wissen fünf Millionen BILD-Leser, dass der Sarrazin den Friedman ein Arschloch genannt hat. Das ist nicht nett und, wie unsere Kanzlerin sagen würde, überhaupt nicht hilfreich. Und außerdem stimmt es nicht. Friedman ist ein selbstverliebtes Riesenarschloch. So, das musste mal gesagt werden.

Henryk M. Broder

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John de Nugent: Der grosse Patentraub

4. September 2010 in Deutschland, Geschichte, Nordamerika

John de Nugent

Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges hatte Deutschlands weltweit eine unangefochtene Vormachtstellung in vielen Bereichen der modernen Technologien errungen. Äußerlich erkennbar ist dies noch heute an der ungeheuren Dominanz deutscher Wissenschaftler bei der Vergabe der Nobelpreise. Die Aktivitäten deutscher Forscher und Tüftler auf dem internationalen Patenmarkt überstiegen prozentual gesehen den Anteil, den deutsche Forscher heute haben, um ein Vielfaches. Wäre Deutschland im und nach dem Zweiten Weltkrieg nicht völlig zerstört und ausgeraubt worden, hätte es wahrscheinlich über Jahrhunderte zumindest Europa, wenn nicht gar die Welt technologisch und somit wohl auch zunehmend wirtschaftlich und politisch dominieren können, wenn es nur gewollt und es geschickt angestellt hätte. Diese sich bereits vor dem Ersten Weltkrieg abzeichnende Dynamik der deutschen Forschung und Wirtschaft war für die Angelsachen eine Schreckensvision, die erst kurz zuvor die halbe Welt mit Gewalt erobert hatten und diese Stellung nicht gewillt waren, einem besseren, friedlicheren Konkurrenten zu überlassen. Sie machten daher am Ende des Zweiten Weltkrieges kurzen Prozeß mit der deutschen Wissenschaft: die führenden Wissenschaftler aus vielen Forschungsbereichen wurden “freiwillig” entführt, Patente im Wert vieler Billionen Reichsmark geraubt und das deutsche Ausbildungssystem durch eine radikale “Entnazifizierung” sowie durch marxistische Umerziehungsfloskeln im Stile der aus den USA importierten “Frankfurter Schule” auf Jahre und Jahrzehnte lahmgelegt. Der nachfolgende Beitrag wirft einen näheren Blick auf den größten Raub aller Zeiten.

Der amerikanische Stolz verträgt sich durchaus mit der Tatsache, daß Immigranten zum Wohlstand und zur Größe der USA beigetragen haben. Es ist für die US-Amerikaner dagegen schon etwas schwieriger zu schlucken, daß ein guter Teil ihrer wissenschaftlichen Führungsrolle und unseres Wohlstandes – trotz der immer größer werdenden Lasten durch illegale Einwanderer und unproduktive Einheimische – einfach daher rührt, daß man sowohl nach dem Ersten als auch nach dem Zweiten Weltkrieg schlicht deutsche Patente und Erfindungen beschlagnahmt hat. Read the rest of this entry →

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Michael Paulwitz: Segregation

4. September 2010 in Deutschland, Gesellschaft

Am Seeufer fiel es mir am frappierendsten auf: Keine Kopftücher. Und kein Müll in der Landschaft, nirgends. Lauter ruhige Nachbarn auf der Bergwiese, ganz normale Familien, Pensionisten und junge Pärchen. Die einzigen, die leicht nerven, sind ein paar bierselige Tschechen, die offenkundig den Zimmerlautstärke-Comment nicht kennen, aber schon bald samt Söhnchen und Hängematte friedlich wieder verschwinden. Alpensee-Idylle, Sommer 2010.

Wer aus aller Herren Länder ins Salzkammergut kommt, sucht nicht nur malerische Bergkulissen und Postkartenschönheit. Ist es ein Zufall, daß auf den Parkplätzen so viele Kennzeichen aus Berlin und anderen deutschen Ballungsräumen zu finden sind?

Erholung vom Alltag kann auch heißen: Kulturelle Homogenität erleben, die man zu Hause nicht mehr kennt. Und sei es nur, einen Badenachmittag mit Frau und Kindern zu verbringen, ohne lärmenden oder hauptstadttypisch marodierenden Migrantenbanden zu begegnen. Read the rest of this entry →

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